Was spielst du so? – September 2020

Hallihallo! Kaum zu fassen, da ist schon wieder ein Monat um und nachdem ich letztes Mal gerade noch so im Urlaub war, ist das jetzt schon wieder vier Wochen her und ich würde schon wieder welchen nehmen, wenn ich könnte! Im letzten Monat wurde wieder ordentlich gespielt, wenngleich die letzten beiden Wochen privat etwas anders ausgelastet waren. Insgesamt kamen aber im September 24 unterschiedliche Spiele auf den Tisch, was ganz ordentlich ist und einen nicht klagen lässt. Die ein oder andere Neuheit hat sich auch unter die Spiele des Monats geschlichen. Wobei einige der Sachen natürich nur für uns neu waren und es sie schon lange gibt. Los gehts!

Flügelschlag

Flügelschlag – Den Anfang macht das Spiel des Jahres 2019. Kein Spiel habe ich im letzten Monat öfters gespielt und ich würde es sogar noch öfters spielen. Im letzten Jahr hatte ich immer das Bedürfnis es öfter spielen zu wollen, aber leider bin ich nie dazu gekommen. Endlich mal die Zeit und Mitspieler gefunden, um es mehr zu spielen, denn Flügelschlag ist es definitv wert mehr gespielt zu werden. Jetzt wo die zweite Erweiterung schon in Rufweite ist, freue ich mich schon wie ein Schnitzel darauf und kann es kaum erwarten. Des weiteren sei erwähnt, dass es seit kurzem eine digitale Version des Spiels bei Steam gibt, die wirklich fantastisch gelungen ist.

Der Kartograph

Der Kartograph – Auch der Kartograph hat ja inzwischen eine schöne Appumsetzung bekommen, die ich ebenfalls nur empfehlen kann, aber auch analog hält sich der Kartograph bei uns dauerhaft. Keine neue Spielrunde mit der es nicht gespielt wird. Es kommt immer gut an und erfreut sich großer Beliebtheit. Auch hier wurden nun ein paar Erweiterungen angekündigt und ich freue mich auch hier bereits daruaf sie ausprobieren zu können. Der Kartograph ist für mich eines der besten Roll ’n Writes in diesem fast schon überfüllten Genre. Wer dieses Spiel nicht kennt oder von Roll ’n Writes bisher nichts erwartet hat, der sollte Der Kartograpg definitv mal ausprobieren. Ein tolles Spiel mit viel Tiefe und doch einfach zu begreifen und spielen.

7 Wonders Duel

7 Wonders Duel – Ein weiterer meiner Prädikatsträger und deswegen nicht wirklich überraschend, dass es immer wieder bei mir auf den Tisch kommt. Ich liebe 7 Wonders und seinen kleinen Bruder, den ich fast noch besser finde als das Original. 7 Wonders spiele ich mit der Cities- und der Leaders-Erweiterung und da ist es noch ein wenig besser. Ich würde sehr gern die Pantheon-Erweiterung mal spielen, aber leider war mir das bisher nicht vergönnt. Asmodee hat sie aber gerade wieder neu aufgelegt und ich werde Zuschlagen. Nach allem was man so hört wertet sie Duels nochmal gehörig auf, was für mich kaum möglich scheint. Darüber hinaus wurde mit Agora eine zweite Erweiterung für das 2-Personenspiel angekündigt.

Die Crew

Die Crew – Wir haben ein bißchen weitergespielt, allerdings von der Sogwirkung die uns von überall zugetragen wurde, spüren wir nicht so viel. Wir empfinden die Crew weiterhin als gutes Spiel das Spaß bringt, aber diesen Megahype um ein Stichspiel das man im Team spielt verstehe ich nach wie vor nicht so richtig. Hier würde mich tatsächlich mal die Meinung meiner Arbeitskollegin interessieren, bei der wir immer zum Spieleabend einfallen, denn sie ist seit Jahrzehnten passionierte Skatspielerin. Bei mir sind die Skat und Doppelkopfzeiten ja schon ein wenig her, aber zwanzig Jahre intensives Spielen dieser Kartenklassiker habe ich auch vorzuweisen. Wenn wir mal wieder einen Spieleabend bei ihr veranstalten, was wohl dieses Jahr wegen eines Wasserrohrbruchs nichts mehr wird, nehm ich es mal mit und teste das mit ihr. Wir werden die Crew auf jeden Fall weiterspielen, um zu sehen was da noch kommt, aber bisher haben wir jede der ersten fünfzehn Missionen, und das soll jetzt nicht angeberisch klingen, im ersten Versuch bestritten. Das Review schiebe ich noch ein bißchen. Erstmal ein wenig weiterkommen

