Spieleabend #9

Endlich wieder Spieleabendzeit! Lange, lange ist es her, gefühlt eine halbe Ewigkeit, dass wir mit unseren Arbeitskolegen den letzen Spieleabend veranstaltet haben. Das war tatsächlich noch vor der Messe in Essen 2018. Danach gab es diverse Hindernisse, wie Umbaumaßnahmen, Urlaub und Terminschwierigkeiten, die uns vom gemeinsamen Spielen abhielten. Aber in der letzten Woche war es dann endlich wieder soweit und wir gaben uns dem hemmungslosen Zocken hin. Auch dieses Mal schafften wir tatsächlich nur vier Spiele, denn es wurde viel gequatscht, gegessen und getrunken. Aber Spaß hat es wie immer gemacht.

Kalt war es an diesem Abend! Puuh furchtbar kalt, als wir mit sechs Spielen bewaffnet zu unseren Arbeitskollegen aufbrachen. Mit im Gepäck waren diesmal Planet, Dragon Castle, Orbis, Hexenhaus, Dominion sowie Illusion, dass wir nur zur Überbrückung bis der Pizzabote lieferte mitgenommen hatten. Der Pizzabote brauchte auch ein bißchen länger an dem Abend und so spielten wir diverse Runden dieses vergnüglichen kleinen Kartenspiels von Wolfgang Warsch. Es kam sehr gut an, man mag es gar nicht glauben, diese total simple Spielidee sorgt für jede Menge Spielspaß und ist für vier Leute ideal. Wir spielten immer bis einer drei Pfeile für sich gewinnen konnte und die Männer dominierten hier eindeutig das Geschehen. Insgesamt spielten wir bestimmt acht Partien und immer wieder tauchten Karten auf, bei denen man staunen musste über die Farbverteilung im Vergleich zu benachbarten Karten. Also, ich möchte Illusion an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich empfehlen.

Dann war erstmal Pizzatime angesagt und nach der Stärkung legten wir dann direkt los. Sohnemann war aber sehr neugierig und hatte schon mal in die Tasche gelinzt und sich über die Kartenstapel gewundert, die wir einfach so in der Tasche hatten. „Was sind denn das für Karten?“ fragte er neugierig. Aber zunächst war ersteinmal Planet dran. Planet ist, da kann man sich ziemlich sicher sein, ein totaler hingucker, wenn man es zum ersten Mal auf den Tisch bringt. Die großen 12-seitigen Würfel werfen ersteinmal jede Menge fragen auf und machen total neugierig auf das was da kommt. Die beiden beäugten den Aufbau der ganzen Tierkarten sehr genau. Planet ist aber nicht nur ein Eyecatcher, sondern auch für normale Spieler ein super Erlebnis, weil man die Regeln, ähnlich wie bei Illusion nur sehr kurz erklären muss. Nur das Zählen der Felder auf den Würfeln erfordert anscheinend ein kleines bißchen räumliches Vorstellungsvermögen, denn das stellte sich tatsächlich als größtes Hindernis heraus. Aber insgesamt kam es gut an und bei dem Spiel hatten die göttlichen Damen aber sowas von die Nase vorn. Keine Chance für die Herren.

Als drittes Spiel des Abends holte ich dann die losen Dominionkarten aus der Tasche hervor. Ich hatte mir ja extra einen Koffer für die ganzen Karten gebastelt, hatte aber keine Lust das schwere Teil mitzuschleppen. Wir wollten den beiden aber unbedingt eines unserer absoluten Lieblingsspiele vorstellen und sie nebenbei auch noch auf Deckbuilder einschwören. Unsere Arbeitskollegin ist nämlich ein riesen Harry Potter Fan und wir haben ihr versprochen irgendwann mit ihr Harry Potter Hogwarts Battle zu spielen. Da die beiden aber bisher überhaupt keine Deckbuilder-Erfahrung haben, wollten wir erstmal mit Dominion anfangen und wir haben vorher zwei Sets zusammengebastelt, um nicht alles mitnehmen zu müssen. Wir entschieden uns dann auch klassisch für das erste Set des Grundspiels, dass auch in der Anleitung vorgeschlagen wird und als zweites hatten wir noch ein Set mit vielen Punktekarten aus dem Intrige-Set dabei. Bei unserer Arbeitskollegin dauerte es ein paar Runden bis die Abläufe saßen, aber dann fand sie es richtig klasse und es entwickelte sich zum Hit des Abends. Mit Dominion liegt man tatsächlich auch selten daneben. Sohnemann fand es auch gut, aber die vierer Partie mit den ungeübten Spielern dauerte tatsächlich fast 90 Minuten. Ok, wir haben natürlich auch viel gequatscht, aber das gehört an so einem Abend ja auch dazu. Ich fand es klasse das Dominion so gut ankam und freue mich darauf, das vielleicht bei einem weiteren Treffen mit anderen Karten noch zu vertiefen.

Es war zwar schon recht spät, aber ein Spiel musste noch gehen befanden wir alle und so entschieden wir uns noch für eine Partie Dragon Castle. Mahjong, so wie man es auf dem Handy spielt kannten sie beide und waren große Fans davon. Gut, denn ich wollte das durchaus sehr schwere Spiel nicht umsonst mitgebracht haben. Die Steine sind schon ganz schön schwer. Wir entschieden uns auch hier erstmal für die Grundvariante ohne Geister- und Drachenkarten, um dass Spiel einfach zu vermitteln. Klappte auch wieder ziemlich gut und wir stellten erneut fest, dass Dragon Castle mit allen Spielerzahlen ganz gut funktioniert. Der Fokus liegt im Vierpersonenspiel aber deutlich auf anderen Taktiken und ich habe die Drachenpunktechips als recht wichitg eingeschätzt und so brachten sie mir in der Partie auch den Sieg. Außerdem entschied ich mich des öfteren dafür, wenn es nur einen Stein gab, diesen ganz aus dem Spiel zu nehmen und einen Punkt zu kassieren, anstatt ihn irgendwo auf mein Tableau zu setzen, wo er gar nicht so recht hinpassen wollte. Im Spiel zu zweit hätte ich mich wohl anders entschieden. Eine interessante Erfahrung und auch Dragon Castle kam gut an. Wir scheinen echt eine gute Quote zu haben. Bisher haben wir wirklich kaum Spiele gehabt, die den beiden nicht gefallen haben.

So neigte sich dann auch dieser Spieleabend irgendwann einem Ende entgegen und wir mussten raus in die bitterkalte Nacht. Leider sind Hexenhaus und Orbis hinten runtergefallen, aber die können wir auch noch beim nächsten Mal nachholen. Wir freuen uns schon.

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