
Inzwischen liegt das Jahresende schon wieder hinter uns und wir Blicken auf ein noch jungfräuliches 2026, aber da sind auch schon die nächsten Katastrophen im Anflug. Trump bricht genauso das Völkerrecht wie Putin und ich Frage mich wo das noch hinführt. Persönlich begann das Jahr für mich mit Schmerzen und einem Arztbesuch. Nach der Überarbeitung des Handgelenks im Dezember verschwinden die Schmerzen einfach gar nicht mehr und die Beweglichkeit ist so gut wie bicht gegeben. Schöne Scheiße und mal schauen wo das noch hinführt. Die gesamte Planung für die Weihnachts- und frei Zeit mal wieder über den Haufen geworfen. Alles was ich hier in den letzten zwei Wochen veröffentlicht habe ist einhändig geschrieben und deshalb auch manchmal etwas knapper als gewöhnlich. Ich muss auf die rechte Hand gerade mal doppelt aufpassen… Nichts desto trotz haben wir doch das ein oder andere auf den Tisch bekommen. Lasst mich also kurz berichten.

Exit: Adventskalender 2025 – Der Zauber von Weihnachten
Als erstes muss ich natürlich vom diesjährigen Exit Adventskalender berichten, der uns immer wieder ein wenig ratlos zurücklies, was an der Komposition der Rätsel und der Geschichte lag. Nachdem uns der Kalender des letzten Jahres ganz gut gefiel war dieser hier wieder nicht Fisch und nicht Fleisch. Viele Rätsel sind auf einem sehr niedrigen Niveau, selbst für das Einsteiger-Level der Exit-Reihe und die Geschichte schwankt zwischen niedlichen Ideen, die dann aber nicht konsequent verfolgt werden bis hin zu lieblos gehetzten Passagen, die einfach so wirken, als wäre ihnen nichts mehr eingefallen, oder sie hätten nicht gewusst wie das alles noch logisch zusammenhängen soll. Das Gesamtpaket wirkte dann einfach ein wenig lieblos und uninspiriert. Leider ein eher schwächerer Kalender für das Exit Ranking.

Cascadia – Im Dezember habe ich recht viel Cascadia gespielt und das hat einen Grund, denn ich habe mir die Cascadia-App für das Tablet gegönnt und spiele dort momentan regelmäßig einige Partien der Solokampagne und kann das nur sehr empfehlen. Die Umsetzung für das Tablet ist sehr gelungen und lässt sich sehr intuitiv und einfach bedienen. Lediglich am Schwierigkeitsgrad und dem Verhalten der Gegner könnten sie noch etwas herumschrauben, aber ansonsten ist das ein guter Zeitvertreib, wenn ihr mal keine Mitspieler*innen für Cascadia habt.

Bomb Busters – Eine unserer Kolleginnen hat sich im Dezember Bomb Busters von uns ausgeliehen und brachte es uns begeistert zurück. Keine Ahnung, ob das der Auslöser war, oder ob wir einfach so darauf gekommen sind. Wir haben an Silvester auf jeden Fall ein paar Bomben entschärft und ein paar neue Szenarien ausprobiert, die wir noch nicht gespielt haben. Es ist wirklich bemerkenswert, wie schnell du wieder in Bomb Busters reinkommst, ohne langes Regellesen, auch wenn es Monate her ist, wo wir es zu Letzt gespielt haben. Ein großartiges Spiel mit jeder Spieler*innenanzahl und zu jeder Gelegenheit. Wer mehr darüber wissen möchte findet hier natürlich eine Review auf dem Blog.

Behind – Seit Behind den As d’Or in Frankreich gewonnen hat, habe ich ein Auge auf dieses Puzzlespiel geworfen und möchte nun gar nicht mehr so intensiv darauf eingehen, denn die Review habe ich inzwischen verfasst und veröffentlicht. Wer das Spiel aber am bester erfassen möchte, sollte dem Link in der Review zum Beispiel-Puzzle folgen, denn das Online-Puzzle erklärt am besten, was euch bei Behind erwartet und gibt euch einen guten Einblick in die drei Puzzle dieses Spiels.

