Codex Naturalis

Codex Naturalis

Huch! ist den letzten Jahren ein Verlag gewesen, der immer wieder spannende Spiele veröffentlicht hat. Spannend nicht nur im Hinblick auf das spielerische, sondern auch in optischer Hinsicht oder mit Blick auf das Spielmaterial. Immer wieder kamen da recht interessante Dinge hervor. Denken wir zum Beispiel an das wunderbar verschachtelte Romeo & Julia, die schönen Spielsteine von Seikatsu oder auch das fantastische Design und Spielmaterial von Dreamscape. Allesamt Dinge die nicht dem Standard entsprechen. So verwundert es kaum, dass auch Codex Naturalis in diese Kategorie gehört, denn es kommt in einer kleinen Metallschachtel daher und hat einen gewissen Blingbling-Faktor, denn einige Karten haben goldfarbene Elemente. Hier haben wir es zudem auch noch mit einem Spiel eines neuen Autoren zu tun. Bisher ist mir der Name von Thomas Dupont nämlich völlig unbekannt und meine recherche über ihn brachte mich auch nicht wirklich weiter. Codex Naturalis ist ein kleines Karten-Legespiel mit einer außergewöhnlichen Optik und machte mich allein schon deswegen neugierig.

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Savannah Park

Savannah Park

Wolfgang Kramer und Michael Kiesling sind jeder für sich genommen ja schon Spieleautoren, die einen gewissen Legendenstatus unter der Autorenzunft genießen. Michael Kiesling hat erst vor ein paar Jahren mit Azul einen modernen Klassiker geschaffen und Wolfgang Kramer hat insgesamt fünfmal den Preis für das Spiel des Jahres gewonnen, davon zweimal zusammen mit Kiesling. Zusammen sind die beiden ein Autorenduo, dass es seit Jahren wirklich in sich hat und immer wieder sowohl kleine wie auch große Spiele auf den Markt bringt, die die Spielerschaft zu begeistern wissen. Erst im letzten Jahr ist es erneut passiert, dass ein Spiel von beiden beim neugegründeten Spieleverlag Deep Print erschienen ist, dass ein wenig Aufsehen erregen konnte. Savannah Park sieht dabei auf den ersten Blick nüchtern aus, denn heutzutage ist ein so schlichtes Spiel eher selten. Ein paar Holzfiguren und ansonsten nur sehr viele Pappplättchen und Spielbretter, mehr braucht es hier nicht, damit die beiden Meister ihres Fachs ein Spiel entwickeln, dass trotz der Einfachheit für Spielspaß sorgt.

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Witchstone

Witchstone

Vor der diesjährigen Messe in Essen machte der Titel eines Spiels in der Brettspielszene die Runde, von dem ich nicht gedacht hätte, dass es zu so einem Geheimtipp werden könnte. Die Rede ist von Witchstone, dass plötzlich von ziemlich vielen Leuten als absolute Überraschung gehandelt wurde. Der Name lief einem plötzlich ziemlich häufig über den Weg. Seltsamerweise war mir das Spiel schon viel früher einmal aufgefallen, wegen des doch eher seltsam generisch wirkenden Covers. Als ich das zum ersten mal sah, muss ich zugeben, habe ich das direkt als uninteressant abgehakt, allein nur wegen der Optik. Sollte ich nicht machen, ich könnte was verpassen. Was aber bei Witchstone noch erschwerend hinzukam ist die Tatsache, dass es zu einem Teil von Reiner Knizia stammt und ich mit vielen seiner Spiele der letzten Zeit eher nicht so viel anfangen konnte. Auch das sollte ich nicht machen, denn ich könnte auch hier wieder etwas verpassen. Reiner Knizia hat in der Vergangenheit diverse gute Spiele gemacht, aber in der letzten Zeit waren seine Spiele mir doch eher zu seicht. Hier haben wir es mit etwas ganz anderem zu tun und ambitionierte Familienspieler, genau wie Kennerspieler, sollten sich nicht von der schrecklichen Optik des Schachtelcovers abschrecken lassen.

