Cold Case: Einchecken zum Mord

Cold Case: Einchecken zum Mord

Meine Frau und ich mögen ja ab und an diese Detektivspiele mal ganz gerne. Da haben wir in der Vergangenheit gar keinen Hehl draus gemacht. Allerdings schießen neuerdings viele der Anbieter auch gerne mal über das Ziel hinaus und scheitern leidern bei dem Versuch das Erlebnis für die Spieler*innen noch immersiver zu gestalten an ihren technischen Spielereien oder vernachlässigen gar den Fall der dem ganzen Spiel zu Grunde liegt. Deswegen lieben wir die Reihe von Thinkfun, denn eigentlich ist diese für Puristen gedacht. Hier gibt es keine technischen Spielereien, lediglich am Ende müssen die Ergebnisse auf einer Webseite auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Ansonsten keine Internetrecherche, keine Social Media Konten, keine Datenbanken oder Telefonanrufe. Nur das Papier auf dem die Dinge gedruckt wurden. Deswegen kommt es hier auf die Fälle und die Kombinationsgabe der Spieler*innen an, herauszufinden was passiert ist und das könnt ihr auch ziemlich gut am Sonntagnachmittag lesend auf der Couch erledigen. Einchecken zum Mord ist jetzt kein brandneuer Fall, aber wir hatten ihn bisher noch nicht gespielt. Hier nun also unser kleiner Überblick.

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Bloom Kingdom – Schräge Optik, geradliniges Spiel

Bloom Kingdom

Christian Kudahl ist ein Name auf den ich in den letzten Jahren aufmerksam geworden bin, denn irgendwas an Spielen die aus seiner Feder stammen scheint bei mir zu klicken. Zu Letzt war das mit den Glorreichen Gilden von Buttonville und Agent Avenue so. Bloom Kingdom hat er zusammen mit Thomas Weber erschaffen, der mir bisher leider unbekannt war. Dennoch wollte ich das kleine Kartenspiel unbedingt ausprobieren und als es bei uns ankam haben wir es keine Stunde später auch schon auf dem Tisch gehabt. Etwas seltsam mutet zunächst die Aufmachung in Form von Charakteren in Blumenform an. Nicht die Artworks an sich, die finde ich durchaus gelungen, aber Charaktere in Blumen zu verwandeln und sie in ein mittelalterliches Setting zu setzen finde ich irgendwie, ja ich kann es nur verrückt nennen. Das sagt natürlich überhaupt gar nichts über das Spiel aus wirkt nur wirklich seltsam und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich durch eine solche Optik besser verkauft.

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Wine & Cheese – Ist das der Start einer Reihe?

Wine & Cheese

Vor ein paar Jahren erschien bei Deep Print das Spiel Beer & Bread welches ein Eurogame für zwei Personen darstellte. Schön aufbereitet in einer kleinen Schachtel mit tollem Material, wie für Deep Print üblich. Scott Almes war der Autor, der mir zwar schon aufgefallen war, aber dessen Spiele eigentlich nie einen größeren Eindruck auf mich hinterlassen hatten. Hauptmechanik waren die Karten, die wir auf unterschiedlichste Arten und Weisen benutzen konnten. Wer mehr über das Spiel wissen möchte findet eine Review hier auf dem Blog. Nun einige Jahre später erscheint mit Wine & Cheese ein Spiel das offensichtlich in der gleichen Tradition zu stehen scheint. Gleicher Autor, gleicher Illustrator, wieder ein Spiel für zwei in derselben Schachtelgröße. Wieder ein Eurogame mit ähnlichem Thema. Wir benutzen diesmal aber keine Karten als Hauptmechanik, obwohl es natürlich welche gibt, nein, wir müssen ein paar Arbeiter einsetzen um Ressourcen zu erwirtschaften. Klingt doch ganz spannend und als Spiel für zwei kamen wir auch nicht daran vorbei.

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Hitster Wacken Open Air – Heavy Metal Big Box

