Was spielst du so? – Oktober 2020

Der Oktober ist auch schon wieder vorbei und war einfach anders als die Jahre zuvor. Das größte Event für alle Brettspieler in Europa fand diesmal nur Online statt: Die SPIEL war dieses Jahr SPIEL.digital und irgendwie war es nicht das gleiche. Sonst bereitet man sich auf den Besuch der Messe vor und schleppt hinterher Spiele nach hause. Das fiel diesmal irgendwie aus. Das Wochenende nach der Spiel war ansonsten immer eines an dem man ganz viel Neues ausprobiert hat, aber diesmal Fehlanzeige. Einige Spiele waren bereits vorher verfügbar, daher entzehrte sich das etwas, aber das Gros der Spiele ist bis heute noch gar nicht erschienen, sondern kommt erst in den nächten Monaten bis zum Jahresende heraus. Na ja, gespielt haben wir trotzdem, aber gar nciht mal soviel Neues, wie ich gedacht hätte. Aber lest selbst.

Harry Potter Hogwarts Battle

Harry Potter Hogwarts Battle – Im Moment spiele ich mit meiner Frau wieder Harry Potter Hogwarts Battle, aber nicht zum wiederholten Male auf die gleiche Weise, nein, diesmal spielen wir es in einer Art Legacy-Form. Eine Variante die wir auf Boardgamegeek entdeckt haben fanden wir ganz spielenswert. In dieser sammelt man Erfahrungspunkte und investiert diese dann in Karten, die man von da an permanent in sein Deck mitaufnehmen kann. Funktioniert bisher erstaunlich gut und wir werden es auf jeden Fall mal bis zum Ende durchtesten, bevor endlich die neue Erweiterung bestellbar wird.

Punktesalat

Punktesalat – Die erste Neuheit diesen Monat war der Punktesalat von Pegasus, den wir schon im Jahr 2019 auf der Messe mitnehmen wollten, aber nicht konnten, weil es ausverkauft war. Damals natürlich noch im Original auf englisch und von AEG hat es ziemlich lange gedauert, bis Pegasus das kleine Kartenspiel nach Deutschland gebracht hat. Aber das warten hat sich gelohnt, denn Punktesalat ist der perfekte Füller, das perfekte Spiel für Zwischendurch. Ein paar Partien gehen immer. Superschnell erklärt und schnell gespielt macht es einfach totalen Spaß Gemüsekarten zu sammeln und dafür Punkte zu bekommen. Je nachdem welche Punktekarten wir uns im Verlauf des Spiels selber ausgesucht haben. Kaum ein Spiel haben wir in den letzten vier Wochen so häufig gespielt wie Punktesalat und es werden bestimmt noch einige Parien dazukommen. Review kommt in Kürze.

Flügelschlag

Flügelschlag – Auch in diesem Monat habe ich wieder viel Flügelschlag gespielt. Ich kann auf Dauer gar nicht so genau sagen, was mich immer wieder motiviert eine weitere Partie Flügelschlag zu spielen, aber ich glaube es ist die ständige Herausforderung immer wieder mit den Vögeln die mir das Spiel zur Verfügung stellt eine erfolgreiche Partie zu bestreiten, die immer anders verläuft. Natürlich kristallisiern sich mit der Zeit aktiken heraus, mit denen man erfolgreicher ist als mit anderen, aber im Grunde funktioniert ziemlich viel und es gibt echt ein paar schöne Kombinationen von Fähigkeiten. Für Leute die Flügelschlag auch elektronisch spielen wollen, sei die Version auf Steam empfohlen.

Clever hoch drei

Clever hoch drei – Die nächste Neuheit ist tatsächlich eine die ich während der SPIEL.digital ausprobiert habe. Schmidt hatte tatsächlich eine Onlineversion eingebunden die man spielen konnte. Dabei handelte es sich natürlich um die Brettspielwelt-Version, die auch als Android-App wie seine Vorgänger erschienen ist. Ziemlich parallel zur normalen Veröffentlichung übrigens, man scheint verstanden zu haben, das sich digitale und analoge Versionen nicht gegenseitig das Wasser abgraben. Clever hoch drei ist für mich bereits jetzt der bislang beste Teil der Reihe. Das zweite Spiel lies mich bis heute immer noch ein wenig ratlos zurück, aber hier gibt es wieder ein paar schöne Nüsse zu knacken und soweit ich das bisher sehen kann einige Wege zum hohen Punkteerfolg. Die Spiele sind sich alle recht ähnlich, weswegen ich schon für den zweiten kein Review verfasst habe und ich glaube auch hier werde ich keines veröffentlichen.

