FYFE – Surfen in der Südsee

FYFE

So scheint es zumindest, wenn ich mir das mal wieder wunderschöne Cover von Lukas Siegmon anschaue, der sich allmählig zu einem meiner Lieblingsillustratoren entwickelt. Wirklich hübsch. Auch das Material sieht ungewöhnlich und durchaus sehr hübsch aus, wenn ich die Schachtel öffne. Spiele der Edition Spielwiese erwecken eigentlich immer meine Aufmerksamkeit und so ist es auch hier. Zudem habe ich mich gefragt: Wer ist Kosch? Das Pseudonym oder der Künstlername des Autors ist mir bisher völlig unbekannt. Auch auf boardgamegeek.com wurde ich nicht fündig. Also lass ich mich mal überraschen. Recht schnell wird aber klar, dass FYFE mit dem Surfen soviel zu tun hat wie Schach mit Minigolf. Die Optik dient hier nur als Vehikel, dass wird einem bereits nach wenigen Minuten klar. Trotzdem sollte keiner FYFE zu früh abschrieben, denn trotz des blendenden Themas haben wir es hier doch mit einem interessanten und optisch herausragenden Legespiel zu tun, bei dem sich des öfteren Vergleiche mit Calico anbiedern werden. Neugierig?

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The Hunger – Biss zum Sonnenaufgang

The Hunger

Herzlich willkommen zum nächtlichen Vampirrennen! Richard Garfield hat ein neues Spiel am Start und das freut mich immer wieder, auch wenn ich mit seinen letzten Veröffentlichungen nicht immer so ganz zufrieden war. Bei The Hunger bin ich von Beginn an recht zuversichtlich, denn ich konnte ein wenig des Spiels schon vorab sehen und war vom Thema und Spielablauf gleich begeistert. Nun ist es direkt bei Pegasus erschienen und es wird Zeit etwas dazu zu sagen. Richard Garfield lässt ein Thema in seinem Leben anscheinend nicht los und das sind Karten. Mit Karten kennt er sich aus und ich mag seine Spiele die auf Karten basieren (Magic, Robo Rally, Bunny Kingdom etc.). Nahezu alle anderen lassen mich kalt. Ich finde z. B. King of Tokyo gräßlich und auch sein neuerlicher Beitrag zu den Roll & Writes, Dungeon, Dice & Danger, gefällt mir nur so mittel. Da haben wir aber Glück, das The Hunger wieder ganz viele Karten in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Hier geht es hauptsächlich um Karten und um den Deckbau. Lasst euch aber gesagt sein, der Deckbau funktioniert hier ein wenig anders, als ihr das aus normalen Deckbuildern gewohnt seid. Lasst euch erklären…

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Fire & Stone

Fire & Stone

Meine Frau ist bekennender Misanthrop und von daher ist es schon schwierig ein Spiel über die Menschheitsgeschichte bzw. deren Entwicklung zu spielen, weil Menschen grundsätzlich doof sind. Ich sehe das zwar nicht ganz so schwarz, aber grundsätzlich läuft das alles nicht in die richtige Richtung. Wann es genau damit losging wird aber auch Fire & Stone von Carcassonne-Autor Klaus-Jürgen Wrede nicht beleuchten. Aber zumindest beschäftigen wir uns in diesem Spiel mit diesem Thema. Ursprünglich sollte das Spiel eigentlich wohl mal bei Feuerland herauskommen, die es aber an Pegasus abgaben. Das klingt im Vorfeld schonmal wenig vielversprechend. Das Cover und der relativ günstige Preis, sowie der Name des Autors bewegten mich dann aber doch dazu mal einen Blick zu riskieren. Ich hätte es wahrscheinlich lassen sollen.

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Sobek – Das Duell

Sobek – Das Duell

Sobek – Das Duell ist kein unbedingt neues Spiel, denn es basiert auf dem Kartenspiel Sobek von Bruno Cathala aus dem Jahr 2010. Bislang war mir das aber nicht geläufig, weswegen mich die Duellvariante für zwei Spieler*innen umso mehr überraschte. Für mich kam sie aus dem Nichts und tauchte plötzlich bei Pegasus im Programm auf. Cathala tat sich hier mit Sébastien Pauchon zusammen, oder sagen wir vielmehr schon vor Jahren, als sie das ursprüngliche Sobek in einer neuen Variante als Oliver Twist veröffentlichen konnten. Pauchon sollte euch als Autor von Jaipur ein Begriff sein, denn dieses gehört auch heute noch (es erschien 2009) zu den besten Spielen für zwei Spieler*innen, die ich kenne. Der Mann ist also durchaus fähig gute Spiele für zwei zu erfinden und über die Fähigkeiten von Cathala brauche ich wohl kaum sprechen, denn seine spielerische Vita spricht für sich selbst. Sobek: Das Duell hat Ähnlichkeiten zu den genannten Spielen, ist aber doch so eigenständig, dass ich es nicht nur als eine Variante bezeichnen würde. Spiele für zwei erwecken natürlich immer meine Aufmerksamkeit und so war es auch hier.

