Rajas of the Ganges Roll & Write – The Dice Charmers

Rajas of the Ganges Roll & Write – The Dice Charmers

Mit Rajas of the Ganges haben Inka und Markus Brand ein Kennerspiel geschaffen, das seines Gleichen sucht und doch nicht ganz den Status hat, den es verdient. Das Spiel ist bunt und vielfältig, verfügt über einen tollen Würfel-Mechnismus und ist duper verzahnt. Das beste an dem Werk ist aber die Siegpunktemechanik, mit der es für einiges an Aufsehen gesorgt hat. Hier laufen nämlich gleich zwei Leisten mit verschiedenen Siegpunkten entgegengesetzt um das Spielbrett und man beendet das Spiel in dem Moment, wenn sich beide Leisten begegnen. Leider wird es fast immer nur auf diese Leisten reduziert, dabei ist es soviel mehr. Ich gerate ins Schwärmen. Muss ich aber auch, denn nun haben sie eine Roll & Write-Variante mit dem Titel The Dice Charmers veröffentlicht. Diese Version ist mindestens genauso gut und lässt mich den großen Bruder fast vergessen. Ich möchte das Fazit aber nicht vorwegnehmen sondern euch durchaus berichten, warum ich das Spiel als so gut erachte.

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Tribes – Aufbruch der Menschheit

Tribes – Aufbruch der Menschheit

Manchmal lässt man sich doch einfach von Äußerlichkeiten leiten. Ich bin nicht stolz darauf, aber ja auch ich habe es getan. Tribes von KOSMOS hat mich fast gänzlich allein durch das Cover dazu gebracht es zu kaufen. Es gefällt mir wirklich sehr gut. Rustan Hakansson ist dann auch ein durchaus bekannter Name der für Aufbau- und Zivilisationsspiele spricht und die stehen bei mir eigentlich recht hoch im Kurs. Tribes – Aufbruch der Menschheit soll nach Titel und Werbetext eben ein solches Spiel sein und hatte mich sofort. Es sah gut aus und thematisch passte es ziemlich gut zu mir, also mussten eigentlich nur noch die Mechaniken Spaß machen und das Spielerlebnis gut sein. Dem war leider nicht so und ich muss nun versuchen zum Ausdruck zu bringen, warum es uns leider so gar nicht gefiel, obwohl die Mechanismen recht ansprechend sind und alles auf den ersten Blick gut aussieht. Letzlich hatten wir nach nur einer Partie bereits das Gefühl das Spiel ausgereizt zu haben und es musste wieder ausziehen.

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Hallertau

Hallertau

Es ist nun tatsächlich schon ein bißchen her, seit ein größeres Uwe Rosenberg Expertenspiel das Licht der Welt erblickt hat und so waren, nach der Ankündigung von Hallertau, alle schon ein wenig aufgeregt. Worum würde es gehen? Der Name steht für Bayern, Hopfen und … Bier! So zumindest die ersten Vermutungen. Rosenberg selber kündigte dann aber an, dass es ihm in dem Spiel um die Verfeinerung seiner Felderwirtschaft ging, mit der er in seinen anderen Spielen noch nicht ganz zufrieden war. Okay, so denkt wahrscheinlich auch nur ein Spieleautor. Denn kein Fan von Agricola, Caverna oder welchem Spiel auch sonst noch, indem man sich mit dem Bebauen von Ackerflächen beschäftigt hatte, würde wahrscheinlich so denken. Was auch immer Uwe Rosenberg jetzt noch aus dem Thema rausholen wollte, die Spielerschaft war gespannt und in Teilen auch, ja man muss es wohl so sagen, gelangweilt. Wann widmet sich Uwe Rosenberg einem neuen Gebiet, neuen Mechaniken und neuen Themen? Immer wieder das Gleiche nur neu verpackt? Im Fall von Hallertau würde ich ganz entschieden sagen: „Ja schon, aber auch irgendwie ganz anders!“ Ich versuche das mal zu erklären…

