Media Aetas – Mittelalte Neuauflage

Media Aetas

Ich habe Majesty: deine Krone – dein Königreich tatsächlich mal gespielt, dennoch ist mir bis vor kurzem gar nicht bewusst gewesen, dass Media Aetas eine Neuauflage von Majesty aus dem Hause Hans im Glück ist. Eine überarbeitete zwar, aber dennoch hätte mir das auffallen können. Das ist aber nicht passiert und das obwohl ich in letzter Zeit sehr häufig Media Aetas gespielt habe und es mir auch sehr viel Spaß bereitete. Nein, ich nehme das Fazit jetzt mal nicht vorweg, aber ich muss schon irgendwie erklären, warum ich in meinem Monatsrückblick das „neue“ Spiel vom Splendor-Erfinder Marc André ein wenig abgefeiert habe. Also rudere ich an dieser Stelle mal halbwegs zurück und stelle fest: so neu ist Media Aetas nun also doch nicht. Es hat einen neuen Anstrich bekommen und auch das Spiel hat sich ein wenig verändert, denn da wo Majesty noch mit Karten hantierte wurden nun hübschen Plättchen gestaltet, die wie ein Säulendiagramm vor uns ausgelegt werden. Das ist optisch insgesamt tatsächlich so hübsch anzusehen, dass es ein wenig Aufmerksamkeit erregt, wenn du es auf einem Tisch siehst. Was hat es aber nun spielerisch zu bieten?

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Faraway – Bis zum Horizont und wieder zurück

Faraway

Endlich ist es da! Faraway war einer der Hype Titel des letzten Jahres auf der SPIEL in Essen. Ja, bereits letztes Jahr und recht schnell wurde verkündet das es eine deutsche Version von KOSMOS geben würde. Diese erschien jetzt aber erst kurz vor der diesjährigen Messe. Faraway ist ein relativ kleines Kartenspiel mit überschaubarem Inhalt. So ein Getöse um ein Spiel macht mich ja immer erstmal neugierig und ich warte in solchen Fällen gerne ein wenig ab. Ich schaue mir Videos darüber an, lese Rezensionen und Ersteindrücke und entscheide mich dann meist etwas später dafür oder dagegen es auszuprobieren. Natürlich muss mir erstmal gefallen was ich da sehe. Nicht nur optisch sondern auch spielerisch. Oft werde ich dabei positiv oder negativ überrascht. Selten nehme ich mir Spiele vor nur um sie wegen anderer Meinungen zu überprüfen. Bei Faraway war ich aber wirklich gespannt, wie sich das Spiel spielt. Hat sich das Warten nun also gelohnt?

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Blue Lagoon – Knizia Spielstein Erotik?

Blue Lagoon

Eigentlich wollte ich mich mit der Überschrift an den Film mit Brooke Shields anlehnen, aber kennt den Quark heutzutage überhaupt noch wer? Egal, der erotische Weichzeichnungsquatsch vom Anfang der 80er Jahre hat rein gar nichts mit diesem Spiel von Meister Reiner Knizia zu tun. Rein optisch haben wir es hier eher mit Disneys Moana zu tun. Spielerisch wiederum erinnert Blue Lagoon allerdings eher an einen anderen Knizia Klassiker (das sollte er als eigene Serie herausbringen): Durch die Wüste. An mir ging Blue Lagoon komplett vorbei, ich kann mich noch erinnern, dass ich es zwar wahrgenommen habe, aber überhaupt nicht in Versuchung war es einmal zu spielen. Ich kannte zwar auch Durch die Wüste von früher, aber irgendwie sprach mich Blue Lagoon gar nicht an. Meine Vermutung ist, dass es an Blue Orange lag, die ich da noch nicht mit all zu guten Spielen in Verbindung brachte. Na ja, egal, hier nun eine späte Würdigung.

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Fungi – Pilzpfanne, das Spiel

Fungi

Wie schon angekündigt, wird es in diesem Monat ein paar kurze Reviews über ältere Spiele geben, die sich gut für zwei Spielende eignen. Den Anfang macht Fungi, dass einigen auch unter dem Namen Morels bekannt sein dürfte. Hier steht die Eignung für zwei Spieler*innen gar nicht in Frage, denn es ist sogar ein reines Zweipersonenspiel, das bereits im Jahr 2014 von Pegasus auf den deutschen und englischen Markt geworfen wurde. Das ist schon eine ganze Weile her und ich bin leider nie dazu gekommen es anzutesten. Für einen Blog auf dem ich mich ziemlich viel mit Spielen für Zwei beschäftige eigentlich eine Bildungslücke und deshalb nun auch dieses Review, nachdem wir im vergangenen Monat einige neue Spiele für zwei kennenlernen durften, die alle schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben.

