Hidden Games – Winterkrimi: Eiskaltes Verbrechen

Hidden Games – Winterkrimi: Eiskaltes Verbrechen

Im letzten Jahr hatte mich mein Kumpel Marc auf die Hidden Games Serie aufmerksam gemacht, die so ähnlich wie die Detective Stories aufgemacht sein sollten. Er schickte uns den dritten Fall der Serie Grünes Gift und wir probierten ihn im Frühjahr aus. Unter dem Link könnt ihr nachlesen, was ich damals dazu zu sagen hatte. Kurz vor Weihnachten erreichte mich dann ein kleines Bonus-Weihnachtsgeschenk mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe und Marc schenkte mir und meiner Frau den neuesten und brandaktuellen Teil der Reihe, um den es hier heute gehen soll. ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für das wunderbare Geschenk, welches wir, allen Warnungen von Marc zum trotz, an Silvester gespielt haben. Was das zu bedeuten hat, und warum ihr soetwas momentan nicht tun solltet, verrate ich euch weiter unten. Für alle die, die gar nicht wissen, was genau diese Hidden Games Spiele sind, fasse ich das nochmal kurz zusammen. Hier geht es darum Kriminalfälle zu lösen. Es gibt keine Regeln, einfach nur Material und ein paar Fragen, die es zu lösen gilt. Umschlag aufreißen und los geht es!

Worum geht es?

Ich werde natürlich rein gar nichts spoilern, ihr sollt ja genausoviel Spaß beim lösen haben wie wir. Bei Eiskaltes Verbrechen schlüpfen die Spieler*innen wieder in die Rolle eines Detektivbüros, dass in diesem Fall der Polizei unter die Arme greifen soll, weil diese den vorliegenden Fall eines toten Schauspielers auf dem Weihnachtsmarkt der Kleinstadt Bärenfelde untersuchen soll. Der Mann ist während des alljährlichen Krippenspiels auf der Bühne zusammengebrochen. Die örtliche Polizei kommt in dem vorliegenden Fall nicht weiter und braucht eure Unterstützung, um die Ereignisse um den toten Josef zu ermitteln.

Hidden Games: Winterkrimi – Eiskaltes Verbrechen – Spielmaterial / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab?

Im Vergleich zum ersten von uns gespielten Fall, gab es hier einen kleinen Begleitzettel auf dem nocheinmal alles Material, das sich in dem Umschlag befinden soll, aufgezählt wird. Auch ein Code befindet sich auf dem Zettel mit dessen Hilfe fehlende Unterlagen auf der Homepage downgeloaded werden können. Die Fragen, welche für den Fall zwingend geklärt werden müssen, befinden sich hier ebenfalls auf diesem Zettel und stehen nicht außem auf dem Umaschlag. Ansonsten finden wir darin alles mögliche, das uns zur Aufklärung helfen soll. Visitenkarten, Briefe, Fotos, eine Zeitung usw. Das alles dient dazu uns mit Informationen zu versorgen. Jede Menge Informationen, aus denen wir die für uns relevanten Inforamtionen herausfiltern müssen, um den Fall zu rekonstruieren und um eventuell Schuldige zu ermitteln. Der gesamte Fall steckt in diesen schön aufbereiteten Unterlagen.

Auch dieses Mal bekommen wir wieder ein Plakat mit allen beteiligten Personen und einzelnen Informationen dazu. An diesem Plakat können wir uns „entlanghangeln“ und die Informationen zusammentragen. Auch bei diesem Fall sind Smartphones, Tablets und Computer unsere Freunde. Wir müssen die Lösung nicht nur am Ende auf der Homepage checken, nein auch während des Falls brauchen wir digitale Hilfmittel, um eigens für den Fall gebaute Internetseiten zu untersuchen, Mailboxen abzuhören oder auch Facebookseiten zu untersuchen. Internetzugang wird also dringend benötigt und einschlägige Socialmedia-Accounts erleichtern es einem ebenfalls. Hier möchte ich aber natürlich nicht zuviel verraten, die Macher haben sich aber wirklich sehr viel Mühe gegeben das ganze auch auf den einschlägigen, aktuellen Medien stattfinden zu lassen. Mehr noch als bei dem von uns zuvor gespielten Fall Grünes Gift. Die Immersion, sich als Detektiv zu fühlen, der hier echte Ermittlungsarbeit leistet ist dabei sehr hoch und artet im Gegensatz zu so einem Spiel wie Detective nicht in Arbeit aus.

Das Fazit

Damit wäre ich auch schon beim Fazit angekommen, da ich hier spielerisch nicht soviel enthüllen kann und eigentlich alles recht schnell erklärt ist. Ich muss hier erneut eine Empfehlung für alle Krimifans aussprechen. Auch dieser Hidden Games Fall hat mich nicht enttäuscht. Er trägt die Aufschrift „Auch für Profis geeignet“ und wir empfanden ihn in der Tat als ein wenig schwieriger und sogar ein wenig besser als den letzten Fall, wenn gleich er mit deutlich weniger Material auskommt. Das liegt sicherlich an der intensiveren Einbindung von Onlineinhalten und da komme ich zu einem Knackpunkt, den ich zu Beginn bereits erwähnt habe. Es ist unmöglich den Fall an Silvester zu spielen und wahrscheinlich auch an anderen Feiertagen wie Weihnachten. Die Server waren an diesem Abend total überfordert und nicht ansprechbar. Was schade ist, da ein solcher Fall dann leider nicht nur nicht lösbar sondern gar nicht spielbar ist. Hier müssen die Hidden Games vielleicht ein wenig Geld in die Hand nehmen, um die Technik für solche Spitzen ein wenig besser aufzustellen. Ist leider ärgerlich, wenn es an solchen technischen Unzulänglichkeiten scheitert. Ansonsten war das erneut ein riesen Vergnügen und in nicht ganz zwei Stunden war der Fall eigentlich gelöst, wir konnten ihn halt erst am nächsten Tag überprüfen. Also auch hier ein deutlicher Daumen nach oben und nochmal meinen besten Dank an Marc.


  • Verlag: Hidden Industries GmbH
  • Autor(en): unbekannt
  • Illustrator(en): unbekannt
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • Spieleranzahl: 1-6 Spieler
  • Dauer: 90-150 Minuten

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