Imperial Settlers – Die Amazonen Erweiterung

Imperial Settlers Erweiterung – Die Amazonen / Foto: Spieltroll

Imperial Settlers gehört zu meinen absoluten Lieblingsspielen und das obwohl ich es so gut wie nie gewinne. Das musste ich erst jüngst wieder beim Testspielen der neuen Erweiterung feststellen. Aber das Spiel und seine Aufbaukomponente macht mir einfach riesigen Spaß, so dass ich es verschmerzen kann hier auch immer recht gewaltig auf die Mütze zu bekommen. Meine Frau scheint unschlagbar zu sein. Das änderte sich auch mit dieser Erweiterung nicht. Die Amazonen sind inzwischen das dritte Erweiterungsvolk und ich denke viel mehr werden wohl auch nicht erscheinen, denn im letzen Jahr ist ja Imperial Settlers – Empires of the North erschienen und wird wahrscheinlich eher in den nächsten Jahren mit Erweiterungen versorgt als das „alte“ Imperial Settlers. Wobei warten wir es ab…

Was ist neu ?

Wie immer an dieser Stelle einen kleinen Überblick über den Inhalt und neue Dinge: wir bekommen in der wie immer ein wenig überdimensionierten Schachtel ein Deck für das Volk der Amazonen bestehend aus 60 Karten. Darüberhinaus befinden sich je 10 neue Karten für die Völker des Grundspiels in der Packung, um diese auf die neue Mechanik dieses Sets abzudaten. Dazu gibt es natürlich auch noch 10 Karten für das allgemeine Deck sowie eine zweiteilige Völkertafel und den entsprechenden Marker für die Siegpunktleiste. Diese Erweiterung bringt eine sehr mächtige neue Fähigkeit für die Amazonen mit ins Spiel, sowie eine neue Form der Handelsabkommen.

Imperial Settlers Erweiterung – Die Amazonen – Inhalt / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab ?

Imperial Settlers Erweiterung – Die Amazonen – Völkertafel / Foto: Spieltroll

Die Amazonen dürfen wie jedes andere Volk natürlich auch irgendwas speichern und bei ihnen sind es drei beliebige Rohstoffe pro Runde. Das ist schonmal nicht so schlecht. Was sie aber zu einem sehr mächtigen Volk macht ist ihre Volksfähigkeit, die es ihnen erlaubt, wenn sie zum Bau eines Völkerortes einen anderen Völkerort ablegen müssen, diesen nicht auf den Ablagestapel legen zu müssen, sondern ihn wieder in ihr Deck mischen. Somit bekommen sie die Chance manche Gebäude öfter auszuspielen. Das alleine wäre ja schon cool genug, aber es kommt hinzu das das Deck der Amazonen extrem auf diese Mechanik ausgelegt ist. Ihre Orte kosten relativ wenig Rohstoffe und sie dürfen durch viele Orte Karten ziehen, was dazu führt das sie sich durch ihr Deck pflügen und sehr viel ausspielen können. In den Spielen mit meiner Frau kam es immer dazu das sie in den letzten zwei Zügen ihre Auslage fast jedesmal verdoppelt hat und das mit Völkerorten die jedesmal zwei Siegpunkte bringen. Ich habe mit zwei der Grundspielvölker zumindest bis heute kein Mittel dagegen gefunden. Man hat Schwierigkeiten an die gleiche Menge Karten zu kommen und kommt in der späten Phase des Spiels schnell ins Hintertreffen. Gegen die anderen Erweiterungsvölker haben wir sie noch nicht getestet. Kann sein, dass man dort einen Vorteil bekommt, denn die Amazonen verfügen nicht über Karten mit Technologie oder Religion und müssen diese über die allgemeinen Karten generieren. Das Kartenset der Amazonen verfügt aber über Karten für jedes der drei kleinen Ausbausets, die je nach Bedarf rausgenommen werden können.

Imperial Settlers Erweiterung – Die Amazonen – Produktionskarten / Foto: Spieltroll

Die Handelsabkommen mit den Fundamenten fügen sich recht gut ins Spiel ein, sind sie doch eine weitere Möglichkeit auch für andere Spieler simpel an Fundamente zu kommen, ohne andere Orte opfern zu müssen. Spielt man mit der Nachbarschaftshilfe-Erweiterung sind auch über offene Produktionsorte Fundamente erhaltbar.

Imperial Settlers Erweiterung – Die Amazonen / Foto: Spieltroll

Das Fazit

Ein tolles Set das Spaß macht es zu spielen. Es funktioniert einwandfrei, in meinen Augen um Längen besser als die Mechaniken der anderen Themensets, die umständlich über neue Ressourcen versuchen etwas anders zu machen. Allerdings empfinde ich sie momentan aus der Sicht des gegen sie spielenden Spielers als etwas zu gut. Zumindest habe ich bis heute kein Mittel gegen sie gefunden. Ich bin es zwar gewohnt in Imperial Settlers nicht zu gewinnen und habe trotzdem immer meinen Spaß, wenn ich aber über 40 Punkte mit meinem Volk erziele und trotzdem gegen 70-80 Punkte verliere, dann denke ich das etwas nicht stimmt. Manche würden jetzt vielleicht behaupten ich bin schlecht in dem Spiel und ich habe tatsächlich auch schon gegen andere Völker echt hart verloren, weil meine Frau ein Genie in solchen Spielen zu sein scheint, aber so ganz traue ich dem Braten nicht, denn die Amazonen kommen mir zu gut und vor allem ihre Gebäude zu günstig vor.

Imperial Settlers Erweiterung – Die Amazonen / Foto: Spieltroll

  • Verlag: Pegasus Spiele
  • Autor(en): Ignacy Trzewiczek
  • Illustrato(en): Aga Jakimiec, Roman Kucharski, Anastasia Meilous, Rafal Szyma
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Spieleranzahl: 1 – 4
  • Dauer: 40 – 90 Minuten

2 Gedanken zu „Imperial Settlers – Die Amazonen Erweiterung“

  1. Hallo,
    was bedeutet denn das Symbol „Ort“ bei der Produktion auf dem Völkertableau der Amazonen?
    Erhält man eine Ortskarte vom Völkerdeck? Oder die Einnahmen eines Produktionsortes meiner Wahl?
    Ich habe in der Regel nichts dazu gefunden.
    Liebe Grüße

    1. Hallo Conny,
      das ist in der Tat auf den ersten Blick nicht ganz eindeutig, aber in der Produktionsphase ist damit gemeint, das die Amazonen immer ein Fundament als Teil ihrer Produktion bekommen. Das Haus als Symbol wurde wohl gewählt, weil man eine Ortskarte zieht und als Fundament benutzt. Auf den Rückseiten ist ja auch immer ein kleines Haus abgebildet. Das hätte aber in der Anleitung durchaus deutlicher hervorgehoben werden können.
      Ich hoffe ich konnte helfen. Viele Grüße

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