#66 Was ist eigentlich? – Sleeves

Heute kommen wir zu einem beliebten Hilfsmittel, dass in unserem Hobby einen großen Stellenwert einnimmt. Es soll um Sleeves gehen, denn vor nicht allzulanger Zeit wurde ich deswegen angeschrieben. Ich verwendete den Begriff der Sleeves und das sleeven so natürlich, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe, man könnte ihn nicht verstehen. Deshalb möchte ich heute mal etwas zu diesen kleinen Hilfs-, oder Schutzmitteln sagen.

Sleeves

Der englische Begriff der Sleeves bedeutet in unserem Fall soviel wie Schutz(-hülle). Sleeves benutzt man in unserem Hobby für Karten. Ursprünglich kommen sie aus dem Bereich der Sammelkarten. Zunächst natürlich aus dem Bereich der Sportkarten, um die besonders wertvollen Exemplar zu schützen. Als sich die Sammelkartenspiele auch im Spielbereich durchsetzten, entstanden ganze Industriezweige, die sich mit Sammelutensilien beschäftigten. Die Sleeves wurden immer wichtiger, denn im Gegensatz zu den Sportkarten, die „nur“ zum rumzeigen geschützt werden wollten, damit sie nicht verschmutzten oder kaputt gingen, wurde mit den Spielsammelkarten auch noch gespielt und die Anforderungen an die Hüllen stiegen.

Sie mussten stabil sein, um den dauernden Mischvorgängen standzuhalten. Es gibt dünne, ganz normale Hüllen, die nur geringen Schutz bieten und dicke sehr beständige Hüllen, die besonders die Sammelkartenspieler bevorzugen, die auch an Turnieren teilnehmen. In der Hochzeit der Sammelkartenspiele setzten sich zwei Formate zunächst durch: das amerikanische Format, dass durch Magic – The Gathering geprägt wurde und die japanischen, etwas kleineren Hüllen, für die japanischen Kartenspiele Pokémon und Yu-Gi-Oh. Erst später, als auch der Brettspielbereich vermehrt Karten einsetzte, kamen auch noch andere Formate hinzu.

Inzwischen werden auch normale Kartenspiele und Karten aus Brettspielen gesleeved und andere Formate sind hinzugekommen. Manch Spieler*in geht direkt dazu über alles zu sleeven, um die begehrten Spiele so gut es geht zu schützen, um den Wiederverkauf zu gewährleisten. Ich selbst sleeve Spiele, bei denen die Karten im Verlauf einer Partie immer wieder gemischt werden und vor allem sleeve ich Spiele mit schwarzrandigen Karten, um sie zu schützen, denn der Magicspieler weiß, schwarzrandige Karten sehen schnell sehr abgenutzt aus. Aber auch Kartenspiele, wie zum Beispiel Der Fuchs im Wald sleeve ich. Hier allerdings hauptsächlich aus Schutzgründen, denn das Spiel besteht nur aus wenigen Karten und ist sehr teuer.

Manche Spiele bringen heutzutage sogar ihre eigenen Sleeves mit und machen sie zum Teil des Spiels. Ein recht neues Beispiel ist Vampire – Die Maskerade: Heritage, bei dem schöne schwarze Hüllen mitgeliefert werden in die man die Vampirkarten stecken muss, um ihre Rückseiten mit den Fähigkeiten nicht sehen zu können, bis sie erwachen. Außerdem werden in diesem Legacyspiel Karten mit zusätzlichen Fähigkeiten und Eigenschaften beklebt, so das sie mit den Aufklebern in den Hüllen besser geschützt sind. Auch Mystic Vale kommt mit Kartenhüllen daher, denn hier bauen wir uns unsere eigenen Karten aus jeweils drei Teilen zusammen. In diesem Spiel sind die Hüllen also ganz essentiell um das Spiel überhaupt erst zu ermöglichen.

Sleeves sind ein nützliches Hilfsmittel.

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