Aufbruch nach Newdale

Aufbruch nach Newdale / Foto: Spieltroll

Alexander Pfister ist derzeit einer der großen Namen, wenn es um Eurogames geht. In den letzten Jahren hat er immer wieder für einiges an Aufsehen mit seinen Spielen gesorgt. Great Western Trail, Maracaibo oder auch Isle of Skye. Eines der coolsten Spiele, die er in meinen Augen bisher veröffentlicht hat, ist für mich gar nicht eines seiner großen Spiele, sondern eins seiner kleinsten. Das kleine, unscheinbare Oh My Goods! ist für mich ein meisterhaft designtes Kartenspiel, dass viel größer ist, als es seine Schachtelgröße vermuten lässt. Alexander Pfister ist ein Meister der Mechaniken, versucht aber auf Teufel komm raus auch irgendwie Geschichten in seinen Spielen zu erzählen. Deshalb kamen für Oh My Goods! über die Jahre Erweiterungen und Stand-Alone Spiele heraus, die alle in der Welt von Longsdale spielten und immer gewisse Story-Komponenten erzählen sollten. Aufbruch nach Newdale war der bisher letzte Streich von Pfister in dieser Spielwelt. 2019 brachte er ein Brettspiel zu dem bisherigen System heraus, das wiederum den Aufbruch von Longsdale nach Newdale über den Verlauf von mehreren Karten und über ein wenig verändertes Spieldesign vollführen sollte. Die Reise führt die Spieler dabei über acht unterschiedliche Spielbretter mit leicht abgewandelten Varianten des Kernspiels.

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Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten

Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten

Muss man zu diesem Spiel noch etwas sagen? Ein bißchen ist es wahrscheinlich das Flügelschlag von 2020. Extrem populär wird es überall ohne Ende abgefeiert. Kennerspiel des Jahres 2020 und auch der Deutsche Spielepreis gingen an das kleine Kartenspiel von KOSMOS und Thomas Sing. Warum aber ist das so? Was hat Die Crew, was andere Spiele nicht haben? Um das eventuell zu verstehen muss man sich mal anschauen, was Die Crew eigentlich genau ist. Ein kooperatives Stichspiel auf Missionsbasis, bei dem man eine Kampagne durchspielt, bis man schlußendlich am Ziel ankommt. Na, macht euch das an? Wollt ihr es jetzt unbedingt spielen? Nee, ich auch nicht, aber viele andere da draußen wollen das und ich habe mich irgendwann halt gefragt, was so toll an Die Crew sein soll und versuche hier einmal zu erklären, warum ich es zwar okay, aber eben nicht überragend finde und auch nicht denke, dass es das tollste Stichspiel aller Zeiten ist.

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Imperial Settlers: Empires of the North – Barbaren-Horde Erweiterung

Imperial Settlers: Empires of the North – Barbaren-Horde Erweiterung

Mit der Barbaren-Horde ist nun das dritte Völker-Erweiterungsset für das Imperial Settlers Stand-Alone Spiel Empires of the North erschienen. Das Grundspiel ist ganz anders als Imperial Settlers, hat abr doch Ähnlichkeiten. Das Spiel gefiel mir bis auf eine Ausnahme ziemlich gut. Das Spiel hatte für mich einen geringeren Wiederspielreiz als der Vorgänger, was vor allem daran liegt, das sich jedes der Völkerdecks im Grunde immer gleich spielt. Es gibt nur wenige Unterschiede, wie es sich gegen die anderen Decks verhält. Die sechs Decks des Grundspiels waren da einfach nicht genug und schon bald wollte man mehr. Die Entwickler haben das aber sofort erkannt und direkt zwei Völkersets nachgeschoben. Für noch mehr Abwechslung sollen nun die Barbaren sorgen. Fehlen ja nur noch die Ägypter, um die Startvölker des Vorgängers voll zu machen.

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Res Arcana – Lux et Tenebrae Erweiterung 1

Res Arcana – Lux et Tenebrae
Erweiterung 1 / Foto: Spieltroll

Tom Lehmann kam mit Res Arcana im vergangenen Jahr wie aus dem Nichts und lieferte ein viel beachtetes Spiel ab. Wer Res Arcana noch nicht kennt und auf Duellspiele á la Magic – The Gathering und Co. steht, der sollte hier mal einen Blick riskieren. Res Arcana bietet den Spielern limitierte Möglichkeiten und stellt sie in jeder Partie vor neue Herausforderungen. Spielt man mit den Draftingregeln, und so sollte man es spielen, so wählt man sich einen Magier aus und draftet sein Minideck aus acht Karten. Die Aufgabe besteht nun darin als erster Spieler 10 Siegpunkte zu generieren mit dem Material was man hat plus der neutralen Auslage aus Monumenten und Orten. Ein sehr schönes und schnell gespieltes Spiel, dass man auch mit bis zu vier Spielern spielen kann. Zentrales Element ist das Sammeln und Umtauschen der richtigen Ressourcen. Das erinnert ein wenig an Splendor auch wenn man hier mit den Ressourcen deutlich mehr anstellen kann. Nun ist mit Lux et Tenebrae die erste Erweiterung für Res Arcana erschienen und das steht auch ganz deutlich auf der Packung. Man hätte zwar auf jeden Fall noch weitere Erweiterungen erwartet, aber in der Deutlichkeit ist das eher selten.

