Hidden Games – Grünes Gift

Hidden Games – Grünes Gift

Nach Silvester erreichte mich in diesem Jahr ein Umschlag meines ältesten Kumpels Marc, der mir ein Detektivspiel im Stile von den iDventure Games, die ich hier auf dem Blog ebenfalls schon besprochen habe (siehe Das Feuer in Adlerstein oder Stillsee), versprochen hat. Die Spiele sind in der Regel recht gut weiterzugeben, da man selten etwas kaputt machen muss. Im Umschlag fand ich dann auch das angekündigte Hidden Games Spiel. Von dieser Serie hatte ich zwar bereits gehört, aber bisher leider noch nichts davon selber ausprobiert. Grünes Gift ist bereits der dritte Fall aus dieser Serie und wir haben uns sehr gefreut ihn ausprobieren zu dürfen. Vielen Dank dafür nochmal in meine alte Heimat. Wir haben den Fall auch nicht allzulange hier liegen gelassen und ihn recht bald gespielt. Das schöne an diesen Spielen ist immer, dass man ganz unvermittelt loslegen kann. Einfach Umschlag öffnen und los geht es. Keine Regeln sind zu lesen und der Kriminalfall entsteht ganz von selbst durch die gestellte Aufgabe in einem Brief. Grünes Gift macht da keine Ausnahme. Los gehts!

Worum geht es ?

Natürlich werde ich auch bei diesem Detektivspiel nicht spoilern, sondern nur kurz anreißen um was es genau geht. Bei Grünes Gift schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Detektivbüros, das von einer Frau angeschrieben wird, deren Mann in Untersuchungshaft sitzt, weil er verdächtigt wird einen Mann ermordet zu haben. Seine Frau und sein Anwalt stellen dem Detektivbüro eine Akte mit gesammelten Hinweisen und Notizen zur Verfügung in der Hoffnung das die Detektive die richtigen Schlüsse daraus ziehen können, um den Ehemann frei zu bekommen.

Hidden Games: Grünes Gift – Spielmaterial / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab ?

Keine Regeln, nur ein Brief, der uns die Exposition liefert. Danach können wir auch in diesen Fall direkt einsteigen. Wir finden jede Menge Material in dem Umschlag. Briefe, Rechnungen, Flyer, Visitenkarten, alles dient dazu uns mit Informationen zu versorgen. Jede Menge Informationen und wir müssen herausfiltern, was wichtig ist und was nicht. Was kann uns dabei helfen den Beschuldigten zu entlasten. Oder vielleicht stellt sich auch heraus, das man ihn nicht entlasten kann, weil er es vielleicht sogar war. Wir haben freie Hand uns durch die Informationen zu wühlen.

Das Spiel gibt uns noch eine Übersicht als Plakat zur Verfügung, dort sind, wie an einem Whiteboard, bereits Bilder der wichtigsten Personen und kleine Zettel mit den unsbekannten Informationen aufgedruckt. Manche der Personen sind uns bereits von Beginn an bekannt, manche entdeckt man erst recht spät. Das ist für die Übersicht durchaus hilfreich, zerstört aber ein bißchen die Immersion. Ansonsten sind auch hier alle Hilfsmittel erlaubt. Internet, Tablet, Telefon. Erlaubt ist das falsche Wort, sie sind nicht nur erlaubt, sondern werden zur Lösung des Falls auch benötigt. Die Lösung lässt sich ohne Internetzugang nicht überprüfen und auch während des Falls benötigt man den Zugang. Was ein bißchen ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass man Whats App benötigt, um das Spiel komplett genießen zu können. Bei uns im Haus benutzt niemand den Massengerdienst und so mussten wir ihn erst installieren, um alles nutzen zu können. Leider steht diese Tatsache nirgendwo draußen auf der Verpackung, so dass ich annehme, dass es als selbstverständlich angenommen wurde.

Hidden Games: Grünes Gift – Spielmaterial / Foto: Spieltroll

Was genau das Spiel da alles so auf Lager hat, kann ich hier nicht näher beleuchten, um nichts zu spoilern, aber das Spiel benutzt Medien sehr geschickt und durchaus überraschend zu seinem Zweck. Wer sich meine Reviews zu den iDVenture-Spielen durchgelesen hat, wird wissen, dass ich sehr viel von der Immersion gesprochen habe. Diese ist in diesem Fall nochmal ein bißchen besser, weil es eben diese geschickten Dinge macht. Ich kann leider nicht deutlicher werden. Es lohnt sich zwar durchaus, da es solche Dinge, wie die Whats-App-Pflicht, aber nicht ausreichend publik macht, muss ich an dieser Stelle eine kleine Warnung aussprechen. Womit wir dann auch schon beim Fazit wären.

Das Fazit

Auch hier muss ich eine Empfehlung für Krimifans aussprechen! Der vorliegende Fall hat uns sehr gut gefallen und ist für uns sogar noch besser gewesen, als die iDVenture-Fälle. Die Tatsache mit der Whats-App-Geschichte hat uns allerdings nicht so gut gefallen. Spielerisch zwar schon, aber es hätte einfach auf der Verpackung stehen müssen. Zum Vergleich, Das Feuer in Adlerstein benutzt auch Facebook, aber auf der Schachtel steht es auch deutlich drauf. Im eigentlichen Sinne ist auch dieses Hidden Game kein Spiel, sondern nur ein Rätsel, dass es zu lösen gilt. Wer aber solche Detektivkost sucht, ist hier genau richtig. Sehr gutes und sehr glaubwürdiges Material und ein sehr hoher Grad an Immersion durch seine Fähigkeit bestehende Technik in den Fall einzubauen. Im Moment scheinen die Fälle von den Hidden Games noch nicht so bekannt zu sein, so dass die Gefahr beim googeln von bestimmten Sachverhalten nicht gegeben ist, sich zu spoilern. Das war bei den oben erwähnten Konkurrenzfällen schon eher der Fall. Daumen nach oben für die Erfahrung. Danke Marc für die Zusendung.


  • Verlag: Hidden Industries GmbH
  • Autor(en): unbekannt
  • Illustrator(en): unbekannt
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • Spieleranzahl: 1-5 Spieler
  • Dauer: 90-150 Minuten

Ein Gedanke zu „Hidden Games – Grünes Gift“

  1. Gern geschehen, „alter“ Freund! Wo ist ein Spiel besser aufgehoben -als beim Spieltroll?! Den Einstieg in das Hidden Game fanden wir etwas „holprig“, weil man nicht genau wusste, welche Infos zum Fall man schon nutzen durfte und welche erst im weiteren Verlauf zur Verfügung stehen. Und WhatsApp-Nutzung an Sylvester ist natürlich suboptimal – zur Entschädigung gab es einen 10 € Gutschein von Hidden Games, der natürlich wieder in einen Fall investiert wurde. Das Review dazu wird sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft auf dieser Seite zu lesen sein! Beste Grüße aus der noch winterlichen alten Heimat!

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