Spiel 2026 – Eine Vorschau auf die Veröffentlichungen

Und da sind wir wieder im Oktober. Wieder ist ein Jahr ins Land gegangen und alle freuen sich auf die SPIEL. 1385 Neuheiten listet Boardgamegeek auf seiner Seite für dieses Jahr (19.10.2026) und die Messe wird aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr wieder supervoll werden. Die Zahl gibt natürlich nicht nur neue Spiele an, sondern auch Erweiterungen, Lokalisierungen und so weiter. Natürlich ist das dennoch eine gigantische Menge an Neuheiten, die um unser Interesse buhlen. Wer noch nie da war und sich für Brettspiele interessiert, sollte auf jeden Fall mal über einen Bescuh nachdenken. Ich freue mich jedes Jahr am meisten über die kleinen und großen Überraschungen, die sich im Messeverlauf herauskristallisieren werden. Die vielen Blogger*innen beschäftigen sich natürlich mit jeder Menge der gezeigten Veröffentlichungen und du bekommst eine Menge mit, aber dennoch gibt es immer ein paar Spiele die niemand auf dem Schirm hat und die sich klamheimlich aus der Masse herausschälen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt. Natürlich möchte auch ich euch kurz vor Beginn noch ein paar Spiele mit auf den Weg geben, die mir besonders aufgefallen sind als ich mich durch den Wust der Veröffentlichungen gewühlt habe.

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Conservas – Frischer Dosenfisch

Conservas

Moin ihr Landradden! Kommt an Bord des kleinen Fischkutters und lasst uns auf Meer tuckern um ein bisschen Fisch und Muscheln zu fangen. Jeiks! Ich komme zwar aus dem Norden, aber mit Fisch und Meeresgetier jagst du mich von jedem Schiff. Krieg ich nicht runter, weshalb ich hier nicht der Kulinarik wegen hängengeblieben bin. Ich habe mir sagen lassen Conservas wäre eines der besseren reinen Solospiele da draußen im riesigen Ozean der Spielewelt. Ob das stimmt und hier feine Delikatessen ein gedost werden, oder ob Conservas doch nur verbuddelter Gammelfisch ist, möchte ich heute mit euch klären. Ich habe mir Conservas im Rahmen meines Solospiel-Schwerpunktes angeschaut und habe eine ziemlich klare Meinung zum Spiel von Scott Almes, den wir erst vor kurzem mit Wine & Cheese auf dem Tisch hatten (Rezension folgt).

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Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit

Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit

Ich glaube jede*r, der sich Brettspieler*in nennt, weiß was Reiner Knizia kann und das ist Spiele am Fließband veröffentlichen und seine Ideen immer wieder aufgreifen und Verbesserungen einbauen. Darüber hinaus verfügen viele seiner Spiele über eine Art Eleganz was die Mechaniken betrifft. Sie brauchen selten viele Regeln und lassen sich dadurch schnell verinnerlichen. An dieser Stelle wird es Zeit davon zu sprechen, dass Rebirth das Zeug zu einem modernen Klassiker hat, auch wenn diese Floskel nicht überstrapaziert werden sollte. Die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres 2026 kommt in diesem Fall auch nicht von ungefähr und ich sehe diesen Titel auch nicht in Gefahr, diese Auszeichnung auch nicht zu erhalten. Reiner Knizia war schon oft nominiert, hat den Preis aber nur einmal für Wer war’s? (Kinderspielpreis) und Keltis (Familie) erhalten. Diesmal also der Kennerpreis. Was ist an diesem Spiel so gut? Oder ist es überhaupt nicht so gut wie alle immer behaupten?

