Die Karten wurden gemischt und eine Wahl wurde getroffen. Die Spiel des Jahres Jury hat ihre Gewinner in den drei bekannten Kategorien verliehen. Gestern am 12.07.2026 wurden die Preise auf einer Veranstaltung in Berlin vergeben. Wie immer ein Ereignis, das rund um den Globus viele spielbegeisterte Interessierte. Inzwischen hat es sich eingebürgert alle drei Preise an einem Termin bekanntzugeben und diesmal setzten sich nicht alle im Vorfeld ausgemachten Favoriten durch.
Ein sehr unspektakulärer Monat möchte ich meinen. Endlich geht die private Lage ein wenig besser von der Hand und wir finden wieder Zeit für andere Dinge. Trotzdem ist irgendwie immer noch der Wurm drin, wenn es um das Spielen geht. Nach den zwei recht Turbulenten und anstrengenden Monaten erholen wir uns erstmal nur, holen Schlaf nach und entspannen einfach. Meine Finger spielen leider mal wieder nicht mit, aber das wird auch noch. Die Hitzewelle am Ende des Monats sorgte zusätzlich dafür, das wir gar keine Lust hatten am Tisch zu schwitzen. Soll heißen, brettspielmäßig war in diesem Monat genau so wenig los wie im Vormonat. Nur wenig Spiele kamen leider überhaupt auf den Tisch, dafür aber dennoch ein paar neue Spiele. Was wird in diesem Monat so passieren? Natürlich hoffe ich wie immer auf mehr Zeit zum Spielen. Dann findet am 12. Juli natürlich die Verleihung der Spiel des Jahres Preise statt, auf die ich siehr gespannt bin. Darüber hinaus habe ich vor in diesem Monat einen kleinen Solospiel Schwerpunkt zu setzen, indem ich ein paar neue und alte Solospiele ausprobiere. Berichten werde ich dazu wahrscheinlich aber erst in einem späteren Monat. Zu guter Letzt startet im Juli für mich auch immer die Vorbereitung für die Top 100 Liste im Oktober. Ja, richtig gehört, das Ding braucht so insgesamt vier Monate bis es steht. Natürlich ist das zusätzlich zu dem ganzen Rest den ich hier sonst so schreibe, aber ich lasse es da gerne ruhig angehen. Nun aber rein in den vergangenen Monat.
Neben dem Spiel des Jahres haben wir ja hier in Deutschland noch einen weiteren angesehenen Preis für Brettspiele: den Deutschen Spielepreis, der jedes Jahr auf der Spiel in Essen verliehen wird. Das Besondere an diesem Preis ist, dass wir, die Brettspielfans ihn vergeben. Er ist kein Jurypreis, sondern ein Publikumspreis und deshalb könnt ihr alle mitmachen. Ihr müsst nur auf die Website der SPIEL gehen (folgt einfach dem Link) und könnt für eure Spiele des Jahrgangs abstimmen. Wohlgemerkt des Spielejahrgangs über den Jahreswechsel hinweg. Welche Spiele das waren, könnt ihr in einer alphabetischen Liste dort einsehen. Dann wählt ihr die fünf Spiele die euch am besten gefallen haben. Die Platzierung ist dabei von Belang, denn sie wird mit Punkten gewichtet. Platz ein bekommt fünf und Platz fünf bekommt einen Punkt. Bis Ende Juli kann abgestimmt werden, dann werden die Platzierungen vier bis zehn bekanntgegeben und das Treppchen dann erst auf der SPIEL enthüllt.
Ich glaube jede*r, der sich Brettspieler*in nennt, weiß was Reiner Knizia kann und das ist Spiele am Fließband veröffentlichen und seine Ideen immer wieder aufgreifen und Verbesserungen einbauen. Darüber hinaus verfügen viele seiner Spiele über eine Art Eleganz was die Mechaniken betrifft. Sie brauchen selten viele Regeln und lassen sich dadurch schnell verinnerlichen. An dieser Stelle wird es Zeit davon zu sprechen, dass Rebirth das Zeug zu einem modernen Klassiker hat, auch wenn diese Floskel nicht überstrapaziert werden sollte. Die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres 2026 kommt in diesem Fall auch nicht von ungefähr und ich sehe diesen Titel auch nicht in Gefahr, diese Auszeichnung auch nicht zu erhalten. Reiner Knizia war schon oft nominiert, hat den Preis aber nur einmal für Wer war’s? (Kinderspielpreis) und Keltis (Familie) erhalten. Diesmal also der Kennerpreis. Was ist an diesem Spiel so gut? Oder ist es überhaupt nicht so gut wie alle immer behaupten?
