SpellBook – Runen für das Zauberersammelalbum

SpellBook

Das Spiel heißt wirklich so und stellt keinen Vertipper dar. SpellBook schreibt sich in der tat zusammen und das Book wird dabei groß geschrieben. Na ja, kann jeder selbst entscheiden, ich find das irgendwie seltsam. Das Artwork und Material machten mich aber dennoch neugierig auf das Spiel. Genauso natürlich die Tatsache das es ein Spiel von den Space Cowboys ist und es sich dabei um ein neues Spiel von Phil Walker-Harding handelt, den ich für seine Spiele weitestgehend verehre. Warum gerade ihn? Er ist in der Lage sehr geschliffene Spiele für die ganze Familie zu schaffen, die Spaß machen und hat nur relativ wenige Aussetzer dabei. Ein paar gute Beispiele sind als Reviews bereits hier auf dem Blog zu finden: Sushi Go Party!, Bärenpark, Silver & Gold, Hexenhaus, Total Regal und Llamaland um nur ein paar zu nennen. Ich schaue mir eigentlich immer an, was da so aus seiner Feder erscheint, weil wir bei uns zu Hause festgestellt haben, dass uns seine Spiele immer ganz gut gefallen und wir sie auch gut zu unseren Spielgruppen mitnehmen können, die ja eher am seichteren Ende des Spielespektrums zu finden sind.

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Triqueta – Dreieinigkeit der Tiere

Triqueta

Meistens handelt es sich um ein ganz besonderes Spiel, wenn dieses über Monate nicht im Handel erhältlich ist. So geschehen mit Triqueta. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Pech. Jedenfalls habe ich doch ziemlich oft versucht eine Kopie von Triqueta zu bekommen. Das zog sich bis zur Spiel hin und dort bekam ich dann „nur noch“ eine englische Version. Zum Glück ist das bis auf die Regel egal. Das Spiel ist vom Material her sprachneutral angelegt, was für ein abstrakt wirkendes Spiel eigentlich auch nichts Ungewöhnliches ist. Aktuell, während ich die Zeilen schreibe ist Triqueta aber verfügbar. Warum gerade dieses Spiel so beliebt ist, oder ob es einfach Zufall war, entzieht sich meiner Kenntnis. Eins lässt sich aber mal sagen, ohne dass ich das Spiel aus der Nähe betrachtet haben muss, es sieht verdammt gut aus. Aber ist das alles?

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5 Towers – Bieten, Bauen, Siegen

5 Towers

Genau in dieser Reihenfolge läuft 5 Towers eigentlich ab, oder sollte ablaufen, wenn ich alles richtig mache und die Gegner*innen mitspielen. 5 Towers ist ein neues Spiel von Kasper Lapp und erschien vor kurzem bei Deep Print Games. Das kleine Schächtelchen soll sich gut für Familien und Freunde eignen die gerne ein paar kurze Runden zwischendurch spielen. 5 Towers läd auch wirklich zum Spielen ein, denn die Artworks sind zuckersüß und stecken voller popkultureller Anspielungen. Außerdem kann das Spiel in drei Minuten erklärt werden. Klingt doch alles richtig gut oder sind die Turmfundamente doch auf Sand gebaut, weil das Spielprinzip einfach nicht gut ist? Ganz so einfach ist das mit den 5 Towers dann doch nicht. Zumindest kann ich die Frage nicht so einfach beantworten und muss ein wenig weiter ausholen, denn 5 Towers hat definitiv ein paar Probleme, die dafür sorgen das zumindest Teile der Türme schief wie in Pisa stehen.

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Magical Friends – And how to summon them

Magical Friends – And how to summon them

Trotz des englischen Titels haben wir es hier mit einem deutschsprachigen Spiel zu tun. Das mal gleich vorab, bevor hier Missverständnisse auftreten. Das Spiel ist über die Spieleschmiede im Crowdfunding gelanded und nachdem meine Frau und ich die Beschreibung gelesen hatten, beschlossen wir das Spiel zu unterstützen, denn es klang irgendwie nach einer lustigen Idee. Fabelwesen und Monster sind in einem Rennen zu einer Party unterwegs und bekämpfen sich auf dem Weg dahin gegenseitig. Diese Biester werden von uns beschworen, denn wir sind Magier*innen und treffen uns dort bei der Party mit Gleichgesinnten. Wer die meisten imag… äh magischen Freunde mitbringt gewinnt. Klingt irgendwie nach einem Spiel das Spaß machen könnte. Vor meinem inneren Auge tat sich eine Mischung aus Mario Kart und Magic auf, denn die Wesen werden durch Karten beschworen. Das war es dann aber nicht und überhaupt klingt das alles viel lustiger als es ist.