Roam

Roam – Im letzten Monat wurde bei uns auch sehr viel Roam gespielt. Das hatte gleich mehrere Gründe, zum einen hatten wir einen Spieleabend mit meiner Arbeitskollegin und ihr wollte ich das Spiel unbedingt zeigen, denn ich glaubte tatsächlich das es genau ihr Ding sei. Tags drauf wollte sie es sich auch wirklich kaufen. Mission erfüllt also und der zweite Grund war der, dass wir uns die Edelstein-Erweiterung für Roam gegönnt haben und die wollte natürlich auch ausgiebig getestet werden. Abschließend kann man sagen, sie hat uns sehr gut gefallen und verleiht dem Spiel eine neue taktische Komponente, die das Spiel sogar noch ein wenig im Schwierigkeitsgrad aufwertet. Da es eine kleine Erweiterung ist, wird sie wie im Sommer geschehen mal in einer Urlaubsphase als Füller erscheinen. Vielleicht an Weihnachten.

Nova Luna

Nova Luna – Auch Nova Luna kam im vergangenen Monat immer mal wieder auf unseren Tisch. Ich habe irgendwie das Bedürfnis meine Frau bei diesem Spiel einmal zu schlagen, aber es will mir einfach nicht gelingen. Nova Luna ist durch sein sehr einfaches aber dennoch sehr forderndes Spielprinzip zu einem kleinen Geheimtipp geworden. Jeder kann es halt einfach spielen, es aber auch zu gewinnen steht auf einem anderen Blatt Papier. Ich möchte es auf diesem Weg nochmal allen ans Herz legen die gerne mal mit ihrer Familie spielen und auch ein bißchen Grübeln wollen. Sehr kurzweilig. Auch auf unserem letzten Spieleabend wurde es gespielt und kam gut an.

The Castles of Tuscany

The Castles of Tuscany – Das Review folgt noch diesen Monat, soviel schonmal vorneweg. The Castles of Tuscany kam als Neuheit ebenfalls ein paar Mal öfter auf den Tisch, was eigentlich immer ein gutes Zeichen für ein neues Spiel ist. Allerdings muss ich hier erwähnen, das wir es auch direkt zum Spieleabend mitgenommen haben und es insgesamt nie schlecht Abschnitt. Aber ein Überflieger war es jetzt auch nicht. Ich muss meine Gedanken hierzu noch ein wenig reifen lassen, bevor ich ein Review schreiben kann. Es gibt hier durchaus Dinge die mir sehr gut gefallen, allerdings auch ein paar wenige, die mir den Blick auf die Sonne verhageln. Im Endeffekt glaube ich, dass sich Stefan Feld und der Verlag keinen Gefallen getan hat den Namen und das Design so dicht an den Burgen von Burgund angesiedelt zu haben. Definitiv kein schlechtes Spiel.

Ohanami

Ohanami – Ein weiterer Klassiker in unserem Spielehaushalt und auch der kam wieder zum Einsatz. Am Spieleabend mit unserer kollegin haben wirr ihn gleich mehrfach gespielt und es kam wie imemr gut an. Ohanami lässt sich so schön locker und flockig runterspielen. Zu einer Partie wäre ich immer bereit und wer es immer noch nicht kennt oder wenigstens mal ausprobiert hat, sei hiermit aufgefordert sich dieses kleine Drafting Spiel im japanischen Gartensetting einmal anzuschauen. Es wäre sträflich es zu verpassen.

