Die Tiere vom Ahorntal

Die Tiere vom Ahorntal

Wenn ich mir die Schachtel von Die Tiere vom Ahorntal so betrachte, dann denke ich zunächst schon eher an ein Kinderspiel. Zumindest lässt der Altersaufdruck von 8+ vermuten, dass es sich um ein Familienspiel handeln könnte. Stutzig ließ mich dabei aber die recht hohe Bewertung bei Boardgamegeek für das Spiel werden und der offenkundige Zuspruch den das Spiel auch von Teilen der Kenner- und Vielspieler*innen erhält. Rein Äußerlich kann ich dem Spiel einen gewissen Niedlichkeitsfaktor nicht absprechen. Das scheint sich auch durch das ganze Spiel hindurchzuziehen. Alles sieht irgendwie so aus als wäre es aus einem Kinderbilderbuch entsprungen. Es hat mich zumindest neugierig auf das Spiel hinter der Optik gemacht und meine Frau war natürlich sofort Feuer und Flamme bei niedlichen kleinen Tierchen mit großen Augen. Ein offenes Scheunentor sozusagen, da war es kaum verwunderlich, dass es direkt 24 Stunden nach erhalt das erste Mal auf den Tisch kam. Sie hat sogar freiwillig die Regeln gelesen und mir das Spiel beigebracht. Ich war immer noch skeptisch.

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Honey Buzz

Honey Buzz

Skellig Games haben in den vergangenen Jahren ein echtes Händchen besessen, wenn es darum ging sich gute Lizenzen für Umsetzungen auf dem deutschen Markt zu sichern. Santa Monica, Die Insel der Katzen, Cryptid und das erst kürzlich von mir reviewte Brew, um nur ein paar zu nennen. Einige dieser Spiele sind echte Hingucker und alle verfügen über hervorragendes Material. Eines der grafisch wirklich tollsten Spiele der letzten Jahre war für mich Honey Buzz von Elf Creek Games. Dies löste in mir den gleichen Reflex aus, wie seinerzeit Everdell, als ich erste Bilder sah. Umso stärker wurde das Interesse, als sich dann durch Besprechungen im englischen Raum herausstellte, dass hinter dem niedlichen Äußeren auch ein gutes Spiel zu stecken schien. Glückwunsch Skellig Games, hier scheint wieder alles richtig gewesen zu sein oder lassen sich doch ein paar Haare im Honig finden? Was genau ist Honey Buzz eigentlich für ein Spiel? Oder ist das Thema dem Bienenhype bei Brettspielen vor ein paar Jahren zu verdanken? Fragen über Fragen die ich versuchen möchte zu beantworten.

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Brew

Brew

Dieses Spiel kommt daher und wirkt erstmal so, als hätte es einen Versuch gegeben, ein im Westen noch völlig unbekanntes japanisches Manga durch ein Brettspiel bekannter zu machen. Das Cover sieht so wunderbar japanisch aus, dass ich es kaum glauben kann, dass der Autor Stevo Torres aus Texas kommt und die Illustratoren Jake Morrison und Andrew Thompson sich nur diesem Stil gewidmet haben ohne selbst aus Japan zu kommen. Der Titel steht dabei zunächst auch in gar keinem Zusammenhang mit dem Gezeigten. Dieser erschließt sich erst ein bißchen später, wenn der Inhalt und die Story des Spiels bekannt sind. Es geht nämlich, unter anderem, um das Brauen von Tränken aus diversen Inhaltsstoffen und spätestens wenn die Protagonisten das erstemal auf der Bildfläche erscheinen, könnten Fragen auftauchen, was da genau für Inhaltsstoffe in den bunten Fläschchen sind, denn die Mangahelden sehen dann doch ein wenig so aus, als hätten sie zuviel von bewusstseinserweiternden Substanzen konsumiert. Riesige Pupillen sind das eine, ist aber wahrscheinlich doch nur der Grafikstil, aber die Mischung, die uns Brew hier präsentiert ist dann doch eine ziemlich wilde.

