Smash Up

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Smash Up / Foto: Spieltroll

Ich habe es tatsächlich getan! Einfach mal so ein Smash Up gekauft, denn irgendwie haben mich diese skurilen und farbenfrohen Boxen angemacht. Das Spiel existiert schon ein paar Jahre und es gibt eine große Menge an Erweiterungen, wobei Erweiterungen stimmt so nicht wirklich, vielleicht sollte man eher Variationen sagen. Das trifft es aber auch nicht exakt, denn eigentlich sind diese Variationen sowohl eigenständige Versionen des Spiels, als auch gleichzeitig Erweiterungen. So prangt denn auch auf jeder Erweiterung „Ohne Basisspiel spielbar“. Das sollte man einfach mal vorweg für Leute erwähnen, die vorhaben sich auch mal Smash Up zuzulegen. Es gibt also eine Basisversion, die man daran erkennt, das acht unterschiedliche Fraktionen in ihr enthalten sind, was das Spiel für bis zu vier Spieler spielbar macht. Fast alle Erweiterungen enthalten vier weitere Fraktionen, die man einfach zur Auswahl der wählbaren Fraktionen hinzunehmen kann, wenn man es als Erweiterung nutzt. Es ist aber auch möglich mit einer dieser Erweiterungen mit nur zwei Spielern zu spielen, also auch denkbar für den Einstieg in das Spiel. Oh und gibt es inzwischen viele Versionen, Variationen und Fraktionen für Smash Up.

Worum geht es?

Die Prämisse des Spiels ist denkbar einfach wie schwachsinnig, wir mischen einfach zwei der zur Verfügung stehenden Fraktionen zusammen und versuchen mit dieser so entstehenden Kombination die Herrschaft über die Welt an uns zu reißen. Die Gegenspieler versuchen natürlich das gleiche und wer das als erster in Form von 15 Siegpunkten schafft gewinnt. Dazu muß man an einer bestimmten Anzahl von ausliegenden Basen Mehrheiten mit seinen Karten bilden, bis der Eroberungswert einer Basis mit den Karten aller Spieler an einer Basis erreicht wurde und diese dann anschließend auch gewertet wurde.

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Spielsituation Smash Up / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab?

Zu Beginn des Spiels sucht sich einfach jeder Mitspieler zwei Fraktionen aus mit denen er spielen möchte. Kann man sich nicht einigen oder möchte es etwas geregelter haben, kann man einfach alle auf den Tisch legen, lost einen Startspieler aus und läßt ihn sich die erste Fraktion aussuschen, danach sind alle im Uhrzeigersinn dran und dann wieder zurück. Die Spieler mischen ihre Fraktionen zu einem Kartenstapel zusammen, daher auch der Name: Smash Up. Dann werden der Spieleranzahl gemäß plus eins Basen auf den Tisch gelegt. Jeder Spieler zieht fünf Karten von seinem Deck, sollte es dabei vorkommen das ein Spieler keine Kreatur auf der Hand hat, so darf er einmalig seine Kartenhand vorzeigen und fünf neue ziehen, mit denen er dann aber Leben muß auch wenn sie wieder keine Kreatur enthalten.

Dann geht es los und der ausgeloste Startspieler beginnt. Eine Runde besteht grob aus fünf Phasen, von denen aber zwei nur für Kartenfähigkeiten existieren, die bereits im Spiel sind. Die erste, sowie die letzte Phase sind für Kartenfähigkeiten da, die sich am Beginn oder am Ende einer Runde auslösen. Ansonsten kann der Spieler mit seiner Kartenspielphase beginnen, in der er zwei Karten spielen darf, eine Kreatur und eine Aktion in beliebiger Reihenfolge. Kreaturen werden an Basen ausgespielt und verfügen über einen Stärkewert in der oberen linken Ecke, sowie fast immer über irgendeine Fähigkeit. Man führt die Fähigkeit aus und legt die Kreatur am besten an die Seite der Basis die einem zugewand ist, damit man besser den Überblick behält. Bei Aktionen zeigt man die Karte offen vor und führt auch hier die beschriebene Aktion aus, meistens darf man Kreaturen entfernen, zerstören, verschieben oder was auch immer. Manche Fraktionen verfügen aber auch über dauerhaft liegenbleibende Karten, die Kreaturen verstärken oder einem mehr Stärkepunkte an einer Basis bringen.

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Smash Up Kuschelattacke / Foto: Spieltroll

Nach dem ausspielen der Karten kommt die nächste Phase in der überprüft wird, ob genug Stärkepunkte an der Basis liegen, um sie zu zerstören, was ja das Ziel ist. Auf den Basen steht in der oberen linken Ecke ebenfalls ein Wert, der angibt wieviel Stärke von allen hier liegenden Kreaturen erbracht werden muss, um ihn zu zerstören. In der Mitte der Basis sind drei große Zahlen angegeben die von links nach rechts gelesen anzeigen wieviele Punkte die spieler bekommen. Der, der die meisten Stärkepunkte beigesteuert hat, bekommt die Zahl an Siegpunkten ganz links und dann so weiter. Bei Gleichstand bekommen beide die jeweiligen Punkte. Die Basen verfügen auch noch über Fähigkeiten, die entweder die ganze Zeit aktiv sind oder bei der Zerstörung aktiv werden. Nachdem eine Basis zerstört wurde wird eine neue vom Stapel aufgedeckt.

Das ist im Prinzip schon das ganze Spiel, man balgt sich hier solange an den Basen herum bis irgendwer 15 Siegpunkte durch das zerstören der Basen zusammen hat und gewinnt. Das ist schon ganz spaßig und kann ziemlich lustige Aktionen hervorbringen, aber ein großes Manko hat Smash Up. Es ist absolut unübersichtlich! Man muss ständig überall nachzählen und schauen, wer wo die Mehrheiten hat und ob eine Basis schon zerstört werden könnte. Wir haben uns beim Spielen immer mit Würfeln zum Punktezählen beholfen, ein paar Marker zum Punktezählen wären hier nett gewesen und wurden später dann auch in einige Erweiterungen gepackt zumindest enthielt unsere Version von Kuschelattacke Marker zum Siegpunktezählen. Etwas größere Basiskarten wären auch schön, wo man eine Zählleiste für die Stärke anbringen könnte.

Das Fazit

Smash Up ist kein großes Spiel, aber wirklich kultiger Amitrash den man immer mal wieder für zwischendurch rausholen kann. Mal eben einmal noch die Welt kaputt machen und erobern. Das Spiel lebt natürlich von seinen verrückten Kombinationen der Fraktionen, wer wollte nicht immer schon mal Roboter-Zauberer oder Feen-Zombies spielen und mit ihnen den Planeten erobern. inzwischen soll es über 70 verschiedene Fraktionen geben und auch andere Franchises wie Munchkin wurden aufgegriffen. Erwartet nicht zuviel Spiel und macht euch bewußt das es ein echtes Fungame ist, an das man nicht mit zuviel Ernst herangehen sollte.


  • Verlag: AEG – Alderac Entertainment Group
  • Autor(en): Paul Peterson
  • Illustrator(en): Dave Allsop, Bruno Balixa, Conceptopolis, Francisco Rico Torres
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • Spieleranzahl: 2 – 4
  • Dauer: 45 Minuten

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