Hitster – Battle of the Generations

Hitster – Battle of Generations

Wettstreit der Generationen. Spiele deine Stärken aus steht da auf der Schachtel und kündigt uns die neueste Version an Hitster zu spielen. Die Karten wurden hier farblich gedrittelt und bestimmten Epochen zugeordnet, was den Spieler*innen ermöglicht in bestimmten Bereichen zu spielen in denen sie sich gut auskennen. Ist das genial oder doof? Das Hitster-Prinzip bleibt ansonsten gleich: Karte scannen, Musik hören und den Song in eine Timeline einsortieren. Was sollte da auch geändert werden? Ist zeitlos gut. Dennoch versuchen die Macher*innen natürlich ständig ihren Spiele-Kosmos zu erweitern und anscheinend werden ihnen immer neue Genre-Erweiterungen langsam langweilig. Aber keine Angst die Zukunft ist gesichert in diesem Jahr kommen mit der Wacken Edition, der Hitster 2.0 Grundspielbox mit neuen Songs sowie der Flying Mic-Variane noch drei weitere Produkte auf den Markt. Über die TV-Show sprechen wir an dieser Stelle lieber nicht…

Warum noch eine Rezension zu einem Spiel das schon bekannt ist?

Nun ja, ich werde hier nicht noch einmal erklären, wie sich Hitster genau spielt. Wer dazu nähere Informationen benötigt, schaut bitte in die Hitster Rezension, wo ich das etwas genauer erkläre. Bei Hitster – Battle of the Generations ist allerdings doch ein wenig mehr Erklärung notwendig, denn hier wird das bekannte Prinzip ein wenig erweitert und das hat tatsächlich mal mit den Farben der Karten zu tun, die bisher total irrelevant waren.

Auf alten Karten bleiben sie das auch weiterhin, um da gleichmal Hoffnungen zu zerstören, die aufkeimen könnten. Nur die drei Farben der Karten dieser Version haben eine Bedeutung, denn die Karten wurden den drei Epochen Vinyl-Klassiker (bis 1984), Kassetten- & CD-Hits (1985-2004) und Streaming-Tunes (ab 2005) zugeordnet. So können verschiedene Mitspieler*innen Songs aus verschiedenen Epochen abhandeln und mit Fachwissen aus verschiedenen Zeiten glänzen oder auch untergehen, denn zum einen kennst du dich aus, aber der Zeitraum ist auch sehr eng, um eine Reihe vollständig hinzubekommen.

Hitster: Battle of the Generations – Die drei Farben / Foto: Spieltroll

Es kann aber eben auch einfach sein, wer es mag. Spielen wir kooperativ und jemand kennt sich mit neuerer Musik nicht aus, so kann er aus seinem bevorzugten Bereich wählen. Das entzerrt zwar eine Reihe, macht sie kalkulierbarer, sorgt aber auch dafür, dass eben verschiedene Generationen, die sonst vielleicht eher nicht mitgespielt hätten sich wohler fühlen könnten. Genau dieser Variantenreichtum gefällt mir an dieser Box sehr gut.

Kommen wir mal zu den harten Fakten und der Songauswahl. Insgesamt haben wir hier 450 Songs von denen nicht besonders viele bereits erschienen sind. Natürlich sind durch die zahlreichen inzwischen erschienen Karten viele große Hits schon weg und so kommen durchaus auch mal nieschigere Songs in die Auswahl, dennoch gefällt mir die Songauswahl aus den ersten beiden Epochen recht gut. Was das Streaming-Zeitalter angeht, bei dem ich generell ab 2012 etwas schwächer werde und gefühlt nach der Pandemie einfach gar nichts mehr kenne, sind zum Teil so absurde Sachen dabei, die ich noch nie gehört habe.

Hitster: Battle of the Generations – Verschiedene Hitsterkarten / Foto: Spieltroll

Ist euch auch schonmal aufgefallen das jeder spanische Song sich nach Sommerhit anhört und sie gefühlt in den letzten 25 Jahren alle gleich klingen? Das scheint eine unserer Schwächen zu sein, da verhauen wir uns gemeinsam am Tisch aber manchmal wirklich um mehr als 10 Jahre.

Das Fazit

Für mich ist Hitster – Battle of the Generations eine gute, wenn auch spezielle Box, bei der ihr schon wissen solltet auf was ihr euch einlasst. Als Erweiterung ist sie natürlich gut, auch wenn sie nicht meine erste Wahl wäre. Für Neueinsteiger*innen die speziell mit Leuten verschiedenen Alters spielen wollen ist sie wohl fast schon ein Muß, aber auch für erfahrene Spieler*innen die meinen sich gut auszukennen ist das hier die Version mit der sie ihr Wissen über einen bestimmten Bereich wirklich unter Beweis stellen können, denn eine komplette Zeitlinie in so engen zeitlichen Rahmen zu erstellen ist tatsächlich eine Herausforderung.

  • Verlag: Jumbo
  • Autor(en): Marcus Carleson
  • Illustrator(en): nicht genannt
  • Erscheinungsjahr: 2026
  • Spieleranzahl: 2 – 10 Spieler*innen
  • Dauer: 30 Minuten

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