
Wie ich im letzten Monat bereits berichtete ist der Juli eigentlich immer der Startschuß für meine Top 100 Liste und ich kann an dieser Stelle verraten, dass das Grundgerüst steht, jetzt geht es an die einzelnen kleinen Artikel, damit ich mit dem Dingen auch so ganz nebenbei bis zur SPIEL fertig bin und die kommt ja bekanntlich immer schneller als gedacht. Irgendwie macht das aber auch immer Spaß sich damit zu beschäftigen. Okay, das sage ich jetzt noch, nach hinten raus wird das auch immer stressig… Den angedeuteten Solo-Schwerpunkt, mit dem ich mich in der folgenden Zeit beschäftigen wollte, habe ich ebenfalls gestartet und auch bereits die ersten Reviews veröffentlicht, aber da soll noch Einiges mehr kommen. Wie immer ist Zeit ein Problem und ich habe festgestellt, dass ich für so ein Solospiel tatsächlich fast mehr Zeit in der Vorbereitung brauche, als für die anderen Reviews, weswegen sich das noch ein bisschen ziehen könnte. Allerdings haben wir im vergangenen Monat auch mal wieder relativ viel neueres Zeug gespielt. Hier liegt auch schon ein bisschen etwas herum, was abgearbeitet werden will, aber ich habe den Schwerpunkt nun gesetzt und den zieh ich auch durch. Also lasst euch erzählen, was in diesem Monat auf den Tisch kam.

7 Wonders – Zu Beginn gleich mal etwas Altes. Ich habe mich für ein Online-Tunier von 7 Wonders angemeldet. Repos haben auf der Boardgamearena einen tollen Preis ausgelobt und ein Tunier für 77777 Teilnehmende gestartet. Okay, das war ein wenig hoch angesetzt, aber immerhin machen über 2000 Leute mit. Ich spiele Online am liebsten in Echtzeit aber das Tunier findet zugbasiert statt und ich merke leider immer wieder wie schlecht ich in 7 Wonders eigentlich bin. Ich habe keine Ahnung warum genau, aber die Duel-Version liegt mir einfach viel mehr. Mal schauen wie lange ich dabei sein werde bis zum Schluss sicherlich nicht.

Herd – Relativ viel habe ich mich im vergangenen Monat mit den Spielen von Blaž Gracar auseinandergesetzt. Einem Künstler, der auch tolle Rätsel-Spiele produziert. Etwas weiter unten folgt gleich noch ein weiteres. Über Herd habe ich bereits im Rahmen meines Solo-Schwerpunktes und einer Review geschrieben. Wer ein paar mehr Informationen zu diesem tollen Spiel haben möchte wird dort fündig. Herd klaut mir zwischendurch immer wieder etwas Zeit, weil du so herrlich darüber grübeln kannst und es wirklich schnell zur Hand ist. Wer kleine Rätselspielchen mag, wird hier ein schönes Spiel vorfinden, welches allerdings in der zweiten Hälfte dann auch seinen künstlerischen Anspruch sehr viel mehr anzieht.

Bohemians – Auch zu Bohemians habe ich einen kleinen Text bereits veröffentlicht. Das Spiel lag sehr lange bei mir im Regal herum und eigentlich wollte ich schon gar nichts mehr dazu sagen, aber dann kam mir die Idee mit den Solospielen und da musste ich es dann doch wieder hervorholen. Seinem Solomodus hat Bohemians nämlich zu verdanken, dass es noch nicht wieder aus der Sammlung geflogen ist. So hübsch das Spiel auch sein mag, als Spiel für bis zu vier Personen finde ich es schrecklich und würde es nie auf den Tisch bringen. Der Zeitgeist-Solomodus allerdings hat es in sich und ist für mich genau der Weg Bohemians zu spielen. Wer mehr wissen möchte kann in die Review schauen, die schon online ist.

