Ich will nicht schon wieder von meiner Hand und meinem Arm anfangen, aber das ganze behindert mich ziemlich. Deswegen halte ich mich heute auch kurz, denn einhändiges Schreiben nervt ziemlich. Auch Spieleschachteln nicht richtig öffnen können nervt. Karten nicht mischen zu können… richtig, nervt. Spielen sollte Spaß machen und nicht nerven. Deshalb habe ich in diesem Monat nur gespielt, wenn ich mich wirklich in der Lage dazu sah und auch Freude entwickeln konnte. Was soll ich sagen, wir haben für diese Verhältnisse erstaunlich viele neue Spiele gespielt. Lest selbst.
Ihr kennt doch bestimmt diese kleinen Handyspiele, in denen wir Sachen für Kunden herstellen müssen, die an unserem Tresen stehen. Seien es Burger, Kaffee oder wie in diesem Fall Ausrüstung für Fantasy Helden. Diese Spiele entfalten für manche schon eine gewisse Faszination. In Café Barista können wir das Prinzip auch schon sehr schön analog umgesetzt sehen. Allerley Zauberey ist ähnlich gelagert, nutzt allerdings die Mechanik eines Roll & Writes dazu seine Waren unter das Volk zu bringen und lässt uns Spieler*innen vier verschiedene Würfel rollen, mit denen wir verschiedene Werkstücke fertigen, oder unser Studium für die unterschiedlichen Magien ausbilden können. Ich habe ein Faible für gelungene Roll & Writes und war im Vorfeld sehr gespannt darauf dieses hier aus dem Set A Watch Universum auszuprobieren. Lasst euch also erklären, was euch erwartet.
Heute möchte ich euch über meine Erfahrungen mit den beiden neuen Roll & Writes von Cascadia berichten. Ich fasse die beiden Spiele auch zusammen, weil sie im Grunde das gleiche Spiel sind und nur sehr minimale Unterschiede aufweisen, was nicht unbedingt heißen muss, dass du nur eins davon brauchst, aber dazu später mehr. An dieser Stelle nur schon mal vorneweg, wenn ihr überlegt es euch zuzulegen startet erstmal mit einem der beiden und wenn es euch gefällt ist immer noch Zeit das zweite dazu zu kaufen. Cascadia war und ist ein riesiger Erfolg gewesen. Das Spiel gewann 2022 den Preis für das Spiel des Jahres und wurde auch in zig anderen Ländern ausgezeichnet. Da war es klar, dass weitere Spiele unter seiner Flagge erscheinen werden und das Naturthema bietet sich da auch an. Roll & Writes lassen sich meist auch ganz gut zur Zweitverwertung heranziehen. Grundsätzlich bin ich ja auch ein Fan von Roll & Writes, da ich nicht immer Zeit habe mich für ein längeres Spiel mit meiner Frau hinzusetzen und da wird schon mal das ein oder andere Roll & Write ausgepackt. Hier war ich in der Tat sehr gespannt, ob es nur ein hohler Versuch war Geld zu verdienen oder ob da tatsächlich ein wenig Substanz hinter dem Spiel (oder auch den Spielen) steckt.
Selbe Aufmachung – selbes Spiel. Nur die Farben und die Metropole sind erneut anders. Nach dem Überraschungshit Next Station: London und dem deutlich weniger guten Next Station: Tokyo, der mich leider nicht mehr so überzeugen konnte, wie der erste Teil, kam nun doch mit ein bisschen Verzögerung der Nachfolger Next Station: Paris auf den Markt. Mein erster Kontakt war auch hier tatsächlich auf der Boardgamearena, wo es schon für geraume Zeit spielbar war. Genau dort war ich zuvor ja schon sehr lang und intensiv im Arenamodus mit Next Station: London unterwegs und habe auch einige Partien des direkten Vorgängers absolviert. Das alles passierte aber erst nachdem ich Next Station: London auch auf dem Tisch sehr oft mit Leuten gespielt habe. Man könnte also sagen ich habe die Spiele ziemlich durchdrungen und einiges an Erfahrungen damit gesammelt, weshalb ich mich sehr auf die analoge Version des Nachfolgers freue. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger Tokyo habe ich diesen Titel nämlich wieder deutlich häufiger Online getestet und gespielt. Nun habe ich auch wieder ein Rezensionsexemplar von HCM Kinzel zur Verfügung gestellt bekommen und mich auch mit der physischen Version endlich auseinandergesetzt. Hier sind meine neuerlichen Eindrücke.
