Ein Spiel, das bis vor kurzem an mir vorbeigerauscht war und eigentlich für 2 Spieler*innen gedacht ist, hat in der letzten Zeit viel meiner Spielzeit geklaut. Der Grund ist, dass ich es in der Boardgamearena entdeckt habe und es seitdem immer wieder mal anwerfe. Es hat mir aber auch so gut gefallen, dass ich mir dachte es könnte auch meiner Frau gefallen und so habe ich mir eine Kopie des Spiels von Frosted Games besorgt. Ich war dann doch über die „Größe“ der Spielschachtel überrascht und wie klein das Spiel auf dem Tisch insgesamt ist. Aber ein Spiel muss ja nicht groß sein um zu überzeugen. Was soll ich sagen, meiner Frau gefiel es auch und eine Partie dauert tatsächlich nur 15 Minuten mit Aufbau und da kann immer noch schnell eine Revanche gespielt werden. Solstis von Bruno Cathala und Corentin Lebrat, die auch schon Trek 12 zusammen erdacht haben, welches bei uns ebenfalls mit Bergthema recht gut ankam, gehört deshalb seit neuestem zu unserer kleinen Sammlung.
Eieiei, wo fange ich denn diesen Monat an? Das Jahr hat ja rein gesundheitlich für meine Frau und mich ja nicht besonders gut angefangen. Immer wieder kam etwas dazwischen und wenn es nicht die Gesundheit war, dann war es die Arbeit. Auch dort ist die Lage in diesem Jahr gesundheitlich irgendwie angespannt und ständig müssen Kolleg*innen vertreten werden. Mein Arm ist inzwischen schon wieder ganz gut beweglich und ich versuche es mit der Arbeit nicht zu übertreiben. Zu Ostern sollte dann eine Woche Urlaub zu Erholung und zum Spielen genutzt werden, denn dazu kamen wir in der letzten Zeit einfach kaum noch. Dann aber brach auch noch ein familiäres Unglück über uns herein, so dass wir uns um einen nahen Verwandten, der leider völlig überraschend aus dem Krankenhaus anrief und dank einer Amputation unsere Hilfe benötigte. Seit dem sind wir eigentlich nur noch zwischen Arbeit, Krankenhaus, Besorgungen machen und das Leben umorganisieren unterwegs. Da kommt unser Hobby einfach als letztes dran und auch wenn wir dringend mal wieder ein paar mehr Momente des Abschaltens benötigen, spielen wir halt doch zu gerne, als das wir es gänzlich sein lassen können. Dennoch ist die Menge an gespielten Spielen im April auf ein Minimum reduziert. Um so überraschender fand ich dann aber doch, dass es vier Neuheiten auf den Tisch geschafft haben.
Der kurze Monat Februar kam mir gefühlt noch viel kürzer vor als sonst. Das könnte am Home Office liegen, welches ich seit diesem Jahr nutzen kann und im Februar regelmäßig genutzt habe um einen Abgabetermin zu halten. Zu Hause schaffst du echt was weg. Der Störfaktor „Kollege“ sollte nicht unterschätzt werden. Ich habe absolut nichts gegen meine Kollegen, aber wenn du gezielt etwas fertig bekommen musst, dann können sie dich ganz schön nerven und aus der Spur bringen. Was war sonst so? Wahl natürlich… Schwamm drüber. Ich habe mir das Wahlergebns in meinem Wahlkreis mal etwas genauer angeschaut und stellte fest, das die Stramme SPD-Arbeiterfront in unserem Stadtteil sich allmählig verabschiedet und durch Nazis ersetzt… Danke ihr Parteien der „Mitte“ das ihr den Diskurs in ihre Richtung verschiebt und die Gefahr gar nicht bemerkt. Na egal, da ich momentan gar nicht soviel spielen kann, wie ich gerne möchte, sind in diesem Monat natürlich auch wieder nicht so wahnsinnig viele Neuheiten auf unserem Tisch gelandet, aber wenigstens ein bisschen Hoffnung ist in Sicht, dass es die Zeit bald zulässt etwas mehr zu spielen. Wir hatten auch einen Spieleabend in diesem Monat, aber der war doch eher ernüchternd, bzw. zu feuchtfröhlich. Soll heißen, da wurde mehr getrunken als gespielt. Für mich als Fahrer also eher nicht so ergiebig. Doch lest selbst, was diesen Monat im Hause Troll auf dem Spieltisch landete.
7 Wonders ist sicherlich eine der bekanntesten und auch erfolgreichsten Spiele-Serien in der Brettspielgeschichte. Als erstes Kennerspiel ausgezeichnet begann es vor Jahren seine Erfolgsgeschichte und fand erst vor ein paar Jahren sein vorläufiges Ende mit dem Familienableger 7 Wonders Architects. Da der Urvater leider für zwei Spielende keine zufriedenstellende Version darstellte holte sich Antoine Bauza, der Schöpfer von 7 Wonders Bruno Cathala mit ins Boot, der sich im Besonderen auf Versionen für zwei Personen versteht. 7 Wonders Duel stellte in der Spieler*innenschaft dann sogar den Urvater in den Schatten und galt als das noch viel gelungenere Spiel. Im letzten Jahr machte dann das Gerücht die Runde, dass es eine neue Version mit dem Herrn der Ringe Thema geben würde und der Hype war geboren. Auch ich, der ich 7 Wonders Duel sehr verehre und ein großer Herr der Ringe Fan bin, konnte mich einer gewissen Faszination nicht entziehen. Ich habe mir das Spiel besorgt und bin tatsächlich ziemlich überrascht über das was ich vorfand.
