Fliptown – Wild West Poker

Fliptown

Steven Aramini ist ein Spieleautor der inzwischen schon seit über zehn Jahren Spiele entwirft. Mir ist er seit 2017 bekannt, da kam seine erste Zusammenarbeit mit Button Shy auf den Markt. Das sind diese kleinen Kartenspiele in den Etuis, die nur aus 18 Karten oder so bestehen. Circle The Wagons hieß das kleine, vorzügliche Legespiel. Im nächsten Jahr zog er dann mit Sprawlopolis direkt nach und konnte einen noch größeren Hit landen. Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns auch sein Animal Kingdoms, zu dem ihr hier ebenfalls eine Review vorfinden könnt. Meine Frau und ich haben sogar mal ein Spiel von ihm geplaytested. Eternal Palace erschien uns aber dann doch im Endeffekt ein wenig zu ungeschliffen. Auch dazu habe ich hier mal einen Beitrag gemacht. Nun also Fliptown: ein, wie der Name schon andeutet, Flip & Write mit Westernthematik. Strohmann hat sich die Lokalisierung geschnappt und dieses Kenner Flip & Write musste ich mir als Genre-Fan auch unbedingt mal anschauen.

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Next Station: Paris – Zurück nach Europa

Next Station: Paris

Selbe Aufmachung – selbes Spiel. Nur die Farben und die Metropole sind erneut anders. Nach dem Überraschungshit Next Station: London und dem deutlich weniger guten Next Station: Tokyo, der mich leider nicht mehr so überzeugen konnte, wie der erste Teil, kam nun doch mit ein bisschen Verzögerung der Nachfolger Next Station: Paris auf den Markt. Mein erster Kontakt war auch hier tatsächlich auf der Boardgamearena, wo es schon für geraume Zeit spielbar war. Genau dort war ich zuvor ja schon sehr lang und intensiv im Arenamodus mit Next Station: London unterwegs und habe auch einige Partien des direkten Vorgängers absolviert. Das alles passierte aber erst nachdem ich Next Station: London auch auf dem Tisch sehr oft mit Leuten gespielt habe. Man könnte also sagen ich habe die Spiele ziemlich durchdrungen und einiges an Erfahrungen damit gesammelt, weshalb ich mich sehr auf die analoge Version des Nachfolgers freue. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger Tokyo habe ich diesen Titel nämlich wieder deutlich häufiger Online getestet und gespielt. Nun habe ich auch wieder ein Rezensionsexemplar von HCM Kinzel zur Verfügung gestellt bekommen und mich auch mit der physischen Version endlich auseinandergesetzt. Hier sind meine neuerlichen Eindrücke.

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Silver & Gold: Pyramids – Neuer Aufguss

Silver & Gold: Pyramids

2019 war Silver & Gold Phil Walker Hardings Beitrag zur großen Flip, Roll & Write Welle. Das Spiel war ein Überraschungshit, weil es eigentlich ganz unscheinbar daherkam und spielerisch überzeugen konnte. Für uns gehörte es damals zu unseren Lieblingsspielen und bis heute holen wir es immer mal wieder aus dem Schrank um die ein oder andere Partie zu spielen. Das Tetris-Spielprinzip bei der wir Formen auf verschiedenen Inseln anordnen müssen, um sie zu vervollständigen und weitere Boni zu erspielen, wird von nahezu jedem verstanden und bringt kurzweilige Unterhaltung. Phil Walker Harding ist bekannt dafür hauptsächlich Spiele in diesem Segment zu erfinden. Nun erschien im letzten Jahr eine neue Version dieses wunderbaren Flip & Writes, das den Namenszusatz Pyramids trägt. Braucht es das? Ist das nur ein neuer Aufguß oder Abklatsch? Oder macht es wirklich etwas neu und anders? Fragen über Fragen, denen ich unbedingt auf den Grund gehen wollte, weil uns das Spiel vor vier Jahren so gut gefallen hat und sich seitdem fest in unserer Sammlung befindet.

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Next Station: Tokyo – Nächste Metropole, gleiches Vehikel

Next Station: Tokyo

Selbe Aufmachung – selbes Spiel. Nur die Farben und die Metropole sind anders. Nach dem Überraschungshit Next Station: London, der mich nachdrücklich beeindrucken konnte, kam nun doch schon vor etwas längerer Zeit der Nachfolger Next Station: Tokyo auf den Markt. Mein erster Kontakt war tatsächlich auf der Boardgamearena, wo eine frühe Version spielbar war. Genau dort war ich zu der Zeit sehr intensiv im Arenamodus mit dem Vorgänger unterwegs und habe über dreihundert Partien gespielt. Das alles passierte aber erst nachdem ich Next Station: London auch auf dem Tisch sehr oft mit Leuten gespielt habe. Man könnte also sagen ich habe das Spiel ziemlich durchdrungen und deshalb freute ich mich sehr auf den Nachfolger. Leider konnte ich Online mit dem Spiel nicht warm werden. Ich berichtete bereits in den Monatsübersichten davon. Nun habe ich aber auch ein Rezensionsexemplar von HCM Kinzel zur Verfügung gestellt bekommen und mich auch mit der physischen Version auseinandergesetzt. Hier sind meine neuerlichen Eindrücke.

