#64 Was ist eigentlich? – Custom Dice

Mögt ihr Würfel? Ich mag sie, obwohl sie mir nicht immer hold sind. Aber ich denke, dass wird fast jeder von sich behaupten. Selten trifft man Spieler die von sich behaupten übermäßig viel Würfelglück zu besitzen. Weitaus häufiger trifft man Spieler wie mich, die behaupten, sie hätten eher Pech beim Würfeln. Wobei, meine Frau lacht mich ab und zu mal aus, weil ich immer so schlecht Würfel. Na ja egal, ich komme auch nur darauf zu sprechen, da es heute in meiner kleinen Begriffserklärungsserie um besondere Würfel gehen soll, was diejenigen, die dem Englischen mächtig sind, bereits bei der Überschirft aufgefallen sein dürfte. Also los… ein paar Gedanken zu Custom Dice.

Custom Dice

Hinter diesem schönen englischen Begriff verbergen sich zwei Worte. Custom bedeutet hier soviel wie benutzerdefiniert, obwohl es das auch nicht ganz trifft und Dice sind einfach die Würfel (Die = ein Würfel). Es soll also heute um Würfel gehen, die von der Norm abweichen. Die Norm ist in diesem Fall ein sechsseitiger Würfel den jeder kennt mit den Augenzahlen eins bis sechs. Man kann darüber streiten ob ein Würfel auf denen die Zahl steht und die nicht mit Pünktchen aufgedruckt sind schon abweicht, aber geschenkt. So kleinlich wollen wir da mal nicht sein.

Einige werden jetzt sagen: „Wieso? Was gibt es denn noch für andere Würfel?“, aber den meisten Brettspielern sind schon noch einige andere bekannt. Sehr verbreitet bei uns in Deutschland enpfand ich zum Beispiel immer den aus vielen Kinderspielen bekannten Farbwürfel. Ihr kennt ihn bestimmt, ein Holzwürfel mit sechs farbigen Kreisen. Das ist in diesem Fall schon ein Custom Die. Jetzt kann man sich fragen, was soll das dann mit „benutzerdefiniert“? Aber Custom meint in diesem Fall eher abweichend von der Norm.

Die Rollenspieler unter uns kennen sich wahrscheinlich am besten mit anderen Formen von Würfeln aus, aber ab und zu tauchen sie auch in Brett- und Kartenspielen auf. Wer etwas mehr dazu wissen möchte sollte sich #38 der Begriffserklärungen über Würfel durchlesen. Ab und zu tauchen aber auch völlig verrückte Formen von Würfeln in Spielen auf. Wie zum Beispiel bei Nagaraja, bei dem die Würfel die Form von verschiedenlangen Stäbchen aufweisen.

Viel häufiger sind aber Custom Dice mit anderen Symbolen auf ihren Würfelflächen. Das kann dabei wirklich alles sein. Ein gutes Beispiel sind die sogenannten Blockwürfel von Blood Bowl. Ein großer Teil des Spiels besteht darin andere Spieler aus dem Weg zuräumen und das erledigt man durch Blocks und je nach Stärkeunterschied würfelt man mit ein bis drei dieser Würfel. Jeder Würfel gibt dann verschiedene Ergebnisse des Blocks vor. Aber auch viele andere Spiele bedienen sich Würfeln mit anderer Symbolik. Ashes – Der Aufstieg der Phönixmagier ist ein weiteres gutes Beispiel. Hier hat jede Magieschule ihre eigenen Würfelsymbole. Bei Era – Das Mittelalter gibt es nicht nur unterschiedliche Symbole auf den Würfeln, auch die Farbe des Würfels gibt an von welchem Gebäude man ihn bekommt und für was sie am besten sind. Gelbe Würfel bringen mehr Nahrung und graue zum Beispiel Schutz und militärische Symbole. Weitere gute Beispiele wären Roll for the Galaxy, Too Many Bones und Battlelore, die jeweils mit ausgefeilter eigener Symbolik daherkommen.

Man kann auch noch eine Stufe weitergehen mit den Custom Dice, und hier wird es jetzt sehr speziell, mit den sogenannten Dice Buildern. Es gibt aber nicht so wahnsinnig viele von ihnen. Hier werden die Würfel von den Spielern im Verlauf des Spiels selbst mit Symbolen versehen. Zwei recht bekannte Beispiele sind Dice Forge, bei dem man kleine Plastikplättchen in die Würfel einsetzt und auch The Rise of Queensdale, bei dem wir als Spieler die Würfel immer wieder durch neue Aufkleber modifizieren und uns so unsere eigenen Chancen schaffen.

Ein weites Feld und für Leute die auf besondere Würfel stehen gibt es hier definitiv einiges zu sammeln.

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