Erde – Der nächste große Hit?

Erde

Erde kam für mich, gefühlt, ein bißchen aus dem Nichts. Ich kann mich zwar daran erinnern dieses super gephotoshopptwirkende Bild im Vorfeld schon gesehen zu haben, aber es wirkt doch zu seltsam auf mich, als das ich mich mit dem Spiel auseinandergesetzt habe. Dann plötzlich tauchte der Name immer öfter auf und meine Neugier war geweckt. Ein Spiel mit Ressourcenmangament, bei dem nicht nur Ressourcen in Form von Sporen, Wachstum und Erde eine Rolle spielen, sondern auch die Karten selbst eine Form von Ressource sind und damit massenhaft im Spiel vertreten sind. Natürlich werden hier die Fans von Arche Nova erst mal hellhörig, denn die Parallelen lassen sich zunächst zu einfach ziehen: Naturthema, viele Karten mit realistischen Darstellungen, aber da hört es dann auch schon auf. Hier erwartet die Spieler*innen etwas völlig anderes, dass ich euch im folgenden Beitrag etwas näher bringen möchte. Darüber hinaus erkläre ich euch natürlich auch, warum mir das so gut gefällt, dass mir hier keine andere Wahl bleibt, um erneut einen Spieltroll-Orden zu verleihen. Ich kann es nämlich nicht anders sagen: Für mich, und wahrscheinlich auch viele andere, ist Erde der neue heiße Scheiß und hat viel mehr mit Flügelschlag gemein, als mit dem oben erwähnten Arche Nova.

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Distilled – Schluck der Engel oder Teufelstropfen?

Distilled

In meiner Monatsübersicht des letzten Monats habe ich es schon erwähnt. Als Distilled Ende 2021 in die Spieleschmiede gehievt wurde, habe ich es einfach nur wegen dem Thema unterstützt und weil es einen guten Eindruck gemacht hat. Über das Spielgeschehen wusste ich rein gar nichts. Heh, aber es ging um den Prozess der Alkoholherstellung. Das Thema ist längst nicht so ausgelutscht wie manch anderes. Nachdem ich es damals unterstützt habe, löscht ich das Spiel aber nahezu komplett aus meinem Gedächtnis. Ich wusste nur das es erst zu Weihnachten des darauffolgenden Jahres fertig werden sollte. Nun, das haben sie dann doch nicht ganz geschafft, aber die Verzögerung war nicht so viel länger, als es in diesem Frühjahr bei uns eintraf. Ich habe tatsächlich gar nichts erwartet, als ich die Schachtel öffnete wurde dann aber komplett überrascht und weggeblasen von der Produktion und dem Spiel an sich. Ihr seht natürlich den Orden links schon auf dem Artwork prangen, also brauche ich gar nicht erst lange zu verhehlen versuchen, dass ich dieses Spiel mag. Ich mag es sogar sehr und möchte euch im Folgenden erzählen woran das genau liegt. Hier haben wir nämlich ein durchaus seltenes Exemplar, das Kickstarter und Crowdfunding ziemlich genau richtig genutzt hat. Zumindest in der mir vorliegenden Version aus der Spieleschmiede. Also lasst euch verraten, was mir an Distilled so gut gefällt.

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Agropolis – Ich bau mir einen Bauernhof

Agropolis

Vor nun mehr zweieinhalb Jahren habe ich das Städtebauspiel Sprawlopolis hier vorgestellt. Damals noch die englische Version von Quined Games, da es eine Version mit deutschen Karten nicht gab. Seit dem ist viel Zeit vergangen und das Micro-Spiel, das nur aus 18 Karten besteht, ist im letzten Jahr auf deutsch bei Frosted Games erschienen. Inzwischen haben sie viele der, im Original von button shy herausgegebenen Micro-Spiele im Programm. Das Verkaufsargument der button shy Spiele ist die Tatsache, dass sie imemr nur aus wenig Spielmaterial bestehen und sie in einer kleinen Tasche überall mithingenommen werden können. Ich habe nun also meine Version ausgetauscht und mir letztes Jahr auch gleich Agropolis mitgenommen, um dass es heute gehen soll. Bei Agropolis handelt es sich sowohl um ein eigenständiges Spiel, als auch um eine Erweiterung für Sprawlopolis. Beides macht durchaus Sinn, denn obwohl der Spielablauf identisch ist, bietet es doch genug Eigenständigkeit durch seine anderen Aufgaben. Als Erweiterung läuft es aber zu ganz großer Form auf.

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Aleph Null – Wie beschwöre ich einen Dämon?

