Cantaloop Buch 3: Rache warm serviert

Cantaloop Buch 3: Rache warm serviert

Die Point & Click Adventures waren in den 80er und 90er Jahren ein beherrschendes Genre in der Computerspielewelt. Inzwischen sind sie leider eher rar gesät. Cantaloop schickte sich vor drei Jahren dazu an, das Spielprinzip dieser digitalen Spiele, in die analoge Welt der Brett- und Kartenspiele zu transferieren. Das klingt erst mal nach einer Schnapsidee, aber das erste Buch beweis der Spielcommunity, dass das gar keine so schlechte Idee war und zauberte ein tolles Erlebnis für ein bis zwei Spieler*innen auf den Tisch. Rätsel und Humor, sowie die Geschichte gingen Hand in Hand und brachten uns ein wirklich gutes Spiel. Buch Nummer zwei konnte dann leider nicht so recht überzeugen, da hier die gelungene Mischung des Erstlings nicht erreicht wurde. Zuviel eintönige Rätsel, von immer der gleichen Art, mit zuwenig Vortrieb in der Geschichte lösten keine Jubelstürme mehr aus. Nun hat Friedemann Findeisen mit seinen Kolleg*innen das dritte Buch und damit den Abschluss der Reihe herausgebracht. Ob es ein versöhnlicher Abschluß geworden ist, den ersten Teil noch überstrahlt oder gar noch verkopfter als der zweite Band ist, erzähle ich euch hier.

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Murder Mystery Case File: Der Tote im Weinkeller

Murder Mystery Case File: Der Tote im Weinkeller

Im Moment vergeht bei uns kaum ein Monat in dem wir nicht mindestens einen neuen Anbieter oder ein neues System von Detektivfällen ausprobieren. KOSMOS ist in dieser Hinsicht in den letzten Jahren ja schon recht aktiv geworden und nachdem der Murder Mystery Case File nun schon seit mehr als einem Jahr auf dem Markt ist, haben wir uns auch an diesen herangetraut. Wir wussten zun ächst nicht so ganz was uns hier erwarten würde, denn der Preis ist etwas über denen von anderen Anbietern angesiedelt und die Verpackung auch etwas größer, aufwendiger gestaltet und, nachdem ich es in der Hand hielt musste ich auch sagen, etwas schwerer, als vergleichbare Spiele. KOSMOS hatte uns in der letzten Zeit mit anderen Spielen, außerhalb der Exit-Reihe ein wenig enttäuscht und so waren wir hier sehr gespannt, was uns erwarten würde.

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Hidden Games Tatort: Ein perfekter Plan

Hidden Games tatort: Ein perfekter Plan

Im Oktober habe ich die letzte Review zu dieser Serie von Detektivfällen veröffentlicht. Damals konnten wir es kaum erwarten, das die beiden neuangekündigten Fälle endlich erscheinen, denn Königsmord, um den es damals ging, war für ns ein kleines Highlight dieser ansonsten bisher exzellente Reihe. Wir haben uns dann doch Zeit gelassen, die neuen Teile zu spielen. Wobei, bisher haben wir nur diesen hier gespielt und das hat auch Gründe auf die ich in dieser Review näher eingehen werde. Ich hatte im Monatsrückblick bereits angedeutet, dass hier etwas nicht stimmt und ich schon bald etwas dazu hier veröffentlichen werde. Nun, ich habe nochmal ein wenig darüber nachgedacht und heute ist es dann soweit. Eigentlich ist es ja unnötig über diese Art von Spielen Reviews zu schreiben. Über den ersten Teil macht noch Sinn, weil da kann ich euch näher bringen wie alles funktioniert. Spoiler zur Handlung will ich ja nciht weiter geben, nur ein bißchen die Rahmenhandlung anreißen. Nun hat es die Hidden Games Tatort Reihe aber geschafft all ihre Fälle bis dato immer durch leichte Anpassungen weiterzuentwickeln oder zu verändern, so dass ich es durchaus erwähnenswert fand. Das ist mit Ein perfekter Plan wieder passiert.

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Cold Case: Der letzte Zug

Cold Case: Der letzte Zug

Dies ist der neueste Fall der Cold Case-Serie von Thinkfun, einer Marke von Ravensburger. In dieser Serie geht es um alte, lang zurückliegende Verbrechen, die nie aufgeklärt wurden. Hier kommen die Spieler*innen ins Spiel, denn es ist nun an ihnen, diese alten Fälle aufzuklären. Für meine Frau und mich war diese Serie bis vor kurzem noch nicht existent, denn obwohl wir viele ähnliche Fälle und Spielsystem schon selbt gespielt hatten, waren uns die Cold Cases von Thinkfun unbekannt. Es war mal wieder der Marc, der uns die Fälle näherbrachte und wie ich den beiden vorangegangenen Fällen Eine Prise Mord und Mord mit Zinsen schon berichtetet, waren wir überrascht von der Qualität und der Schnörkellosigkeit, mit der hier zu Werke gegangen wird. Hier gibt es keine Telefonanrufe, Videos und Internet-Social-Media-Recherchen. Es liegt in der Natur der alten Fallakten, das hier nur Papier vorliegt und dabei sogar auf einen alten Look geachtet wird. Nun erschien mit Der letzte Zug in diesem Jahr der vierte Fall und da uns die Vorgänger so gut gefallen haben, wollten wir diesen hier natürlich ebenfalls sofort ausprobieren.