Aeons End

Aeons End – Dieses Spiel wächst gerade für uns. Am Anfang war es noch nicht so prikelnd, weil wir auch direkt ohne eine Chance, verloren haben. Mittlerweile gefallen uns einige der Dinge, die Aeons End zu bieten hat aber ganz gut. Das kooperative Spielgefühl sich hier wirklich gegenseitig zu unterstützen kommt ganz gut rüber. Wenn man seine Fähigkeiten, die andere Gruppenmitglieder betreffen gut einsetzt, hat man auch mehr Erfolg. Aeons End hat zwar eine gut strukturierte Anleitung, die einen auch gut durch das Spiel führt, allerdings weisst sie einen nicht darauf hin, auf was es im Spiel ankommt und welche anderen Möglichkeiten durch andere Karten ins Spiel kommen. Aeons End hat ein paar Problemchen, darunter auch die Optik, aber inzwischen finden wir es richtig gut und sehr abwechslungsreich. Review kommt Ende des Monats oder Anfang des November.

Harry Potter Hogwarts Battle

Harry Potter Hogwarts Battle – Meine Frau liebt dieses Spiel sehr und wir spielen es immer mal wieder. So auch diesen Monat. Wir spielen die Monsters Box of Monsters-Erweiterung gerade nocheinmal durch, weil wir uns schon auf die nächte Erweiterung Potions and Charms freuen, die im Oktober im englischsprachigen Original erscheint. Ein Deckbuilding-Dauerbrenner und für mich DAS Harry Potter Spiel überhaupt. Das Review ist natürlich schon lange Online und inzwischen gibt es das Spiel auch von KOSMOS in deutscher Sprache.

Winziges Verlies

Winziges Verlies – Diesen Monat auch mal wieder rausgeholt und gleich ein paar Partien gespielt. Winziges Verlies ist ein ziemlich unterschätztes Spiel. Vor allem solo ist es eine kleine Macht und bietet für diese kleine Schachtel eine ganze Menge. Dabei geht man hier nicht auf Punktejagd, sondern versucht das Spiel zu besiegen und wenn man möchte, kann man nicht nur eine Partie spielen, sondern eine fortlaufende Kampagne in dessen Verlauf man den gespielten Charakter sogar aufleveln kann. Aber auch zu zweit macht es im koop eine Menge Spaß und bietet durch verschiedene Endbosse und Schwierigkeitsgrade auch eine Menge Abwechslung.

Naga Raja

Naga Raja – Die erste Neuheit für mich und meine Frau stellte diesen Monat das 2-Personenspiel Naga Raja von Hurrikan dar. Nicht mehr ganz neu aber leider im letzten Jahr nicht zu bekommen, trudelte es jetzt endlich ein. Ein Wunschspiel meiner Frau und sie hat wieder den richtigen Riecher bewiesen. Bruno Cathala zeichnet mitverantwortlich für dieses kleine Spiel und ich mag einige seiner Spiele. Naga Raja fällt vor allem durch sein cooles Material und dort im speziellen die drei verschiedenen Sorten Stäbchenwürfel auf. Sehr speziell! Auch das Spielgefühl ist recht einzigartig. Eine Mischung aus Legespiel mit Hand Management und einer kleinen Bluff-Komponente. 30 Minuten Spielspaß bei dem meine Frau einfach immer gewinnt. Das Review kommt noch diesen Monat.

Nova Luna

Nova Luna – Uwe Rosenbergs Verschmelzung von Habitats und Patchwork, sowie für das Spiel des Jahres nominiert ist Nova Luna ein kleines aber feines Familienspiel mit dem gewissen Kniff. Der Zugmechanismus von Patchwork nochmal aufgekocht suchen wir uns aus der Auslage wenn wir ander Reihe sind ein Plättchen aus und bezahlen es mit Schritten auf der Mondscheibe. Stehen wir nun am weitesten hinten, sind wir sogar nochmal dran. Die Plättchen legen wir vor uns aus und sie haben verschiedene Farben und Kreise mit Zahlen auf sich. Die Zahlen geben an, wieviele Plättchen in der Farbe benchbart zum Plättchen liegen müssen. Dabei gelten Ketten von gleichfarbigen Plättchen ebenfalls. Hat man die Zahl erreicht so deckt man sie mit einer seiner Holzscheiben ab und wer zuerst alle Scheiben los ist gewinnt. Tolles Design, sowohl vom Spielprinzip als auch von der Optik. Hätte ich nicht erwartet. Auch hier kommt das Review noch diesen Monat.

