Was spielst du so? – November 2023

Das Jahr rast nur so dahin und ich habe das Gefühl nicht mehr hinterherzukommen. Eben war noch Messe in Essen, jetzt ist schon fast Weihnachten. Ein paar Messemitbringsel stehen hier tatsächlich immer noch ungespielt rum, aber wir haben einfach kaum Zeit im Moment. Deswegen fällt der Monatrückblick auch ein wenig kürzer aus als gewohnt, denn wenn wir gespielt haben, dann meistens bekannte Spiele, damit wir uns die Regelerklärungen sparen. Deshalb kamen in letzter Zeit auch wirklich selten komplexere Spiele auf den Tisch. Ein paar Neuheiten sind aber dennoch wieder dabei. Ich möchte diesen Monatsrückblick aber auch noch für eine erste Ankündigung das Frühjahr betreffend nutzen. So wie es in diesem Jahr bei uns beruflich aussieht, werden wir im Frühjahr sehr eingespannt sein, weswegen der Output sich hier deutlich veringern könnte. Keine Garantie. Da ich den Blog ja auch als Ausgleich zum Beruf nutze, werde ich natürlich nicht Nichts mehr veröffentlichen, nur stellt sich die Frage, ob ich nach Überstunden und eventuell Wochenendearbeit noch genug Lust und Zeit aufbringen kann. Im April dürfte dann aber alles vorbei sein und ein sehr viel entspannterer Sommer auf uns warten. Aber bevor wir daran denken bringen wir erstmal das Jahr 2023 zu Ende.

Azul

Azul – Die Leidenschaft für diesen modernen Klassiker hält bei mir gerade an. Okay, Azul ist natürlich noch nicht wirklich ein Klassiker, aber auf dem besten Weg einer zu werden. Das Spiel steht bei vielen immer noch hoch im Kurs, was der aktuelle Rang 73 in den Boardgamegeek-Charts bestätigt. Damit ist es das aktuell zweitbestplatzierte Spiel des Jahres nach Cascadia und das ist ganze vier Jahre jünger. Ich erlebe gerade meinen persönlichen zweiten Azul-Frühling online in der Boardgamearena und der Trend hält noch immer an. Kaum ein Abend vergeht, an dem ich nicht ein paar Partien spiele. So eine Partie geht wirklich rasend schnell.

Zug um Zug Legacy: Legenden des Westens

Zug um Zug Legacy: Legenden des Westens – Als zweites Spiel diesen Monat gleich mal eine Neuheit. Hätte es noch Exemplare gegeben, als ich auf der Messse in Essen war, so hätte ich das schwere Paket gleich mitgenommen, aber zu den Zeiten als ich vor Ort war, war es leider ausverkauft. Seit der Ankündigung in diesem Jahr, habe ich so einen Bock darauf gehabt. Legacyspiele, sofern sie gut sind, sind für mich immer ganz besondere Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Zug um Zug ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele, dass ich seit Jahren sehr verehre. Von daher freue ich mich total darauf das hier zu spielen. Aktuell haben wir bereits sieben Partien gespielt und ich kann nur sagen, dass ich gespannt bin wie ein Flitzebogen auf jede weitere Partie. Bisher ist das hier für mich eines der besten Spiele des Jahres und ich kann es kaum erwarten weitezuspielen. Die Review kommt sobald wir durch sind. Kann nicht mehr lange dauern…

Freaky Frogs From Outaspace

Freaky Frogs from Outaspace – Als nächstes kommt ein Spiel, das ich hier technisch gesehen gar nicht mehr als Neuheit aufführen kann, obwohl es das natürlich ist. Freaky Frogs From Outaspace habe ich im letzen Monat schon sehr lobend erwähnt und ich spiele es immer noch regelmäßig. Die Review ist inzwischen erschienen. Dort gehe ich natürlich etwas genauer auf das Spielgeschehen ein und versuche zu beschreiben, warum mir der neue Friese, trotz Unfairness und viel Glücksmoment so gut gefällt. Ich kann nur hoffen das weitere Spieltische erscheinen, die ähnlich gut funktionieren. Laut Maura gibt es schon Ideen, die umgesetzt werden, sollte sich das Spiel verkaufen. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen.

Erde

Erde – Mein wohl liebstes Spiel in diesem Jahr darf natürlich auch nicht fehlen. Ich schaffe es leider nur unregelmäßig ein paar Partien Erde zu spielen, aber ich würde es gerne viel öfter spielen. Eine Partie nimmt aber doch immer etwas Zeit in Anspruch und fordert auch zu viel Überlegung und Abwägung, um eine kürzere Spieldauer zu haben. Aber ich liebe es so wie es ist und bin jedes Mal wieder aufs neue begeistert von diesem Punktesalat. Erde würde ich gerne auf einem der nächsten Spieleabende mal mitnehmen. Allerdings bin ich mir nicht gna sicher ob die Kolleg*innenrunde damit nicht vielleicht überfordert wäre. Mal schauen. Wer mehr über Erde wissen möchte, kann mehr über das Spiel in meiner Review erfahren.

Die Burgen von Burgund

Die Burgen von Burgund – Alles was ich über Erde gesagt habe, könnte ich auch über Die Burgen von Burgund sagen und würde nicht falsch liegen. Auch von diesem Spiel bekomme ich nie genug, obwohl auch hier die einzelnen Partien immer Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch schaffe ich es auch hier trotz der geringen zur Verfügung stehenden Zeit, immer ein paar Partien zu spielen. Aktuell sogar häufiger auch mal online. Die Burgen von Burgund ist inzwischen ein Klassiker geworden, der noch immer ganz weit oben in der Gunst der Spieler*innenschaft steht.

