#68 Was ist eigentlich? – Kramerleiste

So, nachdem ich ja nun eine kleine Pause wegen eines Umzuges einlegen musste, sollen aber natürlich auch die zuvor pausierten Artikelserien weitergehen. In der sehr gern abgefragten „Was ist eigentlich?“-Reihe möchte ich nun auch weitermachen. Aber es wird eine kleine Änderung vom Turnus des Erscheinens geben. In Zukunft soll nun alle zwei Wochen freitags ein neuer Teil der Serie erscheinen. Es gibt noch Einiges zu erklären und deshalb mache ich noch nicht Schluß damit. Zum Restart beschäftige ich mich mal mit einem Eigennamen, der in die Brettspielwelt eingezogen ist. Es geht um die sogenannte Kramerleiste.

Kramerleiste

Die Kramerleiste ist natürlich untrennbar mit Wolfgang Kramer verbunden. Wer ihn nicht kennt, sollte ihn kennenlernen. Vor allen in den 80er und 90er Jahren gehörte er zu den bekanntesten Vertretern der damals noch kleinen Zunft der Spieleautoren. Der aus Stuttgart stammende Kramer erfand 1982 für ein Werbespiel eine Leiste, die rund um den Rand des Spielbrettes verlief und durch Spielsteine zur Punktezählung diente. Das Spiel hieß „Das große Unternehmen Erdgas“ und niemand nahm natürlich Notiz davon. 1986 erschien sein Spiel Heimlich & Co bei Ravensburger in einer neuen Version und räumte den Preis für das Spiel des Jahres 1986 ab. Da es ebenfalls die von ihm erdachte Leiste aufwies und der Preis natürlich in aller Munde war und ist, fand die Leiste natürlich unter den geneigten Spielern eine große Anhängerschaft und setzte sich durch.

Viele punktebasierte Spiele nutzten sie fortan und Zettel und Stift waren nicht mehr notwendig. Ein Jahrzehnt später als die Eurogamewelle über den Erdball schwemmte war der Name der Kramerleiste in aller Munde, da natürlich viele der Eurogames auf Punkte als Siegkriterium setzen und viele Spiele, auch Kramers eigene Veröffentlichungen, wie El Grande und Tikal diese Leiste benutzen.

Seitdem ist sie nicht mehr aus der modernen Spielelandschaft wegzudenken und taucht immer wieder an diversen Spielfeldrändern auf. Die Kramerleiste ist also eine wirklich kleine Änderung, die für die Brettspielszene viel bewirkt hat.

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