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Under Falling Skies

Under Falling Skies

Selten kommt es vor, dass ich hier reine Solospiele vorstelle und meinen Senf dazu abgebe, denn ich bin eigentlich gar nicht ein so großer Fan davon mich alleine hinzusetzen und ein Spiel zu spielen. Irgendetwas rätseln, wenn ich alleine bin, kommt da schon öfter vor. Bisher habe ich hier nur einige wenige reine Solospiele besprochen. Darunter das hervorragende Coffee Roaster mit Bagbuilding und Push Your Luck-Mechanik, was mich eine zeitlang ziemlich intensiv begleitet hat. Oder auch das zwiespältige Der Unterhändler, welches ich rein von der Story, die es erzählen will, zwar toll finde, aber dessen Mechanik mit der Vermeidung von Glück, mich trotzdem nicht überzeugen konnte. Auf diesem Teil des Spielemarkts hat sich eine Menge getan. Mit Under Falling Skies kam vor gut zwei Jahren bereits ein weiterer Vertreter des reinen Solospiels auf die Bildfläche und auch dieses Spiel klang für mich damals relativ interessant, so dass ich es mir direkt zugelegt habe. Anfänglich war ich schon von der gesamten Mechanik des Spiels angetan und habe es immer mal wieder gespielt. Leider ist es vorerst dabei geblieben und ich habe nie eine Review dazu verfasst, denn in der Schachtel lauerte noch ein ziemlich unfangreicher Kampagnenteil, ohne den ich Under Falling Skies auf gar keinen Fall rezensieren wollte. Bis vor ein paar Wochen hat es gedauert, bis ich Zeit und Lust dazu fand, mich der Kampagne zu widmen. Eieiei, es war ein riesiger Fehler, Under Falling Skies solange einfach im Regal stehen zu lassen, denn das normale Spiel, dient eigentlich nur dazu die Grundregeln des Spiels zu erlernen, um auf die Kampagne vorbereitet zu sein. Lest selbst.

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Fantastic Factories

Fantastic Factories

Schon lange hatte ich kein so buntes Spiel mehr in Händen. Fantastic Factories nimmt die erste Hürde eines Spiels heutzutage schonmal mit bravur und das ist wohl mit Abstand die Sichtbarkeit im heutigen Spieledschungel. Hier sieht kaum noch einer den Wald vor lauter Bäumen. Jedes Jahr hunderte Veröffentlichungen und es werden stetig mehr. Hast du keinen Namen, und den haben die Autoren Joseph Z Chen und Justin Faulkner definitv noch nicht, so musst du, wenn du Erfolg haben willst, gefunden werden. Fantastic Factories macht da wirklich einen guten Job, denn das Cover sieht irgendwie aus wie eine Tonpapiercollage. Das hebt sich erfreulich vom Rest ab und sorgt für Aufmerksamkeit. Ich habe das Spiel aber schon vor etwas längerer Zeit einmal kennengelernt und war von dem simplen Solomodus sehr fasziniert, so dass ich mir vorgenommen habe, sollte das Spiel irgendwann seinen Weg nach Deutschland finden, es zu kaufen und auszuprobieren. Nun ist es endlich so weit, denn Strohmann Games haben sich Fantastic Factories angenommen und bringen nun nicht nur das Grundspiel sondern auch gleich zwei Erweiterungen heraus. Lasst uns mal in die Schachtel schauen. Mal sehen wie es da drin aussieht.

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Schattenreiche von Valeria

Schattenreiche von Valeria

Schattenreiche von Valeria steht schon seit fast einem Dreivierteljahr bei uns im Spielregal herum. Es hat einen Umzug mitgemacht und kam erst vor kurzem zum ersten Mal auf den Spieltisch. Das hat absolut nichts mit seiner Qualität oder Optik zu tun, nein, es ist ganz allein meine Schuld, denn bei Schattenreiche von Valeria handelt es sich um einen Fehlkauf. Ja, ich wollte das Spiel eigentlich gar nicht. Meine Frau und ich sind bekennende Fans des Valeria – Königreich der Karten Spiels, dass uns nun schon seit ein paar Jahren begleitet. Für das Königreich der Karten soll eine neue Erweiterung erscheinen, mit der das Spiel in ein kooperatives Spiel umgewandelt werden kann. Diese Erweiterung, deren Namen (Dunkelschreck) ich auf deutsch gar nicht kannte, habe ich damals blind bestellt. So dachte ich! Falsch gedacht! Ich kaufte stattdessen das Stand-Alone-Spiel Schattenreiche von Valeria, las die Regeln und stellte plötzlich völlig überrascht fest, dass es sich dabei nicht um das Spiel handelte, dass wir eigentlich haben wollten. Na ja, ein wenig ernüchtert verschwand das Spiel erstmal im Regal und erst im Dezember kam es wieder zum Vorschein. Es spielt natürlich ebenfalls in Valeria, hat aber mit dem erwähnten Königreich nicht viel gemeinsam. Warum das Spiel aber trotzdem erstmal bleiben darf erfahrt ihr wenn ihr ein wenig mehr Zeit investieren wollt.