Abroad – Als weitere Neuheit kam in diesem Monat Abroad bei uns auf den Tisch. Ein Spiel das aufgrund seiner Thematik sehr an Auf nach Japan! erinnert. Denn auch bei Abroad planen wir eine Reise. Diesmal nur nicht nach Japan sondern durch Europa. Wir spielen die Schreiberlinge von Reiseführern und bereisen dabei einen Monat den Kontinent und das möglichst effizient und so, dass für uns am Ende die meisten Punkte herausspringen. Abroad galt schon zu Messezeiten als kleiner Geheimtipp und dem kann ich mich nur anschließen. Wir hatten unseren Spaß mit dem Spiel, das mal wieder mit einem riesigen Stapel voller Karten mit unterschiedlichen Reisezielen daherkommt, so dass keine Partie wie die andere verläuft. Die Review kommt sobald ich wieder besser schreiben kann.

Agent Avenue – In letzter Zeit habe ich wieder des öfteren ein paar Partien Agent Avenue gespielt und musste feststellen wie sehr ich doch nachhaltig von diesem Spiel begeistert bin. Wer im Besitz eines Boardgamearena-Premium-Accounts ist, kann das Spiel auch dort bereits in einer sehr guten Beta-Version spielen und findet eigentlich immer passende Mitspieler*innen. Ein sehr gutes Spiel für zwei Personen das ihr ausprobieren solltet. Review ist auf dem Blog verfügbar.

Cities – Das Spiel von Steve Finn und Phil Walker-Harding bekommt mir irgendwie zu wenig Aufmerksamkeit, denn es scheint ein bisschen unter dem Radar zu fliegen. Das solte sich dringend ändern, weil dafür ist es viel zu gut, um unbeachtet in der Ecke zu liegen. Es ist zwar nicht innovativ, aber bietet trotzt der Einfachheit die ihm innewohnt viel Tiefe und verlangt wichtige Entscheidungen von uns. Auch dieses Spiel ist auf der Boardgamearena spielbar. Ihr solltet das dringend mal ausprobieren, wenn ihe auf der Suche nach einem durchaus fordernden Familienspiel seid. Review findet ihr auf dem Blog.

The Druids of Edora – Stefan Feld ist Stefan Feld und kann auch irgendwie nicht aus seiner Haut. Spielst du Feld kriegst du Punktesalat und das ist auch ganz okay, so lange das Spiel Spaß macht und dich vor interessante Entscheidungen stellt. Hier kehrt Stefan Feld wieder zu seinem größten Hit zurück – so scheint es zumindest – denn ähnlich den Burgen von Burgund liegt hier alles an den Würfeln die wir auf das Spielfeld einsetzen. Wir spielen Druiden und versuchen auf Waldlichtungen unsere Rituale abzuhalten. Hier gibt es wahnsinnig viel zu beachten und das machte uns bisher erstaunlich viel Spaß, was leider in derr jüngeren Vergangenheit mit Felds Titeln nicht immer so war. Hier muss wohl noch die ein oder andere Partie gespielt werden, bis ein Urteil gefällt wird, aber bis jetzt gefällt uns The Druids of Edora sehr gut.
Hitster Platinum Edition – Wer dachte mit Hitster Bingo hört es auf, der hat wohl weit gefehlt. Ich habe leider noch kein Bild von diesem Machwerk, freue mich aber bereits jetzt auf die Rezension. Hitster Celebration setzte den Ton und nun kommt in Deutschland der nächste Schritt. Zweitverwertung mit Bluetooth Box. Review kommt…

SOKO Unvergessen: Fall 1 – Emilia Horvath – Zu guter Letzt sei noch der Hinweis auf dieses Krimi-Spiel erlaubt, dass in Wien spielt und uns tatsächlich technisch und erzählerisch überzeugen konnte. Eine Review habe ich bereits verfasst und ich möchte diesen Fall besonders auch für Einstiegsermittler*innen empfehlen. Der Fall ist absolut solide, lässt keine Fragen offen und foltert euch nicht mit unmengen falscher Spuren und technischen Brimborium, der euch Nerven kostet. Topp!
Mehr gibt es aus diesem Monat nicht zu berichten, außer natürlich ein Bild der üblichen Verdächtigen für den Monat Dezember. Alsoo Spiele die regelmäßig und Zwischendurch auf den Tisch kommen.
