Was spielst du so? – April 2026

Eieiei, wo fange ich denn diesen Monat an? Das Jahr hat ja rein gesundheitlich für meine Frau und mich ja nicht besonders gut angefangen. Immer wieder kam etwas dazwischen und wenn es nicht die Gesundheit war, dann war es die Arbeit. Auch dort ist die Lage in diesem Jahr gesundheitlich irgendwie angespannt und ständig müssen Kolleg*innen vertreten werden. Mein Arm ist inzwischen schon wieder ganz gut beweglich und ich versuche es mit der Arbeit nicht zu übertreiben. Zu Ostern sollte dann eine Woche Urlaub zu Erholung und zum Spielen genutzt werden, denn dazu kamen wir in der letzten Zeit einfach kaum noch. Dann aber brach auch noch ein familiäres Unglück über uns herein, so dass wir uns um einen nahen Verwandten, der leider völlig überraschend aus dem Krankenhaus anrief und dank einer Amputation unsere Hilfe benötigte. Seit dem sind wir eigentlich nur noch zwischen Arbeit, Krankenhaus, Besorgungen machen und das Leben umorganisieren unterwegs. Da kommt unser Hobby einfach als letztes dran und auch wenn wir dringend mal wieder ein paar mehr Momente des Abschaltens benötigen, spielen wir halt doch zu gerne, als das wir es gänzlich sein lassen können. Dennoch ist die Menge an gespielten Spielen im April auf ein Minimum reduziert. Um so überraschender fand ich dann aber doch, dass es vier Neuheiten auf den Tisch geschafft haben.

Solstis

Solstis – Legen wir gleich mal mit einer, für mich zumindest, Neuheit los. Solstis von Bruno Cathala und Corentin Lebrat ist irgendwie an mir vorbei gezogen. Dabei ist es ein durchaus interessantes Spiel für zwei Personen in direkter Konfrontation. Die Spieler*innen wetteifern beide um die Plättchen des gleichen Berges und versuchen möglichst große Gruppen zu bilden. Der Auswahlmechanismus ist recht interessant und Solstis ist ein durchaus schnell gespieltes Spiel. Eine Partie dauert gerade einmal 15 Minuten und eineRevanche ist schnell gespielt. Solstis ist keine Großtat aber wir suchen ja immer wieder gute Spiele für zwei und dieses hier sollten sich passionierte spielende Pärchen durchaus mal vormerken. Eine Review wird schon bald kommen.

Tipperary

Tipperary – Ich bin immer noch süchtig nach dem Spiel und habe leider noch keine analoge Version von Tipperary auftrieben können, um es auch nicht digital mit meiner Frau spielen zu können, die es ja bei Erscheinen schon kaufen wollte. Ich finde es für ein Legespiel wirklich ganz fantastisch mit einiges an Tiefgang und vielen Möglichkeiten, die von den Mitspielenden in Einklang gebracht werden wollen. Ich bleibe auf der Suche und wenn ich eins gefunden habe gibts bestimmt auch eine Review.

Echos der Zeit

Echos der Zeit – Die nächste Neuheit ist eines der heißesten Spiele im Vorfeld der SPIEL 25 gewesen, bis sich rumgesprochen hat, das es trotz der außergewöhnlichen Optik „nur“ ein Spiel auf Familienniveau sein soll. Danach war der Hype ein wenig vorbei und ich habe immer noch relativ wenig für dieses Bashing der Community übrig. Echos der Zeit ist wirklich außergewöhnlich hübsch und seine zeitliche Komponente erinnert ein wenig an Ancient Knowledge nur das Dinge hier nicht altern, sondern dauern bis sie ins Spiel kommen. Wir müssen also mit unseren Ressourcen die Zukunft ein wenig planen. Wir haben zwar mit unseren Aktionen noch Einfluß darauf und können die Zeit manipulieren, aber müssen dennoch immer schauen wie sich das Spiel entwickeln wird. Uns hat es ganz gut gefallen und auch hier kann eine Review nicht mehr sehr lange auf sich warten lassen.

Everdell

Everdell – Lange haben ich keine Partie von Everdell mehr gespielt und das war natürlich ein Fehler. Ich liebe dieses Spiel immer noch. Ich finde die Mischung aus Karten und Aktionen auf dem Brett einfach cool und versuche mich gerne daran in jeder Partie den besten Weg durch das Wirrwarr an den dargebotenen Optionen zu finden. Jedes mal, wenn ich wieder eine Partie Everdell spiele, frage ich mich, warum das so lange gedauert hat und wir das nicht viel öfter auf den Tisch bringen.

Fliptoons

Fliptoons – Die dritte Neuheit ist dann wieder ein recht kleines Kartenspiel, bei dem wir gar nicht so viel tun können außer gute Entscheidungen zu treffen. Fliptoons ist nämlich ein Deckbuilder in dem wir jede Runde sechs (oder auch mehr) Karten in ein festes Raster vor uns aufdecken und je nach Fähigkeiten der Karten, sammeln wir Punkte und Münzen. Wir versuchen 30 Punkte in einer Runde aufzudecken, was mit den Startkarten utopisch erscheint. Am Ende jeder Runde haben wir aber den Punktewert zum Einkaufen aus der Auswahl zur Verfügung und so können wir schneller an bessere Karten kommen. Ganz simpel und schnell erklärt. Die Fähigkeiten der Toonkarten sind natürlich das Salz in der Suppe aber alles ist gut zu verstehen. Fand ich überraschend unterhaltsam.

Der Hobbit: Hin und zurück

Der Hobbit: Hin und zurück – Als Herr der Ringe Fan ist gerade wieder eine gute Zeit für Spiele angebrochen. Vor allem Office Dog tut sich da gerade sehr hervor. Aber auch das tolle Schicksal der Gemeinschaft konnte mich erfreuen. Nach dem Herrn der Ringe ist nun auch mal der Hobbit an der Reihe und bekommt von Reiner Knizia ein recht stimmungsvolles Roll and Write spendiert. Das Spiel ist opulent und grafisch witzig ausgestattet und lässt die Spieler*innen in eigenen kleinen Büchern die Reise des Hobbits und seiner Zwergenschar bildlich und spielerisch vor uns erstehen. Auch dieses Spiel scheint mir ein tolles zu sein. Zu diesem Zeitpunkt habe ich allerdings aus Zeitgründen erst die erste Karte gespielt und kann leider noch nicht allzuviel sagen, außer das mir die Erstpartie sher gefallen hat. Hier wird es noch dauern, bis ihr etwas dazu lesen könnt.

Dennoch gab es abends, trotz des akuten Zeitmangels auch immer ein paar Partien auf der Couch mit dem Internet.

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