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Schlafende Götter – So gut, wie alle Welt behauptet?

Schlafende Götter

Ich bin mal wieder etwas spät zur Party, aber dafür bleibe ich meistens länger. Bereits 2021 erschien Sleeping Gods und die meisten Influencer*innen und Kanäle, die sich mit Brettspielen beschäftigen, kümmerten sich schon 2020 zu Beginn der Crowdfunding-Kampagne um das Spiel. Gefühlt geistert es nun also schon ewig in der Welt herum. Schwerkraft kündigte sehr früh bereits an auch Sleeping Gods auf deutsch veröffentlichen zu wollen und ich mag mir kaum vorstellen, was das für eine Mammutaufgabe gewesen sein muss. Corona und die Lieferengpässe taten natürlich ihr übriges dazu, aber erst kurz vor Weihnachten des letzten Jahres erschien Schlafende Götter dann auch endlich bei uns. Reihenweise fuhr das Spiel während der Pandemie Höchstwertungen ein. Es wurde überall gelobt und in höchsten Tönen davon geschwärmt. Ich muss sagen, dass ließ mich nicht unberührt und ich war persönlich sehr gehyped auf das Spiel, bin ich doch schließlich ein großer Fan von Nah und Fern und mag Laukats kindlich und naiv wirkende Welten. Die Freude war groß als mir meine Frau das Werk zum Geburtstag schenkte und wir losspielen konnten. Natürlich muss bei einem solchen Umfangsgiganten auch ein bißchen Zeit investiert werden, bevor dazu etwas Fundiertes gesagt werden kann und ich habe lange mit mir gehadert, wann der richtige Zeitpunkt sein könnte. Nun denn…

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Oltréé – Familien-, Brett- und Rollenspiel, geht das zusammen?

Oltréé

Was will uns der Spieltroll mit dieser Überschrift sagen? Es ist ein wenig kompliziert. Oltréé ist ein französisches Rollenspiel, indem die Spieler*innen am Weltenbauprozess über Storytelling beteiligt sind. Das ganze spielt in einer mittelalterlichen Fantasyumgebung und die Spieler*innen übernehmen dabei die Rollen von patrouillierenden Charakteren, die das Land wiederaufbauen. Das Spiel ist sehr offen gestaltet und die Spieler*innen wissen meist nicht wohin es führen wird. Das Spiel wurde von John Grümph entwickelt. Ob er auch hieran beteiligt ist, oder nur aufgrund des zugrundeliegenden Rollenspiels mit auf der Schachtel steht, ist mir leider nicht bekannt, aber Antoine Bauza ist ein bekannter Name in der Brettspielszene und zeichnet auf jeden Fall für dieses Spiel verantwortlich. Die Wurzeln haben wir nun erklärt und wissen, dass das Setting aus einem Rollenspiel stammt. Dieses wurde hier in ein Brettspiel verwandelt, dass mit Brettspielmechaniken funktioniert. Normalerweise würde ich hier nun kein Familienspiel erwarten, aber genau das wird uns hier serviert. Oltréé ist in dieser Variante ein kooperatives Brettspiel auf gehobenem Familienniveau und ob das funktioniert, schauen wir uns mal etwas genauer an. Der Name Oltréé bedeutet im Französischen soviel wie „gehasst“.

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Die Abenteuer des Robin Hood Erweiterung: Bruder Tuck in Gefahr

Die Abenteuer des Robin Hood Erweiterung: Bruder Tuck in Gefahr

Im Frühjahr 2021 hat uns Die Abenteuer des Robin Hood von Michael Menzel ganz schön aus den Socken gehauen. Mit solch einem Brettspiel, in dem er Tabletop-Mechaniken mit einem allmächtigem Zugbeutel auf einem adventskalenderartigen Spielbrett verband und das alles mit der bekannten Robin Hood Legende thematisch in ein tolles Paket verpackte, habe ich wirklich nicht gerechnet. Es war eines der besten Spiele dieses Jahrgangs und konnte vor allem Familien durch den superleichten Einstieg und die unkomplizierten Spielweisen begeistern. Wir hatten eine sehr kurzweilige Zeit mit dem Spiel und spielten es innerhalb einer Woche komplett durch. Recht bald wurde bekannt, dass Menzel an Nachschub arbeiten würde und auch online kamen weitere Szenarien dazu. Für diese interessierten wir uns aber nicht so sehr, sondern verstauten das Spiel ersteinmal im Regal und beschlossen auf die Erweiterung zu warten. Wir wollten das Spielbrett nicht mit weiteren Partien malträtieren und es für die Erweiterung aufsparen. Wer mehr über die Materialprobleme wissen möchte und ein paar Bilder zur Anschauung braucht, dem sei die Review zum Hauptspiel empfohlen. Nun ist es also endlich soweit gewesen und die Erweiterung kam auf den Tisch.

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