
Abstrakte Strategiespiele führen ein kleines nieschiges Dasein im großen Spielekosmos. Woran das liegt kann ich gar nicht so genau sagen. Meine Vermutung ist, dass man natürlich sehr lange üben muß, um in einem abstrakten Strategiespiel Erfolg zu haben. Wer sich einmal etwas intensiver mit Schach oder Go beschäftigt hat, wird wissen, was ich meine. Deshalb haben neue Spiele, die sich in diesem Sektor aausprobieren wollen es wahrscheinlich auch etwas schwerer, als Spiele im normalen Segment. Außerdem gibt es wahrscheinlich nicht so viele Spieler in diesem Bereich. Vor ein paar Jahren kam aber ein Spiel auf den Markt, was für all diejenigen interessant sein dürfte, die sich gerne mit solchen Spielen beschäftigen. Onitama mutet ein bißchen an, wie ein japanisches Schachspiel und in der Tat kann man es am ehesten auch so beschreiben. allerdings verfügt es über ein weiteres Element, was bei Freunden dieses Genres, wenn nicht gleich auf Ablehnung, dann zumindest aber auf Skepsis stößt: Karten. „Sowas gehört nicht in ein abstraktes Strategiespiel“, höre ich da doch schon wieder die ersten unken! „Doch!“, sage ich und kann nur allen empfehlen mal eine Kleinigkeit über den Tellerrand hinauszuschauen.
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Die neueste Erweiterung für die Imperial Settlers ist eine, die versucht viel mehr Interaktion zwischen den Spielern hervorzurufen. Bei manchen Spiele-Journalisten ist das Spiel ja sogar als Autistenspiel verschrien, weil es angeblich so wenig Interaktionsmöglichkeiten bietet. Das ist zwar nicht ganz von der Hand zu weisen, aber wer bitteschön sagt denn, das ein Spiel das haben muß, um gut zu sein? Richtig, ich finde die Imperial Settlers ziemlich genial und zähle es zu meinen Lieblingsspielen. „Die haben angefangen!“ beleuchtet jetzt einen Aspekt des Spiels, den ich nicht so gut finde, das Kämpfen mit den Gegnern. Ich baue lieber mein Reich aus und entwickle eine möglichst gute Strategie, um erfolgreich Punkte für den Sieg zu generieren. Wenn mir mein Gegner dabei etwas zerstört, finde ich das eigentlich nur doof. Aber geben wir der Erweiterung mal eine Chance.
Fette Beute ist nicht nur das Stichwort für unseren diesjährigen Essen-Loot, sondern auch der Name einer Erweiterung für Imperial Settlers, die auf der Spiel 2018 erschienen ist. Dabei handelt es sich, wie der Untertitel „Promo-Erweiterung“ schon verrät, nicht unbedingt um eine reguläre Erweiterung, sondern um eine Sammlung von Promos, die bisher nur in englischer Sprache erschienen sind. Da hat sich das Flügelpony gedacht, die bringen wir mal ganz überraschend zur Spiel auch für die deutschen Fans des Spiels raus. Meine Frau und ich haben uns sehr darüber gefreut, da wir ja totale Fans von Imperial Settlers sind. Natürlich ist das nur ein wenig Geldschneiderei, aber… Nix aber! Genau die Art von Erweiterung die keiner braucht.
Endlich mal ein Ameisenspiel. Warum hat das solange gedauert, frag ich mich? Ameisen sind doch, so kommt es mir zumindest vor, ein super Thema für ein Brettspiel. Es gab auch bestimmt schon ein paar Versuche, aber bisher hat keines die breitere Spielergemeinde erreicht. Bruno Cathala und Charles Chevallier haben es aber geschafft ein Familienspiel aus dem Ameisenthema herauszuholen, bei dem es um den Nestbau der kleinen Tierchen geht. Micropolis ist das Ergebnis was uns durch Pegasus, bzw. Matagot präsentiert wird, in dem wir mit bis zu sechs Spielern unsere eigenen kleinen Ameisenbauten errichten und unser Ameisenvolk durch die meisten Siegpunkte zum Sieg führen wollen. Eine Expertenversion verwandelt das Spiel dabei für zwei oder drei Spieler, in eine etwas taktischere Version. Also, krabbeln wir los…
