Villainous

Villainous / Foto: Spieltroll

Ich bin leider kein allzu großer Disney-Experte. Ich kenne viele der Filme aus meiner Jugend, aber alles was so ab 1990 erschienen ist kenn ich nur recht vage. Bei meiner Frau ist das ganz anders. Manche Filme kann sie tatsächlich wörtlich mitsprechen. Gibt es gute und relevante Brett- oder Kartenspiele mit Disneylizenz? Ich kenne keines. Natürlich zieht sich das Franchise durch sämtliche Spieleklassiker und wird vermarktet wie blöde, aber mir ist tatsächlich ansonsten kein gutes eigenständiges Disneyspiel bekannt. Deswegen lohnt es sich vielleicht Villainous, was so viel heißt wie bösartig, einmal anzutesten, denn zum einen sieht es erstaunlich gut aus und zum anderen hat es eine sehr coole Prämisse. Wer schon immer mal einen Bösewicht spielen wollte, ist bei diesem Spiel genau richtig.

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Hero Realms

Hero Realms / Foto: Spieltroll

Mit Hero Realms und der Veröffentlichung des Reviews habe ich lange gehadert, denn ich muss hier eine Neuerung einführen: Das Zwei-in-Eins-Review! Hero Realms als einzelnes Spiel zu rezensieren kann man machen, muss man aber nicht. Alleine betrachtet wäre es ein generischer Fantasy-Deckbuilder, der seinen Spielern ein bißchen zu wenig bieten würde. Seltsamerweise verwandelt sich Hero Realms durch die hinzugenommenen Charakter-Pack Erweiterungen, die jeweils nur ein paar Karten hinzufügen in ein so viel besseres Spiel, dass es mir unmöglich erscheint diese beiden Dinge zu trennen. Ich nehme es vorweg: Niemand sollte Hero Realms ohne die Charakter-Packs spielen! Deswegen werde ich diese beiden Dinge hier zusammenfassen und sie als eins betrachten. Natürlich werde ich im Text darauf hinweisen, was Bestandteile des Grundspiels sind und was Ergänzung, aber diese sind wirklich nur minimal.

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Camel Up

Camel Up

Heute wende ich mich mal wieder einem etwas älteren Titel zu. Camel Up aus dem Jahr 2014 soll es sein. Das Spiel des Kunsthistorikers Steffen Bogen schaffte es im Jahr 2014 die Auszeichnung für das Spiel des Jahres 2014 zu erlangen. Camel Up ist dabei nicht das erste Spiel von Steffen Bogen das veröffentlicht wurde, aber den meisten wird er nicht übermäßig bekannt sein, denn er bringt hauptsächlich Kinderspiele heraus. Mit Camel Up gelang ihm aber der große Wurf im Familienspielbereich, auch wenn das Spiel auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel anmutet und meiner Meinung tatsächlich auch eher eines ist. Der Argumentation der Jury konnte ich allerdings folgen und verstehe ihre Beweggründe, denn Camel Up ist eines dieser Spiele, die auch Erwachsene mit an den Tisch holen und es somit tatsächlich in die Familienspielkategorie gehört.

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Deadline

Deadline

Meine Frau und ich lieben ja Rätsel- und Deduktionsspiele. Als ich zum erstenmal etwas von Deadline gesehen hatte, das ist gut zwei Jahre her, fand ich das Konzept so faszinierend, dass ich immer gehofft habe, es würde einen deutschen Verlag finden. Nun ist es endlich so weit und Pegasus-Spiele haben sich Deadline gekrallt. Deadline besticht durch ein zweigeteiltes Konzept, indem man sich zuerst durch Kartenauslegen Hinweise zu einem Kriminalfall erspielen muss und nachdem man die Hinweise gesammelt hat versucht man anhand dieser den Fall zu lösen. In dieser Phase muss man dann nur durch die Texte auf den Hinweiskarten auf die Lösung kommen. Hier können sich Krimifüchse dann austoben und nach Herzenslust interpretieren, kombinieren und Beweise zu einem Tathergang verknüpfen.

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Winziges Verlies

Winziges Verlies / Foto: Spieltroll

Ich gebe zu, als ich das erste Mal von den Winzigen Verliesen gelesen habe, dachte ich zunächst nur an ein gimmickhaftes Spiel. Aber weit gefehlt. Winziges Verlies ist der kleinste Dungeoncrawler der Welt und hat tatsächlich in einer 10 mal 14 Zentimeter großen Schachtel Platz. Ich war ganz schön erstaunt wieviel Spiel in dieser Verpackung steckt. Natürlich darf man hier dann keine tollen Miniaturen und riesige Spielfelder erwarten, nein, Winziges Verlies ist tatsächlich hauptsächlich auf Karten basierend. Es eignet sich perkeft als Solospiel, ist aber auch für bis zu zwei Spieler im Koop spielbar. Wenn man ein zweites Spiel hinzunimmt, so kann man es sogar mit bis zu vier Leuten spielen.

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Keyforge

Keyforge / Foto: Spieltroll

Keyforge löste im letzten Jahr schon ein bißchen so etwas wie einen Hype aus. Überall hörte man plötzlich von dem neuen Konzept der Unique-Games. Gemeint sind damit Spiele, bei denen sich die Inhalte einer Spieleschachtel von allen anderen unterscheiden. Jeder, der sich das Spiel zulegt, hat also anderen Inhalt. Im ersten Moment musste ich an einen neuen Versuch denken, das nächste Magic – The Gathering in Umlauf zu bringen, als ich dann auch noch hörte das Magic Mastermind Richard Garfield hinter Keyforge steckte wurde ich hellhörig. Garfield hatte auch in der Vergangenheit öfters behauptet, das ihm die Formate von Magic am liebsten sind, bei denen man einen begrenzten kleinen Pool von Karten hat und man auch mal dazu gezwungen ist schlechtere Karten zu spielen. Keyforge ist nun seine Umsetzung zu dieser Idee. Kein Sammelkartenspiel, sondern eines, bei dem man nur ein einziges Deck benötigt. In Keyforge sind diese bereits vorkonstruiert und der Deckbau entfällt komplett.

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Tal der Kaufleute 2

Tal der Kaufleute 2 / Foto: Spieltroll

Sami Laasko, Autor und Illustrator von Tal der Kaufleute hat mit ‚Die Ära der Handelsmeister‘ gleich ein zweites Spiel nachgelegt, wobei eigentlich ist es kein neues Spiel, insofern täuscht der Titel ein wenig. Es ist das gleiche Spiel, mit den gleichen Regeln, nur die Tiervölker aus dieser Version sind andere. Man benötigt das erste Spiel zum spielen nicht, sämtliche Regeln werden auch hier wieder erklärt und das Spielmaterial reicht genauso wie im ersten Set, um eine Partie mit bis zu vier Personen zu spielen. Warum also zwei Spiele? Warum nicht! Zum spielen braucht man tatsächlich nur eins, aber wenn man es gerne öfters spielen möchte, dann werden sechs Tiervölker schnell langweilig und man braucht Nachschub. Ich finde es gut, dass man eine solche „Erweiterung“ auch direkt spielen kann.

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