Click A Tree – Rosenbergsche Landwirtschaft

Click A Tree

Wundert es irgendwen, dass es in einem neuen Rosenbergspiel um Landwirtschaft geht oder Plättchen aneinander gelegt werden müssen? Nein, natürlich nicht. Uwe Rosenberg bleibt sich treu und hat seine Lieblingsthemen und bastelt trotzdem immer wieder an interessanten Mechaniken. Für manche mag das repetitiv wirken, aber Herr Rosenberg scheint jemand zu sein, der gerne und ausgiebig an kleinen Stellschrauben feilt und nie ganz zufrieden ist. Irgendwann fällt ihm zu etwas Bestehendem ein neuer Twist ein, auch möge er noch so klein sein, dieser wird dann in einem neuen Spiel erprobt. Click A Tree ist mechanisch wie ich finde aber trotzdem etwas Neues. Rein optisch erinnert es zunächst ein wenig an Applejack, aber sobald es gespielt wird, bleibt dieser Vergleich recht schnell auf der Strecke. Click A Tree befasst sich dabei nicht nur mit der Landwirtschaft an sich, sondern es unterstützt das Click A Tree Projekt der Board Game Road in Ghana, bei der sich europäische Spieleverlage an der Aufforstung eines Waldes unter Berücksichtigung der syntropischen Landwirtschaft engagieren. Das Spiel Click A Tree versucht das Konzept spielerisch umzusetzen.

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Kilia – Ein perfektes Debüt?

Kilia

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wie ansprechend andere Spieler*innen das reduzierte Erscheinungsbild von Kilia finden, aber bei mir hat es irgendwie gewirkt. Ich mag das elegante Aussehen des Spiels und als ich dann Bilder des Materials sah, war ich genauso angetan. Mit dem Namen des Autoren konnte ich allerdings nichts anfangen. Lars Ehresmann sagte mir so gar nichts, obwohl das Spiel so wirkte, als sei es von jemandem erdacht worden, der schon einige, mechanisch anspruchsvolle Eurogames auf dem Kerbholz hat. Pustekuchen! Lars Ehresmann kann mir auch gar nichts sagen, weil Kilia sein Erstlingswerk ist und das, soviel sei mal vorweg geschickt, merkst du nicht wirklich. Früher hatte gefühlt jedes zweite Spiel mit Handel im weiteren Sinne zu tun. Heute findest du solche Spiele schon seltener und das ist auch gut so, denn die Vergangenheit hat in dieser Hinsicht reichlich zu bieten. Dennoch solltet ihr hier hellhörig werden und Lars eure Aufmerksamkeit schenken. Diesmal geht es um den Nord-Ostsee-Kanal und die Stadt Kiel, früher Kilia.

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Was spielst du so? – März 2026

Da sind tatsächlich schon wieder drei Monate des Jahres um. Bald wird es bestimmt wieder losgehen mit den Spekulationen über das diesjährige Spiel des Jahres. Ich mache mir auch schon mal Gedanken, aber dieses Jahr könnte wieder interessant werden. Nachdem das Frühjahr für mich ziemlich bescheiden gelaufen ist und ich nicht besonders viel spielen konnte, war ich im März schon wieder voll im Arbeitstsress und erfreue mich, während ich diese Zeilen schreibe, über den ersten, kurzen Urlaub des Jahres. Ostern steht vor der Tür und wir werden bestimmt das ein oder andere Spiel über die Feiertage spielen. Mein nächster Spielverkauf steht auch vor der Tür, die Sammlung will dringend ausgedünnt werden, hier ist einiges aufgelaufen , was ich unbedingt loswerden möchte. Leider fehlte mir bisher die Zeit und die Muße mich durch die Sammlung zu wühlen, obwohl der zur Verfügung stehende Platz aus allen Nähten platzt. Das hängt leider auch daran, dass einige größere Spiele viel Platz blockieren. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Was kam also bei uns im vergangenen Monat auf den Tisch?

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Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft – Pandemie in Mittelerde

Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft

Als ich zum ersten Mal von diesem Spiel hörte, war ich in einem Zwiespalt gefangen. Einerseits bin ich ein großer Herr der Ringe Fan und probiere gerne neue Spiele, die sich mit Tolkiens Werk befassen aus. Andererseits aber bin ich definitiv kein großer Pandemie Fan. Ich finde das System zwar interessant aber auch zu anfällig. Bei Pandemie ist es halt möglich bei entsprechendem Pech, eine Partie sang- und klanglos zu verlieren, ohne auch nur irgendwas dagegen tun zu können. So etwas mag ich nicht. Die einzigen Spiele der Reihe, bei denen ich darüber hinwegsehen kann, sind die Pandemic Legacy Spiele, die mir so viel anderes Erlebnis bieten, dass mich eine Partie, in der es mal bescheiden läuft, nicht wirklich stört. Nun also Das Schicksal der Gemeinschaft und ich war schon ein wenig skeptisch, ob dass Spiel für mich funktioniert. Ich habe mich auch relativ lang nicht drangetraut. Inzwischen ist der Hype etwas vorbei und ich habe es aus dem Regal hervorgeholt und ausprobiert. Am Ende war ich wirklich ein bisschen erstaunt, denn Das Schicksal der Gemeinschaft hat zwar ein paar Probleme, aber dass es ein Pandemie-Spiel ist gehört definitiv nicht dazu. Insgesamt war ich tatsächlich ein wenig überrascht. Ich versuche mal zu erklären warum.

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Hitster: Urban & Hip-Hop Erweiterung

Hitster Erweiterung: Urban & Hip-Hop

Der Hitster Veröffentlichungsreigen geht munter weiter. Mir solls recht sein, solange nur nicht so ein Murks wie die Hitster Platinum Edition dabei herauskommt. Das steht aber hier nicht zu befürchten, denn die kleinen Erweiterungspacks waren bisher alle ganz hervorragend. Da gab es bisher keine Ausnahme. Mit Urban & Hip-Hop geht Hitster in die nächste Runde der kleinen Erweiterungen und somait gibt auch der Spieltroll wieder seinen Senf dazu, denn wenn es um Musik geht, bin ich dabei. Auch mit dieser Erweiterung werdet ihr nicht enttäuscht seins, so viel kann ich schon mal verraten.

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Tag Team – Mit Planung auf die Fresse

Tag Team

Als Kind der 80er bin ich mit amerikanischem Wrestling aufgewachsen und auch wenn es heutzutage auf mich albern wirkt, fand ich das damals schon auch geil. Am liebsten mochte ich die Tag Team Fights, weil sie einfach das spannendere Spektakel waren. Ich weiß natürlich heute, und eigentlich auch schon damals, dass das alles nur Show war. Aber es war sehr unterhaltsam und damit bin ich auch schon bei diesem noch relativ neuen Spiel aus der KOSMOS Reihe für zwei Spieler*innen mit dem gleichen Namen. Tag Team von Scorpion Masque hat seinen Weg nach dem Erfolg von Sky Team ebenfalls zu KOSMOS geschafft und das nicht zu Unrecht, denn Tag Team ist der neue „heiße Scheiß“ am Zweispieler*innen Himmel. Dennoch war ich zunächst skeptisch, denn auch Tag Team hat sich dem Auto Battling verschrieben, einem Genre, dass ich eigentlich nicht besonders erfüllend finde. Challengers zum Beispiel fand ich mehr als öde und ich hab das Gefühl das Spiel ist nach seinem Kennerspielpreis sang- und klanglos wieder in der Versenkung verschwunden. Aber, nicht zu schnell urteilen, denn Tag Team behandelt das Thema Auto Battling mit einem Twist und der heißt Programmierung. Neugierig?

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The Druids of Edora – Punktesalat mit Misteln

The Druids of Edora

Autoren, die sich nicht auf ein bestimmtes Genre oder im Fall von Brettspielen auf eine bestimmte Mechanik festlegen lassen, finde ich faszinierend. Der Name Stefan Feld wird gemeinhin immer mit dem Begriff Punktesalat in Verbindung gebracht und gilt bei dieser Form der Euros, bei dem es bei allem was du tust innerhalb des Spiels nur darum geht Punkte zu verdienen, als Meister seines Fachs. Seine Spiele verfügen meist über ausgereifte, unterschiedlichste Mechaniken, die verzahnt ineinandergreifen und den Spieler*innen so eine Menge Hirnschmalz abverlangen. Da weißt du, was du von Stefan Feld zu erwarten hast und er kann das Ganze auch variieren und vom seichteren Kennerspiel bis hin zum umfangreichen Expertenbrecher jeden Schwierigkeitsgrad bedienen. Ich selbst mag leider nicht immer alle seine Spiele, habe aber durchaus meine Lieblinge, bei denen ich die Verbindung seiner Spielelemente ganz besonders mag. Ich bin zum Beispiel ein riesiger Fan Der Burgen von Burgund oder auch von Carpe Diem, bei dem nur die Optik und Produktion nicht gut waren. Auf der anderen Seite finde ich das vielgelobte Marrakesh super langweilig und kann mit Bonfire auch gar nichts anfangen. Sein neuestes SpielThe Druids of Edora kam bei uns zum Jahreswechsel auf den Tisch und was euch da erwartet, habe ich hier mal aufgeschrieben.

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