Disney Lorcana – Gekommen um zu bleiben?

Disney Lorcana

Eigentlich hatte ich gedacht, die Zeiten für Sammelkartenspiele sein vorbei. Also nicht das diejenigen, die auf dem Markt sind verschwinden, nein, das sicher nicht, aber ich habe es lange für ausgeschlossen gehalten, dass es nocheinmal im großen Stil neue Versuche geben würde ein solches Spiel zu etablieren. Doch dann kam im letzten Jahr diese Ankündigung von Disney und Ravensburger, das man sich zusammengetan hätte, um genau das zu tun. Niemand hatte wohl damit gerechnet, aber nachdem du dir das ein paar Minuten durch den Kopf gehen lässt, macht das tatsächlich Sinn. Nur ist der Markt noch bereit für Sammelkartenspiele? Es gab mal eine Zeit in der versuchten alle ein Stück vom Magickuchen abzubekommen und es wurde enrom viel Geld in der Industrie verbrannt. Nur selten konnten andere Spiele größere Erfolge feiern und irgendwann galten Sammelkartenspiele als Gift für die Firmen. Disney Lorcana ist gerade von der Startlinie losgelaufen und hat einen guten Start hingelegt, soweit ich das beurteilen kann, ohne Zahlen zu haben. Die nicht vorhandene Verfügbarkeit trotz immer wieder beteuerter guter Vorbereitung spricht zumindest dafür. Aber um einen guten Start geht es gar nicht. Will Lorcana relevant sein, so müssen sie am Ball bleiben. Meine Frau wollte, seit sie von Lorcana weiss, auf jeden Fall reinschnuppern, da sie ein riesen Disneyfan ist. Also sind wir mal ganz sanft eingestiegen.

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Der perfekte Moment – Bitte recht freundlich

Der perfekte Moment

Bevor ich mich in den nächsten Wochen mit diversen Neuheiten hier auseinandersetzen werde, habe ich noch eine Review zu einem mittlerweile etwas älterem Spiel. Der perfekte Moment von Anthony Nouveau war vor etwas mehr als zwei Jahren das Spiel eines Debütautoren, dass durch einige Besonderheiten auf sich aufmerksam machte und gemeinhin als recht innovativ galt. Das Spiel sieht ohne Frage richtig toll auf dem Tisch aus und zog völlig zu Recht die Blicke auf sich, jedoch schien mir das Spiel, das sich dahinter verbarg ein bisschen zu dünn zu sein. Trotzdem ließ es mich in den vergangenen Jahren nie los. Immer wieder habe ich, zugegebener Maßen angestachelt durch viele positive Meinungen in der Spieler*innenschaft, mit dem Gedanken gespielt, es doch zu kaufen und in einer unserer Runden auszuprobieren. Nun ist es dann doch passiert und ich konnte eine fast neue Kopie mit zwei unbespielten Erweiterungen für einen richtig guten Preis erwerben. Ob das Spiel halten konnte was es versprach oder doch ein bisschen zuwenig Fleisch auf den gutaussehenden Rippen hat, möchte ich natürlich kundtun.

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Fugitive (Second Edition) – Auf der Flucht

Fugitive (Second Edition)

Lange schon wollten wir Fugitive ausprobieren. Das Spiel scheint für meine Frau und mich gemacht worden zu sein. Wir spielen am meisten zu zweit und wir lieben Deduktionsspiele, dennoch ist das Spiel ja schon geraume Zeit auf dem Markt und erst vor unserem diesjährigen Urlaub, haben wir es gekauft, um es mit in den Urlaub zu nehmen. Abends auf dem Hotelzimmer noch mal zum runterkommen was spielen gehört zum Urlaub dazu. Glücklicherweise kam in diesem Jahr gerade eine neue Version in neuer Verpackung heraus. Ich liebe Tim Fowers und seine Spiele. Zum einen sind sie meist sehr gut und ungewöhnlich. Hinzu kommt die wunderbare Optik von Ryan Goldsberry, der die Spiele noch veredelt. All das trifft auch auf diese kleine Schachtel zu. Da muss das Spiel, dass als eines der besten Spiele für zwei gilt, ja nur noch halten, was es verspricht. Wir haben es uns angesschaut und ausgiebig getestet. Hier kommen unsere Erfahrungen mit Fugitive aus dem Urlaub und natürlich auch von danach.

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Das Sommercamp: Die Jagd nach der gestohlenen Fahne

Das Somemrcamp: Die Jagd nach der gestohlenen Fahne

Heute gibt es mal etwas anderes aus dem Hause Magnificum. Nachdem wir in den letzten Monaten zwei der Krimispiele dieser Firma ausprobieren durften und mehr als erstaunt über die Qualität des Materials und der Kriminalfälle an sich waren, geht es in der heutigen Review um Das Sommercamp, welches nicht zu den Krimispielen von Magnificum gehört. Hierbei handelt es sich um ein Abenteuerspiel und soll sich an Familien mit Kindern richten. Auch hier gibt es Aufgaben zu lösen, Rätsel zu verstehen und generell eine Menge auf die Ohren, denn hier wurde jede Menge Geschichte vertont. Bei uns zu Hause streift zwar kein Kind im Alter der Zielgruppe mehr durchs Haus, aber wir wollten dennoch wissen, wie das Ganze funktioniert und haben durchaus einige Bekannte für die ein solches Abenteuerspiel in Frage kommen könnte. Aufgrund der Krimispiele haben wir uns vom Sommercamp einiges an Qualität erwartet. Folgendes fanden wir, wie immer spoilerfrei, vor:

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Heiße Hexenkessel – Bis er explodiieeart!

