Flügelschlag

Flügelschlag / Foto: Spieltroll

Was lange währt… Man, man, habe ich lange auf dieses Spiel gewartet! Anscheinend ging das nicht nur mir so, denn zwischenzeitlich wurde ziemlich viel Kritik an Stonemaier Games und auch an Feuerland geübt, weil es über einen langen Zeitraum zu Lieferengpässen kam. Ach, was sag ich da, Lieferengpässe wäre ja noch schöngeredet, es gab schlicht keine Exemplare mehr. Daraus zogen natürlich einige Händler ihren Vorteil und verkauften Restexemplare von Flügelschlag zu Fantasiepreisen. Flügelschlag verkaufte sich anscheinend so gut, das selbst die nachbestellten Auflagen bereits vor erscheinen wieder ausverkauft waren. Manchmal kann man villeicht einfach nicht vorrausahnen was man da in seinem Verlagsprogramm hat. Ich habe mein Exemplar erst erhalten, als es den Kennerspielpreis des Jahres 2019 erst erhalten hatte. Deshalb gibt es erst jetzt ein Review von mir dazu.

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Fields of Green

Fields Of Green / Foto: Spieltroll

„Auf ins Grüne!“ steht unter dem Titel auf der Schachtel und das ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen, denn zum einen ist das Leben auf einem Bauernhof nicht unbedingt Urlaub und alles grün ist da natürlich auch nicht. Wer sich aber gern spielerisch mit Bauernhöfen beschäftigen möchte ohne mit kleinen Tierfigürchen und Treckern auf dem Fußboden rumzukriechen, der sollte mal einen Blick in Fields of Green von Vangelis Bagiartakis erschienen bei Artipia Games werfen. Hier wird nämlich das Thema Bauernhof, wie ich finde, ziemlich anständig abgearbeitet. Es geht darum Felder anzulegen, Tiere zu versorgen, Gebäude zu bauen und seinen Hof zu einem erfolgreichen Unternehmen zu entwickeln. Ein trockenes Wirtschaftsspiel darf man aber nicht erwarten, hier geht es eher darum, seine Karten richtig anzuordnen um seine Ziele zu erreichen.

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Hanamikoji

Hanamikoji / Foto: Spieltroll

Hanamikoji setzt sich aus den beiden japanischen Worten Hanami für Blütenschau, was uns zum Beispiel aus der japanischen Kirschblüte und dem Spiel Ohanami geläufig ist und dem Wort koji, dass soviel heißt wie Vertrauen, zusammen. Im übertragenen Sinn sind mit der Blütenschau wohl die Geishas gemeint, um die sich das Spiel dreht und deren Gunst wir erringen wollen, wie es auch auf der Verpackung steht. Aber eigentlich ist Hanamikoji nur eine Straße in Kyoto die ein Synonym für den Rotlichbezirk der Stadt ist und das ist auch auf dem Cover des Spiels so zu erkennen. Hanamikoji ist mir von mehreren Seiten wärmstens empfohlen worden. Es gehört ebenfalls zu den Spielen des Emperor S4 Verlages aus Asien, der für einige sehr schöne Spiele verantwortlich ist und in den letzten Jahren diese auch versucht am europäischen Markt unterzubringen. Ursprünglich stammt Hanamikoji schon aus dem Jahr 2013 und wurde 2017 von KOSMOS in Deutschland in der vorliegenden Form veröffentlicht. Ein reines Zwei-Personen Kartenspiel, dass mit relativ wenig Regeln und Spielmaterial auskommt.

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Ohanami

Ohanami / Foto: Spieltroll

Rommyartige Spiele, bei denen es darum geht bestimmte Auslagen mit Zahlenwerten zu machen, finde ich in der Regel eher nicht so spannend. Das könnte daran liegen, dass ich früher als Kind mit meiner Mutter und einer Freundin meiner Mutter immer sehr viel Rommy gespielt habe. Heutzutage versuche ich es zu vermeiden. Aber ab und zu kommt von irgendwoher ein Spiel, dass das zugrundeliegende Konzept aufgreift und etwas aufpeppt und neu verpackt. Ohanami gehört irgendwie schon in diese Kategorie, macht aber irgendwie mehr Laune. „Es ist Frühling und in Japan blühen die Kirschbäume. Staunend betrachten und feiern die Menschen diese vergängliche Schönheit. Auf Japanisch heißt das OHANAMI.“, das steht hinten auf der Verpackung und was das Ganze mit dem Rommy zu tun hat, sehen wir gleich.

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Bunny Kingdom

Bunny Kingdom / Foto: Spieltroll

Richard Garfield ist nicht gerade ein Spieldesigner der sich durch einen hohen Output an Spielen auszeichnet. Aber dafür kommen immer mal wieder echte Perlen von ihm in den Handel. 2017 veröffentlichte er bei Iello, Bunny Kingdom, das zunächst einmal durch das Hasenthema und die Optik des Illustrators Paul Mafayon, Aufsehen erregte. Hinter der durchaus sehr niedlichen Fassade verbirgt sich allerdings ein gar nicht mal so niedliches Machtsspiel, um die Vorherrschaft im Hasenkönigreich. Bunny Kingdom bedient sich dabei eines einfachen Drafting-Mechanismusses, der aber zu weitreichenden Entscheidungen führen kann und macht das Spiel zu einer gar nicht mal so einfach zu lösenden Aufgabe. Also ein Spiel für erfahrene Spieler?

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Paper Tales

Papier Tales / Foto: Spieltroll

Nach einem kleinen Osterurlaub melde ich mich zurück und möchte mit einer Rezension zu einem sehr interessanten Titel beginnen: Paper Tales. Erschienen bei Frosted Games und vertrieben über Pegasus Spiele hat dieses kleine aber feine Spiel von Masato Uesugi in der letzten Zeit schon für ein bißchen Aufmerksamkeit gesorgt. Das liegt zum einen tatsächlich an der sehr ungewöhnlichen Aufmachung des ganzen Pakets, vom Schachteldesign bis hin zu den einzelnen Illustrationen der Karten, als auch am Spielkonzept an sich. Pegasus verortet Paper Tales selbst als Kennerspiel und das entspricht auch meinem Eindruck, wobei man dazu sagen muss, dass der Zugang zu Paper Tales viel niedriger liegt. Jeder, auch im Familiensektor kann Paper Tales spielen, aber es zu meistern wird einiges mehr an Energie und Zeit verbrauchen. Aber dazu komme ich später. Wir haben es also mit einem in allen Belangen recht ungewöhnlichem Spiel zu tun. Last euch überraschen.

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Der Unterhändler

Der Unterhändler

Der Unterhändler ist in der Tat das erste reine Solospiel, das ich mir jemals gekauft habe, wenn man einmal von allen Spielen absieht, die man auch alleine Spielen kann. Nein, der Unterhändler ist wirklich ein reines Solospiel und kann nicht mit mehreren Leuten gespielt werden. Das Solospielen ist meiner Meinung nach zu einem kleinen Trend geworden, denn immer mehr Spiele verfügen über einen Solomodus. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch immer mehr Spiele gibt, die man tatsächlich nur ganz alleine spielen kann. Der Unterhändler ist also in diesem Fall mein Erstkontakt und rein von der Prämisse des Spiels war ich ersteinmal sehr angetan. Einen Unterhändler der Polizei zu spielen, der um das Leben von Geiseln verhandeln soll, kommt einem thematisch nicht alle Tage unter.

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