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Spots – Einhundert und zu viele Dalmatiner

Spots

Ich sollte keine Würfelspiele spielen! Das sagt jeder Pechvogel über sich und hat mit Sicherheit diverse Anekdoten auf Lager in denen das mit den Würfeln nicht klappt. Meine Frau könnte euch da Sachen über meine Würfelkünste erzählen, aber lassen wir das und belassen wir es bei dem Satz: „Ich sollte keine Würfelspiele spielen!“. Deshalb beschäftige ich mich heute mit Spots – einem Würfelspiel. Diese Tatsache allein sollte hellhörig machen, denn Würfelspiele sind einfach so gar nicht meins und wenn mich eines dennoch dazu verleiten kann es hier zu erwähnen, dann entweder, weil es grottenschlecht oder recht unterhaltsam ist. Würfelspiele sollten nicht zu ernst genommen werden und das tue ich auch nicht, denn würfeln ist Zufall. Es gibt nichts zu können und auch bei Spielen, in denen Würfe mitigiert oder wiederholt werden können bleibt am Ende meist doch ein Wurf über, der für dich schlecht ausfallen kann oder anders gesagt: „Was schief gehen kann, geht auch schief!“. Hatte ich schon gesagt, dass es heute um Spots geht? Ein Würfelspiel? Ach ja…

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Knarr – Der Splendor Killer?

Knarr

Knarr als Titel klingt erstmal seltsam, allerdings hat mich das Cover in seiner Machart sofort angesprochen. Der Comiclook auf der kleinen Schachtel machte mich zusammen mit dem recht ungewöhnlichen Namen gleich neugierig. Insofern wohl alles richtig gemacht. Der Name bezieht sich auf einen Schiffstyp der Wikinger, der auch als Knorr oder Knörr bezeichnet wird. Das Wort stammt von knorrig ab und meint die gebogenen verwinkelten (knorrigen) Äste, aus denen man den Schiffsbug oder das Heck gebaut hat. Nur mal um den Namen zu erklären, über den ich gestolpert bin. Knarr ist das zweite Spiel des MM-Spiele-Verlags, das mir bisher untergekommen ist und das zweite mit maritimer Thematik. Der Verlag scheint ein Händchen zu haben, denn auch Knarr war wieder eines der Spiele, über die im Vorfeld der Spiel des Jahres Nominierungen gesprochen wurde, es aber dann doch nicht geschafft hat. Im letzten Jahr konnten sie mit Sea Salt & Paper einen kleinen Hit landen, der es auf die Empfehlungsliste schaffen konnte. Ich war auf jeden Fall gespannt, denn im Vorfeld wusste ich tatsächlich überhaupt nicht, worum es in dem Spiel geht.

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Sweet Mess: Der Backwettbewerb Deluxe – So manche Kleckerei

Sweet Mess: Der Backwettbewerb

Sweet Mess hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Es handelt sich hier um einen ehemaligen Kickstartertitel der nicht so richtig aus dem Quark kam und sehr lang in der Entwicklung war. Es verscherzte sich bei den Backern und Fans viel Kredit, weil das Spielprinzip zum Teil umgebaut wurde und das Spielmaterial mehrere Wandlungen durchlief. Inzwischen gibt es diese Version hier in Deutschland über Skellig Games die sich von dem Kickstarterprojekt deutlich emanzipiert hat. Sweet Mess – Der Backwettbewerb liegt uns hier in der Deluxe Edition vor und will nicht nur durch seine Optik punkten. Skellig waren für mich in den vergangenen Jahren immer eine gute Adresse für Spiele die meine Frau und mich interessierten. Meine Frau ist eine Back Fee und freute sich thematisch sehr auf dieses Spiel. Leider entpuppte sich Sweet Mess eher als trockener Butterkuchen, denn als saftiges Stück Buttercremetorte.

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