Was spielst du so? – April 2022

In diesem Monat war bei mir persönlich der Wurm drin. Eigentlich wollte ich diese Monatszusammenfassung erst ausfallen lassen, habe mich dann jetzt doch noch dafür entschieden. Was ist passiert? Ich bin diesen Monat kaum zum Spielen gekommen, denn zunächst hatte mich eine wirkliche fiese Magen-Darm-Geschichte heimgesucht. Da hst du einfach keine Lust mehr zu spielen, wenn du immer nur Magenschmerzen hast, kaum schlafen kannst und total durchhängst. Nach etwas über einer Woche ohne Nahrung und über fünf Kilo Gewichtsverlust, was bei mir nichts ausmacht, ging einfach spielerisch rein gar nichts. Es normalisierte sich gerade alles wieder, als mich am Karfreitag gleich das nächste Mißgeschick ereilte. Ich bin doch glatt ein paar Stufen die Treppe heruntergefallen. Ausgerutscht und auf die Seite geknallt. Rippenprellung, juhu und die lässt mich seitdem nachts nicht vernünftig schlafen und schmerzt halt immer wieder rum. Toller Monat bisher und so kam fast gar nichts auf den Tisch. Ein Monat mit nahezu Abstinenz. Board Game Detox sozusagen. Na ja, ich habe mich dann doch dagegen entschieden es ausfallen zu lassen und habe die wenige Eindrücke hier doch zusammengefasst. Immerhin hat es dann doch noch für ein Kategoriebild gereicht.

7 Wonders Architects

7 Wonders Architects – Auch diesen Monat führte für mich kein Weg an 7 Wonders Architects vorbei. Ich möchte wirklich allen ans Herz legen auch diese Variante von 7 Wonders einmal auszuprobieren. Für mich als Vielspieler ist sie trotz ihrer Einfachheit interessant. Eben gerade weil sie so schnell spielbar ist kann man unzählige Partien spielen und irgendwann entwickeln sich Wahrscheinlichkeiten und man kann abwägen was in welcher Situation am besten zu tun ist und welche Karten man am besten zu finden hofft. Für Wenigspieler ist es ideal, weil es schnell zu lernen ist und trotzdem genug spannende Entscheidungen enthält. Das Genie dieses Spiels ist es das alles mit nur einer simplen Wahl zwischen drei möglichen Karten zu schaffen. Wirklich großes Kino und preisverdächtig. Review ist seit letztem Monat geschrieben.

Sherlock Holmes Consulting Detective

Sherlock Holmes Beratender Detektiv – Wer mich kennt, weiß das ich Sherlock Holmes Criminal Cabinet schon lange als ein tolles Spiel preise und schon vor langer Zeit fand, das es seiner Zeit weit voraus war. Noch heute beißen sich fast alle Deduktionsspiele an dem Klassiker die Zähne aus. Zum ersten mal seit langer Zeit wieder ausgepackt spiele ich das Spiel nun mit meiner Frau zusammen. Dafür haben wir uns extra die neue Version gegönnt und ich habe auch schon einen Vergleich dazu geschrieben. Eines der wenigen Dinge die ich in diesem Monat hinbekommen habe. Nach sovielen Jahren macht es wirklich Spaß die Fälle erneut zu spielen und die überarbeiteten Texte sind wirklich gut. Ich freue mich schon darauf die anderen Fälle zu spielen und hoffe das Asmodee und die Space Cowboys nicht nach der zweiten Box aufhören.

Abyss

Abyss – Für mich ist Abyss tatsächlich eine Neuheit, denn ich konnte es noch nie zuvor spielen. Ich bin riesiger Cathala-Fan und liebe einige seiner Spiele so sehr. Leider war Abyss kaum zu bekommen und so habe ich es irgendwann aufgegeben. Die Spieleschmiede und Grimspire haben es aber dann möglich gemacht, so dass ich sofort zu den Unterstützern für dieses Projekt wurde. Für solche Momente mag ich die Crowdfunding-Plattformen. Viele dieser megateuren und unausgegorenen Materialschlachten können mir gestohlen bleiben, aber gute Spiele aus der Vergangenheit, die bereits bewiesen haben, dass sie gut sind, wieder neu aufzulegen und sie dem Markt wieder zuzuführen, ist für mich die viel interessantere Form des Crowdfunding. Wir haben Abyss jedenfalls sofort nach erhalt ausprobiert und ich finde es, wie einige andere Cathala-Spiele auch, ziemlich großartig. Es gefällt mir richtig gut, denn es verbindet eine schöne Verzahnung mit einem sehr einfachen Spielprinzip. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich eine Review zu Abyss schreiben möchte oder nicht. Wenn, dann wahrscheinlich nicht so bald.

