Canvas

Canvas

Hier haben wir es in vielerlei Hinsicht mit einem besonderen Spiel zu tun. Wird das Spiel im verschweisten Zustand erworben, so sieht es so aus, wie das Cover es links es zeigt. Wird daraufhin die Folie von der Schachtel entfernt, um das Spiel auszupöppeln, ist die erste überraschung groß. Der Name Canvas (englisch für Leinwand) ist nur auf der Folie vorhanden. Hinterher hat die Schachtel auf dem Cover keine Aufschrift mehr. Erst dann viel mir auf, dass die Schachtel hinten ein Loch hat. Ein Loch auf der Rückseite die zudem aus ziemlich fester Pappe besteht. Die Schachtel kann wie ein Bild an die Wand gehangen werden. Erst jetzt ergibt es auch noch Sinn, das die Schachtel wie ein Schuber gestaltet ist, in den von oben der Inhalt eingefügt wird, so das beim Aufhängen an der Wand nichts herausfallen kann. Ein nettes Gimmik, dass ich so thematisch bei einem Spiel noch nicht gesehen habe. Im Schuber finden wir dann das Spielmaterial, das ebenfalls recht außergewöhnlich ist. Denn hier haben wir es mit einem seltenen Vertreter der Cardcrafting-Spiele zu tun. Wobei das auch nicht ganz richtig ist, aber das erkläre ich euch gleich, denn es bleibt außergewöhnlich bei Canvas.

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Set A Watch

Set A Watch

Inzwischen ist es glaube ich mindestens vier Jahre her, das ich beim beliebten Youtuber, Podcaster ect. Rahdo einen Vorabbericht zur Kickstarter-Kampagne von Set A Watch gesehen habe. Ich war auf Anhieb sehr fasziniert von dem Spiel, das mich mit meiner Rollenspielervergangenheit sofort ansprach. Ich hatte mir fest vorgenommen, sobald es für mich irgendwo greifbar wäre, zuzuschlagen. 2019 sollte Set A Watch dann endlich in der normalen Verkaufsversion für die breite Massse zugänglich werden und in der Spieleschmiede lief auch eine Kampagne dazu. Leider hatte ich diese verpasst. Erst als die eigenständig spielbare Erweiterung Schwerter der Münze in der Spieleschmiede um Unterstützung bat und man in diesem Zuge auch das Grundspiel bekommen konnte, schlug ich zu. Bis zu diesem Sommer dauerte der ganze Vorgang und Set A Watch fand nach all der Zeit endlich seinen Weg zu mir. Was aber fand ich so toll an diesem Spiel. Es greift, wie auch Roll Player, einen Aspekt des Fantasy-Rollenspiels heraus, der für sich betrachtet natürlich total banal ist, den aber jede Pen & Paper-Runde bestimmt schon bis zum Exzess durchexerziert hat. Die Rede ist vom Wachehalten in der Nacht an einem Lagerfeuer in der Wildnis. Wer? Wann? Wie und wo? Das sind die Fragen. Set A Watch macht aus diesem Vorgang ein ganzes Spiel, wie eben Roll Player sich der Charaktererstellung annimmt. Thematisch auf jeden Fall ganz weit vorn.

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Little Factory

Little Factory

Im Jahr 2019 erschien ein kleines, aber ziemlich erfolgreiches Spiel im Iello-Verlag. Zumindest behaupte ich mal, dass es für den Verlag ein Erfolg war, denn ziemlich viele Menschen im Internet redeten und schrieben über Little Town. Außerdem tauchte es dann 2020 auf der Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres auf und das allein sollte schon ein Erfolg sein. Auch ich befasste mich in einer Rezension mit dem Titel. Nun, zwei Jahre später erscheint Little Factory. Gleicher Verlag, gleiche Autoren und gleiches Erscheinungsbild. Man könnte also denken eine Fortsetzung. Das muss ich ganz uneindeutig sowohl mit Ja als auch mit Nein beantworten. Little Factory ist keine Fortsetzung im Sinne des Spiels, denn das Spielprinzip ist ein völlig anderes als bei Little Town. Vielmehr dürfen wir in Little Factory ein wenig mehr hereinzoomen in das Spielgeschehen von Little Town. Dort waren wir der Lenker und Denker von Industrien in einer kleinen Stadt, befehligten Arbeiter, die für uns Waren erwirtschaften und im Gegenzug versorgen wir sie mit Nahrungsmitteln. In Little Factory zoomen wir nun in die kleinen Fabriken herein und spielen gewissermaßen auf dem Niveau der Arbeiter und produzieren immer bessere Waren. Schauen wir uns an was da genau passiert und ob Little Factory ähnlich gut ist wie Little Town.