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Brass – Birmingham

Brass – Birmingham / Foto: Spieltroll

Es ist schon ein bißchen her, genauer gesagt 2007, als das ursprüngliche Brass bei Warfrog Games erschien. Im Jahr danach nahm sich Pegasus des Spiels an und nannte es Kohle. Das war der Zeitpunkt an dem das Spiel einiges an Bekanntheit erreichen konnte. Zum einen, weil es spielerisch als sehr gut gilt und zum anderen, weil es ziemlich häßlich war. Brass/Kohle von damals wurde 2018 von Roxley als Brass – Lancashire in einer wahnsinnig schönen Version neu aufgelegt. Im gleichen Zug wurde auch ein zweites Spiel mit dem Namen Brass – Birmingham veröffentlicht. Bei dieser Version handelt es sich um eine noch komplexere Variante des Martin Wallace Klassikers, das von Matt Tolman und Gavan Brown weiterentwickelt wurde. Damals machte ich einen großen Bogen um das Spiel, weil es mich überhaupt nicht angesprochen hat, auch wenn ich sagen muss, das es tatsächlich und nur an der Optik gelegen hat. Dies ist bei der Roxley-Version allerdings kein Hindernis mehr gewesen, denn Mr. Cuddington aka Lina Cosette und David Forest haben sich dem Spiel angenommen und es in ein wunderschönes Meisterwerk verwandelt. Inzwischen ist auch die deutsche Version von Giant Roc erschienen und ich habe es mir angeschaut.

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Aeon’s End

Aeon’s End / Foto: Spieltroll

Aeon’s End ist schon seit mehreren Jahren im Ausland ein Hit. Auf Boardgamegeek.com steht es seit geraumer Zeit unter den beliebtesten 100 Brettspielen und wird von seinen vielen Fans geliebt. Viele Erweiterungen und sogar eine Legacy-Variante sind seitdem bereits erschienen. In Deutschland hatte das Spiel erst in diesem Jahr seinen Veröffentlichungstermin. Pegasus Spiele und Frosted Games haben sich Aeon’s End angenommen. Aber es gibt nicht nur positive Stimmen zu Aeon’s End, manche finden einige Mechaniken seltsam und nicht so richtig zum Spielgeschehen passend und auch die sehr generisch wirkende Grafik stöst einigen irgendwie sauer auf. Man kann aber nicht leugnen, das Aeon’s End einige Alleinstellungsmerkmale hat, die es zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Aeon’s End ist dabei soetwas wie der spielgewordene WOW-Raid, wem das etwas sagt. Für alle anderen: es ist eigentlich nichts anderes als ein Bosskampf, den die Spieler hier mit ihrem Charakter durchleben und siegreich bestreiten müssen.

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Underwater Cities

Underwater Cities / Foto: Spieltroll

„Die Nächste Grenze“, so prangt es auf der Anleitung von Underwater Cities, „Die Hoffnung der gesamten Welt liegt in diesen Unterwasserstädten“ und gibt uns damit schonmal das Thema vor. Viel Positives konnte man über Underwater Cities von Vladimir Suchy in der Vergangenheit schon lesen und hören. Mit der Aufnahme auf die Empfehlungsliste des Kennerspiel des Jahres Preises, wurde es dann quasi über Nacht geadelt. Ein Engine-Builder im Stile eines Terraforming Mars soll einen hier erwarten und das kann ich mir sowohl thematisch als auch spielerisch nach den ersten Eindrücken sehr gut vorstellen. Im vergangenen Jahr wurde mir das Spiel hier und dort empfohlen und sogar als besonders Zweispielerfreundlich angeprisen. Das ist natürlich eine Empfehlung bei der ich hellhörig werde und die mich schlußendlich dazu veranlasste Underwater Cities dann doch mal auszuprobieren, obwohl ich schon wusste das das Sci-Fi Unterwasserthema meiner Frau nur bedingt zusagen würde. Aber sie liebt Engine Builder und mag die Unterwasserwelt, also geben wir dem Ganzen ein paar Versuche.

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