Glasgow

Glasgow

Ich habe festgestellt, als ich mich mit diesem kleinen neuen 2-Personenspiel von Lookout-Games beschäftigt habe, dass ich über Glasgow eigentlich gar nicht soviel wusste. Ich denke, das viele noch wissen, dass Glasgow eine, wenn nicht sogar die, Arbeiterstadt in Schottland ist. Aber, wenn es um Größe und Lage, sowie Bedeutung für das britische Empire geht, hört es bei mir schon auf. Glasgow ist die größte Stadt Schottlands und damit nach London und Birmingham die drittgrößte Stadt des Vereinten Königreichs. Sie liegt mitten im Empire am Fluß Clyde und deshalb von zentraler Bedeutung für den Handel im Land. Außerdem sehr Reich an Rohstoffen in der näheren Umgebung. Kein Wunder also, dass in dieser Stadt irgendwann nicht nur Arbeit, sondern auch Wohlstand und Reichtum Einzug hielt. Glasgow gilt noch heute als eine Stadt mit enormer Lebensqualität. Um Glasgow am Fluß Clyde geht es in diesem kleinen Städtebauspiel des neuen Autors Mandela Fernandez-Grandon, der seiner Heimatstadt ein Spiel gewidmet hat. Ein Plättchenlegespiel mit Rondellmechanik, dass zu einem Tauziehen um die besten Gebäude wird.

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Caper

Caper

Heute möchte ich mal wieder über ein kleines 2-Personenspiel sprechen, dass leider nicht besonders viel Liebe erhält. Das liegt meiner Meinung nach aber eher daran, dass es kaum jemand kennt und nicht so sehr daran, dass es kein gues Spiel sei. Caper kommt darüber hinaus von einer Firma, die heutzutage nicht mehr besonders mit tollen Brettspielen asoziiert wird. Jumbo sind heutztage eher ein Hersteller von Massenware so wie Rummikub und Stratego. Letzteres wird in allen möglichen Formen auf verschiedene Marken angepasst und auf den Markt geworfen. Caper ist seit 2018 eines ihrer Randprodukte, die man einfach in der Spielerschaft kaum wahrnimmt. Warum ich denke, dass sich das ändern sollte, möchte ich versuchen in den folgenden Zeilen zu erörtern. Caper ist kein großes Spiel, aber eines das Spaß machen kann und das vor allem vortrefflich aussieht.

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7 Wonders Duel – Agora Erweiterung

7 Wonders Duel – Agora
Erweiterung / Foto: Spieltroll

Eines der wohl besten Spiele für zwei Personen bekam vor kurzem, für mich überraschend, nach vier Jahren doch noch eine zweite Erweiterung. Antoine Bauza und Bruno Cathala liefern uns nach den Göttern als Pantheon-Erweiterung nun den Senat der antiken Stadt, die wir in diesem Spiel aus dem Boden stampfen. Erneut eine Ergänzung die wiedereinmal Sinn macht und thematisch gut passt. Das Grundspiel an sich ist zwar schon ausreichend gut und bietet ein mehr als gelungenes Spiel, aber Pantheon ergänzte vor vier Jahren das Spielprinzip sehr gut. Es brachte ein paar kleine Ergänzungen mit sich, ohne das Spiel stark zu verändern. Sogar das ergänzende „Spielbrett“ fügte sich organisch in das Spiel ein. Die Hoffnung besteht also, dass die beiden Autoren mit Agora eine ähnliche Erweiterung abliefern werden. Ich bin auf jeden Fall mehr als gespannt, denn 7 Wonders Duel gehört zu meinen absoluten Lieblingsspielen.

