Der Unterhändler – Der Boss Erweiterung

Der Unterhändler – Der Boss Erweiterung / Foto: Spieltroll

Vor kurzem habe ich ein Review zu Der Unterhändler hier auf meinem Blog verfasst und war eigentlich positiv überrascht vom ersten Spiel das ich mir gekauft habe, das ich nur alleine spielen kann. Der Unterhändler ist zwar kein ganz großer Wurf, aber dennoch unterhaltsam. Heute soll es nun um das erste Erweiterungspaket „Der Boss“ für das Spiel gehen. Insgesamt sind zum Zeitpunkt dieses Reviews bereits einige zusätzliche Pakete für das Spiel erhältlich. Die ersten Erweiterungen liefern dabei allesamt neue Geiselnehmer, um die Auswahl und Wiederspielbarkeit zu erhöhen. Grundsätzlich eine gute Idee das Spiel durch neue Herausforderungen zu erweitern.

Was ist neu?

Ich habe ein Foto des gesamten Inhalts der kleinen Box gemacht, damit ihr euch selbst einen Überblick verschaffen könnt, ob sich der Inhalt für euch lohnt. Wenn man nur die Verpackung sieht, würde man nämlich denken, dass sich viel mehr in der Box befinden müsste. Aber nein! Es sind lediglich 16 Karten und die kleine gefaltete Anleitung. Ich war ein bisschen überrascht, das sich nicht mehr in der Box befand. Zu diesen Karten gehören zum einen die Geiselnehmerkarte des Gunnar Frank, drei neue Verhandlungskarten, drei neue Hauptforderungen, sieben Eskalationskarten, sowie eine Fluchtforderung und eine Karte mit Erfolgen. Mehr gibt es nicht und neue Regelngibt es in der Form auch nicht. Es wird lediglich darauf hingewiese, dass man die Karten mit dem Editionssymbol auch alle spielen muss, wenn man sich für den Fall des Gunnar Franks entscheidet.

Spielmaterial Der Unterhändler – Der Boss Erweiterung / Foto: Spieltroll

Wie läuft das ab?

Sollte man sich dafür entscheiden, Gunnar Frank, den Boss zu spielen, so muss man auch alle anderen Karten dieser kleinen Box benutzen, denn es gibt einen Spitzel. Eine der Geiseln hat es geschafft sein Handy zu verstecken und es auch benutzen zu können. Deshalb bietet dieser Fall eine neue Verhandlungskarte, über die ich mit dem Spitzel in Kontakt treten kann, aber auch diese muss ich natürlich erst über Verhandlungspunkte kaufen. Gunnar hat natürlich seine eigenen Forderungen und ist ansosnten ein ganz normaler Geiselnehmer, mit der Ausnahme, das eine seiner Hauptforderung „Rache!“ ist, die man nicht erfüllen kann. Wird sie aufgedeckt, führt man sie sofort aus. Viel mehr bietet diese Mini-Erweiterung aber tatsächlich nicht.

Das Fazit

Uiuiui! Was bitte ist das? Eigentlich bin ich ein Freund von Erweiterungen, die mir für ein an sich gutes Spiel mehr Möglichkeiten bereitstellen und nicht solcher, die das Spielgefühl durch massenhaft veränderte Regeln völlig umgestalten. Insofern, liegt „Der Boss“ voll auf meiner Wellenlänge, da das Grundspiel ja auch nur drei Geiselnehmer enthält. Aber was darf eine solche Erweiterung bitte kosten? Mir ist zwar klar, dass wir hier von einem Nischenprodukt reden, aber 16 Karten mit einem Faltflyer in einer Pappschachtel? 5 Euro maximal und lasst doch die Schachtel weg und schweisst das ganze nur in Folie ein. Der günstigste Preis für den ich die Erweiterungen gesehsen habe waren aber 8 Euro. Beim Verlag selber gibt es sie für 9 und einige Händler scheuen sich nicht dafür 11 Euro und mehr zu nehmen. Wir reden von 16(!) Karten und einem Faltblatt. 50 cent pro Karte. Man mag mich da jetzt kleinlich nennen, aber ich finde das definitiv zu teuer. So gut ist das Spiel dann doch nicht. Das Material ist gut und der Geiselnhemer macht auch Spaß, aber der Preis verhagelt mir hier wirklich die Laune. Keine Empfehlung für diese Erweiterung. Nur wem Geld absolut egal ist, wird hier vielleicht seine Freude mit haben, aber für das gleiche Geld gibts bei anderen Firmen komplette Spiele.


  • Verlag: Frosted Games
  • Autor(en): A. J. Porfirio
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Spieleranzahl: 1
  • Dauer: 15 – 30 Minuten

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