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Escape Tales – Low Memory

Escape Tales – Low Memory

Nachdem uns der erste Teil – The Awakening – der Escape Tales Serie so gut gefallen hat, stand für uns fest, dass wir auch den zweiten, bereits angekündigten Teil, der aber komplett eigenständig spielbar ist und nichts mit The Awakening zu tun hat, spielen wollten. KOSMOS veröffentlichte auch diesen Teil im Jahr 2020 und wir kauften ihn direkt nach Veröffentlichung. Dann passierte lange Zeit ersteinmal gar nichts, denn aus irgendeinem Grund hatten wir dann doch nie Lust Low Memory zu spielen. Ich kann nicht genau sagen woran es lag. Die Spielzeit wurde als länger als beim Vorgänger angegben und wir fanden es eigentlich ganz gut, The Awakening in einem Rutsch mit kurzen Pausen gespielt zu haben. Das würde mit Low Memory aber deutlich schwieriger werden. Auch das Thema, dass wohl in der nahen Zukunft angesiedelt sein sollte, zog uns auch nicht direkt in seinen Bann. Low Memory lag tatsächlich bis letzte Woche noch komplett ungeöffnet bei uns herum, bis wir uns trauten und es erwartete uns Folgendes:

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Roll n Cook

Roll n Cook – PnP

Heute möchte ich euch etwas Außergewöhnliches vorstellen. Vor Kurzem wurden auf Boardgamegeek.com ja ihre jährlichen Preise für die besten Spiele ausgelobt. Golden Geeks nennen sich diese und sind eigentlich immer ein untrügliches Anzeichen für gute Spiele, falls euch diese unterkommen sollten. Sie haben auch durchaus ungewöhnlichere Kategorien, für die sie Preise vergeben, so auch für das beste Print & Play-Spiel (PnP). In dieser Kategorie zu stöbern macht mir jedes Jahr immer ganz besonderen Spaß und ab und an findet man dort richtige Perlen. In diesem Jahr fand ich dort Roll n Cook, ein Spiel das ich euch unbedingt vorstellen wollte. Es hat zwar den Preis nicht gewonnen, konnte unser aber dennoch begeistern. Roll & Writes gibt es so wahnsinnig viele heutzutage, das es gar nicht so einfach ist, hier die Guten herauszufiltern. Dieses Spiel gehört für uns definitv dazu und könnte ohne Probleme auch von einem Verlag aufgegriffen werden, aber es ist bisher ein Print & Play-Spiel, dass man sich selber ausdrucken kann und es ist definitv eines, dass ihr ausprobieren solltet.

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Doodle Dungeon

Doodle Dungeon

Als ich zum ersten Mal von diesem Spiel gehört habe und wie es funktionieren soll, war ich sofort Feuer und Flamme, weil ich 1. Schon immer auf Fantasy Rollenspiele stand, 2. Gerne Zeichne und 3. Dungeon Keeper immer ziemlich grandios fand. Die Idee ein Spiel zu entwickeln, bei dem wir als Spieler ein Fantasydungeon bauen müssen, um dann den Helden eines Mitspielers durchzuführen und ihn möglichst ins Heldenjenseits zu entsenden. Großartig und die Vorfreude war sofort am Start. Leider verzögerte sich die Veröffentlichung dann doch noch erheblich. Doodle Dungeon kam dann doch erst im letzten Monat heraus und wir haben es sofort ausprobieren müssen. Ich möchte an dieser Stelle schon ein paar Dinge vorwegnehmen: Ich hatte wirklich Spaß die Anleitung zu lesen und war auch dann och voller Vorfreude und das Spiel auszuprobieren und loszuzeichnen war auch ziemlich spaßig, aber am Schluß blieb einfach nur jede Menge Ernüchterung zurück. Doodle Dungeon macht sehr viel richtig, verschenkt dann aber alles auf den letzten Metern. Warum das so ist, werde ich mal versuchen aufzudröseln.

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Chakra

Chakra

Ein weiterer kleiner Geheimtipp, der in diesem Jahr recht oft genannt wird, wenn es um die Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres geht, ist das kleine Steinchenverschiebespiel Chakra von Gameworks. Der Autor Lukas Krleža ist mir bisher völlig unbekannt und hat laut Boardgamegeek auch bisher kein anderes Spiel veröffentlicht. Insofern ist das schon einmal eine kleine Überraschung, aber was kann das Spiel? Um was geht es da genau und wie spielt man das? Mit Strategie zur Harmonie steht als Untertitel auf dem Cover und das ganze Spiel hat einen esoterischen Anstrich, der allerdings fast zum Stolperstein geworden ist. Da sind wir dann aber schon bei einem Fazit und vorher sollte ich doch noch erklären, wie man Chakra spielt. Ich erkläre das jetzt mal ganz neutral, ohne das Thema miteinzubeziehen und verwende meine Begriffe. Zum Schluß gibts dann ein paar Worte der Erklärung.

