Paper World – Schöner Scherenschnitt

Paper World

Leider ist im Moment viel zu tun, so dass es nur ein paar kleinere Reviews in den aktuellen Monat schaffen. Nach der Messe habe ich aber wieder etwas mehr Zeit und werde noch ein paar größere Spiele nachholen. Heute soll es aber erstmal um das kleine Kartenspiel Paper World aus dem Hause Huch! gehen. Das Spiel ist ein Kauf meiner Frau gewesen, die ohne Vorwissen im Spielegeschäft unseres Vertrauens rein durch die Optik der Verpackung auf Paper World aufmerksam wurde. Wer das Spiel in der Hand hält wird wissen was ich meine. Hier wurde alles richtig gemacht um die Aufmerksamkeit auf das Produkt zu lenken. Der Deckel der Spielschachtel verfügt nämlich über eine Art Relief. Verschiedene Schichten dicker Pappelemente sind so unter dem Deckel angeordnet, der dazu ein großes Loch aufweist, so dass ein dreidimensionaler Effekt entsteht. Dabei sind die Kanten der einzelnen Schichten auch so gestaltet, dass wir denken können es handelt sich um verschiedene ausgeschnittene Teile. Wenn ihr euch das Cover anseht stellt euch einfach vor, das jede Farbe auf einer anderen Schicht liegt und die gelben Häuser dabei am weitesten innen liegen. Gut gemacht und es hat immerhin gereicht, dass wir Paper World mit nach Hause genommen haben. Dann folgte allerdings zunächst eine Enttäuschung, bevor wir doch einigermaßen zufrieden mit dem Spiel waren.

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Rising Cultures – 4 Cultures Duel

Rising Cultures

Aske Christiansen ist euch der Name noch ein Begriff? 2022 hat er den Preis für das Kennerspiel des Jahres bekommen, welcher damals mit viel Kritik bedacht wurde. Ich fand Living Forest damals ziemlich genial und habe das Spiel immer wieder verteidigt. Nach der meiner Meinung nach ziemlich bescheidenen Duell-Variante probiert er es hier erneut mit einem Duell, welcher erfreulicher Weise aber mal nicht so heißt. Rising Cultures verdient meiner Meinung nach deutlich mehr Aufmerksamkeit, als es momentan bekommt. Es wird viel mit 7 Wonders Duel verglichen und das kommt auch gar nicht von ungefähr. Dennoch tut man diesem Spiel damit Unrecht, denn es ist kein bloßer Abklatsch, sondern bedient sich der Symbolik, die 7 Wonders Duel seit Jahren als Standard gesetzt hat und ist natürlich thematisch ähnlich. Aber hey, hier kommen gar keine Weltwunder vor. Dafür asymmetrisch funktionierende Fraktionen. Interesse geweckt? Schaut euch das ruhig mal an.

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Kilia – Ein perfektes Debüt?

Kilia

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wie ansprechend andere Spieler*innen das reduzierte Erscheinungsbild von Kilia finden, aber bei mir hat es irgendwie gewirkt. Ich mag das elegante Aussehen des Spiels und als ich dann Bilder des Materials sah, war ich genauso angetan. Mit dem Namen des Autoren konnte ich allerdings nichts anfangen. Lars Ehresmann sagte mir so gar nichts, obwohl das Spiel so wirkte, als sei es von jemandem erdacht worden, der schon einige, mechanisch anspruchsvolle Eurogames auf dem Kerbholz hat. Pustekuchen! Lars Ehresmann kann mir auch gar nichts sagen, weil Kilia sein Erstlingswerk ist und das, soviel sei mal vorweg geschickt, merkst du nicht wirklich. Früher hatte gefühlt jedes zweite Spiel mit Handel im weiteren Sinne zu tun. Heute findest du solche Spiele schon seltener und das ist auch gut so, denn die Vergangenheit hat in dieser Hinsicht reichlich zu bieten. Dennoch solltet ihr hier hellhörig werden und Lars eure Aufmerksamkeit schenken. Diesmal geht es um den Nord-Ostsee-Kanal und die Stadt Kiel, früher Kilia.

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Was spielst du so? – Februar 2026

Da ist der kurze Februar auch schon wieder um. Und was kam da so auf den Tisch? Einiges! Ich schreibe gerade an einer Zusammenfassung über die Serie der KOSMOS Spiele für zwei, die es jetzt immerhin schon seit 30 Jahren gibt. Im Zuge dessen kamen in diesem Monat tatsächlich ein paar der älteren Titel, die ich lange nicht mehr gespielt habe, auf den Tisch. Natürlich gesellten sich auch ein paar Neuheiten dazu, wobei Neuheiten ja immer relativ ist. Für uns neu muss ich natürlich sagen, denn Vieles dürfte für die Cult of the New Jünger wohl schon längst ein alter Hut sein. Insgesamt ist es gar nicht so viel, aber für den Februar reicht es. Was war sonst noch so los? Schade war, dass ich nachdem ich nun doch wegen dem Arm und der Hand nicht unters Messer musste, wie ich es zunächst befürchtet hatte, nicht an der Veranstaltung Schule und Spiel in Herne teilnehmen konnte, zu der mich Uwe Rosenberg eingeladen hat, da ich zu allem Überfluss auch noch die Grippewelle mitgenommen habe. Wirklich schade, denn das Thema liegt mir seit Jahrzenten eigentlich schon irgendwie am Herzen. Zeit das sich da mal was ändert.

