Nova Luna

Nova Luna / Foto: Spieltroll

Kennt ihr Habitat? Nee? Ich auch nicht, aber manche Leute behaupten man müsste das Spiel des Niederländers Corné van Moorsel kennen. Das dachte sich wohl auch Uwe Rosenberg, der die Mechanik von Habitat so interessant fand, dass er sie sich ausgeliehen und ein Spiel entwickelt hat. Am Ende schrieb er die beiden Namen auf die Packung und Nova Luna war geboren. Natürlich steuerte auch Uwe etwas zu dem Spiel bei und das war eine Prise Patchwork. Nova Luna gefiel dann wiederum sovielen Leuten so gut, dass es als eines von drei Spielen für den Preis Spiel des Jahres 2020 nominiert wurde. Mir gefiel es außerdem aufgrund der Optik ganz gut und auch meine Frau wollte es unbedingt ausprobieren. Also haben wir es intensiv getestet und sind zu einem Urteil gekommen. Irgendwie war es dann doch ganz anders als gedacht, aber lest selbst.

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Botanists

Botanists / Foto: Spieltroll

Botanists ist ein Spiel das trotz einer gescheiterten Kickstarter-Finanzierung seinen Weg zu und fand. Meistens hat meine Frau einen guten Riecher, wenn sie sich ein Spiel aussucht und bei Botanists hatte sie ein gutes Gefühl. Die Beschreibung gefiel und die Optik passte auch, so dass wir ein Exemplar orderten. Bei Kickstarter wollten allerdings nur 60 Leute das Spiel mitfinanzieren. Kann sich der Schwarm täuschen? Manchmal schon… Den Verlag Agie Games kannte ich jedenfalls bis zu diesem Erstkontakt nicht und nach der Recherche fand ich auch nur ein weiteres Spiel, das im Portfolio dieses Verlages zu finden ist. Spiele übers Gärtnern haben uns in der Vergangenheit schon des öfteren positiv überrascht und so hofften wir, dass auch Botanists von Violaine Malié uns postiv überraschen wird. Ziemlich erstaunt waren wir, die wir das Spiel nur von Fotos kannten über das Spiel, dass uns dann erreichte. Ein ziemlich großer und schwerer Karton in Hochglanzoptik schaute uns an und wir waren tatsächlich ein bißchen überrascht, denn wir hatten ein deutlich kleineres Spiel erwartet. Rein Optisch schon mal sehr schön, aber macht das Spiel auch Spaß?

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Tapestry

Tapestry / Foto: Spieltroll

Vom Hype und den Enttäuschungen über Tapestry im letzten Jahr nichts mitbekommen zu haben ist nahezu unmöglich. Zur Messe in Essen war das Spiel in aller Munde und einige wenige konnten auf der Messe ein Exemplar ergattern. Im Vorfeld war das Stonemaier-Spiel schon sehnsüchtig erwartet worden, denn es versprach in gewohnter Manier eine ganze Menge. Ein Zivilisationsspiel von Stonemaier in besonderer Optik mit tollem Material sollte es sein. Das Cover war ja schon vorab bekannt und sah super aus. Auch das es farbige 3D-Gebäude geben sollte, schien die Leute zu begeistern. Dann trudelten nach und nach die ersten Spielberichte und Rezensionen ein und die Ernüchterung vielerorts war riesengroß, schien Tapestry doch nicht das Überspiel zu sein, dass sich einige erhofft hatten. Einige andere wiederum fanden es trotzdem ziemlich gut und spaßig. Waren die Erwartungen also einfach zu groß oder ist Tapestry einfach wirklich nicht gut? Stonemaier hat durch seine Art natürlich auch ziemlich viele Fanboys and -girls, die alles was der Meister veröffentlicht in den Himmel loben und genausoviele Leute finden Stonemaier Games auch ziemlich doof. Ist Tapestry also gefangen zwischen den Lagern der Lover und Hater? Ich gebe zu, ich habe ersteinmal einen riesigen Bogen um Tapestry gemacht und sich den Rauch verziehen lassen. Von der Prämisse her sprach mich das Spiel aber schon sehr an und so ist es nun, nachdem sich die Aufregung gelegt hat, Zeit für mich, sich mit Tapestry zu beschäftigen.