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7 Wonders Duel – Pantheon Erweiterung

7 Wonders Duel –
Pantheon Erweiterung
/ Foto: Spieltroll

Lange Zeit war diese Erweiterung für 7 Wonders Duel immer wieder vergriffen und wird es wahrscheinlich auch bald wieder sein, aber ich habe die Gelegenheit genutzt und sie endlich ergattert. 7 Wonders Duel gehört zu meinen liebsten Spielen für zwei Spieler. Eigentlich gehört es sogar zu meinen beliebtesten Spielen überhaupt. Die Tatsache, dass diese Erweiterung immer wieder vergriffen ist spricht in meinen Augen ganz deutlich für die Qualität der Erweiterung oder die Beliebtheit von 7 Wonders Duel. In dieser Erweiterung geht es um die Götter der antiken Welt und ihren Einfluß auf unsere kleine Metropole, die wir im Spielverlauf bauen werden. Götter stellen in dieser antiken Welt eine entscheidene Komponente dar, an der sich ganze Reiche ausgerichtet haben, deshalb ist eine Erweiterung zu dieser Thematik nur folgerichtig und passt ziemlich perfekt zu 7 Wonders Duel. Mal sehen was diese bereits 2016 erschienende Erweiterung spielerisch zu bieten hat.

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Paris – Die Stadt der Lichter

Paris – Stadt der Lichter / Foto: Spieltroll

Die KOSMOS-Zweispielerserie geht in die nächste Runde und bringt uns diesmal nach Paris und zu einem weiteren taktischen Legespiel. Die Serie von KOSMOS ist für ziemlich viele sehr gelungene Spiele bekannt und besteht nun schon seit zig Jahren. Mittlerweile kommen nicht mehr ganz so häufig Spiele in dieser Serie auf den Markt, aber mit Aqualin und jetzt Paris – Die Stadt der Lichter gab es unlängst erst zwei Veröffentlichungen in dieser Sparte. Erstmals aufgefallen ist mir das Spiel vor etwas über einem Jahr bei einer Vorstellung von Neuheiten aus Spanien/Portugal. Der Autor José Antonio Abascal ist bisher noch nicht großartig in Erscheinung getreten, aber Paris – Die Stadt der Lichter wird mit die Aufnahme in diese Serie schon fast geadelt und, ich bin mir sicher, auch weitere Käufer finden. Das Spiel ist sowohl im Regal als auch auf dem Tisch ein echter hingucker, wenngleich auch aus verschiedenen Gründen. Für das Artwork zeichnet sein spanischer Landsmann Oriol Hernández verantwortlich, das hervorragend zu Paris und dem Thema des Spiels passt. Auf dem Tisch liegt es eher an der Einbindung der Spielschachtel. Neugierig?

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Spirits of the Wild

Spirits of the Wild / Foto: Spieltroll

Mattel ist jetzt zugegebenermaßen nicht der erste Name, der einem in den Sinn kommt, wenn man an Strategiespiele denkt. Ehrlicherweise muss ich sagen, ist Mattel überhaupt kein Name den ich unbedingt mit Brettspielen in Verbindung bringe. Uno und Phase 10 sind wahrscheinlich die Spiele an die ich als erstes denken müsste. Aber schaut man sich auf ihrer Internetseite mal um, so haben sie tatsächlich eine Stratgiespielsparte. Bei solchen den Massenmarkt bedienenden Firmen muss man mit dem Begriff Stratgiespiel natürlich vorsichtig sein, denn sie meinen einfach nur ein etwas komplexeres Spiel und nicht wirklich ein Spiel indem man harte Strategien entwickeln muss oder kann. Spirits of the Wild ist ein Spiel das im Moment ein bißchen für Aufsehen sorgt, weil es eben ein Spiel ist, das man so nicht von einer Firma wie Mattel erwarten würde. Das Spiel ist zwar schon zwei Jahre alt, wurde nun aber auch in Deutschland veröffentlicht. Die zugegebenermaßen recht hübsche Optik sorgt außerdem dafür, dass man sich das 2 Personenspiel gerne mal anschaut. Ohne das Fazit vorwegzunehmen, ich war definitiv überrascht.