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Harry Potter: Death Eaters Rising

Harry Potter: Death Eaters Rising

The Op oder USAopoly, wie sie früher hießen, haben eine ganze Menge für alle Harry Potter Fans da draußen geschafft. Sie zauberten mit Harry Potter Hogwarts Battle zum ersten mal ein Spiel herbei, bei dem man nicht gleich abwinkend davon lief. Die Merchandisingmaschine wurde zwar nicht müde alles, was es gab, mit Harry Potter Logo zu versehen, aber die meisten erwachsenen Fans waren davon eher nicht so begeistert. Hogwarts Battle war dann für viele, mich eingeschlossen, der Befreiungsschlag für die wundervolle Zaubererwelt in einem erstzunehmenden Spiel. Wir spielen es bis heute immer wieder gern. KOSMOS nahm sich dem Titel in Deutschland an und stellte wohl fest, das sich Harry Potter Titel ganz gut verkaufen und so folgten nicht nur die Erweiterungen für Hogwarts Battle und das Zweipersonenspiel Defence Against the Dark Arts. Mit Death Eaters Rising namen sie erst unlängst ein von The Op erdachtes Spiel unter ihre Fittiche und mit Wettstreit um den Hauspokal erscheint im nächsten Jahr gleich das nächste Spiel. Heute soll es um Harry Potter: Death Eaters Rising gehen, welches auf dem Spiel Thanos Rising basiert und inzwischen in fünf Franchises zu hause ist: Neben Harry Potter und Marvel gehören natürlich noch Star Wars, Batman und Spongebob dazu. Was ich von dem Spiel halte? Leider nicht viel.

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Baumkronen – Unter den Wipfeln des Regenwalds

Baumkronen

Baumkronen heisst der neueste Titel aus der schon fast als episch zu bezeichnenden Spiele-für-Zwei-Serie des KOSMOS-Verlags. Immer wieder haben die Redakteure den richtigen Riecher und veröffentlichen hier echte Klassiker des Zweipersonenspiels. Natürlich treffen sie nciht immer ins Schwarze aber inzwischen sind sie ehr auf Klasse als auf Masse aus. Baumkronen steht ganz in dieser Tradition und kam für mich nicht überraschend, denn vor einigen Monaten war das Spiel auf Boardgamegeek unter dem englischen Titel Canopy sehr angesagt und der Veröffentlichung wurde entgegengefiebert. Das KOSMOS sich den Titel dann aber für die deutsche Veröffentlichung gesichtert hat, war mir irgendwie durchgegangen. Um so überraschter war ich dann bei der Ankündigung und wie ihr bereits auf dem Cover sehen könnt gefiel mir das Spiel anscheinend recht gut. Warum das so ist möchte ich euch gerne verraten…

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Meadow: Im Reich der Natur

Meadow: Im Reich der Natur

Brettspiele mit Naturthemen sind momentan ja äußerst beliebt. Überall sprießen sie wie Pilze aus dem Boden und verwöhnen unsere Augen mit wunderbaren Tier- und Pflanzenillustrationen. Meadow: Im Reich der Natur kam schon vor einiger Zeit auf den Markt und vor allem kam es für viele recht überraschend aus dem Nichts. Nicht viele hatten das Spiel auf der Rechnung und dennoch erfreut sich das Spiel, seltsamerweise bei den Geeks und Vielspielern, wachsender Begeisterung. Warum ich das ein wenig seltsam finde und was es mit dem Spiel überhaupt so auf sich hat erkläre ich euch in der Rezension. Nur soviel vorweg. Meadow ist soetwas wie eine Liebeserklärung an die Natur, die der Autor Klemens Kalicki für sein Kind in ein Spiel gepackt hat, um es mit ihm gemeinsam zu erfahren und ihm so die Natur näher zu bringen. Ob das funktioniert, sei erstmal dahingestellt, dazu werde ich mich beim Fazit etwas ausführlicher äußern.

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Unangenehme Gäste

Unangenehme Gäste

Jahrelang habe ich immer gehofft, dass sich ein Deutscher Verlag für dieses Spiel begeistern kann. Lange hat es gedauert, doch im vergangenen Jahr krallte sich Taverna Ludica dieses Spiel und kündigte an es veröffentlichen zu wollen. Zunächst gab es eine Abfrage über das Interesse auf ihrer Homepage und es sah leider nicht ganz so gut aus. Dann kam das Projekt in die Spieleschmiede und ich habe erneut gehofft und unterstützt. Auch da sah es lange Zeit nicht besonders gut aus, bis es kurz vor Schluß doch noch über die Ziellinie geschoben wurde. Woran das genau liegt kann ich nur erahnen, denn zum einen ist die vordergründige Optik erstmal sehr nichtssagend und eher abschreckend. Außerdem ist der Pitch des Spiels, den man immer wieder zu hören bekommt der des: „Es ist ein Cluedo in gut!“ Cluedo ist für die meisten Gamer jetzt auch nicht das beste Zugpferd. Was dagegen mehr ziehen könnte ist die Dice Tower Excellent Plakette, die es ja wohl nicht umsonst bekam. Tja, ist mir aber alles erstmal egal, ich halte ja nun meine Kopie in den Händen und alles andere wird sich zeigen. Wenn ihr mehr über das Spiel erfahren wollt und wissen möchtet, warum ich so darauf gehofft habe, solltet ihr ein paar Minuten investieren und weiterlesen.

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