Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit

Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit

Ich glaube jede*r, der sich Brettspieler*in nennt, weiß was Reiner Knizia kann und das ist Spiele am Fließband veröffentlichen und seine Ideen immer wieder aufgreifen und Verbesserungen einbauen. Darüber hinaus verfügen viele seiner Spiele über eine Art Eleganz was die Mechaniken betrifft. Sie brauchen selten viele Regeln und lassen sich dadurch schnell verinnerlichen. An dieser Stelle wird es Zeit davon zu sprechen, dass Rebirth das Zeug zu einem modernen Klassiker hat, auch wenn diese Floskel nicht überstrapaziert werden sollte. Die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres 2026 kommt in diesem Fall auch nicht von ungefähr und ich sehe diesen Titel auch nicht in Gefahr, diese Auszeichnung auch nicht zu erhalten. Reiner Knizia war schon oft nominiert, hat den Preis aber nur einmal für Wer war’s? (Kinderspielpreis) und Keltis (Familie) erhalten. Diesmal also der Kennerpreis. Was ist an diesem Spiel so gut? Oder ist es überhaupt nicht so gut wie alle immer behaupten?

„Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit“ weiterlesen

Spiel des Jahres 2026 – Die Nominierungen

Bis zum 12. Juli haben wir nun Zeit, bis die begehrten Preise in Berlin vergeben werden, darüber zu diskutieren und mit unseren Favoriten mitzufiebern. Welches der nominierten Spiele denn nun die besten Chancen hat, oder zu Recht oder Unrecht nominiert wurde. Welche Spiele fehlen auf der Liste der empfohlenen Spiele und ob die Juroren (wie immer) eigentlich bestechlich sind. Was ich persönlich erfreulich finde ist, dass es dieses Jahr, nach der Erklärung im letzten, keine größere Diskussion um einen „Expertenpreis“ gibt. Haben anscheinend mal ein paar Leute zugehört. In diesem Jahr musste natürlich auch wieder meine Kristallkugel aus dem Keller herhalten, um herauszufinden welche Spiele denn wohl von der Jury nominiert werden würden und ich muss sagen sie hat ziemlich gut funktioniert. Nur ein Spiel hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung, ja kannte es nicht einmal und war deshalb um so mehr überrascht. Was ich aber gestehen muss, die Kugel hat mir die richtigen Spiele gezeigt, aber ich bin da anscheinend doch ein wenig mit der Einordnung durcheinandergekommen. Hier eine Übersicht.

„Spiel des Jahres 2026 – Die Nominierungen“ weiterlesen

Solstis – Der Berg ruft

Solstis

Ein Spiel, das bis vor kurzem an mir vorbeigerauscht war und eigentlich für 2 Spieler*innen gedacht ist, hat in der letzten Zeit viel meiner Spielzeit geklaut. Der Grund ist, dass ich es in der Boardgamearena entdeckt habe und es seitdem immer wieder mal anwerfe. Es hat mir aber auch so gut gefallen, dass ich mir dachte es könnte auch meiner Frau gefallen und so habe ich mir eine Kopie des Spiels von Frosted Games besorgt. Ich war dann doch über die „Größe“ der Spielschachtel überrascht und wie klein das Spiel auf dem Tisch insgesamt ist. Aber ein Spiel muss ja nicht groß sein um zu überzeugen. Was soll ich sagen, meiner Frau gefiel es auch und eine Partie dauert tatsächlich nur 15 Minuten mit Aufbau und da kann immer noch schnell eine Revanche gespielt werden. Solstis von Bruno Cathala und Corentin Lebrat, die auch schon Trek 12 zusammen erdacht haben, welches bei uns ebenfalls mit Bergthema recht gut ankam, gehört deshalb seit neuestem zu unserer kleinen Sammlung.

„Solstis – Der Berg ruft“ weiterlesen

Fate Flip: Mein Königreich – Auf die Wendung kommt es an

Fate Flip: Mein Königreich

Wer von euch auf Soloabenteuer und Abenteuergeschichten steht und darüber hinaus Spiele wie Palm Island oder auch so etwas wie Cartaventura mag, der sollte hier vielleicht mal einen Blick riskieren. Johannes Krenner, der einigen von euch wahrscheinlich durch das unsägliche Challengers bekannt sein dürfte hat hier ein kleines Abenteuerspiel-System geschaffen, bei dem wir im Prinzip das Gleiche tun wie bei Palm Island. Während es dort allerdings nur um die Optimierung von Ressourcen und Rohstoffen geht, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, geht es in Fate Flip: Mein Königreich um die Geschichte zu deren Gelingen oder Misslingen wir auch einige eher abstraktere Ressourcen sammeln und verwalten müssen. Die Geschichte verläuft dabei nicht immer gradlinig und wir können verschiedenste Enden für den Verlauf der Geschichte erreichen. Fate Flip ist also nicht nach nur einem Durchlauf bereits beendet, den wir in gut einer halben Stunde erreichen können. Nein, der Spielverlauf ist zum Teil so unterschiedlich, dass sich mehrere Durchläufe durchaus lohnen.