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Spiel des Jahres 2026 – Die Nominierungen

Bis zum 12. Juli haben wir nun Zeit, bis die begehrten Preise in Berlin vergeben werden, darüber zu diskutieren und mit unseren Favoriten mitzufiebern. Welches der nominierten Spiele denn nun die besten Chancen hat, oder zu Recht oder Unrecht nominiert wurde. Welche Spiele fehlen auf der Liste der empfohlenen Spiele und ob die Juroren (wie immer) eigentlich bestechlich sind. Was ich persönlich erfreulich finde ist, dass es dieses Jahr, nach der Erklärung im letzten, keine größere Diskussion um einen „Expertenpreis“ gibt. Haben anscheinend mal ein paar Leute zugehört. In diesem Jahr musste natürlich auch wieder meine Kristallkugel aus dem Keller herhalten, um herauszufinden welche Spiele denn wohl von der Jury nominiert werden würden und ich muss sagen sie hat ziemlich gut funktioniert. Nur ein Spiel hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung, ja kannte es nicht einmal und war deshalb um so mehr überrascht. Was ich aber gestehen muss, die Kugel hat mir die richtigen Spiele gezeigt, aber ich bin da anscheinend doch ein wenig mit der Einordnung durcheinandergekommen. Hier eine Übersicht.

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Solstis – Der Berg ruft

Solstis

Ein Spiel, das bis vor kurzem an mir vorbeigerauscht war und eigentlich für 2 Spieler*innen gedacht ist, hat in der letzten Zeit viel meiner Spielzeit geklaut. Der Grund ist, dass ich es in der Boardgamearena entdeckt habe und es seitdem immer wieder mal anwerfe. Es hat mir aber auch so gut gefallen, dass ich mir dachte es könnte auch meiner Frau gefallen und so habe ich mir eine Kopie des Spiels von Frosted Games besorgt. Ich war dann doch über die „Größe“ der Spielschachtel überrascht und wie klein das Spiel auf dem Tisch insgesamt ist. Aber ein Spiel muss ja nicht groß sein um zu überzeugen. Was soll ich sagen, meiner Frau gefiel es auch und eine Partie dauert tatsächlich nur 15 Minuten mit Aufbau und da kann immer noch schnell eine Revanche gespielt werden. Solstis von Bruno Cathala und Corentin Lebrat, die auch schon Trek 12 zusammen erdacht haben, welches bei uns ebenfalls mit Bergthema recht gut ankam, gehört deshalb seit neuestem zu unserer kleinen Sammlung.

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Fate Flip: Mein Königreich – Auf die Wendung kommt es an

Fate Flip: Mein Königreich

Wer von euch auf Soloabenteuer und Abenteuergeschichten steht und darüber hinaus Spiele wie Palm Island oder auch so etwas wie Cartaventura mag, der sollte hier vielleicht mal einen Blick riskieren. Johannes Krenner, der einigen von euch wahrscheinlich durch das unsägliche Challengers bekannt sein dürfte hat hier ein kleines Abenteuerspiel-System geschaffen, bei dem wir im Prinzip das Gleiche tun wie bei Palm Island. Während es dort allerdings nur um die Optimierung von Ressourcen und Rohstoffen geht, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, geht es in Fate Flip: Mein Königreich um die Geschichte zu deren Gelingen oder Misslingen wir auch einige eher abstraktere Ressourcen sammeln und verwalten müssen. Die Geschichte verläuft dabei nicht immer gradlinig und wir können verschiedenste Enden für den Verlauf der Geschichte erreichen. Fate Flip ist also nicht nach nur einem Durchlauf bereits beendet, den wir in gut einer halben Stunde erreichen können. Nein, der Spielverlauf ist zum Teil so unterschiedlich, dass sich mehrere Durchläufe durchaus lohnen.

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Was spielst du so? – Januar 2026

Ich will nicht schon wieder von meiner Hand und meinem Arm anfangen, aber das ganze behindert mich ziemlich. Deswegen halte ich mich heute auch kurz, denn einhändiges Schreiben nervt ziemlich. Auch Spieleschachteln nicht richtig öffnen können nervt. Karten nicht mischen zu können… richtig, nervt. Spielen sollte Spaß machen und nicht nerven. Deshalb habe ich in diesem Monat nur gespielt, wenn ich mich wirklich in der Lage dazu sah und auch Freude entwickeln konnte. Was soll ich sagen, wir haben für diese Verhältnisse erstaunlich viele neue Spiele gespielt. Lest selbst.

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