
Heute soll es hier um einen weiteren Klassiker der Spielegeschichte gehen, der es geschafft hat bin in kürzester Zeit zu einem Millionenseller zu werden: Carcassonne. Benannt nach einer nicht einmal 50000 Einwohner zählenden Stadt in Südfrankreich, die aufgrund ihres Festungswahrzeichens auf einem Hügel zum Unesco Weltkulturerbe gehört, beginnt es im Jahr 2000 seinen Siegeszug durch die Spielerherzen. Der kleine Verlag Hans im Glück, der zu dieser Zeit allerdings sehr erfolgreich ist, veröffentlicht Carcassonne im Oktober noch zur Spielemesse in Essen und räumt im folgenden Jahr nahezu alle Spielepreise ab, die man gewinnen kann. Hans im Glück beweisen somit ihr besonderes Händchen für gute Spielideen. Der Autor Klaus-Jürgen Wrede ist seinerzeit gar nicht so von dem Spiel überzeugt, hat aber im nachhinein betrachtet eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten entwickelt. Carcassonne war sein Erstlingswerk. Keine seiner Spielideen vorher fand einen Verlag und dann gelang ihm gleich der große Wurf.

Endlich mal ein Ameisenspiel. Warum hat das solange gedauert, frag ich mich? Ameisen sind doch, so kommt es mir zumindest vor, ein super Thema für ein Brettspiel. Es gab auch bestimmt schon ein paar Versuche, aber bisher hat keines die breitere Spielergemeinde erreicht. Bruno Cathala und Charles Chevallier haben es aber geschafft ein Familienspiel aus dem Ameisenthema herauszuholen, bei dem es um den Nestbau der kleinen Tierchen geht. Micropolis ist das Ergebnis was uns durch Pegasus, bzw. Matagot präsentiert wird, in dem wir mit bis zu sechs Spielern unsere eigenen kleinen Ameisenbauten errichten und unser Ameisenvolk durch die meisten Siegpunkte zum Sieg führen wollen. Eine Expertenversion verwandelt das Spiel dabei für zwei oder drei Spieler, in eine etwas taktischere Version. Also, krabbeln wir los…
Bei Zwischen Zwei Schlössern handelt es sich um einen Mix aus zwei bereits veröffentlichten Spielen. 2014 erschien das Spiel „Die Schlösser des König Ludwig“ von Bézier Games, indem man sich theamtisch mit dem Bau von Räumen in einem Schloss auseinandersetzte. Ein Jahr später erschien bei Stonemaier Games das Spiel „Zwischen Zwei Städten“, indem man fast Semi-Kooperativ mit seinen Sitznachbarn zu jeder Seite eine Stadt baute. „Zwischen Zwei Schlössern“ kombiniert diese beiden Spielideen, so dass man hier mit seinen Nachbarn gemeinsam die Räume in Schlössern baut. Dabei sind die Formen der Räume weggefallen und die Idee des gemeinsamen Baus an zwei Schlössern wurde ergänzt. Ob das gut funktionieren kann? Ich finde schon.
Kodamas sind kleine Baumgeister, die in der japanischen Mythologie beheimatet sind. Daniel Solis greift mit dem kleinen Verlag Indie Boards and Cards die Vorlage der Kodamas für sein Spiel auf und kann nicht verheimlichen, dass die Darstellung der Baumgeister aus dem japanischen Animationsfilm-Meisterwerk, „Prinzessin Mononoke“, für dieses Spiel Pate gestanden hat. Seit 2017 kommen wir durch Kosmos auch in den Genuß einer deutschen Kodama-Version. Das Spiel sieht nicht nur zuckersüß aus, sondern versucht auch sein Thema optisch durch die Auslage von Bäumen im Spiel einzufangen. Die Spieler bauen hier aus Karten tatsächlich Bäume, für die sie im Spielverlauf Punkte sammeln. Seid schonmal gewarnt, trotz des kleinen Formats, braucht dieses Spiel enorm viel Platz.