Road Trip: Europa

Road Trip: Europa – Eine Neuheit für mich war in diesem Monat Road Trip: Europa. Das Spiel von Scott Almes ist dabei gar nicht so neu und heißt eigentlich Boomerang. Es gibt inzwischen drei Versionen von dem Spiel und nun endlich über Game Factory auch eine hier in Deutschland. Es ist ein kleines, schnell gespieltes Draft & Write. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob es nicht noch andere Spiele gibt, die Drafting mit Roll&Write kombinieren, aber zumindest glaube ich nicht in dieser Konsequenz, denn hier werden sieben Karten in einer Runde gedraftet und anschließend macht man Kreuze auf seinem Blatt und notiert Punkte für erreichte Ziele. Es geht darum 28 Länder in Europa zu bereisen und dabei bestimmte Verkehrsmittel zu benutzen, Speisen zu kosten und Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Road Trip hat mir ganz gut gefallen, auch wenn es zu zweit ein wenig langweilig ist, aber für zwischendurch ist es ein schönes kleines Spiel. Die Review ist do gut wie fertig und dürfte in den nächsten Tagen erscheinen.

Hadrianswall

Hadrianswall – In einer ruhigen Minute am Anfang des Monats habe ich eine weitere Partie der Solokampagne von Hadrianswall gespielt, die ich auch prompt verloren habe. Ich war nicht auf der Höhe und wollte die Partie eigentlich nur noch schnell beenden und dann ist es passiert. Die erste verlorene Partie. Die Solokampagne macht wirklich Spaß und ich werde es weiter probieren. Hier wurde wirklich daran gedacht, die Kampagne abwechslungsreich zu gestalten. Immer wieder stehen andere Dinge im Fokus. Ich hatte auch bei dieser Partie einen Plan im Kopf, der aber aus irgendwelchen Gründen nicht aufging und ich werde weitere Versuche unternehmen müssen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung für die Kampagne und das Spiel natürlich.

Kingdomino

Kingdomino – Cathalas Spiel des Jahres erlebt bei mir im Moment eine kleine Renaissance. Fast so wie Carcassonne vor einem Jahr. Ich spiele aktuell echt gerne die eine oder andere Partie dieses genialen kleinen Legespielchens. Für mich ein ideales Spiel für eine Partie, um ganz relaxed einen Kaffee dabei zu trinken, während man sich überlegt, welchen Dominostein man als nächstes einbauen möchte. Lässt sich auch super auf der Boardgamearena spielen. Dort findet sich immer jemand für eine Partie.

Living Forest

Living Forest – Kam mit einigen Vorschusslorbeeren zu mir, denn Living Forest konnte den As d’Or in Frankreich gewinnen. Der Autor ist ein absoluter Neuling und das lässt dann doch schon aufhorchen. Bei Living Forest handelt es sich um einen Mix aus Mechaniken, die allesamt nicht neu sind und das scheint ja im Moment eine Art Trend zu sein. Wer findet die richtige Mixtur? Living Forest erinnert zumindest sehr schwer an Mystic Vale, denn hier werden ebenfalls solange Karten umgedreht, bis zwei dunkle Symbole erscheinen, danach sollte vorsichtiger agiert werden, denn wenn das dritte auftaucht, hat men es überreizt. Dazu kommt noch ein Legespiel und alternative Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen. Eine durchaus interessante Mischung, die bei Familienspieler*innen gut ankommen dürfte. Die Optik gefällt mir allerdings nicht so wirklich. Die Tiere auf den Karten gehen noch, obwohl die auch ziemlich spooky ausssehen, aber die Jahreszeitenaspekte und Bäumchen sind irgendwie nicht gut gelungen. Eine Review folgt schon recht bald.

Zu mehr hat es diesen Monat einfach nicht gerreicht und deshalb fallen auch die üblichen Verdächtigen aus. Ich habe einfach aufgrund der zu Beginn beschriebenen Dinge nichts gemacht diesen Monat. Die sieben erwähnten Spiele waren die einzigen zu denen ich mich aufraffen konnte. Ich hoffe auf Besserung.

2 Gedanken zu „Was spielst du so? – April 2022“

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