Die Anarchie – So viele Kästchen

Die Anarchie

Er hat es also wieder getan. Bobby Hill, der Autor des wahrscheinlich expertigsten Flip & Writes auf dem Markt, hat erneut das Genre bedient und einen richtig schweren Klopper für uns vorbereitet. Wobei schwer hier auch durchaus wieder wörtlich genommen werden darf, denn die Garphil Games typische Schachtel wiegt wieder so Einiges und ist bis oben hin prall gefüllt. Ich bin Fan von guten Roll/Flip & Writes und der Vorgänger Hadrianswall gehörte für mich definitiv in diese Kategorie. Darüber hinaus war es aber noch etwas Weiteres, nämlich ein verdammt gutes Solospiel. Das Spiel ließ sich zwar mit bis zu sechs Leuten spielen, aber Interaktion war nahezu Fehlanzeige und alle knobelten still vor sich hin. Die Anarchie ist nun nur noch für vier Spieler*innen konzipiert und hat ein kleines bisschen mehr Interaktion im Gepäck, aber dennoch bleibt auch dieses Spiel für mich eindeutig ein eher solitäres Erlebnis, weswegen ich es als Abschluss meines Schwerpunkts über Solospiele noch gerne hier unterbringen möchte.

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Storyfold: Schattenwald – Ein optisches Meisterwerk

Storyfold: Schattenwald

Keine Panik, ich bin noch da, ich habe mir nur eine kleine Urlaubsauszeit gegönnt und wollte mal ein bisschen ausspannen. Mit frischem Schwung geht es direkt los mit einem echten Hingucker. Rein optisch macht Storyfold: Schattenwald schon mal alles richtig und bietet den geneigten Solospieler*innen eine stimmige Abenteuererfahrung. Sjoerd an der Linde aus den Niederlanden, der mir bisher völlig unbekannt war und von dem eine kurze Recherche ergab, dass dieses Spiel tatsächlich sein Erstling ist. Das ist aufgrund der Erscheinung und Reife mit der dieses Abenteuer daherkommt tatsächlich kaum zu glauben und eine wirklich starke Leistung. Hier hatte jemand eine ganz klare Vision und hat sie wirklich toll umgesetzt. Aber genug der Vorrede kommen wir zu den harten Fakten.

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Moon Colony Bloodbath – Rebellion der Maschinen

Moon Colony Bloodbath

Donald X. Vaccarino ist anscheinend ein Phänomen – zumindest wenn es um ihn und seine Beziehung zum Spiel des Jahres geht. Er verschwindet immer wieder von der Bildfläche und veröffentlicht nur recht selten Spiele, aber wenn, dann kommen sie anscheinend bei der Jury für das Spiel des Jahres sehr gut an. So geschehen 2009 mit dem Klassiker Dominion, 2012 mit Kingdom Builder und nun mit Moon Colony Bloodbath. Auch bei diesem Spiel muss ich ähnlich wie bei Morty Sorty Magic Shop zugeben, dass ich es zunächst aufgrund des Covers ignoriert habe. Wer will es einem denn verübeln, Rio Grande Games sind berühmt und berüchtigt für ihre wahnsinnig schlechten Spielcover und deshalb habe ich dieses zunächst auch nicht als das wahrgenommen, was es eigentlich sein sollte, eine Hommage an die Pulp Science Fiction Heftchen aus den 20er bis 50er Jahren. Als das Spiel dann bei Alea erschien wurde ich hellhörig und spielte schon mit dem Gedanken es doch auszuprobieren. Als es dann aber auf der Kennerspiel Nominierungsliste auftauchte, war mir klar dass ich nicht drum herum kommen würde. Allein schon wegen dem Titel hätte ich nie gedacht, dass es dort landen könnte, also hier nun meine Review.

