The Castles of Burgundy (Jubiläumsedition)

The Castles of Burgundy /
Foto: Spieltroll

Im März 2019 feierte die Marke Alea, die unter dem Ravensburger Spieleverlag ihre Spiele veröffentlicht, ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass veröffentlichte man damals eine neue Version von Vegas mit dem Titel Las Vegas Royale. Eine optisch aufgebohrte Version mit vielen Erweiterungen direkt in einer Box erhältlich. Eine Ankündigung folgte, dass Alea das auch mit weiteren Titeln vorhaben würde. Es schien ein wenig so, als hätte man sich die Kritik die Ende 2018 an der Optik und der Ausstattung ihres aktuellen Titels Carpe Diem sie ein wenig aufgerüttelt. Alea machen seit ihrem Bestehen mechanisch tolle und ansprechende Spiele, aber inzwischen sind sie in punkto Optik und Ausstattung ein wenig altbacken unterwegs. Nach der Ankündigung kam dann zur Messe im Oktober Teil 2 der Jubiläumseditionen und Die Burgen von Burgund sind als The Castles of Burgundy in einem neuen Gewand erschienen. Lange Jahre habe ich es nicht gespielt, bis es mich im letzten Frühjahr noch vor der neuen Version erwischte und ich eines der besten Brettspiele überhaupt kennenlernen durfte. Diese Review gilt aber natürlich der neuen Version die mit einigen Erweiterungen daher kommt.

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Decktective – Blutrote Rosen

Decktective – Blutrote Rosen /
Foto: Spieltroll

Mit Deckscape brachten Abacusspiele eine kleine Exitgame-Variante nach Deutschland die man problemlos überall spielen konnte, weil sie in einer kleinen Kartenspielschachtel unterkam und nur aus einem Kartendeck bestand. Das funktionierte erstaunlich gut und hat inzwischen sieben Teile hervorgebracht. Nun wollen sie auch den Deduktionsmarkt verkleinern und die beiden Autoren Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino nehmen sich diesem Genre in gleicher Weise an. Abacus hatte zuvor schon mit Sherlock versucht diesen Bereich spielerisch abzudecken, allerdings ist das in meinen Augen nicht gelungen. Zu unausgegoren erschien mir die ganze Spielidee, Spaß machte das ganze jedenfalls auf Dauer und mit mehr Spielern nicht. Ich konnte mir zunächst einmal nicht genau vorstellen wie die beiden Autoren hier an die Sache herangehen, aber das kleine Schachtelformat und die Tatsache, dass auf ihr mit einem 3D-Tatort geworben wurde, machte mich sehr neugierig. Natürlich ist die Review spoilerfrei!

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The King´s Dilemma

Kings Dilemma / Foto: Spieltroll

Einige waren doch ziemlich überrascht, als The King´s Dilemma auf der Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres auftauchte. Galt es doch seit dem letzten Jahr als ein kleiner Geheimtipp, aber nicht unbedingt als Spiel, dass die Massen begeistern könnte. Nun ja, ich muss sagen, dass die Einschätzung wohl stimmt. The King´s Dilemma ist ein wirkich spezielles Spiel, das definitv nicht für jeden etwas ist. Nichtmal für jeden Kenner- oder Vielspieler. Deswegen überrascht die Nominierung einerseits tatsächlich. Wenn man es aber gespielt hat, weiss man, warum es diese Nominierung verdient. The King´s Dilemma ist ein etwas anderes Legacyspiel, das einen irgendwann in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt, bis man zu seinem Ende kommt. Ich weiss, das klingt alles etwas kryptisch und ich versuche das zu erklären ohne zu spoilern. Also lege ich mal los, denn jedes weitere Wort der Einleitung ist verschenkt.

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Circle the Wagons

Circle the Wagons

Vor kurzem habe ich das Micro-Game Sprawlopolis von Quined Games vorgestellt und auch ziemlich abgefeiert. Eines der besten Solospiele, die der Markt zu bieten hat. Heute soll es um das zweite Spiel aus der kleinen Reihe von Quined gehen. Circle the Wagons ist der Name dieses ebenfalls nur 18 Karten umfassenden Spiels. Doch wo Sprawlopolis nur angeblich mit mehr Leuten spielbar war, aber eigentlich nicht ist (oder besser nicht gut ist), da ist Circle the Wagons ein Spiel für zwei Spieler. Und diesmal auch tatsächlich nur für zwei Spieler, kein Solomodus, keine Teams, simples eins gegen eins. Simpel ist dabei auch wörtlich zu nehmen, das Spielprinzip versteht wieder einmal jeder, aber dabei gut abzuschneiden und sich gegen seinen Gegenspieler durchzusetzen ist die hohe Kunst.

