Caper

Caper

Heute möchte ich mal wieder über ein kleines 2-Personenspiel sprechen, dass leider nicht besonders viel Liebe erhält. Das liegt meiner Meinung nach aber eher daran, dass es kaum jemand kennt und nicht so sehr daran, dass es kein gues Spiel sei. Caper kommt darüber hinaus von einer Firma, die heutzutage nicht mehr besonders mit tollen Brettspielen asoziiert wird. Jumbo sind heutztage eher ein Hersteller von Massenware so wie Rummikub und Stratego. Letzteres wird in allen möglichen Formen auf verschiedene Marken angepasst und auf den Markt geworfen. Caper ist seit 2018 eines ihrer Randprodukte, die man einfach in der Spielerschaft kaum wahrnimmt. Warum ich denke, dass sich das ändern sollte, möchte ich versuchen in den folgenden Zeilen zu erörtern. Caper ist kein großes Spiel, aber eines das Spaß machen kann und das vor allem vortrefflich aussieht.

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Eine Wundervolle Welt

Eine Wundervolle Welt / Foto: Spieltroll

Eine Wundervolle Welt ist ein Spiel an dem man sehr gut vorbeilaufen kann, was man aber nicht unbedingt sollte. Meiner Meinung nach ist das Cover für das Spiel eher eines der Sorte „möchte ich nicht spielen“. Andersherum glaube ich, dass Spieler die durch das Cover Lust auf das Spiel bekommen durchaus enttäuscht wären, weil man ein anderes Spiel erwartet. Ich kann nicht ganz genau sagen woran das liegt, vielleicht an den Soldaten auf der einen Seite. Keine Ahnung denn für viele scheint hier wohl Dystopie und Utopie abgebildet zu sein. Auch der Autor Frédéric Guérard sagte mir überhaupt nichts, so das die Gefaahr des Linksliegenlassens schon gegeben ist. sollte man aber wirklich nicht tun, denn Eine Wundervolle Welt ist soetwas wie der Geheimtipp des Jahres 2019. Der Kobold Spieleverlag nahm sich dem Spiel in der Spieleschmiede an und veröffentlichte Ende letzten Jahres eine deutsche Version, bei der ich gleich All-In gegangen bin und die Vermächtnis-Box gebackt habe. In dieser Review soll es aber ersteinmal nur um das Hauptspiel gehen.

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#58 Was ist eigentlich? – Tie Breaker

Nein, heute geht es nicht um Sport oder gar Tennis. Auch heute soll es um einen Begriff gehen der unter Brettspielern recht häufig verwendet wird. Zugegeben, er stammt ursprünglich mal aus dem Tennis, wird aber inzwischen in sämtlichen Spielerischen Aktivitäten benutzt. Tie Breaker. Was genau steckt dahinter und welche unterschiedlichen Arten von Tie Breakern sind bei Brett- und Kartenspielen geläufig. Lasst uns mal in die Schachteln und Regelhefte schauen.

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My City

My City / Foto: Spieltroll

Eigentlich ging ich bereits davon aus, dass ich My City niemals zu Ende spielen würde, da meine Frau es nach bereits drei Spielen so sehr hasste, dass sie es nie wieder anfassen würde. Doch nun bin ich hier um eine Review über My City von Reiner Knizia zu verfassen und das heißt, ich habe es doch getan. Allerdings ohne meine Frau. Ich bin quasi Fremdgegangen und habe die Kampagne ohne sie beendet. My City sorgt im letzten Jahr für ein bißchen Wirbel, denn es kam im Frühjahr raus und schon recht schnell war klar, dass es anscheinend ein kleiner Hit sein würde und darüber hinaus erhielt es auch noch eine Nominierung zum Spiel des Jahres 2020.Gewonnen hat es zwar letztlich nich, aber immerhin wurde es im Familienspielbereich nominiert. Das ist deswegen ungewöhnlich, weil wir es hier zwar mit einem Autor zu tun haben, der sich in diesem Metier recht gut auskennt, der aber mit My City ein Legacy-Spiel für die Familie geschaffen hat. Richig gelesen, My City ist ein Legacy Spiel. Das heißt, das Spiel wird sich über mehrere Partien hinweg entwickeln und verändern. Der Untertitel „Deine Stadt wird einzigartig“ verrät es schon, am Ende wird jeder Mitspieler eine andere Erfahrung gehabt haben. Im Fall meiner Frau bereits recht früh eine sehr schlechte. My City ist aber, nicht wie manch andere Legacy-Spiele nach Beendigung der Kampagne immer noch spielbar.

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Die Quacksalber von Quedlinburg – Die Alchemisten Erweiterung

Die Quacksalber von Quedlinburg –
Die Alchemisten Erweiterung / Foto: Spieltroll

Wolfgang Warsch hat im Jahr 2018 mit den Quacksalbern von Quedlinburg ein Spiel geschaffen von dem man zu Beginn nicht unbedingt ahnen konnte, welchen Erfolg es auch international haben würde. Es hat sich wohl ganz gut verkauft und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Auch bei Boardgamegeek.com ist es unter die besten hundert Spiele eingezogen und hat auf jeden Fall seine Fans. Auch mir war zu Beginn nicht ganz klar, wo die Reise hingeht. Es gefiel mir ganz gut, war mir zunächst aber auch fast zu seicht. Den Wiederspielwert erkannte ich zwar, aber ich wollte es gar nicht unbedingt immer wieder spielen. Erst nach und nach begannen die Quacksalber für mich zu wachsen und ich erkannte warum wir es hier auch durchaus mit einem Kennerspiel zu tun hatten. Nun soll es hier bereits um die zweite Erweiterung für das Kennerspiel des Jahres 2018 gehen und soviel möchte ich vorwegnehmen, es fügt dem Spiel eine ganze Menge Komplexität hinzu.