Heute kommen wir zu einem ganz speziellen Jahrgang für das Sammlungsprojekt. Das Jahr 2016 gilt gemeinhin als einer der besten Spielejahrgänge überhaupt. Aus diesem Grund fiel es mir auch nicht besonders schwer gute Spiele für mein Kallax zu finden. Nein, es ist sogar so, dass mir auf Anhieb elf Spiele eingefallen sind und ich nun tatsächlich die Qual der Wahl habe, welche ich in diese Sammlung mitaufnehmen möchte. Ich habe wirklich lang hin- und herüberlegt, welche fünf ich diese Woche in das doch recht kleine Kallaxfach stecken werde. Auch aus diesem Jahrgang befinden sich zwölf Spiele in den Top 100 der Rangliste auf boardgamegeek.com und nur ein Bruchteil davon gehört zu den elf Spielen die mir eingefallen sind. Ich habe mich dann entschieden die fünf meistgespielten Spiele hier aufzunehmen und die anderen gnadenlos zu streichen. Für diejenigen, die es interessiert, schreibe ich am Ende aber auch wlche sechs Spiele es dann nicht in das Kallaxfach geschafft haben.
Seit fast einem Jahr baue ich hier nun öffentlich diese Spielesammlung zusammen und freue mich schon auf den Tag, wenn ich anfangen kann die Sammlung allmählig umzubauen, denn eins ist für mich klar: früher war nicht alles besser. Ich mag ja neue Brettspiele sehr, aber übertreiben sollte es auch keiner. Es kommt soviel Zeugs raus, dass das niemals alles jemand spielen kann. Warum solltest du es dann alles besitzen? Eine Sammlung sollte nie zu groß werden, zumindest nicht, wenn du noch vor hast die Spiele zu spielen. Es geht nicht darum keine Neuheiten mehr auszuprobieren, aber in der Vergangenheit sind genügend gute Spiele herausgekommen, die wenn sie dir Spaß gemacht haben durchaus auch gerne wieder auf den Tisch kommen dürfen. Was bringen mir Regale voller Spiele, die ich nie oder nur einmal gespielt habe? Nur die Möglichkeit sie spielen zu können, sollte nicht ausreichen sie aufzubewahren – oder zumindest nicht bei allen. In diesem Jahr geht es um den Jahrgang 2014 und welche fünf Spiele ich in mein Kallax stelle.
Uiuiui, da habe ich es aber zu Beginn des Jahres, oder besser am Ende des letzen Jahres ordentlich mit der Angst zu tun bekommen, als meine Frau eines morgens mit einem teilgelähmten Gesicht aufgewacht ist. Verdacht auf Schlaganfall und erstmal mit Blaulicht ins Krankenhaus. Aber zum Glück gab es Entwarnung. Zumindest war es kein Schlaganfall „nur“ ein entzündeter Gesichtsnerv. Trotzdem war sie lang zu hause und ist immer noch nicht komplett gesesen, was auch durchaus noch ein halbes Jahr dauern kann. Warum ich das erzähle? Gehörte halt zu unserem Januar. Da meine Frau viel zu hause war und sich ordentlich langweilte, hatte sie abends gesteigertes Interesse an Unterhaltung, was wir dazu nutzten einige alte und neue Spiele auf den tisch zu bekommen. Es wurde also recht viel gespielt im Januar und nicht soviel am Blog gewerkelt. Insgesamt hänge ich meinen Reviews noch ordentlich hinterher. Die Liste der Spiele, zu denen ich unbedingt etwas schreiben will ist noch lang, weswegen kaum eine der Neuheiten, die wir in diesem Monat gespielt haben, im Februar schon als Review veröffentlicht werden dürfte. Aber schauen wir mal, was der Monat so hergibt. Ich bin auf jeden Fall noch etwas aus dem Januar schuldig: meine gelogten Spiele von boardgamesgeek.com aus dem Jahr 2023. Diese Statistik teile ich immer mit euch. Ein alter Bekannter, nämlich Bunny Kingdom schob sich in 2023 ziemlich weit nach vorne. Ein Spiel das ich zuvor ziemlich lang nicht mehr gespielt habe. Mein meistgespieltes Spiel 2023 war aber Next Station: London. Über 1000 Partien habe ich letztes Jahr gelogt und das waren weit mehr als in den Jahren zuvor. Aber wie immer finde ich am interessantesten welche (für mich) fünf neuen Spiele ich am meisten gespielt habe. Hier meine Top 5:
Finde ich in diesem Jahr wirklich interessant. Wobei ich glaube ich nicht jede Lorcana-Partie gelogt habe. Hitster haben wir gefühlt einen ganzen Monat lang jeden Tag gespielt und Erde fesselt mich ja wirklich nachhaltig und hat sich auch in meiner Top 100 einen Platz sehr weit oben verdient. Freaky Frogs finde ich auch nicht wirklich überraschend, aber Heiße Hexenkessel durch sein schnelles Spiel hätte ich niemals soweit oben gesehen. Das nur als Nachtrag.