„Fate Flip: Mein Königreich – Auf die Wendung kommt es an“ weiterlesen

Was spielst du so? – Januar 2026

Ich will nicht schon wieder von meiner Hand und meinem Arm anfangen, aber das ganze behindert mich ziemlich. Deswegen halte ich mich heute auch kurz, denn einhändiges Schreiben nervt ziemlich. Auch Spieleschachteln nicht richtig öffnen können nervt. Karten nicht mischen zu können… richtig, nervt. Spielen sollte Spaß machen und nicht nerven. Deshalb habe ich in diesem Monat nur gespielt, wenn ich mich wirklich in der Lage dazu sah und auch Freude entwickeln konnte. Was soll ich sagen, wir haben für diese Verhältnisse erstaunlich viele neue Spiele gespielt. Lest selbst.

„Was spielst du so? – Januar 2026“ weiterlesen

Endeavor: Die Tiefsee – Ein Spiel für fast alle Gelegenheiten

Endeavor: Die Tiefsee

Was will ich denn jetzt schon wieder damit sagen? Nun ja, Endeavor: Die Tiefsee verfügt über drei verschiedene Spielmodi. Ich kann es mit bis zu vier Spieler*innen konfrontativ oder auch kooperativ spielen und dazu gibt es auch noch einen Solomodus, der sich zwar nur geringfügig vom kooperativen Spiel unterscheidet, sich für meinen Geschmack aber dennoch anders anfühlt. Mit diesen drei Varianten wäre Endeavor, ich lass den Zusatz jetzt mal weg, auch wenn es ja Vorgängerspiele mit ähnlichen Namen gibt, schon ein Spiel der vielen Möglichkeiten, aber es wird noch ein bisschen abwechslungsreicher. Endeavor spielt sich szenariobasiert und bringt in seiner großen Schachtel gleichmal zehn Szenarien mit. So viel zu den harten Fakten. Ach ja, es ist seit kurzem auch für den Kennerspiel des Jahres Preis nominiert und sollte diesen, wenn es nach mir geht, tatsächlich auch gewinnen. Warum? Das versuche ich euch mal etwas näher zu bringen.

„Endeavor: Die Tiefsee – Ein Spiel für fast alle Gelegenheiten“ weiterlesen

Earthborne Rangers – Eine einzigartige Erfahrung

Earthborne Rangers

Es wird schon einige geben, die etwas länger auf eine Review zu diesem Spiel gewartet haben und ich möchte mich vorab entschuldigen, denn ich habe die Review schon recht lang angekündigt, musste mir dann aber doch noch ein paar Gedanken darüber machen. Warum? Nun, Earthborne Rangers ist ein super besonderes Spiel. Einzigartig, wie ich in der Überschrift schreibe und ja, das ist eine kühne Behauptung. Ich wollte zunächst „Open World Brettspiel“ als Überschrift verwenden, habe das aber im letzten Moment noch geändert und die Einleitung umgeschrieben, denn nur dieses offene Spielelement hervorzuheben würde Earthborne Rangers einfach nicht gerecht werden. Ich kenne tatsächlich kein anderes Spiel das so funktioniert und dich so sehr beschäftigt. Ich war eine ganze Zeit ziemlich fasziniert von diesem Spiel und bin es aus Sicht eines Brettspielfans immer noch, aber unsere Beziehung ist ein wenig abgekühlter als noch vor zwei Monaten. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt die Review verfasst würde auch definitiv ein Orden auf der Schachtel prangen. Nach inzwischen reiflicher Überlegung habe ich mich aber knapp dagegen entschieden. Earthborne Rangers liefert mir verdammt viele Gelegenheiten es zu lieben, überzeugt aber auch durch einige negative Aspekte auf ganzer Linie und kann deshalb eigentlich keine Auszeichnung erhalten. Diesen Zwiespalt, eines einerseits total faszinierenden und einzigartigen Spiels, das auf der anderen Seite allerdings auch sehr frustrierend und zuweilen Nerv tötend sein kann, würde ich versuchen zu erklären, wenn ihr wollt…

„Earthborne Rangers – Eine einzigartige Erfahrung“ weiterlesen