Sagrada

Sagrada – Irgendwie hatten wir an einem Wochenende im Oktober ganz plötzlich Lust mal wieder ein paar Runden Würfel zu puzzeln und da kramten wir Sagrada wieder hervor. Für viele natürlich ein alter Hut, aber ich mag alte Hüte, wenn sie so gut passen wie der hier. Vielleicht sollte man hier mal einen Blick auf die Erweiterungen riskieren, die es inzwischen gibt, aber eigentlich ist es auch so immer für eine Partie gut. Auch hier möchte ich für alle Familien an dieser Stelle nochmal eine Empfehlung aussprechen. Ein gutes Spiel das keinen überfordert und darüberhinaus auch noch wunderbar auf dem Tisch aussieht durch seine schönen Tableaus und die durchsichtigen farbigen Würfel.

Arkham Horror - Das Kartenspiel
Arkham Horror – Das Kartenspiel / Foto: Spieltroll

Arkham Horror: Das Kartenspiel – Den ganzen September wollte ich immer die nächste Partie meiner Spieltagebuch-Kampagne absolvieren, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Im Oktober hat es dann aber geklappt und innerhalb der nächsten zwei Wochen wird es hier auch weitergehen mit der Veröffentlichung des nächsten Teils. Ich will mal hier nichts spoilern, aber da ging es ganz schön zur Sache. Ein heftiger Abschnitt auf der Reise des Ashcan Pete nach Dunwich und darüber hinaus. Zum Jahresende wird auch hier die Kampagne beendet sein. Mal sehen wie das ausgeht. Ich freu mich darauf und werde auch im nächsten Jahr eine weitere Kampagne nachschieben.

Exit-Reihe – Auch diesen Monat war wieder jeden Samstag Exitabend. Für Leute die im Moment keine Lust haben draußen etwas zu unternehmen, mal ins Kino zu gehen, für die ist so ein Exitspiel schon eine nette Geschichte. Wir sind zwar nur zu zweit, aber das ist für so ein Exitspiel total okay. Diesen Monat haben wir drei Einsteigerfälle nachgeholt, wobei man sagen muss das diese schon sehr speziell waren. Das Haus der Rätsel ist der Drei Fragezeichen-Fall von Exit und der war von den Rätseln her zwar für Erwachsene viel zu einfach, aber dafür sehr kreativ und genau das richtige für einen Kindergeburtstag. Das möchte ich an dieser Stelle mal eindeutig für einen solchen empfehlen. Auch Die Geisterbahn des Schreckens, die wir zufälligerweise total ungeplant an Helloween gespielt haben passt für Halloween ziemlich perfekt. Ebenfalls recht einfach aber doch mit ordentlich kreativen Rätseln. Den Vogel der einfachen fälle abgeschossen hat aber Der verwunschene Wald, der mit seinem Humor und seinen Rätseln total zu begeistern wusste. Zwar simpel, aber sehr schöne Rätsel und gut verpackt. Zu guter letzt haben wir auch noch Die Känguru-Eskapaden gespielt und das Spiel war für fortgeschrittene Spieler empfohlen. Auch hier muss man sagen das die Einstufung wohl stimmt, aber die Rätsel waren in ihrer Gesamtheit nur so mittel. Einige waren gut und einige fanden wir sehr schlecht, so dass ein durchschnittliches Spiel dabei rauskam. Immerhin fühlten wir uns animiert mal in die Bücher von Marc-Uwe Kling reinzulesen.

Paris: – Die Stadt der Lichter

Paris: Die Stadt der Lichter – Die nächste Neuheit in diesem Monat ist eine auf die ich schon etwas länger geschielt habe und sie eigentlich schon von Devir auf englisch kaufen wollte. Dann aber las ich das KOSMOS das Spiel auf deutsch in seiner Zweispielerserie veröffentlichen wird. Etwas vor der SPIEL.digital kam es bereits heraus und für uns als Pärchen die gerne zu zweit spielen ist es genau das richtige Spielformat. Paris: Die Stadt der Lichter ist ein sehr faszinierendes Spiel, denn es verfügt über wirklich schönes Material, sowohl von der Optik als auch von der Haptik. Kleine Holzfigürchen, wertige Pappe und schöne Postkarten. Wir haben es schon einige Male gespielt und wir fanden ist bisher ganz gut. Das Spiel wird tatsächlich in der Schachtel gespielt und ist in zwei von einander getrennten Phasen gespielt in denen wir andere Dinge tun müssen. Ein sehr ausgereiftes kleines Taktikspiel für zwei. Das Review wird auch noch diesen Monat kommen.

