KOSMOS Spiele für Zwei – 30 Jahre

Happy Birthday möchte ich rufen, denn es ist tatsächlich schon 30 Jahre her, dass mit Die Siedler von Catan – Das Kartenspiel, das erste Spiel in dieser langlebigen Reihe erschienen ist. Man bin ich alt. Damals kaufte ich als totaler Siedler-Fan auch diese Version und war natürlich sofort begeistert. Aber darum soll es hier gar nicht gehen, denn ich wollte über die Jahre hinweg mal eine kleine Zusammenfassung erstellen, von allen Spielen, die da so innerhalb dieser Serie erschienen sind. Das sind in 30 Jahren erstaunlich viele und die habe ich natürlich auch nicht alle gespielt, aber ungefähr die Hälfte und ich finde das reicht erstmal. Die Auswahl an unterschiedlichen Titeln ist gigantisch und wie zu erwarten sind auch nicht nur Hits dabei. Einige Rohrkrepierer hat sich die Serie auch gegönnt. Bis heute läuft die Reihe weiter und für die nächste Zeit sind bereits weitere Titel angekündigt. KOSMOS hat mit dieser Reihe früh das Spiel für Zwei gefördert und den Trend erkannt. Heute gibt es immer mehr Spiele für nur zwei Personen und in diesem Blog liegt der Fokus auch ein bisschen auf diesem Bereich, da ich am meisten mit meiner Frau spiele. Andere Verlage haben ebenfalls versucht solche Serien zu etablieren, aber bis heute ist die einzige die ich dort nennen würde die des Verlages Lookout. Schauen wir uns mal an, was da alles so in den vergangenen 30 Jahren in dieser Reihe erschienen ist.

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Tag Team – Mit Planung auf die Fresse

Tag Team

Als Kind der 80er bin ich mit amerikanischem Wrestling aufgewachsen und auch wenn es heutzutage auf mich albern wirkt, fand ich das damals schon auch geil. Am liebsten mochte ich die Tag Team Fights, weil sie einfach das spannendere Spektakel waren. Ich weiß natürlich heute, und eigentlich auch schon damals, dass das alles nur Show war. Aber es war sehr unterhaltsam und damit bin ich auch schon bei diesem noch relativ neuen Spiel aus der KOSMOS Reihe für zwei Spieler*innen mit dem gleichen Namen. Tag Team von Scorpion Masque hat seinen Weg nach dem Erfolg von Sky Team ebenfalls zu KOSMOS geschafft und das nicht zu Unrecht, denn Tag Team ist der neue „heiße Scheiß“ am Zweispieler*innen Himmel. Dennoch war ich zunächst skeptisch, denn auch Tag Team hat sich dem Auto Battling verschrieben, einem Genre, dass ich eigentlich nicht besonders erfüllend finde. Challengers zum Beispiel fand ich mehr als öde und ich hab das Gefühl das Spiel ist nach seinem Kennerspielpreis sang- und klanglos wieder in der Versenkung verschwunden. Aber, nicht zu schnell urteilen, denn Tag Team behandelt das Thema Auto Battling mit einem Twist und der heißt Programmierung. Neugierig?

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Toy Battle – Krieg im Kinderzimmer

Toy Battle

Zugegeben, die Überschrift klingt martialischer als Toy Battle tatsächlich ist. Paolo Mori und sein Partner Alessandro Zucchini, der mir zu Letzt bei Australis untergekommen ist, haben hier ein Spiel entwickelt das ich zunächst nicht ganz einzuordnen vermochte. Letztlich sagt der Titel Toy Battle aber genau das aus, was wir hier auch bekommen. Spielzeug das auf Kinderzimmer-Schlachtfeldern gegeneinander antritt um eine oder eine Sieger*in zu ermitteln. Toy Battle hat dabei ein abstraktes Spielgerüst, weiß aber durch jede Menge Spielzeug Charme etwas darüber hinwegzutäuschen. Wir haben es hier mit einem Spiel für zwei zu tun, bei dem wir gleich aus der Spielschachtel mit diversen unterschiedlichen Spielbrettern, eine sehr abwechslungsreiche Spielerfahrung geboten bekommen. Etwas das für ein abstraktes Strategiespiel eine absolute Seltenheit darstellt und ich für einen solchen Preis noch nicht so oft geboten bekommen habe. Die kriegerische Thematik verschwindet hier genauso in den Hintergrund wie bei einer Partie Schach.

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Pocket Cats – Ein fieses Pfotenduell!