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Nagaraja

Naga Raja / Foto: Spieltroll

Bruno Cathala steht für mich immer für ganz besondere Spielerlebnisse. Er ist ein Meister darin Altbekanntes in ein pfiffiges neues und durchaus auch mal anspruchsvolles Gewand zu kleiden. Sei es bei soetwas banalem wie Tic Tac Toe, das er durch Okiya neuen und spielerischen Glanz verlieh, sein Ansatz für Domino in King- und Queendomino oder aber auch das Spielprinzip des Mancala in Five Tribes. Ihn darauf zu reduzieren wird ihm aber nicht gerecht, denn auch abseits solcher Neuinterpretationen bringt er immer wieder zumindest interessante Konzepte hervor. Nagaraja nun ist gemeinsam mit Théo Rivière entstanden, welcher wiederum Teil der Autorengemeinschaft Kaedama ist. Hier versammeln sich so illustre Namen wie Ludovic Maublanc und Antoine Bauza und veröffentlichen gemeinsam sehr schöne Spiele. Mit Nagaraja haben die beiden ein reines Zweipersonenspiel geschaffen, indem wir in einem Zwillingstempel gegeneinander antreten, um wertvolle Reliquien zu finden. Ein weiterer französischer All-Star der Spieleszene komplettiert das ganze als Illustrator: der Meister des Pinselstrichs Vincent Dutrait himself… kann doch eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

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Targi – Die Erweiterung

Targi – Die Erweiterung / Foto: Spieltroll

Acht Jahre ist es inzwischen her, dass ein zwei Personen-Spiel mit Namen Targi in der KOSMOS „Spiele für Zwei“-Serie erschienen ist. Sein Autor Andreas Steiger war zu diesem Zeitpunkt ein total unbeschriebenes Blatt und ist es auch heute noch, denn kein anderes Spiel hat er seit dem bei einem Verlag untergebracht. Targi allerdings zählt durch seinen Gittermechanismus zu den ganz großen kleinen Spielen in der an guten Titeln nicht gerade armen Welt da draußen. Targi erfreute sich nicht nur in deutschen Landen großer Beliebtheit, nein auch im Ausland feierte man dieses Kleinod zurecht ab. Vier Jahre nach dem Hauptspiel brachte Andreas Steiger zusammen mit KOSMOS dann doch noch eine Erweiterung für Targi auf den Markt. Diese war, genau wie das Hauptspiel dann aber lange vergriffen und die Erweiterung erschien bis zu diesem Jahr überhaupt noch nicht im Ausland, was sie zu einem begehrten Stück werden lies. Seit dem letzten Jahr ist beides in Deutschland aber wieder verfügbar und das Ausland darf sich über eine englische Version der Erweiterung freuen.

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Circle the Wagons

Circle the Wagons / Foto: Spieltroll

Vor kurzem habe ich das Micro-Game Sprawlopolis von Quined Games vorgestellt und auch ziemlich abgefeiert. Eines der besten Solospiele, die der Markt zu bieten hat. Heute soll es um das zweite Spiel aus der kleinen Reihe von Quined gehen. Circle the Wagons ist der Name dieses ebenfalls nur 18 Karten umfassenden Spiels. Doch wo Sprawlopolis nur angeblich mit mehr Leuten spielbar war, aber eigentlich nicht ist (oder besser nicht gut ist), da ist Circle the Wagons ein Spiel für zwei Spieler. Und diesmal auch tatsächlich nur für zwei Spieler, kein Solomodus, keine Teams, simples eins gegen eins. Simpel ist dabei auch wörtlich zu nehmen, das Spielprinzip versteht wieder einmal jeder, aber dabei gut abzuschneiden und sich gegen seinen Gegenspieler durchzusetzen ist die hohe Kunst.

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Blütenpracht

Blütenpracht / Foto: Spieltroll

Ich spiele überwiegend zusammen mit meiner Frau Brett- und Kartenspiele. Daher umfasst unsere Sammlung überpropotional viele Zweipersonenspiele und jedes Jahr kommen ein paar weitere hinzu. Schon vor zwei Jahren auf der Spiel in Essen entdeckt, aber erst heute zu und gefunden, hat das optisch schöne Kartenspiel Blütenpracht. Ein schnelles Spiel von gleich vier polnischen Autoren über das Pflanzen von Blumen. Das Spiel hat trotz seiner eher wenigen Komponenten eine schöne Tischpräsenz. Leute bleiben im Vorbeigehen stehen, wenn sie es auf dem Tisch liegen sehen, weil es optisch interessant gestaltet wurde. Ob es das spielerisch halten kann, gilt es heute herauszufinden.

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