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Hitster – Battle of the Generations

Hitster – Battle of Generations

Wettstreit der Generationen. Spiele deine Stärken aus steht da auf der Schachtel und kündigt uns die neueste Version an Hitster zu spielen. Die Karten wurden hier farblich gedrittelt und bestimmten Epochen zugeordnet, was den Spieler*innen ermöglicht in bestimmten Bereichen zu spielen in denen sie sich gut auskennen. Ist das genial oder doof? Das Hitster-Prinzip bleibt ansonsten gleich: Karte scannen, Musik hören und den Song in eine Timeline einsortieren. Was sollte da auch geändert werden? Ist zeitlos gut. Dennoch versuchen die Macher*innen natürlich ständig ihren Spiele-Kosmos zu erweitern und anscheinend werden ihnen immer neue Genre-Erweiterungen langsam langweilig. Aber keine Angst die Zukunft ist gesichert in diesem Jahr kommen mit der Wacken Edition, der Hitster 2.0 Grundspielbox mit neuen Songs sowie der Flying Mic-Variane noch drei weitere Produkte auf den Markt. Über die TV-Show sprechen wir an dieser Stelle lieber nicht…

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Frosted Blooms – Tulpen aus Frankreich

Frosted Blooms

Frosted Blooms ist ein recht neues Spiel und deshalb hat auch noch niemand etwas darüber geschrieben. Für die meisten war es wohl die größte Überraschung auf der Longlist für das Kennerspiel des Jahres. Mir sagte es tatsächlich überhaupt nichts. Das sollte sich aber kurze Zeit später ändern. Meine Frau mag Spiele über Blumen und generell Legespiele. Das hier die Blumen auf den Plättchen auch noch glitzern ist für sie natürlich noch ein weiteres Argument das Spiel zu kaufen und auszuprobieren. Ja, ich bin froh, dass wir es gekauft haben, denn die gestellte Aufgabe der beiden erfahrenen französischen Autoren, die auch gern im Doppel arbeiten, Bruno Cathala und Ludovic Maublanc, ist tatsächlich sogar mal etwas Neues. Zumindest fühlt es sich für mich neu und unverbraucht an, denn auf die Lücke kommt es an und auch das Wertungssystem macht Frosted Blooms zu einem spielerischen Highlight für mich.

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Morty Sorty Magic Shop – Ordnung im Zauberladen

Morty Sorty Magic Shop

Morty Sorty Magic Shop hat mich tatsächlich in diesem Jahrgang richtig überrascht. Die Cover Illustration hat mich dabei zunächst eher abgeschreckt und auch sämtliche Beschreibungen, die ich im Vorfeld las, klangen nicht nach etwas Außergewöhnlichem. Die Nominierung zum Spiel des Jahres lies mich dann aber doch aufhorchen, auch weil ich zwischenzeitlich nur Gutes über das Spiel gehört hatte. Ich kaufte also ein Exemplar und seitdem kommt es ständig auf den Tisch. Inzwischen gehe ich sogar so weit, zu sagen, dass Morty Sorty Magic Shop für mich der Favorit auf den roten Pöppel ist. Das Spiel ist zwar nicht besonders innovativ, erfüllt seinen Zweck als Familienspiel in nahezu allen Belangen perfekt. Die Regeln sind überschaubar, es macht Spaß und ist einfach zu erlernen und hat somit das Potential Jung und Alt an einen Tisch zu bringen und die ein oder andere Partie zu absolvieren. Wer mehr möchte bekommt sogar mehr, denn in der Box finden sich Möglichkeiten das Spiel noch ein wenig kniffliger zu gestalten.

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#021 Blogbuch – Preis

Hallo Freunde der analogen Unterhaltung, wie ein bekanntes Duo, das nun fast nur noch als Solokünstler in seinen Vlogs auftritt die Zuhörer- und Seherschaft begrüßte. Ich wähle diese Einleitung nicht ganz umsonst, denn auch um diesen jungen Herrn soll es heute in meinen Gedanken gehen. Generell würde ich gerne über den Spiel des Jahres Preis, oder viel mehr über die Bekanntgabe der Nominierten noch ein paar Dinge loswerden, denn es scheint bei verschiedenen Leuten zu verschiedenen Reaktionen geführt zu haben und damit meine ich jetzt nicht das übliche herumdiskutiere über die Spieleauswahl und ob die Spiele in den richtigen Kategorien einsortiert worden sind, oder ob es nicht auch einen Expertenpreis geben müsste, nein, ein paar andere Dinge habe ich aufgeschnappt und würde gerne kurz darüber reflektieren. Wen das nicht interessiert oder meine wirren Gedanken egal sind, kann ja einfach ein wenig weiterscrollen und eine Review lesen oder auch gerne irgendwas kommentieren.

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