Pocket Cats

Kennt ihr auch diese Spiele, die ihr unvoreingenommen spielt, noch nie etwas von ihnen gehört habt und dann jede Menge Spaß damit habt und einigermaßen begeistert seid? Ja, dann kennt ihr sicher auch den Moment, wenn ihr selbst das Spiel auf Boardgamegeek bewerten wollt und völlig entsetzt feststellt, dass es dort eine völlig unterirdische Bewertung bekommen hat. ihr wundert euch, was mit den Leuten oder eventuell euch selbst nicht stimmt und zumindest ich versuche dann herauszufinden, was die Leute an dem Spiel so immens stört. Genau das ist mir mit Pocket Cats passiert (auch noch mit ein paar anderen Spielen, aber hier soll es ja um das kleine Spiel von Huch! gehen). Das Spiel scheint sich aber auch langsam nach oben zu arbeiten, als ich zuerst nachgeschaut hatte wurde das Spiel mit einer 5,7 im Durchschnitt bewertet und das entspricht absolut nicht meinem Eindruck. Beim Nachforschen wurde ich dann darauf aufmerksam gemacht und auch hier auf dem Blog kam ein Kommentar zur Onlineversion auf der Boardgamearena, wo das Spiel wohl nicht besonders gut weggekommen sein soll. Das ist mir erstmal egal und ich werde es mir dort auch noch anschauen, aber hier soll es nur um die physische Version für den heimischen Spieltisch gehen und die hat mal wieder meine Frau im Spieleladen mitgenommen. Na klar, es geht um Katzen…

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Eine Stadt für Amytis – Tic Tac Two

Eine Stadt für Amytis

Irgendwie kam mir das Cover von Eine Stadt für Amytis sehr bekannt vor, als ich das Spiel im Geschäft meines Vertrauens zuerst sah. Nur ein paar Meter weiter und Minuten später sah ich dann auch den Grund. Nova Era stand dort ebenfalls im Regal und sofort war mir klar, warum mir das so bekannt vorkam. Agnès Repoche ist die Künstlerin, die für beide Cover Illustrationen verantwortlich ist und sie hat einen eindeutig zuzuordnenden Stil. Meine Frau war über das Spiel gestolpert, nicht wegen des Covers, sondern da es einSpiel für 2 Spieler*innen ist und die Beschreibung ganz spannend klang. Wir haben eigentlich nichts Großartiges erwartet, aber auch wenn es ein wenig unscheinbar wirkt, lasst euch da mal nicht täuschen. Wir hatten erstaunlich viel Spaß mit Eine Stadt für Amytis und waren doch sehr überrascht von dem eigentlich sehr simplen Spielprinzip. Die Autoren waren mir bis dato auch nicht bekannt und so kann ich mit Fug und Recht behaupten das dieses kleine Spiel für uns bisher eine der größeren Überraschungenen in diesem Jahr war. Lasst es mich euch ein wenig näher bringen.

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Living Forest Duell – Sommer gegen Winter

Living Forest Duell

Da hau´ ich doch gleich noch eine Review zu einem Duellspiel raus. Nach Azul Duel nun noch eine Version für zwei von einem ausgezeichneten Spiel. Während Azul Duel eine etwas komplexere Version des Spiels des Jahres aus dem Jahr 2018 ist, wird diese Einordnung für Living Forest Duell nicht ganz so einfach. Living Forest wurde von Pegasus zunächst als Familienspiel gekennzeichnet, ist dafür aber tatsächlich ein bisschen zu umfangreich in seinen Möglichkeiten. Die Jury zeichnete das Spiel dann auch als Kennerspiel 2022 aus und die Schachtel wurde anschließend auch als Kennerspiel umgestaltet. Nun kommt mit Living Forest Duell eine kleinere Variante für zwei Spieler*innen heraus und Pegasus versucht es erneut mit der Optik eines Familienspiels. Ich nehme es mal vorweg: das ist eine ganz schlechte Idee, denn hier müssen die Kontrahenten noch mehr auf ihr Gegenüber Acht geben und ich würde es als deutlich komplexer als den großen Kennerspielbruder einordnen. Es sieht halt wieder tuffig nach Familienspiel aus, aber lasst euch davon mal nicht in die Irre lenken.

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Azul Duel – Fliesematenten

Azul Duel

Und jährlich grüßt das Azultier könnte man meinen, ich frage mich allmählig, ob es überhaupt noch nichtgeflieste Wände in Manuels Palast gibt? Der Besuch in der Alhambra hat ihn anscheinend nicht nur beeindruckt, sondern mit einer regelrechten Obsession bedacht. Überall nur noch Fliesen, das größte Badezimmer der Welt… Na ja, wem es gefällt. Azul wurde und wird von Michael Kiesling weiter gefüttert. Es scheint sich zu verkaufen und viele Fans sind wohl glücklich damit, sonst würden sie es nicht tun. Manchmal, aber nur manchmal habe ich mir sagen lassen, kann ein Pferd auch zu Tode geritten werden. Diesen Eindruck hatte ich zuletzt bei den ganzen unterschiedlichen Azul Spielen, die es inzwischen gibt. Wenn ich ehrlich bin habe ich tatsächlich schon auf eine Duell- oder Zweipersonen-Version gewartet. Momentan ist es ja schwer in Mode bekannte Spiele so nochmal zweit zu verwerten. Das erscheint immer besonders seltsam, wenn das Originalspiel an sich schon besonders gut zu zweit funktionierte und ich könnte solchen Spielen auch den Ausverkauf vorwerfen, wenn da nicht Splendor Duel vor ein paar Jahren die Frage, ob eine solche Variante überhaupt gebraucht wird, mit einem eindeutigen „JA!“ beantwortet hätte. Also gab ich auch Azul Duel eine Chance mich zu überzeugen.

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