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Ein Fest für Odin

Ein Fest für Odin

Nachdem ich in diesem Jahr bereits Caverna von Uwe Rosenberg nachgeholt habe und ziemlich begeistert war, musste ich mir unbedingt auch Ein Fest für Odin anschauen und ausprobieren, gilt es doch momentan als sein bestes Spiel. Ich bin aber ganz ehrlich, Bilder von diesem Spiel haben mich in den letzten Jahren immer ein wenig abgeschreckt. Nicht weil es häßlich wäre, dass ist es nicht, aber wenn man Bilder von Ein Fest für Odin sieht, dann sieht man massenhaft Spielmaterial und vor allem sieht man einen Einsatzspielplan für seine Arbeiter mit so wahnsinnig vielen Möglichkeiten, dass man zunächst einmal schlucken muss. Wer Rosenbergs große Spiele kennt, weiss aber, was einen erwarten könnte und das es wahrscheinlich alles gar nicht so schlimm ist, nur ziemlich abwechslungsreich und noch wahrscheinlicher, ziemlich umfassend. Man sollte sich bei diesem Meisterwerk – ich nehm es einfach mal vorneweg -, obwohl der Orden natürlich auch auf dem Bild prangt, aber nicht von der Optik abschrecken lassen. Warum, versuche ich mal kurz zu beschreiben…

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Fallout Shelter – Das Brettspiel

Fallout Shelter / Foto: Spieltroll

Im Moment boomen ja gerade die Umsetzungen von Filmen und Videospielen als Brettspiel. Gefühlt gab es zwar immer schonmal den ein oder anderen Versuch, aber so richtig in Fahrt kommt es erst in den letzten Jahren und damit wir uns richtig verstehen, ich meine nicht diese Spiele in denen einfach nur das Franchise auf ein bestehendes Spiel gebügelt wird, wie ein Harry Potter Cluedo oder ein Game of Thrones Monopoly. Nachdem es bereits zum Viedeospielhit Fallout ein Brettspiel gibt, hat sich Fantasy Flight Games gedacht, auch die sehr beliebte Fallout Shelter Smartphone App hat einen Brettspielableger verdient. Die App habe ich selbst ziemlich lange gespielt und sie ist fantastisch für eine Spieleapp für die man tatsächlich initial erst mal kein Geld zahlen muss. Als ich die Ankündigung für ein Brettspiel hörte war ich direkt Feuer und Flamme, dachte mir aber auch, dass es eigentlich viel zu komplex für ein kleines Brettspiel wäre. Was aber letztlich dabei herausgekommen ist, hat mich ziemlich überrascht.

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Calavera

Calavera / Foto: Spieltroll

Klaus-Jürgen Wrede ist wohl einer der erfolgreichsten Spieleautoren, obwohl er eigentlich nur ein Spiel erfunden hat, das richtige Erfolge feiern konnte. Er ist der Erfinder von Carcassonne und seit dem Erscheinen seines Millionensellers, ist er für mich nicht weiter sonderlich in Erscheinung getreten. Ich kenn zwar ein paar weitere Spiele von ihm, wie Bali oder Rapa Nui, aber dem Vergleich mit Carcassonne hält das alles nicht stand. Um so überraschter war ich, als ich unlängst dieses kleine Würfelspiel mit Namen Calavera beim Moses Verlag fand und fesstellte das es von Klaus-Jürgen Wrede ist. Calavera spricht mich von der mexikanisch anmutenden Optik mit dem namensgebenden Totenkopf gleich an und wie sollte es anders sein, es enthält Würfel und einen Block. Das nächste Roll & Write ist da! Inzwischen dürfte es wirklich kaum einen namhaften Autor geben, der noch kein Roll & Write veröffentlicht hat. Calavera hat aber eine kleine Besonderheit. Es ist ein bißchen gemein!

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