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Pocket Cats – Ein fieses Pfotenduell!

Pocket Cats

Kennt ihr auch diese Spiele, die ihr unvoreingenommen spielt, noch nie etwas von ihnen gehört habt und dann jede Menge Spaß damit habt und einigermaßen begeistert seid? Ja, dann kennt ihr sicher auch den Moment, wenn ihr selbst das Spiel auf Boardgamegeek bewerten wollt und völlig entsetzt feststellt, dass es dort eine völlig unterirdische Bewertung bekommen hat. ihr wundert euch, was mit den Leuten oder eventuell euch selbst nicht stimmt und zumindest ich versuche dann herauszufinden, was die Leute an dem Spiel so immens stört. Genau das ist mir mit Pocket Cats passiert (auch noch mit ein paar anderen Spielen, aber hier soll es ja um das kleine Spiel von Huch! gehen). Das Spiel scheint sich aber auch langsam nach oben zu arbeiten, als ich zuerst nachgeschaut hatte wurde das Spiel mit einer 5,7 im Durchschnitt bewertet und das entspricht absolut nicht meinem Eindruck. Beim Nachforschen wurde ich dann darauf aufmerksam gemacht und auch hier auf dem Blog kam ein Kommentar zur Onlineversion auf der Boardgamearena, wo das Spiel wohl nicht besonders gut weggekommen sein soll. Das ist mir erstmal egal und ich werde es mir dort auch noch anschauen, aber hier soll es nur um die physische Version für den heimischen Spieltisch gehen und die hat mal wieder meine Frau im Spieleladen mitgenommen. Na klar, es geht um Katzen…

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Spiel 2025 – Eine Vorschau auf die Veröffentlichungen

Und da sind wir wieder im Oktober eines Jahres und kurz vor dr größten Brettspielemesse der Welt. Die SPIEL öffnet auch in diesem Jahr wieder ihre Pforten und aller Voraussicht nach wird auch diese Messe wieder übervoll werden. Spiele können angeschaut, gespielt und auch gekauft werden. Boardgamegeek listet momentan über 1300 neue Spiele, Lokalisierungen und Erweiterungen die dort vorgestellt werden sollen. Das ist eine gigantische Menge, die du als normaler Konsument gar nicht alleine an- und überschauen, geschweige denn spielen kannst. Das gelingt auch den meisten Bloggern nicht. Auch wenn diese sich natürlich sehr intensiv damit beschäftigen. Es ist immer voll auf der Messe auch wenn von Seiten der Organisation schon einges dagegen getan wird, um Gedränge und Engstellen zu vermeiden, solltet ihr darüber nachdenken, vielleicht nicht direkt zur Eröffnung da zu sein. Einfach im Verlauf des Tages auf die Messe gehen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn ihr bestimmte Neuheiten kaufen wollt, denn die sind mitunter sehr schnell ausverkauft. Da kannst du mitunter sehr niedere Instinkte bei den Anwesenden beobachten und Mitmenschen werden zu Gegner*innen. Trotzdem ist die SPIEL immer ein Ereignis und solltet ihr noch nie dagewesen sein, so solltet ihr über einen Besuch nachdenken. Am Ende sind aber immer noch die Spiele die Stars der Veranstaltung um die es letztlich ja geht. Ich habe mich durch den Wust der Ankündigungen gewühlt und ein paar Titel herausgefiltert, die ich interessant finde und die vielleicht auch etwas für euch sein könnten.

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Rajas of the Ganges: Cards & Karma – Drei ist die Zahl

Rajas of the Ganges: Cards & Karma

Sehr wenig habe ich bisher über die dritte Inkarnation von Rajas of the Ganges gelesen, gehört oder gesehen. Das ist verwunderlich, wenn ich bedenke, wie beliebt der große Urgroßvater war und ist. Rajas of the Ganges ist noch immer eines der beliebtesten Würfeleinsatzspiele überhaupt. Berühmt und berüchtigt für seine beiden entgegenlaufenden Siegpunkteleisten. Ganz großes Kino. Die Würfelspielvariante als Roll & Write (The Dice Charmers) gilt ebenfalls als sehr gelungen und konnte bei uns zu Hause den Urgroßvater sogar verdrängen. Schnell und elegant, so wie ein gutes Roll & Write sein sollte und trotzdem tauchten alle Elemente des großen Spiels hier wieder auf und wer Rajas of the Ganges kennt weiß, das sind einige. Nun also das dritte Spiel und wie sollte es anders sein, nachdem die Würfel hervorgehoben wurden sind nun die Karten an der Reihe. Cards & Karma ist der Titel und hier passiert etwas Außergewöhnliches, denn wir haben es hier mit einem Würfelspiel ohne Würfel zu tun und ich verrate nicht zu viel, wenn ich verspreche, dass auch hier wieder alle Elemente von Urgroßvater drin sind.

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