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Verplant & Zugestellt – Wer lässt Wohn(t)räume wahr werden?

Verplant & Zugestellt

Als ich kurz vor der Messe in Essen auf dieses Spiel gestoßen bin, konnte ich es kaum fassen. Früher war ich in der sehr komfortablen Lage, da ich bei uns das Nesthäkchen war, über die Zimmer meiner Geschwister mit verfügen zu können. Sie waren ausgezogen und das Haus war groß. Ich hatte also viel Platz und so konnte ich mich in zwei Zimmern ausbreiten. Wenn du als Teenager soviel Platz zur Verfügung hast nutzt du ihn auch. Da ich schon immer spiel- und computeraffin war, brauchte ich auch viel Platz für einen Schreibtisch und meine Spiele. Ich stellte die Möbel des öfteren in „meinen“ Zimmern um und plante das auf Karopapier mit den Abmessungen des Raumes. Auch die Möbel wurden vermessen und kleine Pappmarker gebastelt. Dann wurde alles hin- und hergeschoben, bis ein ansprechendes Ergebnis dabei herauskam. Das machte mir irgendwie immer Spaß. Nun hat jemand daraus tatsächlich ein Spiel gemacht und das Ding wurde auf der Messe gleichmal blind gekauft ohne zu wissen wie es tatsächlich funktionierte. Ich bin anscheinend doch nicht allein in „meinem“ Universum.

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Die Gilde der fahrenden Händler – oder warum so umständlich?

Die Gilde der fahrenden Händler

Die Gilde der fahrenden Händler, hätte auch kurz die Handelsreisenden heißen können, aber hier wurde sich sehr nah am Original entlanggehangelt und ein sehr umständlicher Titel gewählt. Egal. Bereits im letzten Jahr sah ich einen Spielbericht zum englischen Original von AEG und war sehr angetan von dem was ich da sah. Kurze Zeit später war auch bekannt, dass das Spiel auch auf deutsch bei Skellig Games erscheinen wird. Allerdings lag der Erscheinungstermin noch über ein halbes Jahr in der Zukunft, so dass hier ein wenig Geduld geübt werden musste. Die Gilde der fahrenden Händler überzeugte mich bei diesem Spielbericht durch seine recht außergewöhnliche Optik, sowie durch das Spielgeschehen, das mir allein vom zusehen recht gut gefiel. Ich mag Flip ’n Writes und nichts anderes, nur ohne Stifte ist Die Gilde der fahrenden Händler. Das klingt an sich schon umständlich und ja das ist es auch, aber trotzdem macht das Spiel wirklich Spaß und hat enormes Potential. Nun ist das Spiel bei Skellig erschienen und bereit den deutschen Spielemarkt zu erobern.

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Next Station London – Wir gehen in den Untergrund

Next Station London

Roll, Flip, [durch beliebiges englisches Verb ersetzen] & Writes gibt es wie Sand am Meer. Zumindest gefühlt. Groß in Mode, ebbt der Strom langsam ab, zumindest hoffen das einige, aber weit gefehlt. Diverse Autoren haben immer noch diverse Vorschläge in der Schublade und die Verlage bringen immer noch jede Menge auf den Markt. Ich finde das eigentlich auch gut, denn viele spiele ich recht gern. Für jedes gute gibt es allerdings auch zehn schlechte, also sollten die geneigten Spieler*innen auch wissen welche sich lohnen und welche eher in der Versenkung verschwinden sollten. Matthew Dunstan und Phil Walker-Harding, treten gerne mal gemeinsam in Erscheinung. Bei Roll & Writes haben sie aber beide auch schon Solo ihr Können unter Beweis gestellt. Hier folgt nun der nächste Streich. Next Station London ist ein Spiel, dessen Inspiration ich ganz eindeutig bei dem erfolgreichen Computerspiel Mini Metro sehe. Eines, in welches ich selbst schon ziemlich viel Zeit versenkt habe. Außerdem habe ich selbst schon an einer Brett-, bzw. Kartenvariante gearbeitet. Folglich war ich sehr gespannt was Matthew Dunstan hier umgesetzt hat.

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