Roll & Writes gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die große Welle ist zwar gebrochen, aber es kommen immer noch viele unterschiedliche Titel auf den Spielemarkt. Um da in der Masse aufzufallen, ist vielleicht die Optik oder auch ein Gimmick nicht das Verkehrteste. Dice and Slice von Thinkfun versucht es gleich mit beidem. Zum einen soll die Verpackung an einen Pizzakarton angelehnt sein und somit zum Thema des Spiels passen, zum anderen wird die Schachtel in das Spiel integriert, denn sie ist eigentlich ein Würfelturm, den wir für unsere Würfeleien benutzen können. Nicht schlecht oder? Bei mir hat das tatsächlich gar nicht funktioniert, denn von dem Würfelturm habe ich gar nichts gewusst, als ich das Spiel kaufte und seitdem die Ärzte „Jazz ist anders“ veröffentlichten ist das mit dem Pizzakarton auch durch. Ich war tatsächlich ein bisschen gespannt auf das Spiel, dass mir Thinkfun dort versprach.
Selbe Aufmachung – selbes Spiel. Nur die Farben und die Metropole sind anders. Nach dem Überraschungshit Next Station: London, der mich nachdrücklich beeindrucken konnte, kam nun doch schon vor etwas längerer Zeit der Nachfolger Next Station: Tokyo auf den Markt. Mein erster Kontakt war tatsächlich auf der Boardgamearena, wo eine frühe Version spielbar war. Genau dort war ich zu der Zeit sehr intensiv im Arenamodus mit dem Vorgänger unterwegs und habe über dreihundert Partien gespielt. Das alles passierte aber erst nachdem ich Next Station: London auch auf dem Tisch sehr oft mit Leuten gespielt habe. Man könnte also sagen ich habe das Spiel ziemlich durchdrungen und deshalb freute ich mich sehr auf den Nachfolger. Leider konnte ich Online mit dem Spiel nicht warm werden. Ich berichtete bereits in den Monatsübersichten davon. Nun habe ich aber auch ein Rezensionsexemplar von HCM Kinzel zur Verfügung gestellt bekommen und mich auch mit der physischen Version auseinandergesetzt. Hier sind meine neuerlichen Eindrücke.
Da wären wir mal wieder. Die Flut der Roll & Writes hat deutlich abgenommen. Es kommen immer noch vereinzelt welche auf den Markt, aber für mein empfinden wird nicht mehr jeder Scheiß veröffentlicht, oder ich bekomme das einfach nicht mehr so mit. Die Veröffentlichung von Take a Seat, so der Titel im Original, bei Pegasus und Frosted Games habe ich aber sehr wohl mitbekommen, wenngleich ich finde, dass auch diese Veröffentlichung eher eine Stille war. Nicht tausend Youtubeakteure und andere Werbefuzzis, die dir das Spiel permanent schönreden wollen redeten auf den gängigen Kanälen davon. Ich habe mich ein bißchen darauf gefreut, denn in der kleinen Schachtel steckt tatsächlich mal etwas Neues, das ich interessant fand. Die reine Optik, sowohl der Schachtel, als auch des restlichen Spielmaterials ist leider keine besonders anziehende, so dass ich das mangelnde Interesse einfach mal darauf schiebe. Schade eigentlich, denn Ausverkauft stellt den Mechanismus des Share & Write vor, der für alle, die immer Interaktion schreien, vielleicht interessant sein könnte, wobei das Spiel eigentlich auf den Punkt bringt, wie Interaktion trotzdem solistisch sein kann. Okay, einige Baustellen aufgemacht. Lasst mich erklären.