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Feierabend

Feierabend / Foto: Spieltroll

Friedemann Friese ist für mich ein Spieleautor, der zwischen Genie und Wahnsinn hin und her taumelt. Ich traf ihn einst in der Spielerei in Bremen, wo seine damals noch wenigen Spiele, käuflich zu erwerben waren. Frischfleisch kaufte ich damals in einem Pappkarton mit lustiger Banderole. Das Spiel spiegelt für mich bis heute sein Genie genauso wie seinen Wahnsinn wieder. Er ist ein bißchen braver geworden, was seine Mechaniken angeht, aber er macht immer noch zeitweise tolle Spiele. Leider schleichen sich auch immer wieder totale Rohrkrepierer ein, was mich aber nicht davon abhält seine Spiele weiterhin immer wieder auszuprobieren, sofern sie mir irgendwie interessant vorkommen. Feierabend musste ich allein wegen des Themas schon ausprobieren und habe es blind gekauft ohne auch nur irgendwas sonst über das Spiel zu wissen. Wirkt es doch auf den ersten Blick wie ein „guter alter Friese“ in grünem großformatigen Karton mit Maura-Illustrationen. Was ich ein wenig seltsam fand, war allerdings die Tatsache, dass man das Spiel nur über die 4X-App von Hunter und Cron vorbestellen konnte. Hängt wohl irgendwie mit der Wiederveröffentlichung von Fiese Freunde Fette Feten durch die beiden zusammen. Das Spiel sollte aber inzwischen auch im normalen Handel erhältlich sein.

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The Castles of Burgundy (Jubiläumsedition)

The Castles of Burgundy /
Foto: Spieltroll

Im März 2019 feierte die Marke Alea, die unter dem Ravensburger Spieleverlag ihre Spiele veröffentlicht, ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass veröffentlichte man damals eine neue Version von Vegas mit dem Titel Las Vegas Royale. Eine optisch aufgebohrte Version mit vielen Erweiterungen direkt in einer Box erhältlich. Eine Ankündigung folgte, dass Alea das auch mit weiteren Titeln vorhaben würde. Es schien ein wenig so, als hätte man sich die Kritik die Ende 2018 an der Optik und der Ausstattung ihres aktuellen Titels Carpe Diem sie ein wenig aufgerüttelt. Alea machen seit ihrem Bestehen mechanisch tolle und ansprechende Spiele, aber inzwischen sind sie in punkto Optik und Ausstattung ein wenig altbacken unterwegs. Nach der Ankündigung kam dann zur Messe im Oktober Teil 2 der Jubiläumseditionen und Die Burgen von Burgund sind als The Castles of Burgundy in einem neuen Gewand erschienen. Lange Jahre habe ich es nicht gespielt, bis es mich im letzten Frühjahr noch vor der neuen Version erwischte und ich eines der besten Brettspiele überhaupt kennenlernen durfte. Diese Review gilt aber natürlich der neuen Version die mit einigen Erweiterungen daher kommt.

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Klassiker – Small World

Small World ein Klassiker? Ja darüber kann man bestimmt streiten, aber ich finde schon. Zum einen hat es wirklich viel zu bieten, was einen Klassiker in meinen Augen ausmacht. Es hat einen gewissen Bekanntheitsgrad, war eine Zeit lang in aller Munde und wurde nahezu überall gespielt. Es ist zugänglich und bietet Spielspaß für jede Menge Runden. Trotzdem stammt das Spiel nur aus dem Jahr 2009, was ja gerade einmal 11 Jahre her ist. Nun ja, das ist nur die halbe Wahrheit, denn was viele gar nicht wissen, Phillipe Keyaerts erfand 1999 ein Spiel mit dem Namen Vinci und genau das ist der Vater dieses Spiels. Von der Mechanik her nahezu identisch aber mit einem historischen Thema versehen landete es im Jahr 2000 schon auf der Auswahlliste zum damaligen Spiel des Jahres. Small World hatte natürlich ein viel hipperes Thema und traf den veilbeschworenen Zeitgeist. Das Spiel wurde ein internationaler Hit, räumte Preise ab und ist bis heute ein tolles Spiel.

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The King´s Dilemma

Kings Dilemma / Foto: Spieltroll

Einige waren doch ziemlich überrascht, als The King´s Dilemma auf der Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres auftauchte. Galt es doch seit dem letzten Jahr als ein kleiner Geheimtipp, aber nicht unbedingt als Spiel, dass die Massen begeistern könnte. Nun ja, ich muss sagen, dass die Einschätzung wohl stimmt. The King´s Dilemma ist ein wirkich spezielles Spiel, das definitv nicht für jeden etwas ist. Nichtmal für jeden Kenner- oder Vielspieler. Deswegen überrascht die Nominierung einerseits tatsächlich. Wenn man es aber gespielt hat, weiss man, warum es diese Nominierung verdient. The King´s Dilemma ist ein etwas anderes Legacyspiel, das einen irgendwann in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt, bis man zu seinem Ende kommt. Ich weiss, das klingt alles etwas kryptisch und ich versuche das zu erklären ohne zu spoilern. Also lege ich mal los, denn jedes weitere Wort der Einleitung ist verschenkt.

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