Roll Player

Roll Player – Auch hier müsste Neuheit dran stehen, denn es ging uns um die neue Erweiterung Fiends & Familiars. Wir haben Roll Player als Gesamtpaket mit beiden Erweiterungen gespielt. Zunächst sei angemerkt, das Roll Player inzwischen zu einem Schwergewicht, sowohl vom tatsächlichen Schachtelgewicht als auch vom Schwierigkeitsgrad, geworden ist. Muss man alles berücksichtigen, was die beiden Erweiterungen mit in das Hauptspiel bringen, so hat man hier gnaz schön viel auf das man achten muss. Das heisst nicht das es schlecht ist, nein im Gegenteil ich finde Roll Player mit seinen Erweiterungen sehr gelungen, allerdings stört mich an der neuen Erweiterung genau eine Sache und hier möchte ich noch nicht soviel verraten, denn hier muss ich das Spiel durch eine Hausregel nochmal spielen, um etwas zu überprüfen, bevor es zu einem Urteil über die Erweiterung kommen kann. Seit gespannt.

Root

Root – Okay, ich bin endlich mal dazu gekommen Root anzuspielen, mehr kann ich das nicht nennen. Zu zweit ist das denke ich nur der halbe Spaß. Deswegen bin ich auch nicht in der Lage hier ein fundiertes Urteil abzugeben und ich muss zugeben, Root steht nun schon über ein Jahr hier zum spielen herum und ich habe momentan nicht die geeigneten Spieler für eine größere Partie an der Hand. Root sieht zwar niedlich aus, aber es ist ein ziemlich knallhartes Strategiespiel auf das man auch Bock haben muss. Was ich bisher gesehen habe gefiel mir sehr gut, aber um es richtig einschätzen zu können sollte man es schon zu dritt oder viert spielen. Erst so lernt man alle Fraktionen im Zusammenspiel kennen. Ein wirklich interessantes Spiel, das ich gerne öfter spielen würde.

Scythe

Scythe – Ich habe endlich meine erste Partie Scythe absolviert und bin, ich will nicht sagen, enttäuscht, denn das wäre viel zu negativ. Scythe hat mich von der Optik schon immer sehr angesprochen und nachdem ich wusste was eigentlich für ein Spiel hinter Scythe steckt, war ich auch spielerisch interessiert. Nach meiner ersten Partie habe ich aber da gesessen und gedacht: „Das war schon alles?“ Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Ich werde es definitiv noch weiter spielen und hoffe auch auf Partien mit mehr Spielern, aber im Moment kann ich nur sagen das es mich spielerisch noch nicht überzeugt hat. Vielleicht kommt es aber auch ein wenig zu spät für mich, denn einige der Mechanismen die Stegmaier hier verwendet habe ich inzwischen schon anderswo gesehen und deshalb könnte der Wow-Effekt auch einfach nicht da sein, den das Spiel zur Veröffentlichung verursacht hätte.

Suburbia – Collectors Edition

Suburbia – Collectors Edition – Suburbia ist ein gutes Stadtbauspiel. Wahrscheinlich eines der besten auf dem Markt, aber in Ermangelung von verfügbaren Kopien, besitze ich es nicht und kann es nicht regelmäßig spielen. Ich behelfe mir mit der Appversion. Nun hatte ich die Chance mal die Collectors Edition zu spielen und muss sagen, was für ein Scheiß Überfluss. Wer braucht quadrillionen Spielerfarben? Das wirklich einzige, was ich cool an dieser Version finde, ist die Aufhübschung der Plättchen, die in der normalen Version einfach nur nüchtern und langweilig aussehen. Da hat das hier schon deutlich mehr Appeal. Aber über 100 Ocken auf den Tisch legen für diesen Haufen Zeugs den man nicht braucht, nicht mit mir.

Ansonsten wie immer noch ein paar Bildchen zu den Spielen, die immer mal wieder einfach so Zwischendurch gezockt werden, als das man sie hier noch groß erwähnen müsste.

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