Rajas of the Ganges: Cards & Karma – Drei ist die Zahl

Rajas of the Ganges: Cards & Karma

Sehr wenig habe ich bisher über die dritte Inkarnation von Rajas of the Ganges gelesen, gehört oder gesehen. Das ist verwunderlich, wenn ich bedenke, wie beliebt der große Urgroßvater war und ist. Rajas of the Ganges ist noch immer eines der beliebtesten Würfeleinsatzspiele überhaupt. Berühmt und berüchtigt für seine beiden entgegenlaufenden Siegpunkteleisten. Ganz großes Kino. Die Würfelspielvariante als Roll & Write (The Dice Charmers) gilt ebenfalls als sehr gelungen und konnte bei uns zu Hause den Urgroßvater sogar verdrängen. Schnell und elegant, so wie ein gutes Roll & Write sein sollte und trotzdem tauchten alle Elemente des großen Spiels hier wieder auf und wer Rajas of the Ganges kennt weiß, das sind einige. Nun also das dritte Spiel und wie sollte es anders sein, nachdem die Würfel hervorgehoben wurden sind nun die Karten an der Reihe. Cards & Karma ist der Titel und hier passiert etwas Außergewöhnliches, denn wir haben es hier mit einem Würfelspiel ohne Würfel zu tun und ich verrate nicht zu viel, wenn ich verspreche, dass auch hier wieder alle Elemente von Urgroßvater drin sind.

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Spiel 2024 – Eine Vorschau auf die Veröffentlichungen

Bald ist es wieder soweit: Die SPIEL in Essen öffnet ihre, wahrscheinlich überfüllten, Pforten und lädt die Welt ein Brettspiele zu sehen, kaufen und zu spielen. Jede Menge Neuheiten werden da vorgestellt. Boardgamegeek listet momentan fast 1200 neue Spiele, Übersetzungen und Erweiterungen. Das ist wie immer eine ganze Menge neues Zeug, was du als Konsument natürlich gar nicht alles spielen und sehen kannst. Ich werde in diesem Jahr leider nicht dabei sein können, denn andere Termine sind mir ein wenig wichtiger und ich gebe zu die ein oder andere Erfahrung des letzten Jahres in Bezug auf das Besucherverhalten haben mir auch ein wenig die Lust verdorben. Ich möchte aber kein zu düsteres Bild von der Messe zeichnen, denn eigentlich ist es ein sehr positiver Ort mit viel positiver Energie vor allem von den Ausstellern und dem Personal an den Ständen. Wer noch nie da war, sollte sich die Erfahrung einmal geben und nicht unbedingt direkt am Eröffnungstag zur Eröffnung da sein, sondern einfach mal etwas später am Tag vorbeischauen. Am ende sind aber wie immer die Spiele die Stars der Veranstaltung und da musst du dich einfach durchkämpfen. Ich habe das mal getan und hier ein bisschen was zusammengestellt, was mich interessiert.

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Terra Pyramides – Zurück in die Zukunft?

Terra Pyramides

Zunächst ist mir das Spiel durch sein irgendwie imposantes Cover aufgefallen, bei dem ich sofort Lukas Siegmon erkannte, den ich als Künstler sehr schätze. Erst auf den zweiten Blick realisierte ich das wir es hier mit einem Kramer & Kiesling Spiel zu tun haben. Spiele von den beiden sind aufgrund der Vergangenheit beider Autoren immer einen Blick wert. Nach ihren Erfolgen zu Beginn der 2000er kamen in den letzten Jahren wieder vermehrt Spiele der beiden auf den Markt. Terra Pyramides war für uns allerdings auch jenseits des Covers und der beiden Autoren ein Spiel, dass uns interessierte, weil wir es auf der Messe in Essen am Stand von Huch! begutachteten und durch das Material und das zu erwartende Spielgefühl sehr angetan waren. Es liegt nun schon etwas zurück, dass wir das Spiel bei uns auf dem Tisch hatten, aber ich konnte nicht sofort meine Meinung dazu in den Blog schreiben, dafür wollte das erlebte zunächst ein wenig durchdacht werden. Terra Pyramides beschäftigte mich nämlich gedanklich eine ganze Weile, da hier Vieles zusammenkommt, was erwähnt werden will. Einzig der volle Terminkalender verhinderte unterdessen, dass wir das Spiel seitdem erneut auf den Spieltisch brachten.