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Calico

Calico

Im Vorfeld zur deutschen Veröffentlichung konnte man schon viele erstaunte Stimmen aus dem Ausland zu diesem Spiel vernehmen. Im letzten Jahr galt es für viele da draußen in der weiten Welt als ein absoluter Überraschungshit. Ravensburger schnappte sich das Spiel von Kevin Russ, einem weitestgehend unbekannten Autoren und brachte es nach Deutschland. Die Kommentare, die man am meisten zu Calico vernehmen konnte beschäftigten sich mit dem zuckersüßen, niedlichen Cover des Spiels und dem knallharten Legespiel, dass die Gehirnwindungen zum Glühen bringen sollte, wenn man es ersteinmal ausprobiert. Ich hielt das bis vor Kurzem für wirklich übertrieben, aber nachdem ich mich selbst davon überzeugen konnte, wie sich Calico wirklich spielt, muss ich sagen, die Stimmen haben alle Recht. Lasst euch von dem Cover nicht täuschen oder einlullen, dass Spiel wird mit jedem platzierten Stück Stoff ein wenig herausfordernder.

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Die Abenteuer des Robin Hood

Die Abenteuer des Robin Hood

Michael Menzel ist seit Jahren ein sehr guter und vielbeschäftigter Illustrator von Brettspielen. Besonders seine Spielbretter sind immer wieder kleine Meisterwerke. Vor Jahren überraschte er aber mit seinen Legenden von Andor einfach alle. Ein Spiel komplett aus seiner Hand. Das Spiel gewann auf Anhieb den Kennerspiel des Jahres Preis und war von seiner Machart ein ziemlich einzigartiges Spiel. Im letzten Jahr rumorte es in der Szene, denn es wurde bekannt, dass er wieder an einem Spiel arbeitet, für das er sich so richtig viel Zeit gelassen hat. Es sollte alles ausgefeilt sein und dann erscheinen, wenn alles richtig gut ist. Dann wurde das Thema bekannt und auch erste Bilder tauchten auf die ein dickes, hübsch gebundenes Buch in Lederoptik zeigten und der Hype ging los. Man konnte sich zwar noch nicht so richtig was darunter vorstellen, aber es konnte nur gut werden. Nun liegt es vor und sieht optisch auf jeden Fall sehr beeindruckend aus, aber kann es dem Hype gerechtwerden und aus dem Schatten des übermächtigen Vorgängers heraustreten? Die Antwort ist eindeutig: Ja!

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Mercado

Mercado

Mercado, Rüdiger Dorn und mich verbindet eine recht seltsame Geschichte, die mich stark an die Königskinder erinnert, die nicht zusammenkommen sollen oder vielleicht auch wollen. Was ist passiert? Rüdiger Dorn ist für mich einer der ambivalentesten Spieleautoren die ich kenne. Seine Spiele gefallen mir entweder richtig gut oder aber ich empfinde sie als, Entschuldigung, grottenschlecht. Deswegen schaue ich bei seinen Veröffentlichungen immer zwei- bis dreimal hin, bevor ich zugreife. Von daher erreichen mich seine Spiele, wenn überhaupt, immer recht spät. Als Mercado vor ein paar Jahren bei KOSMOS erschien, war ich mir zwar von Beginn an recht sicher, dass es mir gefallen würde, nur dauerte es noch bis zum Dezember des letzten Jahres, dass ich es kaufte. Das heißt aber leider immer noch nicht, dass ich es auch spielen konnte, nein, in der Schachtel befand sich nicht ein einziger Spielstein. Es war fast so als sollte ich es nicht spielen. Versuchte mich da eine kosmische Macht zu warnen? Was folgte war ein Kundenservice von KOSMOS, der jeder Beschreibung spottet. Mit Service hatte das zunächst mal gar nichts zu tun. Nur automatische Antwortmails für drei Monate, dann endlich Hoffnung ein menschlicher Mitarbeiter ließ sich herab und veraprch mir innerhalb weniger Tage Ersatz. Was soll ich sagen? Hat geklappt, sonst würde ich das hier jetzt nicht schreiben.

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