7 Wonders: Architects

7 Wonders: Architects7 Wonders Architects gehörte jetzt lange Zeit zu den Spielen, die ich hier schon gar nicht mehr erwähnt hab, weil ich soviele Partien gespielt habe, das ich sie kaum zählen kann. Es ersetzte eine Zeit lang die beiden anderen Spiele der Reihe, die ich ebenfalls beide schon sehr oft gespielt habe. In letzter Zeit habe ich des öfteren wieder den Urvater gespielt und habe Architects Links liegen gelassen. Das führte dann komischer Weise wieder dazu, dass ich Architects aus der Versenkung zurückholte. Irgendwie lassen mich die 7 Wonders-Spiele alle nicht los. Eine Review zu Architects könnt ihr hier auf dem Blog finden.

Drachenhüter

Drachenhüter – Dann kommen wir zu einer weiteren Neuheit. Michael Menzel ist für fantastische Spiele bekannt. Bisher waren sowoh seine Legenden von Andor, als auch sein Robin Hood immer große Spiele mit ausladenden Spielbrettern. Etwas, für das er in der Szene sehr bekannt ist. Seine Spielbretter sind fantastische Kunstwerke die jedes Spiel veredeln. Wenn ich jetzt den Andor-Kosmos mal zusammenfasse ist Drachenhüter erst sein drittes Spiel und diesmal eines, das ganz ohen Spielbrett auskommt. Drachenhüter ist ein Kartenspiel und dann auch gleich eines mit einer sehr gewitzten Mechanik. Das Spiel ist simpel und schnell erklärt und macht dennoch richtig Spaß und sorgt für tolle Runden. Es skaliert recht gut und ist tatsächlich irgendwie neu ohne das Rad neu erfinden zu wollen. Für mich ist Drachenhüter wieder ein Spiel, dass ich bereits jetzt im Dunstkreis zum Spiel des Jahres sehen würde. Eine Review folgt bald, in der ich auf die Pros und Cons eingehen werde.

Exit: Der Gefängnisausbruch

Exit: Das Spiel – Der Gefängnisausbruch – Ganz am Anfang des Monats haben wir den neuesten Exitteil gespielt und ich habe das Ranking entsprechend direkt upgedated. Der Vollständigkeit halber möchte ich es hier aber nicht unter den Tisch fallen lassen. Über den 26. Platz kam diesser Teil, der zwingend in zwei Teams gespielt werden muss nicht hinaus, auch wenn einige Rätsel deutlich besser waren. Leider hatte es hier den Anschein das der Teamgedanke nur dazu genutzt wurde die Rätsel zu verkomplizieren und das steht dem Teamgedanken ja irgendwie im Weg.

Punktestadt

Punktestadt – Die nächste Neuheit ist dann ebenfalls eine, die bei uns recht gut ankam. Allerdings könnte es hier zu Irreführungen kommen. Punktesalat und Punktestadt haben gar nicht so wahnsinnig viel gemeinsam und Puntkestadt ist dabei auch nicht nur größer, sondern auch deutlich komplexer als das schnelle Zwischendurch Kartenspiel mit der schönen doppelseitigen Kartenmechanik. Die Doppelseitigkeit und das Artwork sind dann auch die Dinge, die beide Spiele miteinander verbindet und das sie natürlich von den gleichen Autoren sind, aber dann endet es auch schon. Punktestadt hier in wenigen Worten zu beschreiben fällt mir ein wenig schwer, aber auch hier sind die Karten auf einer Seite mit einer Ressource versehen und die andere Seite zeigt immer ein Gebäude. In einem Raster liegen diese aus und können von den Spieler*innen genommen werden. Gebäude werden in der eigenen Stadt errichtet, sobald genügend Ressourcen vorhanden sind. Gebäude produzieren Ressourcen und/oder geben Punkte. Wir hatten richtig Spaß mit Punktestadt, genau wie auch mit Punktesalat – nur auf einem etwas höheren spielerischen Niveau. Review folgt wohl diesen Monat.

Mazescape: Labyrinthos

Mazescape: Labyrinthos – Und wo wir gerade bei schwierig zu beschreiben sind. Mazescape: Labyrinthos habe ich in diesem Monat auch noch ausprobiert. Hierbei handelt es sich allerdings weniger um ein Spiel, sondern eher um klassische Rätsel. Die Aufgabe des Spielenden – es handelt sich um eine Soloerfahrung – besteht darin ein Labyrinth zu bezwingen. Dieses ist auf einem gefalteten Stück Papier zu finden. Das hat ein bißchen Ähnlichkeit mit einem alten Stadtplan, der auseinander und zusammengefaltet werden kann. Je nachdem wie die Teile umgeklappt werden ergeben sich neue Wege die wir beschreiten können. Unterwegs gibt es verschiedene Aufgaben zu erfüllen, die das Ganze dann doch ein wenig in die spielerische Ecke holen. In seiner Gesamtheit bleibt es aber ein Rätsel den richtigen Weg durch die richtigen Faltungen zu finden. Labyrinthos besteht dabei aus mehreren Rätseln auf einzeln gefalteten Blättern, die im Schwierigkeitsgrad deutlich ansteigen. Während du dich beim ersten noch fragst, wo hier die Schwierigkeit liegt, sieht das recht bald ganz anders aus. Eine Review kommt wahrscheinlich.

Und dann natürlich wie immer die üblichen Verdächtigen…

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