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Llamaland

Llamaland

Llamaland heißt der neueste Streich von Phil Walker-Harding und man könnte denken, man hätte ein Déjà-Vu. Wieder Polyominos, wieder Lookout Spiele, wieder ein Legespiel und wieder Phil Walker-Harding. Bärenpark und Hexenhaus waren schon zwei ziemlich erfolgreiche Spiele in dieser Kombination. Wobei Bärenpark sich auch international extremer Beliebtheit erfreut. Nun kommt Llamaland aus dem gleichen Verlag und man könnte denken, vieles von dem was man da in der Packung findet hat man vielleicht schon gesehen. Phil Walker-Harding ist aber dafür bekannt einfache Spiele und Spielprinzipien in sehr ansprechende und aufdenpunktbringende Spiele zu verwandeln. Keine Schnörkel – einfach und gut – könnte man sagen. Genau das macht mich in der Regel zum Fan seiner Spiele und seine Werke gehören nicht zuletzt deswegen zu den meistgespeilten in unserem Haushalt, da man sie immer schnell aus dem Regal holen kann und selbst wenn man sie jahrelang nicht gespielt hat, innerhalb von fünf Minuten wieder parat hat. Llamaland ist da tatsächlich keine Ausnahme, soviel sei schonmal verraten auch wenn es durchaus ein kleines bischen komplexer ist.

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Mein Königreich für ein Pferd

Mein Königreich für ein Pferd

Heute verlasse ich mal die Vielspielerpfade und befasse mich mit einem klassischen Familienspiel. Mein Königreich für ein Pferd von Moritz Schuster ist ganz klar eines dieser Familienspiele die man mit der ganzen Familie spielen kann. Erwachsene haben nicht zu wenig zu tun, für Kinder ist es ein fordernder Spaß und auch Oma und Opa können locker mithalten. In diesen Gefilden befinden wir uns mit diesem Spiel. Moritz Schuster als Autor ist nicht neu auf diesem Gebiet, denn mit Dream Cruise hat er bereits ein Spiel im gleichen Segment veröffentlicht. Rein Optisch muss man auf jeden Fall sagen, dass das Cover von Sören Meding einiges her macht und das Spiel erstmal auffällt. Dieser Eindruck bleibt auch bestehen, wenn man die Schachtel öffnet und einem lauter bunte Tierfiguren aus Holz anschauen. Insgesamt also ein optisch gelungenes Spiel. Aber was kann es spielerisch. Macht das alles Spaß oder sitzen die Kinder, Oma und Opa und ich dabei eher gefrustet und gelangweilt am Tisch?

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Dreamscape

Dreamscape

Gestaltet euer Traumland steht da auf der Schachtel und trotz des abstrakten Themas, war wohl eine Aussage über ein Spiel über Träume, nie so wahr. Dreamscape wirkt in jeder Hinsicht ersteinmal sehr besonders. Als ich zum erstenmal auf das Spiel aufmerksam wurde, war das zunächst einmal wegen der Optik der Spieleschachtel. Diese ist wunderschön gestaltet und die Illustrationen wirken ein bißchen so, als ob sie aus einem Kinderbuch entsprungen sind. Schaut man sich dann das Material des Spiels und die Gestaltung des Inhalts an, wird einem schnell bewusst, das man sich hier wahnsinnig viel Mühe mit dem Thema gegeben hat. Erst dann wird einem klar, worum es tatsächlich in diesem Spiel geht und der Satz unten auf dem Cover erscheint einem wirklich ziemlich passend. Wir gestalten hier tatsächlich Träume. Wir visualisieren sie durch Landschaften. Das mag auf den einen oder anderen ersteinmal abschreckend wirken, ich aber mag Spiele die nicht immer die ausgelutschten thematischen Pfade beschreiten. All das macht Dreamscape ersteinmal zu einem wirklich interessanten Kandidaten. Seltsam nur, dass es um das Spiel relativ ruhig geblieben ist.

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Bonfire

Bonfire

Viele haben vielleicht schon etwas länger auf eine Review über Bonfire gewartet. Ich hatte sie auch schon das ein oder andere Mal angekündigt, aber dann doch wieder verworfen. Warum mögt ihr euch fragen? Die Antwort darauf kann ich tatsächlich nicht so einfach geben. Mir fiel und fällt es aus irgendeinem Grund immernoch unglaublich schwer einen vernünftigen Zugang zu diesem Spiel zu bekommen und darüber auch nur ansatzweise etwas Sinnvolles in Worte zu fassen. Jede Menge Anläufe hat es gebraucht und das meine Frau dieses Spiel wirklich liebt, macht die Sache für mich nicht unbedingt leichter. Heute aber soll es soweit sein und ich möchte euch an dem gedanklichen Wirrwarr, für den Bonfire bei mir sorgt, teilhaben lassen. Bonfire war im letzten Jahr der große neue Titel von Stefan Feld, der unlängst vorher The Castles of Tuscany auf die Menschheit losgelassen hat. Ich selbst bin großer Stefan Feld Fan, bin aber auch mit Tuscany nicht so richtig warm geworden, weshalb ich mich in dem Jahr sehr auf sein neues Expertenspiel gefreut habe. Ihr merkt schon, dass ich auch hier nicht so begeistert zu sein scheine, wie zum Beispiel meine Frau das von Bonfire war. Ich versuche mal zu erklären woran das liegen könnte.