Spirits of the Wild

Spirits of the Wild – Das Spiel ist für mich eine kleine Überraschung, denn von Mattel hätte ich ein solches Spiel nicht unbedingt erwartet. Auch Spirits of the Wild ist ein reines Zweipersonenspiel indem die Kontrahenten direkt gegeneinander antreten um Steine in verschiedenen Farben aus einer Schale zu draften. Die Steine legen sie vor sich auf ihre Tableaus wo sie verschiedenen Tiergeistern zugeordne werden. Jeder Geist möchte andere Steinkombinationen und belohnt uns dafür mit Punkten. Einige besonders mächtige Geister auf Karten bringen Sonderfertigkeiten. Steuern tut man das ganze über Aktionskarten. Auch hier habe ich einen recht positiven Eindruck. Kein großes Spiel, aber eines das man zu zweit schnell ein paarmal spielen kann. Mattel, wer hätte das gedacht? Mehr als ein Ersteindruck, aber das Review kommt auch bald.

The Castles of Burgundy

The Castles of Burgundy – Ein frisch ausgezeichneter Prädikatsträger. Wir spielen es so gerne. Jede Partie ist anders, weil sich die Voraussetzungen immer wieder ändern. Welche Spezialgebäude liegen aus, welche Waren gibts zu ergattern und mit welchen Zahlen muss ich meinen Zug bestreiten. Diese Version lohnt sich wirklich und ich kann nicht genug bekommen von diesem tollen Feld. Es ist echt eine Schande, dass ich es so lange habe links liegen lassen. Boardgamegeek lügt nicht. Dieses Spiel gehört zurecht zu den besten Spielen, die bisher jemals veröffentlicht wurden. Ein mechanisches Meisterwerk und das Review gibts seit Kurzem ja schon zu lesen.

Exit-Reihe – Auch im September haben wir unseren Exitabend fortgeführt und sind nun bald am Ende der Reihe angekommen. Es gibt nur noch eine Handvoll Teile, die wir spielen können. Zum Glück gibt es schon bald Nachschub. Wir werden einfach nicht müde die Dinger zu spielen. Eine gute Beschäftigung für einen Abend. In diesem Monat haben wir Das Mysteriöse Museum und Der versunkene Schatz, beides Einsteiger Exits, gespielt und stellten fest das wir inzwischen schon gewisse Erwartungen an die Rätsel von Exit haben und uns die beiden leichten Teile schon zu leicht waren. Thematisch und vom Einfallsreichtum her fanden wir beide Teile aber gut. Als drittes spielten wir noch den Teil Die Station im ewigen Eis für Fortgeschrittene der uns wesentlich besser gefiel und für den wir deutlich mehr Zeit benötigten. Reviews gibt es nicht, aber dafür verfestigt sich mein Plan eine Topliste aller Exitfälle zu pflegen.

Little Town

Little Town – Auch Little Town wurde in diesem Jahr auf die Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres mit aufgenommen und das völlig zurecht. Ein kleines, schnell gespieltes Worker-Placement-Spiel mit einigen Kniffen. Wir spielen gerne immer mal wieder eine Partie zu zweit und benutzen je zwei Spieler. Eine Variante die ein wenig mehr Überlegung erfordert, weil der Platz in Little Town noch ein wenig enger wird. Little Town spielt sich in einer halben Stunde und ist immer eine Partie wert.