Alles neu macht der Mai? Naah nicht so richtig. Wir waren hier immer noch gefangen zwischen Job und familiären Organisationen. Viel unterwegs und wenig Zeit zuhaus. Und, wenn, dann meist nur kaputt und zum Energie tanken. Zum Ende des Monats aber konnten wir auch unserem Hobby mal wieder etwas mehr fröhnen und haben ein paar Neuheiten ausprobiert und einige zuvor schon angespielte Titel etwas intensiver betrachtet. Natürlich lag der Fokus im Mai auf der Verkündung der Nominierten für die Spiel des Jahres Preise und wir haben uns auch spielerisch daran orientiert, damit es in den nächsten Monaten auch noch ein paar passende Reviews dazu hier gibt. Die Liste der gespielten Spiele ist auch in diesem Monat recht kurz, was sich aber in der Zukunft hoffentlich wieder ändern wird. Wir lieben es zu spielen und denken das es sich ändern wird, sobald es die Zeit zulässt. Sehr überrascht war ich im Übrigen noch über die Resonanz auf meinen Blogbuch-Beitrag, der auch vom Brettspielministerium verlinkt wurde. Das Nominierungsvideo hat doch für einige Diskussionen gesorgt, wenn auch einmal nicht über die nominierten Spiele selbst, sondern über einige Aussagen des Jury-Vorsitzenden Harald Schrapers.
Hallo Freunde der analogen Unterhaltung, wie ein bekanntes Duo, das nun fast nur noch als Solokünstler in seinen Vlogs auftritt die Zuhörer- und Seherschaft begrüßte. Ich wähle diese Einleitung nicht ganz umsonst, denn auch um diesen jungen Herrn soll es heute in meinen Gedanken gehen. Generell würde ich gerne über den Spiel des Jahres Preis, oder viel mehr über die Bekanntgabe der Nominierten noch ein paar Dinge loswerden, denn es scheint bei verschiedenen Leuten zu verschiedenen Reaktionen geführt zu haben und damit meine ich jetzt nicht das übliche herumdiskutiere über die Spieleauswahl und ob die Spiele in den richtigen Kategorien einsortiert worden sind, oder ob es nicht auch einen Expertenpreis geben müsste, nein, ein paar andere Dinge habe ich aufgeschnappt und würde gerne kurz darüber reflektieren. Wen das nicht interessiert oder meine wirren Gedanken egal sind, kann ja einfach ein wenig weiterscrollen und eine Review lesen oder auch gerne irgendwas kommentieren.
Bis zum 12. Juli haben wir nun Zeit, bis die begehrten Preise in Berlin vergeben werden, darüber zu diskutieren und mit unseren Favoriten mitzufiebern. Welches der nominierten Spiele denn nun die besten Chancen hat, oder zu Recht oder Unrecht nominiert wurde. Welche Spiele fehlen auf der Liste der empfohlenen Spiele und ob die Juroren (wie immer) eigentlich bestechlich sind. Was ich persönlich erfreulich finde ist, dass es dieses Jahr, nach der Erklärung im letzten, keine größere Diskussion um einen „Expertenpreis“ gibt. Haben anscheinend mal ein paar Leute zugehört. In diesem Jahr musste natürlich auch wieder meine Kristallkugel aus dem Keller herhalten, um herauszufinden welche Spiele denn wohl von der Jury nominiert werden würden und ich muss sagen sie hat ziemlich gut funktioniert. Nur ein Spiel hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung, ja kannte es nicht einmal und war deshalb um so mehr überrascht. Was ich aber gestehen muss, die Kugel hat mir die richtigen Spiele gezeigt, aber ich bin da anscheinend doch ein wenig mit der Einordnung durcheinandergekommen. Hier eine Übersicht.