Formidabel! – Nicht mehr ganz neu, aber für uns dennoch ein neues Spiel auf dem Tisch. Friedemann Friese probieren wir eigentlich ganz gerne mal aus. Ich bin Fan von fast der ersten Stunde, aber mit seinen Spielen ist das immer so eine Sache. Ich finde es gut das er kaum Kompromisse eingeht und wenn er etwas ausprobieren will, dann macht er es einfach. Manchmal ist das dann einfach nicht dein Spiel. Formidabel! klang zunächst allerdings fast zu gewöhnlich für Friese, weshalb wir es erst nicht groß beachteten. Jetzt sind wir aber tatsächlich angefixt. Das Ressourcentauschspiel mit integriertem Rennen gefiel uns in allen Partien bisher ganz gut und ich werde auch demnächst in einer Review darauf zu sprechen kommen.

Kinfire Delve: Callous‘ Lab – Auch dieses Spiel habe ich inzwischen mit einer Review im Schwerpunkt bedacht. Kinfire Chronicles hatte es bei uns wirklich schwer. Nicht das wir er es nicht spielen wollten, das Spiel gefiel uns dann aber einfach überhaupt nicht und so gaben wir es sang- und klanglos wieder ab. Diese Kartenspielvariante in derselben Welt ist um ein vielfaches besser und gefiel mir vor allem Solo richtig gut. Ein schönes Spiel mit genau der richtigen Dosis Glück um interessant und spannend zu sein. Auch hier gilt: für mehr Infos einfach die Review anschauen, da wird euch geholfen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Spiele in der Reihe, die sich auch kombinieren lassen. Jedes Spiel enthält einen anderen Boss und ein anderes Dungeon, sowie zwei andere Charaktere. Lohnt sich.

LOK – Auch LOK ist von Blaž Gracar und war mein erster Kontakt mit ihm. Um in diese Welt einzutauchen empfehle ich euch die App zu diesem Spiel, da könnt ihr es erstmal kostenlos ausprobieren, aber seit gewarnt, es könnt ein wenig süchtig machen und dann kauft ihr euch vielleicht die Vollversion. Das Ganze gibt es aber auch als kleines Buch in seinem Verlag Latibus zu kaufen, wo ihr es als kleinen Spiralblock bekommt. In LOK müsst ihr Buchstabenkombinationen bilden, um damit das gesamt Spielfeld in schwarz einzufärben. Die verschiedenen Wörter funktionieren dabie wie ZAubersprüche, die immer andere Dinge einfärben können. Das Spiel kombiniert in späteren Levels dann diese Wörter und zieht den Schwierigkeitsgrad gehörig an. Macht wirklich Spaß.

Rising Cultures – Mit diesem Spiel wurde ich zunächst nicht ganz warm, aber das lag wohl eher daran, das es für mich erstmal wie der kleine Bruder von 7 Wonders Duel wirkte. Diesen Eindruck wird das Spiel auch bis zum Schluß nicht los. Dennoch ist es völlig anders und erweckt nur aufgrund seines Themas und Spielkonzepts diese Wirkung. Rising Cultures ist ein wirklich gutes Spiel, das leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt die es verdient. Das möchte ich ändern, aber erst mit der Review die nach dem Solo-Schwerpunkt erscheinen wird.

Storyfold: Schattenwald – Auch dieses Spiel wird in besagtem Schwerpunkt hier in Kürze besprochen werden. Dieses Spiel ist so wunderschön und durch seine erzählweise geradezu herzerweichend. Ich werde hier noch nichts spoilern und muss auch noch ein wenig mehr Spielzeit investieren, aber hier könnt ihr sehr gespannt sein. Ein reines storygetriebenes Solospiel.

Wine & Cheese – Als letztes haben wir in diesem Monat auch noch den Nachfolger von Beer & Bread gespielt. Wine & Cheese hat dieselbe Prämisse wie der Vorgänger nur mit zwei anderen Produkten. Die Spielweise ist komplett anders und arbeitet mit einem sehr interessanten Worker-Mechanismus. Wir stellen auch hier wieder landwirtschaftliche Erzeugnisse her und die beiden Artikel begrenzen sich bei der Punktevergabe gegenseitig. Ein ebenfalls sehr spannendes Spiel, welches ich auch nach dem Schwerpunkt hier besprechen werde. Habt Geduld.
Wie immer auch noch die üblichen Verdächtigen Spiele, die ich immer so Zwischendurch als App und auf der Couch Spiele.
