Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit

Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit

Ich glaube jede*r, der sich Brettspieler*in nennt, weiß was Reiner Knizia kann und das ist Spiele am Fließband veröffentlichen und seine Ideen immer wieder aufgreifen und Verbesserungen einbauen. Darüber hinaus verfügen viele seiner Spiele über eine Art Eleganz was die Mechaniken betrifft. Sie brauchen selten viele Regeln und lassen sich dadurch schnell verinnerlichen. An dieser Stelle wird es Zeit davon zu sprechen, dass Rebirth das Zeug zu einem modernen Klassiker hat, auch wenn diese Floskel nicht überstrapaziert werden sollte. Die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres 2026 kommt in diesem Fall auch nicht von ungefähr und ich sehe diesen Titel auch nicht in Gefahr, diese Auszeichnung auch nicht zu erhalten. Reiner Knizia war schon oft nominiert, hat den Preis aber nur einmal für Wer war’s? (Kinderspielpreis) und Keltis (Familie) erhalten. Diesmal also der Kennerpreis. Was ist an diesem Spiel so gut? Oder ist es überhaupt nicht so gut wie alle immer behaupten?

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Morty Sorty Magic Shop – Ordnung im Zauberladen

Morty Sorty Magic Shop

Morty Sorty Magic Shop hat mich tatsächlich in diesem Jahrgang richtig überrascht. Die Cover Illustration hat mich dabei zunächst eher abgeschreckt und auch sämtliche Beschreibungen, die ich im Vorfeld las, klangen nicht nach etwas Außergewöhnlichem. Die Nominierung zum Spiel des Jahres lies mich dann aber doch aufhorchen, auch weil ich zwischenzeitlich nur Gutes über das Spiel gehört hatte. Ich kaufte also ein Exemplar und seitdem kommt es ständig auf den Tisch. Inzwischen gehe ich sogar so weit, zu sagen, dass Morty Sorty Magic Shop für mich der Favorit auf den roten Pöppel ist. Das Spiel ist zwar nicht besonders innovativ, erfüllt seinen Zweck als Familienspiel in nahezu allen Belangen perfekt. Die Regeln sind überschaubar, es macht Spaß und ist einfach zu erlernen und hat somit das Potential Jung und Alt an einen Tisch zu bringen und die ein oder andere Partie zu absolvieren. Wer mehr möchte bekommt sogar mehr, denn in der Box finden sich Möglichkeiten das Spiel noch ein wenig kniffliger zu gestalten.

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Flossenschlag – Vogel oder Fisch?

Flossenschlag

Ist das hier die Frage? Stonemeier Games reiten die Flügelschlag Erfolgswelle weiter und warum auch nicht? Der Verlag hat unglaublich viele erfolgreiche Spiele veröffentlicht, die sich auch in der Spieler*innenschaft großer Beliebtheit erfreuen (Viticulture und Scythe um nur zwei zu nennen). Flügelschlag von Elizabeth Hargrave allerdings, welches ebenfalls bei ihnen erschien, verkaufte so viele Kopien, dass es wie von einem anderen Planeten für diese Firma erschien. Erweiterungen und Spin-Offs waren die Folge. Manches war gut, Einiges aber auch nicht so gut. Mir zum Beispiel gefiel die Version für Vielspieler*innen Schwingenschlag mit Drachen als „Fokustier“ eher nicht so gut, kam es doch viel zu verkopft daher und versuchte das Flügelschlag-Prinzip zu sehr zu koplexifizieren. Flossenschlag ist nun der nächste Versuch das Spielprinzip aufzugreifen – diesmal nur in die andere Richtung und wieder mit echten Tieren. Fische als Setting kommen in der Regel gut an und das Spielprinzip wurde sogar noch ein wenig entschlackt. Also, Vogel oder Fisch? Oder sogar beides?

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Boss Fighters QR – Family Business

Boss Fighters QR

Okay, kommen wir seit langer Zeit mal wieder zu einem dieser hybriden Spiele, die versuchen die analoge mit der digitalen Welt zu verbinden. Kaum dass ich diese Worte in den digitalen Raum tippe, merke ich schon, wie die Hälfte derer, die das liest wahrscheinlich Hände über den Kopf zusammenschlagend laufend das Weite sucht. All diesen Menschen sei gesagt, seid tolerant und versucht es doch erstmal. Wie oft ärgere ich mich über diese sture Einstellung, die mir in meinem Beruf schon zu oft über den Weg läuft. Dinge abzulehnen, nur weil man überhaupt nicht bereit ist, sich mal mit ihnen auseinanderzusetzen, finde ich einfach nur dumm. Was anderes fällt mir dazu nicht ein. Schade wäre es in der Tat, wenn alle so denken würden, denn das erblicken zum Beispiel solche Spiele hier nie das Licht der Welt. Ich verstehe auch nicht was so schlimm an Hybriden sein soll. Okay, ich kann es verstehen, wenn Videospiele abgelehnt werden. Ich kann es auch verstehen, das Leute Brett- und Kartenspiele nicht mögen. Aber das Leute, die sich für das Spielen an sich, ob digital oder analog, interessieren, sich davor verweigern ein möglicherweise tolles Spiel nicht auszuprobieren, das beide Welten ein bisschen bedient… da fasse ich mir an den Kopf. Wenn das Spiel schlecht ist und überhaupt keinen Spaß macht okay, aber und da greife ich mal vor, Boss Fighters QR ist wirklich geil.