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Turing Machine – Mastermind trifft Lochkartencomputer

Turing Machine

Als Turing Machine im letzten Jahr auftauchte und mehr und mehr darüber geredet wurde, war ich als erstmal sehr fasziniert. Ein Spiel das mir die Lösungen der gestellten Probleme durch Loch- und Prüfkarten verrät fand ich erstmal richtig cool. Dann sollte es auch noch schnell gehen und für ein bis vier Spieler*innen funktionieren. Ich war begeistert und wollte es unbedingt ausprobieren. Allerdings wartete ich noch bis die deutsche Version bei Huch! erschien, bevor ich es mir zulegte, da ich dachte die Anleitung müsste ja einigermaßen kompliziert sein, auch wenn das Spiel ansonsten mit wenig Text auszukommen scheint. Ich löse wirklich gerne so kleine Gedankenspiele und Rätsel, aber ich war schon von Der Suche nach Planet X relativ enttäuscht. Als Spiel für mehr als eine Person taugte das meiner Meinung nach nicht, außer für sehr schweigsame Überleger*innengruppen. Alleine funktionierte das für mich, aber das um das Logikrätsel herumgebastelte Spiel gefiel mir nicht. Vielleicht dachte ich, ist das bei Turing Machine besser gelöst.

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SPIEL ’22 – Vorschau auf die Veröffentlichungen

Dieses Jahr sehr früh, wegen der sehr frühen Ferien in NRW, öffnet die größte Spielemesse der Welt am 6. Oktober für vier Tage ihre Pforten. Corona ist zwar nicht vorbei aber Dank Impfungen und Sicherheitskonzepten und einer Sensibilisierung der Bevölkerung scheint es möglich zu sein die Messe in diesem Jahr fast wieder normal veranstalten zu können. Ich werde mich aus gesundheitlicher Vorsicht jedoch auch in diesem Jahr noch von der Messe fernhalten, was ich sehr bereue, denn eigentlich hätte ich so richtig Lust mal wieder durch Messehallen zu schlendern und mir ganz viel anzuschauen. War ich im vergangenen Jahr noch recht verhalten, was Neuheiten anging, denn diese verteilten sich mehr über das ganze Jahr, finde ich dieses Jahr wieder deutlich mehr spannende Spiele vor, über die ich gerne mehr erfahren möchte. Deshalb habe ich mir gedacht, lasse ich meine Vorschau diesmal wieder etwas größer ausfallen und habe mich auf zwölf Spiele und fünf Erweiterungen festgelegt, die ich etwas größer vorstelle und am Ende folgt eine Liste mit allen Dingen, die ich sonst noch interessant fand. Wie immer hangel ich mich an der Preview Liste von boardgamegeek.com entlang und verlinke auch die Artikel der Spiele dort. Los gehts!

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Codex Naturalis

Codex Naturalis

Huch! ist den letzten Jahren ein Verlag gewesen, der immer wieder spannende Spiele veröffentlicht hat. Spannend nicht nur im Hinblick auf das spielerische, sondern auch in optischer Hinsicht oder mit Blick auf das Spielmaterial. Immer wieder kamen da recht interessante Dinge hervor. Denken wir zum Beispiel an das wunderbar verschachtelte Romeo & Julia, die schönen Spielsteine von Seikatsu oder auch das fantastische Design und Spielmaterial von Dreamscape. Allesamt Dinge die nicht dem Standard entsprechen. So verwundert es kaum, dass auch Codex Naturalis in diese Kategorie gehört, denn es kommt in einer kleinen Metallschachtel daher und hat einen gewissen Blingbling-Faktor, denn einige Karten haben goldfarbene Elemente. Hier haben wir es zudem auch noch mit einem Spiel eines neuen Autoren zu tun. Bisher ist mir der Name von Thomas Dupont nämlich völlig unbekannt und meine recherche über ihn brachte mich auch nicht wirklich weiter. Codex Naturalis ist ein kleines Karten-Legespiel mit einer außergewöhnlichen Optik und machte mich allein schon deswegen neugierig.

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Witchstone

Witchstone

Vor der diesjährigen Messe in Essen machte der Titel eines Spiels in der Brettspielszene die Runde, von dem ich nicht gedacht hätte, dass es zu so einem Geheimtipp werden könnte. Die Rede ist von Witchstone, dass plötzlich von ziemlich vielen Leuten als absolute Überraschung gehandelt wurde. Der Name lief einem plötzlich ziemlich häufig über den Weg. Seltsamerweise war mir das Spiel schon viel früher einmal aufgefallen, wegen des doch eher seltsam generisch wirkenden Covers. Als ich das zum ersten mal sah, muss ich zugeben, habe ich das direkt als uninteressant abgehakt, allein nur wegen der Optik. Sollte ich nicht machen, ich könnte was verpassen. Was aber bei Witchstone noch erschwerend hinzukam ist die Tatsache, dass es zu einem Teil von Reiner Knizia stammt und ich mit vielen seiner Spiele der letzten Zeit eher nicht so viel anfangen konnte. Auch das sollte ich nicht machen, denn ich könnte auch hier wieder etwas verpassen. Reiner Knizia hat in der Vergangenheit diverse gute Spiele gemacht, aber in der letzten Zeit waren seine Spiele mir doch eher zu seicht. Hier haben wir es mit etwas ganz anderem zu tun und ambitionierte Familienspieler, genau wie Kennerspieler, sollten sich nicht von der schrecklichen Optik des Schachtelcovers abschrecken lassen.

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