Hitster W:O:A

Bei uns zu Haus wird (immer noch) sehr regelmäßig „gehitstert“! Wir lieben es uns abends noch hinzusetzten und ab und an ein paar Songs in die richtige Reihenfolge zu bringen. Muss meist auch gar nicht lange sein, aber es artet öfters ein wenig aus. Inzwischen haben wir alle Songkärtchen in der Hitster! Platinum Editions Box untergebracht und leider passt da auch schon nicht mehr hinein. Ich muss mir bei Gelegenheit mal eine andere Aufbewahrungsart überlegen. Ein Hitsterkartenspender wäre gut. Eine Hitsterkarten Mischmaschine für den richtigen Musikmix fänd ich auch cool, aber bitte bitte eine Aufbewahrungslösung für die ganzen Karten wäre toll. Da könnten die Ideenschmieder der „Pimp My Brettspiel Industrie“ wirklich langsam mal tätig werden. Nun aber mal wieder zurück zum Thema, denn es ist mal wieder eine neue Edition herausgekommen und diesmal schon wieder eine mit richtig guter Musik… na ja, für meinen Geschmack halt. Ich selbst bin im Rock und Metal zu hause und war selbst in früheren Jahren auf besagtem Festival. 1997 zum ersten Mal. Ich persönlich habe mich dieser Edition angenommen, denn zum ersten Mal wollte meine Frau nicht, denn ihre Liebe zum Metal ist nur sehr bedingt vorhanden.

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Die Anarchie – So viele Kästchen

Die Anarchie

Er hat es also wieder getan. Bobby Hill, der Autor des wahrscheinlich expertigsten Flip & Writes auf dem Markt, hat erneut das Genre bedient und einen richtig schweren Klopper für uns vorbereitet. Wobei schwer hier auch durchaus wieder wörtlich genommen werden darf, denn die Garphil Games typische Schachtel wiegt wieder so Einiges und ist bis oben hin prall gefüllt. Ich bin Fan von guten Roll/Flip & Writes und der Vorgänger Hadrianswall gehörte für mich definitiv in diese Kategorie. Darüber hinaus war es aber noch etwas Weiteres, nämlich ein verdammt gutes Solospiel. Das Spiel ließ sich zwar mit bis zu sechs Leuten spielen, aber Interaktion war nahezu Fehlanzeige und alle knobelten still vor sich hin. Die Anarchie ist nun nur noch für vier Spieler*innen konzipiert und hat ein kleines bisschen mehr Interaktion im Gepäck, aber dennoch bleibt auch dieses Spiel für mich eindeutig ein eher solitäres Erlebnis, weswegen ich es als Abschluss meines Schwerpunkts über Solospiele noch gerne hier unterbringen möchte.

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Storyfold: Schattenwald – Ein optisches Meisterwerk

Storyfold: Schattenwald

Keine Panik, ich bin noch da, ich habe mir nur eine kleine Urlaubsauszeit gegönnt und wollte mal ein bisschen ausspannen. Mit frischem Schwung geht es direkt los mit einem echten Hingucker. Rein optisch macht Storyfold: Schattenwald schon mal alles richtig und bietet den geneigten Solospieler*innen eine stimmige Abenteuererfahrung. Sjoerd an der Linde aus den Niederlanden, der mir bisher völlig unbekannt war und von dem eine kurze Recherche ergab, dass dieses Spiel tatsächlich sein Erstling ist. Das ist aufgrund der Erscheinung und Reife mit der dieses Abenteuer daherkommt tatsächlich kaum zu glauben und eine wirklich starke Leistung. Hier hatte jemand eine ganz klare Vision und hat sie wirklich toll umgesetzt. Aber genug der Vorrede kommen wir zu den harten Fakten.

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Moon Colony Bloodbath – Rebellion der Maschinen

Moon Colony Bloodbath

Donald X. Vaccarino ist anscheinend ein Phänomen – zumindest wenn es um ihn und seine Beziehung zum Spiel des Jahres geht. Er verschwindet immer wieder von der Bildfläche und veröffentlicht nur recht selten Spiele, aber wenn, dann kommen sie anscheinend bei der Jury für das Spiel des Jahres sehr gut an. So geschehen 2009 mit dem Klassiker Dominion, 2012 mit Kingdom Builder und nun mit Moon Colony Bloodbath. Auch bei diesem Spiel muss ich ähnlich wie bei Morty Sorty Magic Shop zugeben, dass ich es zunächst aufgrund des Covers ignoriert habe. Wer will es einem denn verübeln, Rio Grande Games sind berühmt und berüchtigt für ihre wahnsinnig schlechten Spielcover und deshalb habe ich dieses zunächst auch nicht als das wahrgenommen, was es eigentlich sein sollte, eine Hommage an die Pulp Science Fiction Heftchen aus den 20er bis 50er Jahren. Als das Spiel dann bei Alea erschien wurde ich hellhörig und spielte schon mit dem Gedanken es doch auszuprobieren. Als es dann aber auf der Kennerspiel Nominierungsliste auftauchte, war mir klar dass ich nicht drum herum kommen würde. Allein schon wegen dem Titel hätte ich nie gedacht, dass es dort landen könnte, also hier nun meine Review.

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