Spieleabend #8

Wie sich bei unseren Spieleabenden herausstellte, wird das vorerst für etwas längere Zeit der letzte sein, denn die Messe in Essen, ein längerer Urlaub unserer Kollegin, sowie Umbaumaßnahmen sollten ein weiteres Treffen bis in den Dezember hinein fast unmöglich machen. Deshalb haben wir uns kurz vor der Messe nocheinmal getroffen, um ein paar ältere Spiele zu spielen. Leider haben wir an diesem Abend gar nicht soviel gespielt, dafür aber viel gequatscht und gelacht, aber drei Spiele haben uns den Abend trotzdem versüßt. Zum einen war dort das Drafting-Spiel Sushi Go Party, sowie das schon in die Jahre gekommene Clans von Leo Colivini, als auch „Die Blutige Herberge„, mit dem wir unsere Gastgeber mal ein bißchen fordern wollten.

Beim nächsten Treffen wird in dieser Runde Neues von der Messe ausprobiert, aber heute beschäftigen wir uns noch mit ein wenig älteren Klamotten. Unsere Mitspieler sind ja immer noch neu auf dem Gebiet der Spiele, sind grundsätzlich zu vielem bereit, aber wir wollen sie ja auch nciht überfordern, deshalb probieren wir immer erst neue Mechniken aus, bevor wir eventuell ein wenig komplexere Sachen mitnehmen. Heute haben wir mal ein Drafting Spiel mitgebracht, um das simple draften auszuprobieren. Was liegt dort näher als Sushi Go Party? Eben, nichts. Sushi Go oder Sushi Go Party sind schnell erklärte und gespielte Drafting-Spiele, die man auch blutigen Anfängern zutrauen kann. An diesem Abend spielten wir direkt ein paar Runden und erhöhten den Schwierigkeitsgrad der beteiligten Karten auch gleich das ein oder andere Mal. Zunächst beschränkten sich unsere Mitspieler darauf immer für sich die beste Wahl zu treffen, aber schon bald dämmerste es, dass man ja auch durch die richtige Wahl, die anderen beeinflussen kann und es wurde viel taktischer. Sushi Go eignet sich wirklich super, um den Drafting-Mechanismus kennenzulernen. Es kam auch bei unseren Gastgebern sehr gut an.

Als zweites Spiel des Abends gab es dann das gute alte Clans von Leo Colivini, ein wie ich finde sehr gelungenes Area-Control-Spiel mit einem interessanten Zugmechanismus. Für diejenigen von euch die es nicht kennen, es geht darum verschiedenfarbene Hütten und damit Clans aus verschiedenen Gebieten zusammenzuziehen. Jeder Mitspieler representiert dabei eine Farbe, von der die Mitspieler aber nicht wissen, wer welche Farbe spielt. Die Farbe wird erst ganz am Schluß preisgegeben und man sollte versuchen soviele Punkte wie möglich mit dem richtigen Zusammenziehen der Hütten zu erreichen. Clans gefiel speziell meiner Kollegin sehr gut. Sohnemann hat sich zu früh durch zu forsches Punkten verraten, aber grundsätzlich fand er es auch gut. Die Aufmachung ist gar nicht so toll und ich muß zugeben, dass ich wahrscheinlich nie in den Besitz dieses Spiels gekommen wäre, wenn es nicht als Mängelexemplar in meinem damaligen Geschäft gelandet wäre. Leider fehlte ab Werk eine der Hütten und so wurde das Spiel reklamiert. Wir stellen einfach einen anderen Meeple in der Farbe auf das Feld und gut ist.

Also zweimal hatten wir Erfolg mit der Spielauswahl an diesem Abend, da wurde es Zeit für einen kleinen Misserfolg. Meine Frau machte den Vorschlag mit ‚Der blutigen Herberge‘ und unsere Gastgeber waren aufgrund der Beschreibung auch angefixt und wollten es spielen, aber zu dem Spiel muß man sagen, dass es von ungeübten „Normalspielern“ einiges abverlangt, denn solche Spieler sind es nicht gewohnt, dass man Spielkomponenten wie Karten, für mehrere Dinge verwenden kann und das ist hier extrem der Fall. Wer die blutige Herberge nicht kennt, dem empfehle ich die Review hier auf der Seite, denn erklären werde ich es an dieser Stelle nicht. Nur soviel, die Karten in dem Spiel sind sowohl Opfer, die man ermorden kann, als auch Gehilfen, die einem beim morden helfen, als auch Gebäude, die man bauen kann. Zu guter letzt sind sie auch noch quasi Einkommen und man muß sie in Geld umwandeln. Der Mechnismus ist recht speziell und benötigt ein bißchen Zeit. Das ganze war dann doch ein bißchen viel, obwohl es zum Schluss sehr gut geklappt hat. Die beiden fanden das Spiel aber sehr anstrengend, was wohl hauptsächlich an der Spieldauer mit der ausführlichen Erklärung lag. Insgesamt haben wir deutlich die zwei Stunden Grenze geknackt. Aber auch das war wieder eine Erkenntnis. Spiele die zu lange dauern sind in dieser Spielrunde halt fehl am Platz, was ich nicht schlimm finde. Ich glaube nicht, dass es an der Komplexität lag.

Für die nächsten Male haben wir uns schon vorgenommen mal das Deck Building oder Worker Placement auszuprobieren, auch da haben wir sicherlich Spiele im Regal, die nicht allzu schwierig sein dürften. Aber die Messe hat einiges neues gebracht und wir haben jede Menge Material, welches wir mit den beiden gerne ausprobieren wollen. Nun muß nur noch die Zeit zum Spielen da sein… hoffentlich bald.

 

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