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Königreich Legacy: Feudale Welt – Kleine Schachtel mit großer Wirkung

Königreich Legacy: Feudale Welt

Ich habe mich in den letzten Monaten etwas intensiver mit vielen Solospielerfahrungen auseinandergesetzt. Das war zum einem dem Interesse an den ganzen neuen, tollen Solospielen geschuldet, hatte aber auch ganz praktische Gründe, weil wir, wie schon berichtet, im Moment, kaum Zeit für ausschweifendes Brettspiel haben. Da kommt es mir sehr zu Gute, dass ich mich mal allein hinsetzen kann und ein bisschen an einem Spiel herumtüftel. Auf diesem Wege habe ich auch zu Königreich Legacy gefunden. Der Titel ist ein wenig sperrig, aber sofern ich das richtig verstanden habe, soll eine Serie entstehen, in der es verschiedene Königreich Legacy Spiele geben soll, wodurch sich der Zusatz Feudale Welt erklärt. Weitere Spiele sollen dabei durchaus in anderen Settings stattfinden, aber vom Grundspielprinzip gleich funktionieren. Das Spiel erschien mir von außen super unscheinbar und ich wäre fast daran vorbeigelaufen, was ich im Nachhinein durchaus bereut hätte. Natürlich ist das erstmal ein sehr nischiges Spiel, denn die Gruppe der Solospieler*innen innerhalb der Brettspielszene ist zwar wachsend aber immer noch klein und auch das Thema Legacyspiel ist mitunter ein Reizthema. Dennoch solltet ihr hier durchaus mal einen Blick riskieren, denn hier erwartet euch eine faszinierende Spielerfahrung die auf den zweiten Blick viel mehr Spiel bietet, als ihr zunächst gedacht habt. Aber lasst euch mehr erzählen.

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Dorfromantik: Sakura – Kirschblüte im Dorf

Dorfromantik: Sakura

Irgendwie habe ich in den letzten Wochen schlichtweg die Review zu Dorfromantik: Sakura vergessen. Das ist natürlich kein Qualitätsmerkmal des Spiels, sondern ganz allein meiner Vergesslichkeit und dem akuten Zeitmangel der letzen Wochen geschuldet. Meine Frau und ich haben das Spiel direkt nach Erscheinen erhalten und genau wie den Vorgänger bis zum Ende durchgesuchtet. Etwas über dreißig Partien haben wir hier wieder auf dem Tacho und könnten es immer noch spielen. DAS ist ein Qualitätsmerkmal und gilt für Sakura genauso wie für seinen Vorgänger. Wahrscheinlich habe ich von mir selbst gedacht, dass ich seine Qualitäten schon in genügend Beiträgen angedeutet und erwähnt habe, so dass ich keine Review mehr schreiben müsste. Allerdings gibt es zu diesem Spiel durchaus noch ein bisschen was zu erwähnen und das wollte ich eigentlich tun. Deshalb nun mit etwas Verspätung eine kurze Review über den Nachfolger von Dorfromantik: Das Brettspiel.

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Harmonies – Azulscape oder Dreamcadia? Nein, Harmonies!

Harmonies

Ich wäre gern schon etwas früher dazu gekommen meine Eindrücke zu Harmonies zu schildern. Damit ich das nun tun kann, habe ich ein paar Titel, die schon länger auf eine Review warten, noch etwas weiter nach hinten geschoben. Harmonies wird nämlich nicht Spiel des Jahres, wie ich zunächst vermutete. Nein, das machen drei andere Kandidaten unter sich aus. Dennoch hat es Harmonies verdienter Weise auf die Empfehlungsliste geschafft und das natürlich völlig zurecht. Nach mir geht es zwar nicht, aber für mich ist Harmonies das stärkste Familienspiel des letzten Jahrgangs und ich bin fest davon überzeugt, hätte es in den vergangenen Jahren nicht schon ähnlich gute Lege- und Puzzlespiele gegeben, wären seine Chancen besser gewesen, weil es sich dann noch mehr aufgedrängt hätte. Ich behaupte nämlich das Harmonies besser ist als Azul und Cascadia und habe ihm deshalb gleichmal meinen Orden angeheftet. Auch Dorfromantik im letzten Jahr war ein tolles Legespiel mit Puzzelmechanik und darüber hinaus auch noch kooperativ, aber Harmonies ist auch definitiv besser als sein Wohlfühlvorgänger.

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