Onirim

Onirim – Ich möchte an dieser Stelle nocheinmal auf dieses kleine tolle Solospiel hinweisen. Onirim ist sicher eines der besten Solokartenspiele die es gibt. Wir versuchen das Spiel zu besiegen, indem wir die Portale die sich im Kartenstapel befinden versuchen zu öffnen. Onirim symbolisiert einen Traum in dem wir uns bewegen und dem wir zu entfliehen versuchen. Wir müssen nacheinander Karten auslegen die Symbole und Farben haben. Die Symbole dürfen nie gleich sein, und die Farbe muss auf drei Karten hintereinander die selbe sein, um ein Portal der entsprechenden Farbe aus dem Stapel suchen zu dürfen. Aber es gibt auch Albtraumkarten, die wir versuchen müssen abzuwehren. Entweder gehen uns die Karten aus oder wir öffnen alle Portale. Ich finde dieses kleine Spiel hat ein tolles, so klares Spieldesign, dass man es immer und überall spielen kann, wenn man gerade mal zehn Minuten Langeweile hat. Irgendwie habe ich das Gefühl, das sonst keiner hierzulande über Onirim spricht.

Paperback

Paperback – Ein weiteres älteres Spiel das wir diesen Monat mal wieder auspackten, ist Paperback von Tim Fowers. Ich vermeide es inzwischen gegen meine Frau Spiele mit Wortfindung zu spielen, denn ich habe leider keine Chance. Bevor ich bei Paperback ein paar brauchbare Buchstaben in mein Deck bekommen habe, bildet sie bereits Wörter aus zehn Buchstaben und sackt eine Punktekarte nach der nächsten ein. Ich bin anscheinend einfach nicht gut darin, aber spielen tue ich sie eigentlich ganz gern.

Räuber der Nordsee

Räuber der Nordsee – Ich liebe die Westfrankenreich Spiele von Shem Phillips, aber mit seiner Nordsee-Serie bin ich nie so richtig warm geworden. Räuber der Nordsee ist 2015 zum Kennerspiel nominiert gewesen und ich habe es zu der Zeit zuletzt gespielt. Fünf Jahre sind vergangen und ich bin mal wieder zu dem Spiel zurückgekehrt. Es haut mich immer noch nicht vom Hocker, aber ich fand es trotzdem irgendwie besser als früher. Woran das genau liegt kann ich gar nicht sagen, aber auch ich finde die Mechanik einen Arbeiter einzusetzen und einen anderen zurückzunehmen und beide Aktionen auszuführen mitlerweile gut. Die verschiedenen Farben uns Stufen der Arbeiter und die damit verschiedenen Aktionen finde ich immer noch nicht so toll und für viele Spieler erstmal verwirrend. Nun ja, ich habe aber vor es demnächst nochmal zu spielen.

Tainted Grail

Tainted Grail – Was für eine Ausstattung und was für eine Produktion! Wow! Allerdings habe ich inzwischen auch schon soviel Negatives über das Spiel gehört, dass ich mir mein eigenes Urteil bilden möchte. Eigentlich mag ich solche storybasierten Spiele sehr, leider ist es schwierig sie schnell zu spielen. Bei dem Umfang den ich in der Box vorfand wird es einige Zeit in Anspruch nehmen hier genug gesehen zu haben, um ein fundiertes Urteil abzugeben. Ich muss wohl auf den nächsten Urlaub warten, was noch ein wenig dauern wird. Also die erste Partie fand ich sehr gelungen, kann mir aber auch vorstellen, dass es zu Abnutzungserscheinungen kommen könnte. Der Ersteindruck ist also relativ positiv. Ein Review wird es aber wohl dieses Jahr nicht mehr geben, aber wer weiss…

X-Scape: Das Atelier des Magiers

X-Scape: Das Atelier des Magiers – Ein weiteres Exitspiel und das ist nahezu wörtlich zu nehmen. X-Scape ist ein Exitklon und kein schlechter, soviel sei schonmal angemerkt. Dabei startet das Spiel wirklich sehr schwach. Es bemüht sich etwas mehr Atmosphäre aufzubauen, wenngleich diese auch ein wenig kindlicher gehalten ist. Das erste Rätsel hat gleichmal mehrere mögliche Lösungen und ist damit uneindeutig und ich finde soetwas darf nicht passieren. Allerdings ist es der einzige Fehler dieser Art. Sämtliche Rätsel danach funktionieren gut, sind schön ausgedacht und passen zum Thema. Das Atelier des Magiers sollte man ruhig mal ausprobieren, wenn man die Exit-Spiele mag. Review kommt irgendwann im November, wobei man ja leider nicht soviel erzählen kann ohne zu spoilern.

Zum Abschluß noch die Spiele, die wie immer mal so Zwischendurch auf den Tisch kommen und die ich hier nicht ausgiebig hervorheben möchte. Ein paar neue Spiele waren ja diesen Monat auch dabei.

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