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#57 Was ist eigentlich? – Schnipsspiel

Schon vor etwas längerer Zeit habe ich hier in diese Rubrik die Geschicklichkeitsspiele abgehandelt und nun möchte ich eine Gruppe, die sich besonderer Beliebtheit erfreut noch etwas genauer unter die Lupe nehmen. Was genau sind eigentlich Schnipsspiele oder, wie man sie im Englischen auch nennt, Flicking Games. Während unter Geschicklichkeit einfach alle Spiele in der man ein wenig Geschicklichkeit zum Spielen benötigt subsummiert werden, sind Schnipsspiele noch ein wenig spezieller, denn es gibt inzwischen tatsächlich eine Fülle von Spielen, die das Schnipsen als Handlung erfordern.

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Bzzzz… – Königreich der Bienen

Bzzzz… Königreich der Bienen

Dieses Spiel hat vor allem meine Frau einiges an Nerven gekostet. Sie mag Bienen und als man im letzten Frühjahr dieses Spiel in der Spieleschmiede unterstützen konnte, war nicht zuletzt der Gedanke, dass das Spiel zu ihrem Geburtstag im Juni ausgeliefert werden sollte, ein Grund dafür es als kleines Geburtstagsgeschenk zu unterstützen. Natürlich kann mal etwas schiefgehen und sich einiges verzögern, das ist mir schon bewusst. Die Umsetzung dieses Projektes war dann aber doch ein wenig „bewegter“. Darauf gehe ich später noch etwas genauer ein, aber erstmal soll es hier ja um das Spiel an sich gehen und wie es sich spielt. Das ist ersteinmal ja völlig unabhängig von der Entwicklungsgeschichte der deutschen Version, die sich mir natürlich auch nur als Kunde darstellte. Damit es keine Verwirrung gibt, sei noch erwähnt, dass Bzzzz… Königreich der Bienen im Original eigentlich Bees: The Secret Kingdom heißt und es sich um ein familienfreundliches kleines Set Collection Spiel handelt.

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Era – Das Mittelalter

Era – Das Mittelalter

Matt Leacock ist ein sehr namhafter Autor von modernen Brettspielen. Mehrfach ausgezeichnet steckt er hinter Spielen wie Pandemie, Im Wandel der Zeiten oder auch Die verbotene Insel usw. Viele Spieler empfinden seine Spiele als ausgeklügelte Meisterwerke. Ich tue das leider nicht. Seine Spiele sind meistens sehr interessant, das gebe ich zu. Sie haben interessante Mechaniken die zugegebenermaßen auch innovativ sind, aber seine meisten Spiele sind für mich an irgendeiner Stelle nicht zu Ende gedacht. So ging es mir schon immer mit Pandemie, bei dem ich noch nie verstand, warum das Spiel sich in einer Eigendynamik einfach beenden kann ohne das die Spieler darauf Einfluß nehmen können. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu doof. Era – Das Mittelalter hat mich schon immer angesprochen. Ein Roll & Write mit echten Gebäuden die man auf einer 3D-Spielfläche baut ist zwar irgendwie auch wieder ein wenig drüber, aber angesprochen hat es mich. Ich wollte es mir leider nur nie kaufen, weil es eine solche Materialschlacht ist und ein Roll & Write für 50 Euro fand ich ein wenig übertrieben. Jetzt hatte ich die Chance ein günstiges Spiel zu erwerben und habe sie genutzt.

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Gloomhaven – Die Pranken des Löwen

Gloomhaven – Die Pranken des Löwen

Noch im letzten Jahr hätte ich eigentlich gedacht, dass ich Gloomhaven mit einer Kneifzange nicht anfassen würde. Es interessierte mich schlichtweg nicht wirklich. Es war mir viel zu umfangreich. Es sah mir immer zu generisch aus. Es klang nie so aufregend, dass ich es unbedingt spielen wollte, obwohl es mich von meinem Fantasy-Rollenspielbackground her eigentlich hätte ansprechen müssen. Das einzige, was mich immer ein wenig erstaunte, war sein Erfolg. Ein Spiel dieser Größe (Der Karton wiegt 10kg und das Spiel kostet locker 150 Euro) ist normalerweise nicht so erfolgreich und es thront nun schon seit geraumer Zeit auf dem ersten Platz der Rangliste bei Boardgamegeek, was schon etwas heißt in unserem Spielehobby. Anders gesagt, Gloomhaven ist der heiße Scheiß der Brettspielszene derzeit. Nun kam im letzten Jahr eine Ergänzung, ein Prequel oder nennen wir es ein Tutorial für Gloomhaven mit dem Titel Jaws of the Lion auf den Markt. Feuerland setzte das wie gewohnt auf deutsch um und bei uns heißt es Die Pranken des Löwen. Ich dachte mir, das könnte die Chance sein, zu verstehen, was dran ist an dem Spiel, ohne zuviel in den Titel zu investieren. Ich habe es zusammen mit meiner Frau getestet und was soll ich sagen, ihr seht schon, was ich der Schachtel angeheftet habe… aber lest selbst.

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#56 Was ist eigentlich? – Bauchspieler

Keine Angst, in dieser Woche soll es bei Was ist eigentlich? nicht um Diäten oder Abnehmtipps gehen. Nein, es gibt unter den Spielern eigentlich zwei Archetypen von Spielern, die sich grundsätzlich unterscheiden. Kopfspieler, die eher den Normalfall darstellen und die Bauchspieler. Es wird keinen eigenen Beitrag für die Kopfspieler geben, aber mit den Bauchspielern werde ich mich heute ein wenig näher beschäftigen. Also, was sind denn nun eigentlich Bauchspieler?

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