Kennerspiel und Spiel des Jahres 2020

Die Entscheidung ist gefallen! Heute am 20. Juli hat die Spiel des Jahres Jury während einer etwas abgespeckteren Preisverleihung aufgrund der Pandemie die beiden begehrten Preise verliehen. Überraschungen gab es leider keine.

Spiel des Jahres 2020

Pictures

Im letzten Jahr konnte ich zum Zeitpunkt der Preisverleihung leider noch nichts zu den ausgezeichneten Spielen sagen und das ist auch in diesem Jahr leider nicht anders. Pictures von Daniela und Christian Stöhr hat es geschafft und die Jury so sehr überzeugt, dass es den Preis für das Spiel des Jahres 2020 gewinnen konnte. In diesem Familienspiel für drei bis fünf Spieler müssen die Spieler mit kreativen Spielmaterialien wie Schnüren, Symbolkarten und Bauklötzen je nach ihrer Aufgabe eines der ausliegenden Fotomotive nachbilden. Natürlich darf man hier nicht zweideutig agieren, wenn es ähnliche Karten in der Auslage gibt. Pictures ist ein sehr kreatives Spiel, dass mit seiner niedrigen Einstiegshürde allen Altersgruppen gefallen dürfte und genau das Spiel ist, das man unter vielen Weihnachtsbäumen wiederfinden dürfte. Herzlichen Glückwunsch an die Autoren und den PD Verlag.

Die Crew

Kennerspiel des Jahres 2020

Auch das Kennerspiel habe ich leider noch nicht spielen können, obwohl es hier bereits hinter mir liegt. Das Spiel hat soviele Vorschusslorbeeren bekommen, dass auch die Jury hier nicht an dem Spiel vorbeikommt. Die Rede ist natürlich von der Crew von Thomas Sing. Ein kooperatives Stichspiel, indem die Spieler ohne verbale Kommunikation auskommen müssen und nur durch ein paar Spielchips und Spielkarten Informationen austauschen können. So werden den Spielern im Lauf einer Kampagne fünfzig immer schwieriger werdende Aufgaben gestellt, die sie erfolgreich erfüllen müssen. Die Crew verbindet dabei soviele bekannte Komponenten zu einer neuen Mischung, dass man das Spiel als einzigartig bezeichnen muss. Auch hier herzlichen Glückwunsch an Thomas Sing und den KOSMOS Verlag.

Leider lag ich in diesem Jahr ein wenig daneben, denn ich hatte trotz allem eher My City und Der Kartograph auf der Rechnung. In beiden Fällen haben sich aber die Favoriten durchgesetzt. Pictures ist bei der Auswahl die logische Wahl und wenn Die Crew hält was es verspricht, war es zumindest in dieser Kategorie ein hartes Rennen um den Titel.

Irgendwie scheint die Spiel des Jahre Jury momentan nicht auf meiner Wellenlänge zu liegen. Solche Zeiten gab es durchaus früher schon öfter. Immer wieder wurden Spiele ausgezeichnet, die mir nicht gefielen oder die mir einfach keinen Spaß machten. Ich bin zwar ein Vielspieler und liebe komplexe Spiele, aber ich mag Familienspiele mindestens genauso gern. Leider, aus meiner Sicht, ist der Rote Pöppel in den letzten Jahren zu oft an Spiele verliehen worden, die ich nicht nachvollziehen konnte oder die einfach meinen Geschmack nicht trafen. Die Kategoriegrenzen die sie sich selbst gesteckt haben, scheinen mir in den letzten Jahren irgendwie zu eng zu sein oder sie werden gnadenlos nach unten geschraubt. Azul scheint mir da fast schon die Ausnahme von der Regel zu sein.

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