Aleph Null

Wenn das so einfach wäre, dann würden wahrscheinlich viele der gehörnten Höllenbewohner auf unserem Erdenrund wandeln, aber wie uns Tony Boydells Spiel Aleph Null lehren wird, ist Dämonenbeschwörung höllisch schwer und gelingt nicht jedem. Da haben wir wohl alle nochmal Glück gehabt, oder ist das gar Absicht? Ich habe es probiert. Ehrlich, ich habe es probiert, aber entweder bin ich zu blöd oder wohl noch nicht erfahren genug, um Baphomet zu beschwören. Aleph Null ist ein einzigartiges Spiel, wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe und es treibt mich tatsächlich ein wenig in den Wahnsinn, weil es mir bisher noch nicht gelungen ist es zu bezwingen. Vielleicht hätte ich als mathematisch absolut unbegabter Mensch nicht versuchen sollen den Begriff Aleph Null zu ergründen. Das übersteigt meine mathematischen Fähigkeiten bei weitem und es geht um unterscheidliche Unendlichkeiten. Während Aleph Null eine Art von Unendlichkeit ist existieren wohl noch weitere, die Aleph Eins genannt werden und ich verstehe jetzt bereits kein Wort mehr. Egal. Aleph Null ist ein Solospiel und wer Lust hat ein ganz besonderes Spiel zu erleben, sollte sich von meinen wirren Gedanken nicht abschrecken lassen und kann in den nächsten paar Minuten erfahren, worum es sich dabei genau handelt.

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Fika – Kaffeepause mit Köpfchen

Fika

Der etwas seltsam anmutende Name von Fika bezeichnet im schwedischen eine gesellige Kaffeepause, zu der auch immer ein Stück Gebäck gehört. Dabei wird das Wort sowohl als Verb als auch als Substantiv gebraucht. Board Game Circus brachte nun unlängst ein Spiel für zwei Spieler*innen unter diesem Namen heraus. Der Untertitel „Kaffeepause mit Köpfchen“ ist dabei schon ziemlich treffend gewählt, denn thematisch geht es genau um Kaffee und Kuchen und eine Hirnzwirbelaufgabe, die zunächst recht harmlos wirkt. Auf den zweiten Blick gibt es aber tatsächlich eine ganze Menge abzuwägen, um die möglichst besten Karten in der Auslage liegen zu haben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Fika schon als Microspiel bezeichnen sollte, aber feststeht, dass es aus nicht mehr als 18 Karten und etwas Beiwerk besteht. Genau die richtige Größe und Spieldauer, um während Fika eine Partie zu spielen.

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Beer & Bread – Heute back ich, morgen brau ich

Beer & Bread

Nein, bei Beer & Bread haben wir es mitnichten mit einem Märchenspiel zu tun. Hier geht es tatsächlich „nur“ um Brot und Bier wie es der Titel aussagt. Rein zufällig ist Beer & Bread auch das zweite Spiel innerhalb von einer Woche, dass mir von Scott Almes in die Finger kommt. Das erste Tiny Epic Dungeons war für mich gelinde gesagt eine Enttäuschung und dort schrieb ich auch davon, dass mich der Autor mit noch keinem seiner Spiele so richtig überzeugen konnte. Also auf zum nächsten Versuch und die Voraussetzungen sind erstmal gar nicht so schlecht, denn Beer & Bread ist ein reines Spiel für Zwei und es ist ein Eurogame. Das klingt doch erstmal schon ganz gut. Deep Print Games ist der Verlag der hinter dem Spiel steckt und alles, was ich für Scott Almes gesagt habe, gilt auch für diesen Fall. Noch keines der Deep Print Games hat mich komplett überzeugen können. Aber ich finde ihr Ansatz, auf die Ökologie wert zu legen, einen, den es zu fördern gilt.

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Splendor Duel – Brauche ich das wirklich?

Splendor Duel

Häh…! Warum? So oder so ähnlich war meine erste Reaktion, nachdem ich davon gehört hatte, das Splendor eine Version für zwei Spieler*innen bekommen sollte. Zunächst wollte ich das nicht verstehen, denn wer Splendor kennt und es schon mal gespielt hat, weiss, das Splendor auch zu zweit hervorragend funktioniert. Splendor an sich funktioniert super mit jeder Spieler*innenanzahl. Das Thema galt zwar schon immer als eigentlich nicht vorhanden und es konnte ihm vorgeworfen werden, dass es ein wenig seelenlos wirkt, aber rein spielerisch erfreute es sich auch bei nur zwei Spielenden einer hohen Beliebtheit. Das war nicht nur bei uns zu hause so. Als ich dann aber hörte, das Bruno Cathala mit an Bord war, wurde ich neugierig, denn wenn der was kann, dann sind das Spiele für Zwei. Natürlich kann der noch viel mehr, aber dafür hat er einfach ein Händchen. So wartete ich ab und hatte es schon fast vergessen, bis es dann kürzlich erschien und das Erstaunen überall zu hören war. Meine Frau und ich spielen hauptsächlich zu zweit, also mussten wir uns auch Splendor Duel anschauen.

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