Top 10 Solo Spiele

Da wären wir also am Ende meines Solo-Spiel-Schwerpunktes angekommen. 2019 habe ich mich zuletzt etwas intensiver mit den Solospielen auseinandergesetzt. Damals ist das nur in einem kleinen Artikel auf diesem Blog gemündet, in dem ich einige Spiele empfohlen habe, die sich meiner Meinung nach für ein Partie allein besonders gut eigneten. Seitdem ist, nun ja, gelinde gesagt, einiges passiert. Eine weltumspannende Pandemie hat dafür gesorgt das diese Sparte der Spiele aber sowas von explodiert ist. Die Brettspieler*innen dieser Welt haben Mittel und Wege gefunden ihr Hobby trotzdem betreiben zu können. Neben dem Remote- und Onlinespiel haben auch die Solospiele davon profitiert. Im Jahre 2026 ist es inzwischen völlig normal sich mit Brettspielen auch allein zu Hause zu beschäftigen. Deshalb dieser Schwerpunkt. Ehrlich gesagt schon viel zu spät und wirklich lange überfällig, stellte ich allerdings auch fest, dass mir nach dieser Zeit, in der ich mich intensiv mit diesen Spielen auseinandergesetzt habe, auch der Sinn wieder nach Partien mit anderen Mitspieler*innen stand, was glücklicherweise im Urlaub mit meiner Frau ausgiebigst passiert ist, weswegen meine Liste der Reviews-To-Do auch sprunghaft angestiegen ist. Dazu aber mehr in den nächsten Monaten. Hier nun also meine liebsten Solo Brettspielerfahrungen.

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Die Anarchie – So viele Kästchen

Die Anarchie

Er hat es also wieder getan. Bobby Hill, der Autor des wahrscheinlich expertigsten Flip & Writes auf dem Markt, hat erneut das Genre bedient und einen richtig schweren Klopper für uns vorbereitet. Wobei schwer hier auch durchaus wieder wörtlich genommen werden darf, denn die Garphil Games typische Schachtel wiegt wieder so Einiges und ist bis oben hin prall gefüllt. Ich bin Fan von guten Roll/Flip & Writes und der Vorgänger Hadrianswall gehörte für mich definitiv in diese Kategorie. Darüber hinaus war es aber noch etwas Weiteres, nämlich ein verdammt gutes Solospiel. Das Spiel ließ sich zwar mit bis zu sechs Leuten spielen, aber Interaktion war nahezu Fehlanzeige und alle knobelten still vor sich hin. Die Anarchie ist nun nur noch für vier Spieler*innen konzipiert und hat ein kleines bisschen mehr Interaktion im Gepäck, aber dennoch bleibt auch dieses Spiel für mich eindeutig ein eher solitäres Erlebnis, weswegen ich es als Abschluss meines Schwerpunkts über Solospiele noch gerne hier unterbringen möchte.

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Hadrianswall

Hadrianswall

Ich persönlich mag das Roll & Write- Genre genauso wie die Flip & Write- Vertreter für eine Runde Zwischendurch echt gern. In der Regel wird die Packung aufgemacht, Würfel oder Karten herausgenommen, jeder bekommt einen Stift und einen Zettel von einem Block und los gehts. Nach zwanzig bis dreißig Minuten ist das Spielchen zu Ende und gut. Die meisten Vertreter bewegen sich dabei im Familien bis Kennersektor und sind recht zugänglich oder verfügen über ein mitteres Maß an Regeln, um es etwas exklusiver und herausfordernder zu gestalten. Hadrianswall ist ein Flip & Write-Spiel, jedoch gehört es mit nichten in die Familien- oder Kennerecke. Hier haben wir es vielmehr mit einem ausgewachsenen Expertenspiel zu tun. Sieht man die Spieleschachtel, so könnte einem schon der Gedanke kommen, das hier etwas mehr Spiel in der Schachtel ist als bei einem üblichen Roll & Write. Wird diese dann aber angehoben, ist es Gewissheit, denn Hadrianswall wiegt schwer. Dabei ist die Schachtel, wie von den Garphil Games gewohnt und von Schwerkraft umgesetzt, eher klein von Format. Hadrianswall ist aber überhaupt nicht klein, sondern für ein Flip & Write ganz schön gewaltig und auf den ersten Blick einschüchternd.

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