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Village Green

Village Green

Ein weiteres Spiel das in der Spieleschmiede lokalisiert wurde erreichte mich ebenfalls kurz vor dem Umzug und aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Village Green um ein kleines Kartenspiel handelt, haben wir es auch sogar noch zwischen bereits gepackten Kartons gespielt. Das Spiel ist von Peer Sylvester und wurde von Osprey Games veröffentlicht, mit denen er schon vorher zusammengearbeitet hat. Die Spiele von Peer Sylvester gefallen mir in der Regel aus irgendeinem Grund sehr gut. Auf Village Green war ich daher recht gespannt. Ähnlich wie Phil-Walker Harding hat er sehr klare und simple Designs. Meist schnörkellos und gradlinig, was die Spiele einfach zu spielen macht. Doch immer auch auf eine gewisse Weise fordernd. Village Green kommt dabei noch so schön pitoresk daher, dass ich mich im Vorfeld richtig auf das Spiel gefreut habe. „Ein Spiel um grüne Daumen und grandiose Gärten“ verspricht die Verpackung. Das schaue ich mir doch mal näher an…

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Praga Caput Regni

Praga Caput Regni

Vladimír Suchý ist einer von diesen Spieleautoren, dessen letzte Veröffentlichungen einen immer wieder haben aufhorchen lassen. Er hat sich inzwischen einen Namen gemacht und jedes seiner neuen Spiele wird mit einer gewissen Erwartungshaltung schon lange vorher herbeigesehnt. Sein letzter Streich nach den hervorragenden Underwater Cities ist das Eurogame Praga Caput Regni, indem wir als Spieler an der Stadt mitbauen. Die Karlsbrücke entsteht genauso unter unseren Händen, wie der Königsweg, der Veitsdom und die Hungermauer. All dieses wurde in Prag und der Regentschaft von Karl IV. errichtet, der zum Heiligen Römischer Kaiser gekrönt wurde und als einer der wichtigsten Herrscher Europas in die Geschichte einging. In Praga Caput Regni können wir die Stadt miterrichten und wetteifern mit anderen Baumeistern um die meisten Siegpunkte. Vladimír Suchý ist aber natürlich für knackige Eurogames bekannt und so dürfte dem ein oder anderen Kenner der Materie schon schwanen, das man hier nicht nur Locker flockig ein paar Ressourcen einsammelt um einige Gebäude in Prag zu errichten. Nein, der Name Suchý verspricht verzahnte Mechaniken und etwas tiefergehende Überlegungen über die richtige Vorgehensweise. Und was das alles mit Eiern zu tun hat, erkläre ich euch auch noch…

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Obsthain – Ein Solo-Spiel

Obsthain – Ein Solo-Spiel

Micro-Games finde ich für Zwischendurch eigentlich immer mal spannend. Inzwischen gibt es einige die man immer mal wieder rausholt um für ein paar Minuten Spaß zu haben. Viele von diesen Spielen lassen sich auch Solo spielen und sind daher ideal einfach mal alleine ein paar Minuten Zeit totzuschlagen. Obsthain ist wieder ein solches Spiel, dass bereits im Jahr 2018 den Golden Geek von boardgamegeek.com in der Kategorie „Bestes Print & Play-Spiel“ gewann. Ursprünglich ist das von Mark Tuck erdachte Spiel nämlich eines, dass man selbst ausdrucken und mit wenig Aufwand selbst herstellen kann. In der Urversion besteht es nur aus 9 Karten und man benötigt zusätzlich nur noch ein paar Marker und Würfel. Nun ist das kleine Spiel auch in einer vollständig gedruckten Version bei Board Game Circus auf deutsch erschienen. Das Spiel befindet sich in einem zigarettenschachtelgroßen Schuber und kann wirklich überall mit hingenommen werden. Wie es funktioniert und ob es ein gutes Spiel ist, möchte ich euch heute näher bringen. Außerdem ist es ein Spiel das man in Coronazeiten auch super Online gegeneinander spielen kann.

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