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Mycelia – Im Tal der Tausend Tautropfen

Mycelia

Pilze, überall schießen sie diesen Herbst aus dem Boden und das nicht nur unter freiem Himmel oder in schlecht gelüfteten Wohnungen, nein auch bei den Brettspielen. Natur ist das beherrschende Thema für Brettspiele zur Zeit und es scheint so, als würde sich in diesem Jahr eine Spezialisierung herausbilden. Der Fungus in jeder nur erdenklichen Form wird zum Thema in einer ganzen Welle neuer Spiele. Mycelia von Ravensburger ist da nur eines von vielen, das bestimmt in nächster Zeit von diversen Rezensent*innen auf diversen Kanälen auseinandergenommen und auf Herz und Nieren geprüft werden dürfte. Rein äußerlich wirkt Mycelia dabei durch seine vermenschlichten Pilze mit den niedlichen Gesichtern wie ein Kinderspiel. Davon solltet ihr euch aber nicht täuschen lassen, denn in diese Kategorie gehört es einfach nicht hinein. Hier steckt viel mehr in der Schachtel als ihr zunächst vermuten werdet.

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Freaky Frogs From Outaspace – Fantastischer Frosch Flipper

Freaky Frogs From Outaspace

Ich liebe Flipperautomaten! Leider habe ich selten die Gelegenheit an einem echten Tisch zu spielen, aber ich finde sie wirklich großartig. Diese Leidenschaft setzte sich auch digital in meiner Jugend fort. Als die ersten richtig geilen Fantasysimulatoren auf dem Amiga herauskamen, wie Pinball Dreams und Pinball Fantasies war ich sofort dabei. Eine zeitlang habe ich nichts anderes gepsielt und auch heute Spiele ich ab und zu ein paar Partien auf dem PC. Im Brett- und Kartenspielbereich wurde das Thema auch schon versucht, jedoch meiner Meinung noch nicht ausgereizt und ich bin gerne gewillt immer wieder die neuesten Versuche auszuprobieren. Vor zwei Jahren hat mich Flippermania zwar schon fesseln können und hat zeimlich gute Ansätze, aber spielerisch treten, wenn du es ausreizt schon ein paar Mängel auf, so dass du letztlich doch das Flippergefühl vermisst. Friedemann Friese hat sich den Flippern nun auch angenommen und einen anderen Ansatz gewählt. Während Flippermania auf Würfel als Zufallselement setzt, wählt er Karten und das funktioniert erstaunlich gut.

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Archeos Society – Nur ein Spiel in neuem Gewand?

Archeos Society

Die Space Cowboys haben mal wieder von sich hören lassen und recyclen ein Spiel, das im Grunde noch gar nicht so alt ist. Archeos Society ist der neueste Streich und ist ein neue Version von Fantasy Flights Ethnos welches zwar spielerisch durchaus beliebt war, aber optisch nicht überzeugen konnte. Das lag wohl vorallem am Spielbrett und dem Material, denn das Cover und die Karten im Spiel wurden von John Howe illustriert und das ist ein Meister seines Fachs. Dennoch sieht das Spiel auf dem Tisch einfach ein wenig lahm aus und trifft die Fantasyästhetik mit seinen neonbunten Spielsteinen einfach so gar nicht. Die Space Cowboys haben das Spiel nun nicht einfach neu aufgelegt, sondern ihm neben der Optik auch eine neue Mechanik verpasst. Wobei das auch nicht so ganz richtig ist. Die Spielmechanik ist schon dieselbe, aber das Ergebnis wird anders ausgeführt. Während wir in Ethnos Gebiete kontrollieren, arbeiten wir uns in Archeos Society ein paar Leisten entlang. Ich möchte gleich vorweg sagen, dass ich das Original kenne, aber nie wirklich gespielt habe und ich es deshalb nicht vergleichen kann. Von daher bin ich vielleicht unvoreingenommen und kann das Spiel etwas objektiver betrachten.

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