Klassiker – Bang!

Auch diesen Monat möchte ich wieder über einen echten Klassiker berichten. Ein Spiel das über all die Jahre seit seinem Erscheinen nicht nur Jubel und Beifall geerntet hat, sondern auch von vielen Spielern nicht gemocht wird. Einige Elemente von Bang! sind für moderne Spiele NoGos. Dennoch hat Bang!, meiner Meinung nach, den Status eines Klassikers verdient, denn es brachte immer schon Jung und Alt, Spieler und Nicht-Spieler, sowie Western-Fans an einen großen Tisch zusammen, um ihren eigenen Italowestern nachzuerleben. Emiliano Sciarra, der Designer von Bang! hat bis zum Erscheinen von Bang! 2002 noch kein anderes Spiel veröffentlicht und trifft mit dem Italowestern-Kartenspiel anscheinend auf Anhieb den Zeitgeist kurz nach der Jahrtausendwende, denn auf jeder Convention und jedem Spielertreffen wird zu dieser Zeit Bang! gespielt. Eine Runde Bang! geht einfach immer und es ist egal ob jemand ausschiedet oder nicht. Bei Spielertreffen geht der Spieler einfach weiter und macht was anderes. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass eine Runde Bang! auch lange dauern kann.

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Sherlock – Letzter Aufruf

Sherlock – Letzter Aufruf / Foto: Spieltroll

Als ich von der neuen Sherlock-Kartenspielserie hörte, war ich sofort interessiert. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man mit einem Spiel,das so groß ist wie ein Skatspiel, einen kompletten Kriminallfall mit mehreren Spielern gemeinsam lösen können soll und das ganze auch noch Spaß macht. Zum Auftakt der Serie sind bei Abacus Spiele erst mal drei Fälle der beiden spanischen Designer Josep Izquierdo Sánchez und Martí Lucas Feliu erschienen. Weitere sollen aber folgen. Da meine Frau und ich ja Deduktionsspielfans sind, habe ich mir den ersten Fall, Letzter Aufruf, besorgt, um das Spiel einmal auszuprobieren. Die Schachtel ist wirklich winzig und enthält neben 32 Karten nur noch eine Anleitung. Was mich stutzig machte, waren die Daten auf der Schachtel. Angeblich soll man das Spiel mit bis zu acht Personen Spielen können und es soll tatsächlich eine Stunde dauern. All das gilt es zu klären.

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Deckscape – Der Test

Deckscape – Der Test / Foto: Spieltroll

„Das weltweite Phänomen jetzt im Taschenformat“, so wirbt Abacus Spiele für seine neue Spieleserie Deckscape und meint damit das Phänomen der Escape Rooms, die sich auch in diesem Jahr noch ungebrochener Beliebtheit erfreuen. Der Ansatz gegenüber dem Genreprimus Exit ist dabei ein anderer. Das Spiel ist zwar genauso auf Karten basiert, jedoch muß hier kein Material beschrieben, keins zerissen oder gefaltet werden. Deckscape ist wiederverwertbar und kann nochmal gespielt werden. Allerdings nicht von den gleichen Spielern, denn wer einmal alles gesehen hat, weiß worum es geht und für den ist das Spiel von keinem Wert mehr. Es gibt keine alternativen Handlungsstränge oder Lösungswege, lediglich die letzte Entscheidung in diesem Spiel hat verschiedene Auswirkungen. Trotzdem hat das Spiel für Rätselfreunde durchaus seinen Reiz. Spoilerfrei!

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