Heiße Hexenkessel

Das Spiel Whirling Witchcraft, so der englische Titel, geistert schon eine ganze Weile durch die Spielelandschaft und aufgrund seiner Sprachneutralität fanden auch englische Versionen ihren Weg in die Spielrunden hierzulande. In diesem Jahr nun kam die deutsche Version bei Schwerkraft (Leichtkraft) heraus und soll nun einer breiteren Masse an Spieler*innen zugänglich gemacht werden. Das Hexenthema machte es damals bereits durchaus interessant und ich informierte mich derzeit über das Spiel. Die Besprechungen waren durchweg sehr gemischt. Es wurde geliebt und gehasst. Ein typisches Spiel also, das selbst ausprobiert werden sollte. Meine Frau entdeckte das Spiel dann im Frühjahr auch und kam zu mir und fragte mich direkt, warum wir das noch gar nicht ausprobiert hätten? Also wurde es gekauft und wir haben unsere Zauberhüte und -umhänge aus dem Schrank geholt und den Kessel vorgeheizt um Heiße Hexenkessel zu testen. Das Ergebnis könnt ihr hier nachlesen, aber ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, es hinterließ auch bei uns einen recht zwiespältigen Eindruck. Flüche wurden ausgesprochen und eine Hexe wollte es sogar im eigenen Kessel versenken, während andere es immer wieder spielen wollten. Heiße Hexenkessel ist definitiv ein Spiel, das nicht für jeden gemacht wurde.

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Brazil Imperial – Ein Spiel wie ein Gemälde

Brazil Imperial

Heute widme ich mich mal einem nicht brandaktuellen Spiel. Brazil Imperial hat schon ein bisschen auf dem Buckel, ist aber immer noch aktuell. Bei uns stand es etwas länger herum, weil ich noch auf den Solomodus warten wollte, den ich mir extra bestellt habe, bevor ich in das Spiel eintauchte. Dieser wird aber doch kein Teil der Review sein. Brazil Imperial ist im Kern ein 4X-Spiel. Die meisten Spiele dieser Gattung sind allerdings riesige Brecher mit Tonnen von Material und haben Spieldauern, die eher in Tagen gemessen werden sollten, als in Stunden. Brazil Imperial ist ein kleinerer Vertreter dieser Gattung, hat aber dennoch viel zu bieten und überrascht geradezu durch seinen relativ moderaten Zugang zum Spiel. Die Regeln sind überschaubar und sehr gut gegliedert, so dass ich schnell in das Spiel hineinkam. Meine Frau ist eher selten für solche Spiele zu haben, aber hier war sie auch aufgrund der schönen Optik gerne bereit mir eine Lektion zu erteilen. Das Spiel sieht übrigens nicht nur in der Schachtel gut aus, sondern auch der modulare Spielplan macht auf einem Tisch einiges her. Alles in allem würde ich Brazil Imperial als 4X-Eurogame bezeichnen.

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Ausverkauft – Kein Platz mehr frei

Ausverkauft

Da wären wir mal wieder. Die Flut der Roll & Writes hat deutlich abgenommen. Es kommen immer noch vereinzelt welche auf den Markt, aber für mein empfinden wird nicht mehr jeder Scheiß veröffentlicht, oder ich bekomme das einfach nicht mehr so mit. Die Veröffentlichung von Take a Seat, so der Titel im Original, bei Pegasus und Frosted Games habe ich aber sehr wohl mitbekommen, wenngleich ich finde, dass auch diese Veröffentlichung eher eine Stille war. Nicht tausend Youtubeakteure und andere Werbefuzzis, die dir das Spiel permanent schönreden wollen redeten auf den gängigen Kanälen davon. Ich habe mich ein bißchen darauf gefreut, denn in der kleinen Schachtel steckt tatsächlich mal etwas Neues, das ich interessant fand. Die reine Optik, sowohl der Schachtel, als auch des restlichen Spielmaterials ist leider keine besonders anziehende, so dass ich das mangelnde Interesse einfach mal darauf schiebe. Schade eigentlich, denn Ausverkauft stellt den Mechanismus des Share & Write vor, der für alle, die immer Interaktion schreien, vielleicht interessant sein könnte, wobei das Spiel eigentlich auf den Punkt bringt, wie Interaktion trotzdem solistisch sein kann. Okay, einige Baustellen aufgemacht. Lasst mich erklären.

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