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Living Forest

Living Forest

Aufgepasst, hier kommt ein bemerkenswertes Spiel um die Ecke, das vielleicht noch für richtig viel Aufmerksamkeit sorgen könnte. Living Forest von Aske Christiansen ist ein Debüt. Der dänische Autor hat bislang noch kein Spiel veröffentlicht und mit Living Forest hat er bereits den As d’Or in Frankreich gewonnen (soetwas wie das Spiel des Jahres). Living Forest kam irgendwie gefühlt aus dem Nichts und immer mehr Menschen reden darüber. Ob zu Recht oder Unrecht, gilt es noch zu klären. Pegasus hat die deutsche Version herausgebracht und damit womöglich ein gutes Händchen bewiesen. Aber, was ist Living Forest eigentlich für ein Spiel? So richtig wusste ich im Vorfeld gar nichts darüber und habe es erstmal blind gekauft. Das mache ich eigentlich nicht oft und meine Quote dabei ist auch erstaunlich schlecht, so dass ich es lassen sollte. Living Forest aber ist, und soviel möchte ich schon einmal vorwegschicken, ein besonderes Spiel, dass mir recht gut gefallen hat. Der Familienspielesektor ist auf jeden Fall um ein neues Highlight reicher.

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Tokaido

Tokaido

Oder die Kunst der Langsamkeit, sollte da noch als Untertitel stehen, denn genau darum geht es in diesem Spiel von Antoine Bauza. Ja genau um den Antoine Bauza, der für Spiele wie 7 Wonders, Takenoko oder Ghost Stories bekannt ist. Tokaido ist kein neues Spiel. Es stammt bereits aus dem Jahr 2012 und hat somit bereits 10 Jahre auf dem Buckel. Wer diesen Blog verfolgt, dem dürfte schon mal der ein oder andere Kommentar meinerseits über dieses Spiel untergekommen sein, denn ich Liebe dieses Spiel. Damit ist natürlich bereits das Fazit vorweggenommen, aber das ist egal, denn ich werde euch auch verraten warum ich es so liebe. Wenn ihr euch über dieses Spiel woanders im Netz informiert werdet ihr auf ein sehr geteiltes Echo treffen und das liegt an den verschiedenen Spielertypen, die genau bei diesem Titel aufeinandertreffen und unterschiedlicherer Meinung kaum sein könnten. Die einen lieben es für seine Art und die anderen finden es schlicht langweilig. Einige andere sagen gar, es enthalte eigentlich kein Spiel. Das ist natürlich bösartig und sowieso schonmal falsch, denn solche Gestalten wissen gar nicht mehr was ein Spiel eigentlich ist. Also begleitet mich auf eine spezielle Liebeserklärung an ein, für die heutige Zeit, schon betagtes Spiel.

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Was spielst du so? – Februar 2022

Wilde Zeiten in denen wir leben… Da gerät eine Frage, wie die oben gestellte, noch mehr zur Nebensache, als sie es vorher bereits war. Die Klickzahlen meines kleinen bescheidenen Blogs lassen es vermuten, dass den Leuten momentan der Sinn nicht allzusehr nach Brettspielen steht. Eine der schönsten Nebensachen der Welt zwar, aber angesichts solcher Ereignisse eben doch nur eine Nebensache. Für mich ist dieser Blog eh nichts anderes als eine Ablenkung vom Alltag und ein Ventil, um etwas über mein Hobby nach draußen zu blasen. Wenn es Menschen gibt, die das interessiert und die sich mein Geblubber durchlesen, dann ist das okay. Also seid meine Gäste, wenn ihr euch ebenfalls ein wenig ablenken wollt, oder euch einfach gerne durchlest, was ich so im letzten Monat auf den Tisch bekommen habe und wie meine Ersteindrücke waren.

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