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Meadow: Im Reich der Natur

Meadow: Im Reich der Natur

Brettspiele mit Naturthemen sind momentan ja äußerst beliebt. Überall sprießen sie wie Pilze aus dem Boden und verwöhnen unsere Augen mit wunderbaren Tier- und Pflanzenillustrationen. Meadow: Im Reich der Natur kam schon vor einiger Zeit auf den Markt und vor allem kam es für viele recht überraschend aus dem Nichts. Nicht viele hatten das Spiel auf der Rechnung und dennoch erfreut sich das Spiel, seltsamerweise bei den Geeks und Vielspielern, wachsender Begeisterung. Warum ich das ein wenig seltsam finde und was es mit dem Spiel überhaupt so auf sich hat erkläre ich euch in der Rezension. Nur soviel vorweg. Meadow ist soetwas wie eine Liebeserklärung an die Natur, die der Autor Klemens Kalicki für sein Kind in ein Spiel gepackt hat, um es mit ihm gemeinsam zu erfahren und ihm so die Natur näher zu bringen. Ob das funktioniert, sei erstmal dahingestellt, dazu werde ich mich beim Fazit etwas ausführlicher äußern.

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Die Verlorenen Ruinen von Arnak

Die Verlorenen Ruinen von Arnak

An Arnak, wie es meist nur genannt wird, im letzten Jahr vorbeigekommen zu sein, scheint mir fast unmöglich. Der Hype war wirklich riesengroß und CGE hat sehr viel Energie und wahrscheinlich auch Geld investiert, um das Spiel über einen langen Zeitraum im Gespräch zu halten. Gefühlt war Die Verlorenen Ruinen von Arnak überall. Sämtliche Youtuber und Reviewer haben davon erzählt wie toll das Spiel sei und auf sämtlichen Portalen war Bannerwerbung geschaltet. Aber ist es wirklich so gut? Dann tauchte es auch auf der Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres auf und erlangt weitere Berühmtheit. Selbst wenn ich gewollt hätte, ich hätte es kaum viel früher bekommen können. Auch Arnak war zu Beginn ständig ausverkauft und so kam erst kurz vor unserem Umzug eine Kopie des Spiels zu mir. Leider habe ich es nicht mehr rechtzeitig vor der Pause geschafft eine Review zu schreiben. Was ist so besonders an diesem Spiel? Warum sind viele so durchgedreht? Und ist es wirklich ein gutes Spiel? Diesen und anderen Fragen versuche ich mal auf den Grund zu gehen.

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Parks

Parks

2019 sorgte Parks im englischsprachigen Raum für einiges an Furore. Man konnte neben Flügelschlag 2019 an Parks kaum vorbeikommen. Das Spiel ist wunderhübsch und ziemlich viele Menschen waren ziemlich begeistert von dem kleinen Spiel. Feuerland kündigt an es für den deutschen Markt lokalisieren zu wollen und später im Jahr 2020 war es dann endlich soweit. Ich habe mich zunächst nicht so brennend für Parks interessiert und es ein wenig links liegen gelassen.Kurze Zeit später war es dann bereits dauernd ausverkauft und nicht mehr zu bekommen. So musste ich bis in dieses Frühjahr warten, bis ich eine Kopie ergattern konnte. Ist es das aber wert? Ist Parks nur ein Blender, das durch ein fabelhaftes Äußeres und schönes Material über spielerische Schwächen hinwegtäuscht? Können soviele Rezensenten lügen und ist aktuell ein Platz unter den Top 200 Spielen bei boardgamegeek.com ein überzeugendes Zeichen? Ich habe es mir angeschaut und mir eine Meinung zu Parks gebildet.

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Hallertau

Hallertau

Es ist nun tatsächlich schon ein bißchen her, seit ein größeres Uwe Rosenberg Expertenspiel das Licht der Welt erblickt hat und so waren, nach der Ankündigung von Hallertau, alle schon ein wenig aufgeregt. Worum würde es gehen? Der Name steht für Bayern, Hopfen und … Bier! So zumindest die ersten Vermutungen. Rosenberg selber kündigte dann aber an, dass es ihm in dem Spiel um die Verfeinerung seiner Felderwirtschaft ging, mit der er in seinen anderen Spielen noch nicht ganz zufrieden war. Okay, so denkt wahrscheinlich auch nur ein Spieleautor. Denn kein Fan von Agricola, Caverna oder welchem Spiel auch sonst noch, indem man sich mit dem Bebauen von Ackerflächen beschäftigt hatte, würde wahrscheinlich so denken. Was auch immer Uwe Rosenberg jetzt noch aus dem Thema rausholen wollte, die Spielerschaft war gespannt und in Teilen auch, ja man muss es wohl so sagen, gelangweilt. Wann widmet sich Uwe Rosenberg einem neuen Gebiet, neuen Mechaniken und neuen Themen? Immer wieder das Gleiche nur neu verpackt? Im Fall von Hallertau würde ich ganz entschieden sagen: „Ja schon, aber auch irgendwie ganz anders!“ Ich versuche das mal zu erklären…

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